....und wieder Kühlprobleme am 411/Om636

Guuden,

Oben rechts im eigenen Posting befinden sich 4 graue Rechtecke/Quadrate.
Das mit den Zahnrad und dem Pfeil führt zur Korrektur.

Gut Mog!
Justus
 
Hallo Heinz,

Das Profilbild kannst Du ändern, wenn Du ganz oben rechts auf der Seite auf den Schriftzug "Willkommen, heinz401" klickst und dann auf Avatar ändern gehst.

zu Punkt 1. Zylinderkopfschrauben, hier bin ich kein Fachmann und kann daher nichts raten. Für solche Fragen sehe ich die Kompetenz bei [usermention=11]@Helmut Schmitz[/usermention]

zu Punkt 2. Ja der Satz ist so wie er dasteht schwierig zu verstehen wenn man mich und meine Beiträge nicht konsequent verfolgt. :D Ich Versuche es noch einmal:
Und wenn das alles nichts ist, dann helfe ich Dir gerne Deinen Mog radikal zu modernisieren. Zylinderkopfdichtungen sind dann sicher kein Problem mehr. (Ich rüste Deinen Mog, wie bereits meinen, auf einen kräftigen E-Antrieb um) :D :D
 
Danke Jürgen,
...bin ich doch wieder etwas schlauer geworden.
Zu den Schrauben: Habe vorsorglich bei M.P. einen neuen Satz Schrauben bestellt um auch die kleinste Störgröße für den wiederholten Kopfdichtungstod auszuschließen- ohne Rücksicht auf das Konto. Er muss wieder dauerhaft laufen - das Brennholz ruft!
Zur Interpretation deines Satzes: etwas in der Richtung hatte ich schon geahnt. Allerdings wäre das ein so teurer Kopfdichtungsersatz dass ich wohl z.B. mein Brennholz von Kanada mit dem A380 einfliegen lassen könnte. Aber, vielleicht wird auch das noch Pflicht. Technisch aber interessant.
Ich versuche erst mal die herkömmliche Variante und zu der Schraubenfrage wird sich vielleicht auch noch jemand finden...

mpg
 
Hallo Heinz
Die althergebrachte Methode über Drehmomentanzug wurde bei den neueren Motore schon in den 80ern auf Drehwinkelanzug umgestellt. Dabei werden die Schrauben bewusst etwas überdehnt, was zu einer geringen bleibenden Längung führt. Die Schrauben sind nur dann zu erneuern, wenn die zulässige Dehnung erreicht ist.
Bei der traditionellen Methode nach Drehmoment werden die Schrauben nur elastisch gespannt und gehen nach dem Lösen in ihre Ursprungslänge zurück. Sofern keine meschanischen oder oberflächlichen Beschädigungen (Fresser am Gewinde oder Anlagefläche) erkennbar ist, werden die Schrauben wiederverwendet.
Bei der Methode Drehwinkel werden alle Schrauben um den gleichen Weg und damit gleiche Kraft vorgespannt. Bei der Methode Drehmoment haben Gewindereibung, Verkippen des Werkzeugs beim Anziehen und vor allem "Steckenbleiben" oder mehrere Teilwege beim Anziehen unterschiedliche Vorspannung zur Folge. Korrekt muss zügig in einem Zug bis zum Abschalten des Drehmomentschlüssels durchgezogen werden, auch kurzes Stocken oder Ruckeln ergibt letztendlich einen Fehlanzug.
Man kann mit einem Kompromiss vorgehen wenn man beobatet, welche Schraube sich bei gleichem Drehmoment am weitesten dreht. Danach zieht man alle anderen Schrauben um den gleichen Weg an. Dazu muss man nur unter den Drehmomentschlüssel zusätzlich die Drehwinkelscala stecken und den jeweiligen Gesamtwinkel notieren.
Beim OM352/366 gibt es einen guten Vergleich, da dort für die alte und neue Methode Vorschriften bestehen.
Alte Vorgehensweise: 1.Stufe 60Nm, 2. Stufe 90Nm 3.Stufe 100bis 110Nm, der Gesamtanzug beträgt somit maximal 110Nm, ( Verwendung von neuen Schrauben erstmalig 120Nm). Ob eine Schraube klemmt oder der Schlüssel verkanten wird wird dabei nicht berücksichtigt, verfälscht aber das Ergebnis.
Bei der neuen Variante werden alle Schrauben zusätzlich ieinem 4.Durchgang um 90° angezogen. (Wobei ich auch eine Auge darauf werfe, ob alle vorher ungefähr den gleichen Weg beschrieben haben).
So ähnlich ist auch der Unterschied zwischen OM621 und 616. Dort ist eine Setzzeit von 10 min zwischen Drehmomentvoranzug und Drehwinkelanzug vorgeschrieben.

