Unimog 411 Kombipresser Halter Magnetkupplung

papaecka

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12. Juni 2011
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Hallo Leute

Ich hab ein neues (altes) Projekt und brauche eure Hilfe.
Ich baue mir eine Halterung für den Kombipresser und dafür brauche ich eine Maß das ich nur schwer ermittelt kann, weil meine Originale Riemenscheibe in allen Richtungen krumm ist.
Und zwar den Abstand wie auf dem Foto zu sehen ist. Der Wert sollte zwischen 5mm-8mm sein. Gemessen zwischen Keilriemen und Befestigungshalter am Gehäuse vom Presser.

Hintergrund hierfür ist eine neue Magnetkupplung mit dem Originalen Durchmesser von 150mm, die ich angefertigt habe. Die Rille des Keilriemens sollte dabei genau an ihrem Vorgesehenen Platz verbleiben.

Deshalb würde ich mich freuen wenn ihr mir das Maß von eurer Originalen Riemenscheibe D=150mm geben könnt.
Das lässt sich im eingebauten Unimog gut Ermessen.
Ich bitte jeden der die Möglichkeit hat sein Messergebnis hier in einem Beitrag einzustellen.
Damit ich anschließend ein Mittelmaß annehmen kann.

Danke an euch im Voraus und liebe Grüße an alle.
Jürgen
 

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Hallo Jürgen,

ich habe mal den Spalt bei meinen Kompressoren gemessen, der zwischen Riemenscheibe und Gehäuse ist. Das geht mit recht gut. 2,3 bis 2,5mm. Dis zum Riemen kann ich nicht messen, den habe ich nicht drauf.



Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

hast Du außen an der zum Kompressor hin gewanden Seite gemessen?
Wenn du jetzt noch die gesamt Dicke der Riemenscheibe an der Stelle angibst läßt sich die theoretische Mitte des Riemens und über die Breite eines Standardriemens auch das von meinem Namensvetter gewünschte Maß als Anhaltspunkt ermitteln.
 
Hallo Jürgen,

fast. Denn entscheidend ist der Konus auf der Welle und die Toleranz in der Scheibe. Je ausgenudelter die Scheibe ist, desto Näher kommt die Scheibe an den Kompressor. Aber für dich gehe ich gerne noch mal in den Keller, damit ich nich wieder unfreundlich bin.

.... ich habe Scheiben mit der Breite von 21,8mm bis 22,3mm...
 
Hallo Markus (Danke für deine Mühe)
So wie du es gemessen hast komme ich auf ein Wert von 3,66 mm an der am wenigste krummen Stelle meiner Riemenscheibe. Das deckt sich bis auf 1 mm so in etwa.
Daraus ergibt sich ein Wert von 8mm vom Gehäuse bis zur Schulter des Keilriemens.
Also lieg ich ca 1 mm daneben.
Hört sich nicht viel an aber bei der Magnetkupplung Ringe ich um jeden Millimeter.

Momentan ist der Versatz des Keilriemens von Original zu Magnetkupplung 7mm. Das ist schon ganz gut.

Vielleicht kommt noch jemand auf die gleichen Werte?

Aber das hilft schon weiter.
Grüße Jürgen
 
Hallo Jürgen,

da ist ein Spalt von 1 bis 2 mm zwischen Fuß und Riemenscheibe. Oft sind die Füße von einer eiernden Riemenscheibe abgeschliffen.
Der Spalt ist nur in den Fällen breiter, wenn eine Blech-Riemenscheibe drauf ist, die beim Abziehen gewölbt wurde.
 

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Hallo Jürgen,

ich habe mir schon vor vielen Jahren eine Magnetkupplung an den Luftpresser angebaut Funktioniert heute noch).
Anbei die Zeichnung mit den Maßen. Ich habe das Maß von dem Kurbelgehäuse zur Mitte Keilriemenscheibe mit 31mm gemessen.

Ich hoffe das hilft dir weiter.
 

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Liebe Unimog-Freunde,

Slomogs Kompressor ist der Pt 35 bzw. 411 007 200 _ aus 2010 / 401, also der kleinere und ältere, nicht vergleichbar mit dem 86P4 bzw. 411 005 100 _ im 411 und 421!
 
Liebe Unimog-Freunde,

kürzlich hatte ich einen Kompressor mit Magnetkupplung auf der Werkbank. Auch bei dem war der Spalt zwischen dem Fuß des Kurbelgehäuses und der Riemenscheibe etwa 1 mm. Und der Fuß war vom früheren Betrieb auch schon leicht abgeschliffen.
 

