Unimog 421, Probleme beim Einlegen der Rückwärtsgruppe

LuuKUnimog

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17. Apr. 2018
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Menden (Sauerland)
Hallo Community,
mein Name ist Lukas, 23 Jahre alt, komme aus dem Sauerland und ich restauriere aktuell einen Unimog 421.124 BJ 1972.

Das Fahrgestell ist im groben eigentlich fertig und ich habe vor kurzem noch einmal den Deckel vom Getriebe inkl. Schaltplatte abgenommen. Der Aludeckel ist nun gestrahlt und die Stahlkomponenten noch einmal neu lackiert. Die Schaltplatte habe ich gereinigt und wollte dann alles wieder zusammenbauen. So weit so gut.

Jetzt zu meinem Problem: Ich bekomme die Rückwärtsgruppe nicht eingelegt, der Hebel ist bombenfest und lässt sich kaum bewegen. Ich habe drauf hin noch einmal die Schaltplatte abgenommen und nur mit dem Deckel zusammen verschraubt, das lässt sich alles wunderbar schalten. Beim erneuten Aufsetzen dann penibel drauf geachtet, dass die Schaltfinger und Gabeln alle in ihren Mitnehmern sitzen, was der Fall ist. Voller Zuversicht zusammengebaut aber wieder ist der Hebel fest. Also wieder Deckel & Schaltplatte runter, sowie Kriechganggetriebe abgebaut um auch mal von unten einen Blick ins Getriebe zu werfen. Habe dann mal versucht den entsprechenden Mitnehmer zu bewegen und siehe da, keine Chance. Weder von Hand, noch mit einem großen Schraubendreher als Hebel war der Mechanik kaum ein Zucken zu entlocken. Erst mit Klopfern mit dem Schonhammer gegen das Zahnrad (jaja ich weiß, Schande über mein Haupt) begann es sich zu verschieben. In beide Richtungen das gleiche Spiel. Bevor ich es vergesse zu erwähnen, ich habe natürlich vorher die Schaltung in die kleine Gruppe (Gang 1 & 2) gestellt. Lediglich in Endstellung "vorwärts" kann ich das Zahnrad ca. 5 mm relativ leicht von Hand hin und her verschieben.

Es handelt sich im Übrigen um ein UG 2/27, welches sich vor der Demontage von Schaltdeckel und Schaltplatte astrein in alle Gänge durchschalten ließ. Ich kann eigentlich nicht glauben, dass nur durch Abnehmen von Deckel und Schaltplatte ein grober mechanischer Defekt entstanden ist, daher wollte ich erst das Schwarmwissen aus diesem Forum in Anspruch nehmen, bevor ich alles wieder demontiere.

Bevor ich nun alles wieder auseinanderreiße, wollte ich jetzt hier erstmal bei euch nachfragen, ob wer eine Idee hat.
 
Hallo Lucas,

vom Baujahr her dürfte es sich um ein Getriebe mit Klauenschaltung handeln.
Bei abgenommener Schaltplatte kann das Zahnrad auf der Vorstufenwelle ohne Wiederstand verschoben werden,
unabhängig welche Gruppe eingelegt ist.
Du schreibst das Getriebe hat vorher einwandfrei funktioniert, Du hast nur die Schaltplatte abgenommen und jetzt geht es nicht mehr, das ist ominös.
Ist etwas in das Getriebe gefallen das das Zahnrad oder die Schaltgabel, Schaltstange blockiert ?
Sonst fällt mir nichts anderes ein.

Grüsse Bert
 
Hallo Bert, das Zahnrad kann ich in Ausgangsstellung Vorwärts ca. 5 mm von Hand verschieben, bevor es anfängt zu verklemmen. Mir scheint es mittlerweile fast so, als sei die Schaltstange, auf welcher die Schaltgabel sitzt zu verklemmen. Das Zahnrad hat jedenfalls fühlbares Umkehrspiel, ich gehe also nicht davon aus, dass sich dieses festsetzt.

Wenn sich das Problem lösen sollte, werde ich mich nochmals zurückmelden. Ist bestimmt irgendwas (eigentlich) total offensichtliches aber wie es manchmal halt so ist, hat man ein Brett vorm Kopf.
 
Lucas,
das die Schaltstange verbogen ist wäre möglich, oder durch eine Kerbe beschädigt ist.
Dann war die Schaltzunge nicht in der richtigen Positon zur Aufnahme in der Schaltstange,
und die Schaltplatte wurde eventuell mit etwas Nachdruck montiert.

Grüsse Bert
 

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Bei mir sieht das alles noch etwas anders aus, sollte aber vom Prinzip her gleich sein. Das ich die Schaltplatte + Deckel mit so viel Nachdruck montiert habe, dass sich die Schaltstange verbiegt, halte ich mehr oder weniger für ausgeschlossen.
Naja, wahrscheinlich werde ich das Getriebe nochmal ausbauen und zerlegen.