Zum Kühlsystem. Die Umstellung auf Dreiwege-Thermostat bzw Umbauanweisung hatte seinen berechtigten Grund. Beim L319 bzw 180D war dort beim OM636 ein Dreiwegethermostat verbaut. Die Leistung und somit die Wärmebelastung war mit bis zu 45PS auch 25% höher als beim Unimog. Warum das Thermostat beim Unimog so spät umgestellt wurde entzieht sich meinen Kenntnissen. Der Druck im Kühlsystem ist da ebenfalls höher, was die Dampfblasenbildung besser unterbindet.
Die Fahrzeuge erreichten beachtenswerte Laufleistungen. Deine Anmerkungen zum Murks sehe ich eher als Trozigkeit eines uneinsichtiigen Kindes. Wer was 5Jahrzehntelang ignoriert dürfte eigentlich klar sein.
.
heinz401 schrieb:
Der Umbau auf den kleinen Kreislauf ist mir natürlich bekannt. Immerhin kam sie sehr, sehr spät. Aus technischer Sicht natürlich sinnvoll aber mit der Urvariante kam ich von 1993 (401) und ab 2005 bis 2022(411) auch zurecht. Einen ursächlichen Zusammenhang des geschilderten Effektes immer eskalierenend auf Zyl.3 sehe ich nicht. Auf grund meines vorbiblischen Alters brauche ich die Mogs in absehbarer Zeit nicht mehr und und denke daher mit der alten Lösung über die
Die eigentliche Ursache ist Überhitzung im Teillastbetrieb, wenn das Thermostat immer kurzzeitig schließt, lange Zeit bevor der Schaden äußerlich sichtbar erscheint. An den heißen Stellen beginnt die Blasenbildung, diese werden dann nicht gekühlt. Wenn die Dichtung aufgibt, ist die Ursache schon längst passé. Vor allem würde ich die Bereiche akribisch auf Kesselsteinbildung untersuchen.
Meine Vorgehensweise wäre gründliche Reinigung von Korrossions-und Kresselsteinbildung sowohl Motor wie auch Kühler, Kontrolle der Wasserpumpe, höherer Systemdruck durch entsprechendenen Kühlerverschluss und Umbau auf Dreiwegethermostat. Reiner hatte da eine schöne Eigenbaulösung, die äußerlich erst beim genauen Hinsehen erkennbar war, es muss nicht unbedingt Mog-Parts her.
Der 180D meines Alten Herrn wurde bei knapp 1/2 Mio Km verschrottet, ohne jede nennenswerte Reparatur. Ich habe 20 Jahre im Stapler-Service gearbeitet, wo in diversen Baureihen der OM636 verbaut wurde. Von keinem, ich wiederhole von keinem Fahrzeug oder Kunden ist mir ein solches Schadensbild bekannt. Industrieunternehmen , besonders wenn sie größere Stückzahlen betreiben, sind bei wiederkehrenden systemischen Schäden auch wenig tolerant, was deinen These eher nicht entsprechen dürfte.
Der OM636r wurde entgegen deinen Erkenntnissen von ENMASA (Epresa Nationales de Motores de Aviations SA /Mercedes Benz /Barcelona) bzw MEVOSA (Mercedes-Benz y Volkswagen SA, Victoria ) mit der alten Anlage aus Marienfelde bzw Stuttgart auch nach 1974 weiter in Fahrzeugen eingebaut.
Nur so nebenbei angemerkt, auch der OM366 musste mit den gleichen Restriktionen (des Oldsmobil/Opel-Blitz-Motors) bis zum Ende (2002) klarkommen, was bekannterweise auch noch heute sehr gut fuktioniert.
 