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Hallo Christoph ( aus Bayern)

Ich habe vor etwas über 11Jahren meine Erste Magnetkupplung ( Mitte Keilriemen zum Gehäuse ca. 38 mm) eingebaut und sie hat zuverlässig funktioniert.
Dann habe ich ein upgrad gemacht. Mitte Keilriemen zum Gehäuse ca 26 mm. Umschlingungsdurchmesser 135 mm
Die läuft seit ein paar Jahren problemlos.

Jetzt kommt vermutlich das letzte upgrad
Umschlingungsdurchmesser 150 mm Originalgrösse

Mitte Keilriemen zum Gehäuse 20mm.

Bei diesem Beitrag geht es nur um die Positionierung der Halter für den Presser. Die in meinem Fall um 6 mm verspringen . Den Rest hab ich ja schon.
Dennoch danke für deine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen Jürgen
 

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Hallo Christoph ( OPTIMOG)
Die Magnetkupplung hab ich gebaut so wie ich das auf deinem Foto sehe.
Grüße Jürgen
 
Hallo Jürgen,

weißt Du zufällig, welches Drehmoment Deine Magnet-Kupplung maximal übertragen kann?
 
Hallo Christoph

Das ist nicht so einfach zu sagen da es ja abhängig von der Motordrehzahl ist .Ca. 10 bis 17 Newtonmeter
Aber je nach Kupplungsmitnehmer auch mehr.
Die mechanische Leistungsaufnahme der Magnetkupplung beträgt etwa 4 kW , kann jedoch bei höheren Drehzahlen auf bis zu 11 kW ansteigen.
Diese Angaben sind ohne Gewähr.
Grüße Jürgen
 
Hallo Namensvetter,

mit "mechanischer Leistungsaufnahme" meinst Du vermutlich die mechanisch übertragbare Leistung bevor die Kupplung durchrutscht. Ich hoffe, die Kupplung benötigt nicht 4 KW Eingangsleistng um zu schließen.
 
Hallo Jürgen,

Die mechanische Leistungsaufnahme der Magnetkupplung beträgt etwa 4 kW , kann jedoch bei höheren Drehzahlen auf bis zu 11 kW ansteigen.
ist wohl aus Wikipedia abgeleitet,
Der mechanische Leistungsbedarf des Pkw-Klimakompressors beträgt etwa 4 kW (BMW E28),[2] er kann jedoch bei hohen Drehzahlen auf bis zu 11 kW ansteigen.[3]
das wiederum Richard van Basshuysen, Fred Schäfer (Hrsg.): Handbuch Verbrennungsmotor, 8. Auflage, Springer, Wiesbaden, 2017, ISBN 978-3-658-10901-1. S. 516 zitiert.

Die Magnetkupplung hat dabei ein drehzahlunabhängiges maximal übertragbares Drehmoment. Die übertragene Leistung ist bei konstantem Drehmoment proportional zur Drehzahl.

Beispiel einer mittels Elektromagnet-Kupplung angetriebenen Pumpe mit 8,4 cm³/U im Unimog bei 150 bar Lastdruck
V n p eta Q M P
8,4 1200 150 89% 8,97 22,53 2,78
8,4 2600 150 89% 19,44 22,53 6,01
cm³ rpm bar l/min Nm kW
Das Drehmoment ist konstant, die Leistung steigt mit höherer Drehzahl.
Für dieses Beispiel ist also eine Kupplung mit 25 Nm erforderlich, deren Schaltleistung etwa 20 Watt beträgt.

Bei Gleichzeitigkeit kämen für den Kompressor bei 8 bar nochmal 14 Nm hinzu.
 
Hallo Namensvetter
Ja das wäre nicht so gut.
Ich hab die Spule mit einer 8A Sicherung abgesichert. Bis jetzt problemlos.

Christoph:
Entscheidend ist die Kupplung selber bei der maximalen Kraftübertragung. Ich kenne 3 verschiedenen Versionen aber leider habe ich keine weiteren Angaben dazu.
Im Gebrauch schafft die Kupplung problemlos eine mit Frischholz vollbeladene Schweizer Pritsche mit Bordwanderhöhung zu drücken.
Ich weiß jetzt nicht wieviel Leistung das ist aber ich traue ihr mehr zu.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen
 
Hallo Jürgen,

meine Worst case Berechnung ist für den Kipperbetrieb nicht so sehr relevant. Denn durch den Telekopzylinder liegen die Lastdrücke in der Regel sehr niedig. Siehe angehängtes Diagramm, das sich auf eine mit 1,2 Tonnen erdfeuchtem Sand beladenen Pritsche bezieht.

