Hallo Moggler,
danke für Eure Antworten, sie waren für mich hilfreich.
Anbei füge ich eine sehr ausführliche Info zu dem Thema an die ich von einem Unimog Spezialisten bekommen habe, in den letzten drei Sätzen hat sich für den Infogeber eine interessante Frage ergeben, bitte lesen!!!
Bin gespannt ob jemand etwas dazu sagen kann.
Ab hier seine Antwort an mich.
Die 227/G110 J (MB 001 315 38 99) kam nach 1969. Die Kupplung hat die Stützlast von 1250kg.
Die 000 315 99 99 gem. ETL 1965/1969 hat nur 1000kg. Datenblätter von Rockinger anbei.
Leider habe ich kein Datenblatt der Type 39-G. Daher kann ich nichts zur Stützlast sagen.
Anfangs waren es auch mal nur 800kg in einer KDM und man musste bei den alten Rahmen irgendwelche Stege ausschneiden, damit die Halteplatte der neuen Kupplung passt. Offensichtlich gab es verschiedene Hecktraversen.
Noch mal zu den Rahmen: die waren alle in der Mitte gleich hoch, 120mm. Der sogenannte 100mm Rahmen hatte die Höhe 120mm aber nur zwischen den Federböcken. Beim Verstärkten Rahmen waren die 120mm durchgängig. Allerdings blieben die hinteren Endstücke immer 100mm
hoch. Die Hecktraverse war anfangs hinten genietet, später dann mit dem Rahmen verschweißt. Das sieht man, wenn man von hinten auf den Rahmen schaut. Ältere schwache Rahmen haben auch noch einen dritten Querträger vor der hinteren Kabinenlagerung. Die hinteren Diagonalstreben sind bei dem schwachen Rahmen noch einzeln verschraubt, beim Rahmen mit Kippspinne ist es zusammen mit der Querstrebe zu einem Teil verschweißt.
Bei sehr späten 411ern ist die Fronttraverse dann einteilig, während vorher die untere Strebe am Ausschnitt eingenietet war. Damit sieht die fast wieder wie beim schwachen Rahmen aus, nur der Mittelsteg fehlt. Hier sind es zwei Löcher, später nur noch ein großes.
Später sind die hinteren Federaufnahmen auch Gußteile und nicht mehr aus gebogenem Blech. Vorne gab es anfangs nur zwei Löcher für den Stoßstangenhalter, dann drei und zum Schluss 4 Löcher auf Ober- und Untergurt. Auch die Anschlaggummi der Achsen und ihre Halter wechselten zwei mal. Es gab drei Versionen. Das hatte Einfluss auf die Bremsleitungen, wie sie auf der Achse verlegt wurden.
Die Stoßstange bleib aber 100mm, hier wurden nur die Halter angepasst auf die 120mm Rahmenenden.
Ich habe aber keinen Hinweis gefunden, dass die neue Rockinger-Kupplung nicht an alte Rahmen angebaut werden durfte. Es gab nur Vorgaben für die Nachrüstung (siehe KDM 31-8).
Das einzige was zu einem Problem werden könnte sind die Distanzrohre in der Hecktraverse, wenn die Kugelkopfplatte für den pneumatischen Kippzylinder oder den Oberlenker verbaut sind.
Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, finde ich die Frage interessant, was ist, wenn ich einen Einachsanhänger mit 1t Stützlast real habe und dann mit der Kipppritsche seitlich kippe. Dann leitet der Kippzylinder auch noch Kraft zusätzlich in die Hecktraverse ein.
Gruß Robert