....So liebe Freunde,
...nachdem mir ja sicher gut gemeint auch etwas Trotzigkeit zum Umbau auf das zweikreisige Kühlsystem attestiert wurde, habe ich dieses zwischenzeitlich vollzogen und sehnlichst das Wasser aufgefüllt -- und schon zwei Leckagen am Thermostatgehäuse. 1x rundum Oberteil /Unterteil trotz festem Anzug bei Vormontage,1x Verschlussschraube bei Heizungsabgang. Nun warte ich den 4. Tag auf die zusätzlichen Dichtungen durch M.P. wo prompt und freundlich wie immer reagiert wurde aber die Post ist eben auch nicht mehr das was sie mal war.
Gab es dieses Problem schon mal bei anderen Umbauern oder hat es die Defekthexe wieder nur auf mich abgesehen?
Ganz schön beengte Verhältnisse, wobei bei bei mir auch eine Drehstromlima verbaut ist und beim 411.118 zwischen Lima und Karossenblech noch die geschützte Tacholeitung des DK-Getriebes durchläuft.
Hoffe euch bald berichten zu können.
 
Hallo Heinz401
Mit dem Undichtigkeitsthema bei Inbetriebnahme des Kurzschlussthermostates bist du nicht allein. Auch bei mir war leichte Undichtigkeit zwischen Thermostatgehäuseoberteil und - Unterteil vorhanden. Mogparts liefert hier aber unkompliziert eine zusätzliche Dichtung. (Wobei die nur bei manchen Gehäusen auftretende Undichtigkeit m.E. entweder auf konstruktiv falsch ausgelegte Toleranzen oder, falls das nicht so sein sollte, auf Fertigungsfehler hindeutet)
Bei mir half schlussendlich einfaches Nachziehen der Schrauben.
Den Heizungsabgang bekommst du sicher mit einer anderen Alu-Dichtung dicht. An genau dieser Stelle ist mir an meinem Gehäuse zu großes Gewindespiel zum zugehörigen Stopfen aufgefallen (wieder ein Hinweis auf den Verdacht oben).
Mit dem Einsatz des Kurzschlußthermostats steigt die Anzahl von Schlauchanschlüssen / Schlauchschellen deutlich an, was das Undichtigkritsrisiko grundsätzlich mal steigert. Eine Kontrolle der Schlauchschellen nach der ersten / nach einigen Betriebsstunden ...ist auf jeden Fall ratsam. Bereits bei der Montage bitte darauf achten, die Schlauchschellen so hinzudrehen, dass du auch nach der Gesamtmontage (wie Lichtmaschine usw.) noch gut zum Nachziehen rankommst.
Mit Drehstromlichtmaschine wird es beim Kurzschlussthermostat zudem kritisch mit dem verbleibenden Weg zum Keilriemen spannen. Bedingt durch die andere Gehäuseform/-größe.
All das hatte ich hier auch bereits in meinem Beitrag zur Integration Kurzschlussthermostat in meinen U411 Westfalia beschrieben.
 
Guten Tag Winni,
vielen Dank für deinen umfassenden und gut dokumentierten Beitrag. Er hat wieder einmal Selbstzweifel ausgeräumt da andere offensichtlich mit gleichen Problemen zu tun hatten(haben).Habe den Umbau völlig unterschätzt. Habe den LIMA- Halter ebenfalls neu angefertigt um den unteren Drehpunkt der Lima soweit als möglich nach unten und näher an den Motorblock zu legen. Dadurch ergab sich etwas mehr Platz im Schwenkbereich und einige mm mehr Abstand vom Kurzschlussrohr welches ich aber durch einen Eigenbau ersetzt habe und sich noch bewähren muss.
Durch die Verwendung einer handelsüblichen "Sechskantverbindungsgewindestange" M12 konnte ich eine noch vorhandene Serienspannstrebe unverändert verwenden, sodass nun rundum nichts mehr direkt anliegt, was ja bei dem Rütteldiesel wichtig ist.
Ws mir noch auffiel: Das Verbindungsstück (Messingteil) vom Düsenhalter Zyl.1 zur Leckölleitung liegt hat nur Zehntel mm Abstand zum Thermostatgehäuse und ist auch durch nichts abänderbar als vielleicht etwas abzuschleifen. Aber da alles schwingungsmäßig am ZK befestigt ist wird es wohl gehen.
Morgen (Sonntag) soll Premiere sein.

PS:
Hätte gern ein paar Bilder eingestellt. Vor 20 Jahren konnte ich das mal. Wer kann mir, nicht IT Studium , das mal erklären?
 