Da genügt ein Moment von 10 Nm, wie folgende Berechnung zeigt.

V n p eta Q M P
8 1500 60 89% 10,68 8,58 1,32
cm³ rpm bar l/min Nm kW

Nur wenn sich der Kompressor zuschaltet, kann es wieder enger werden.

Und die Ventile der alten Westinghouse Steuerblöcke (sind keine Proportionalventile) sollten schnell durchgeschaltet werden, denn im Übergang liegt stets nicht der Lastdruck sondern der am Druckbegrenzungsventil eingestellte Öffnungsdruck an, wenn er denn von der Pumpe überhaupt erreicht wird.
 

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Hallo Christoph
Verbesserungen die Funktionieren stelle ich an und für sich auch in Frage und erdenke das schlimmste was passieren könnte.
Aber wir sprechen hier von einer aus heutiger Sicht - Hilfshydraulik -in einem 411 er.
Ich bin mir nicht sicher aber ich vermute mal es wird keine 411er mehr so hart rangenommen das die Höchstbelastung ständig aus der Hydraulik geholt wird. Wenn sie denn überhaupt aus der Hydraulik erreicht wird.
Und selbst das wird die Kupplung übertragen.
Unterliegt dann aber wahrscheinlich einem höheren Verschleiß. Zumindest auf dem Papier.

Wie die Vorteile einer Magnetkupplung sind weiß jeder der sie im Alltagsbetrieb nutzen kann.
Ein besserer Motorlauf , mehr Motorleistung und wenig Verschleiß am Kombipresser.
Ich kann sie auf den Punkt einschalten und nach Beendigung der hydraulischen Arbeit wird der Presser ausgeschaltet.
Dann kann man für sich abwägen ob die Vorteile größer sind als die möglichen Nachteile.

Mit freundlichen Grüßen Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Deinen Ausführungen kann ich mich 100%ig anschließen.

Eine kurze Geschichte dazu: Es muss wohl 2006 oder 2007 gewesen sein, als ich mit meinem in 2004 erworbenen 411 an der historischen Baustelle in Philipsburg teilnahm. Bis dahin hatte ich noch nicht viel an ihm geschraubt, konnte noch vom Fahrersitz aus den Straßenbelag unter mir durch die Rostlöcher hindurch beobachten. Großes Vertrauen in das Fahrzeug gab es auch noch nicht und jede längere Fahrt galt als Abenteuer.

Auf der Baustelle glücklich angekommen, einem stillgelegten Kieswerk mit viel Sand, sollte erstmals der Kipper erprobt werden. Der Messcomputer mit Aufzeichnungsmöglichkeit war schon angeschlossen. Der Menck-Bagger lud zwei Hochlöffel erdfeuchten Sand auf die Pritsche. Das waren etwa 1,2 Tonnen. Die wurden anschließend ein paar Runden durch den großen Sandkasten gefahren.

Dann ging es ans Abkippen. Die Pritsche hob sich langsam mit der ersten Stufe des Teleskopzylinders, etwas schneller mit der zweiten. Blieb dann aber noch in der zweiten Stufe stehen, während sich die Pumpe erfolglos weiterhin bemühte. Also abbrechen, Pritsche wieder absenken. Zweiter Versuch mit deutlich angehobener Motor- und somit auch Pumpendrehzahl. Auch hier schaffte es die Pumpe nicht die dritte Stufe zu erreichen.

Schließlich mit Vollgas klappte es gerade soeben. Mit händischer Unterstützung am Ende der dritten Stufe um die vierte zu erreichen. So ist die Kennlinie im Anhang entstanden. Und damit war klar: die Pumpe ist hinüber, womit ich nicht gerechnet hatte.

Dieses Schlüsselerlebnis war der Auslöser für meine weitere Beschäftigung mit der Hydraulik im Unimog. Zunächst zögerlich und etwas widerwillig. Denn ich fand kaum Dokumentation zu dem Thema. Aber gerade das spornte mich dann doch an es systematisch zu bearbeiten.
 

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