Das Hardtop wurde von Westfalia in geringer Stückzahl, man spricht von ca. 70 Stück, in GFK, einschalig, gefertigt. Einer weiteren Verbreitung stand die geschlossene Westfalia Kabine im Weg und deshalb wurde das Projekt nicht weiter verfolgt. Ein Großteil wurde offensichtlich nach Norditalien und in die Schweiz geliefert und bei kommunalen Fzgen eingesetzt. So ganz ausgereift ist die Konstruktion nicht, insbesondere die schweren Schiebefenster sind für die 411 er Türen eine hohe Belastung. Mein Hardtop stammte ebenfalls aus Norditalien und wurde mir von einem Unimog-Freak aus der Gegend von Ulm Ende 2001 in Fragmenten verkauft. Ich hatte so ca. 3 Jahre danach gesucht. In mühseliger Kleinarbeit habe ich die Fensterrahmen wieder restauriert, dazu konnten mir die Oberbayrischen Unimog Freunde helfen, die so ein Teil auf einem Fzg hatten und mir Detailfotos geschickt haben. Ein Blechbiegebetrieb in meiner Nähe hat seine Lehrlinge mit der Herstellung der Profile beschäftigt. Die Schale war noch gut und auch leicht wieder herzustellen. Hier ein paar Bilder, wie es bei mir nach der Restauration ausgesehen hat. Heute ist es umlackiert, wie auf dem Bild ersichtlich und eine wahre Rarität. Mir sind nur noch 4 gut erhaltene bekannt. Ich habe mir 2004 einen größeren Unimog ( den oben gezeigten 403 ) gekauft , damit wurde der 411 an einen Unimogfreund auf der Loreley abgegeben und das Hardtop separat verkauft, da der Käufer des 411 es nicht brauchte, er lagert den 411 im Winter immer trocken ein.
Gruß aus Aachen