Oh, Entschuldigung

diesen Beitrag habe ich versehentlich deplaziert . Er sollte im Beitrag Kühlproblem.... erscheinen.

erledigt H(Mod)
 
Guten Tag Winni,
vielen Dank für deinen umfassenden und gut dokumentierten Beitrag. Er hat wieder einmal Selbstzweifel ausgeräumt da andere offensichtlich mit gleichen Problemen zu tun hatten(haben).Habe den Umbau völlig unterschätzt. Habe den LIMA- Halter ebenfalls neu angefertigt um den unteren Drehpunkt der Lima soweit als möglich nach unten und näher an den Motorblock zu legen. Dadurch ergab sich etwas mehr Platz im Schwenkbereich und einige mm mehr Abstand vom Kurzschlussrohr welches ich aber durch einen Eigenbau ersetzt habe und sich noch bewähren muss.
Durch die Verwendung einer handelsüblichen "Sechskantverbindungsgewindestange" M12 konnte ich eine noch vorhandene Serienspannstrebe unverändert verwenden, sodass nun rundum nichts mehr direkt anliegt, was ja bei dem Rütteldiesel wichtig ist.
Ws mir noch auffiel: Das Verbindungsstück (Messingteil) vom Düsenhalter Zyl.1 zur Leckölleitung liegt hat nur Zehntel mm Abstand zum Thermostatgehäuse und ist auch durch nichts abänderbar als vielleicht etwas abzuschleifen. Aber da alles schwingungsmäßig am ZK befestigt ist wird es wohl gehen.
Morgen (Sonntag) soll Premiere sein.
 
....du hast das sehr schön dokumentiert. Vor 20 Jahren konnte ich das auch. Kann man mir verständlich erklären wie ich hier Blder an einen Beitrag anhängen kann. Danke.
 
Super, wünsche gutes Gelingen.
Bitte auch Fotos zum Einbau einstellen, das macht das Ganze anschaulicher :party
 
Bilder einstellen:
Etwas unterhalb des Eingabefeldes des zu erstellenden Berichtes kommen zuerst die einfügbaren Smileys, noch etwas darunter ein Feld "Dateianhang hochladen". Darauf clicken, dann taucht noch etwas weiter unten das Feld "Dateien hinzufügen" auf. Darauf auch clicken und du bekommst die Dateiauswahlmöglichkeiten deines z.B. Smartphones angezeigt. Dort das gewünschte Bild auswählen und Vorgang abschließen.
Einfach mal probieren :D
 
Hallo Heinz,
Einzelne Bilder anhängen ist garnicht so schwierig. Einfacher als früher.
Wenn Du einen Beitrag ertellst sind unterhalb von dem Texteingabefeld ja die Felder:
"Entwurf speicher" "Vorschau" " Absenden"
Soweit kennst Du Dich ja offensichtlich aus.
Darunter gibt es einen Bereich mit zwei Auswahlfeldern:
"Optionen" "Dateianhang hochlanden"
Für die Bilder musst Du "Dateianhang hochladen" anklicken dann erschein ein Feld
"Dateien Hinzufügen"
Wenn Du dadrauf klickst erscheint ein Dateimanger Fenster in dem Du das gewünschte Bild auf Deinem Rechner suchen und auswählen kannst. Durch klick auf "öffnen" n dem Dateimanager Fenster lädst Du schon das Bild zur UCOM hoch
Dann nur noch den Beitrag wie gewohnt absenden und schon ist Bild in der UCOM für alle sichtbar.
 
Guten Abend Winni, guten Abend Jürgen,
danke für eure Unterstüzung zu dem Einstellen von Bildern. Schäme mich ja ein bisschen aber das Alter fordert mehr und mehr seinen Tribut.... und dabei habe ich 15 jahre im technischen Außendienst gearbeitet.
 

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...das war noch nicht perfekt: deshalb einen Nachschlag wie es in meinem Kraftwerk zugeht. Hoffentlich bekommt die Lima keine Platzangst....
 

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warum das Bild nach dem Hochladen um 90grad gekippt ist weiß der Geier. Wolle euch nur zeigen wie eng es durch die Tachowelle zugeht. Melde mich nun wieder wenn mein 401 wieder läuft, als sicherheit zum Abschleppen bei der Erprobung des 411.
Danke für eure hilfe.
 

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