Unimog im Wald..oder warum ist meine Kette ständig stumpf?

hensenpe

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29. Apr. 2004
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Iserlohn
Hallo,
beim Bäume fällen im Wald ist meine Dolmar Säge nach ca. 2 Stunden Arbeit immer völlig stumpf.
Gibt es Ketten mit Hartmetallbestückung wie bei Kreissägeblättern oder wie löse ich das Problem?
 
Hallo Peter,

habe mal als Student eine Zeit lang bei Stihl gearbeitet.
Ich kann nur sagen das Ketten mit Hartmetall ja nicht schlecht sind, aber die Kosten. Solche Ketten kosten bis zum Fünfachen einer "normalen" Kette und ausserdem musst Du die immer zum Schleifen geben, weil diese mit einer Diamantscheibe geschliffen werden.
Wenn ich in den Wald gehe (mit MOG und Familie) feile ich die Kette meiner 26er noch mal kurz durch, und hält dann in der Regel bis ich die Fuhre voll habe.
Noch ein Tipp:
Vielleicht hast Du an der Unterseite Deines Schwertes eine Gratbildung, dann solltst Du sie mal beseitigen.

Mit freundlichen Grüssen
Hartmut
 
Hallo,
wenn du einigermassen durcharbeitest, also nicht nur Pause im Wald machst, finde ich 2 Std. Sägezeit durchaus normal. Überleg mal wie oft die Kette in der Zeit durchs Holz geht. Wenn Du dazu noch ordentlich schmierung auf der Kette hast ist doch alles im grünen Bereich.
Hinsichtlich der beschichteten Ketten würd ich abraten, sind teuer und meist nicht selbst nachschleifbar.
Gruss Peter
 
Hallo Peter

ich kann zu diesem Thema nur sagen das ich bis jetzt noch keine so geringen Standzeiten mit meinen Ketten hatte und ich habe Letztes Jahr mehrere Samstage mit der selben Kette gearbeidet.

Wo ich inmmer gut aufpasse ist auf Dreck das ich beim Durchsägen nicht in den Boden komme und Moos in den Bäumen den das macht die Kette sehr schnell Stumpf.

Gruß
Daniel
 
Morgen Mogler

Überprüfe die Ölmenge der Kettenschmierung und ggf mehr Öl einstellen.,

Feile die Tiefenbegrenzer etwas weiter ab.

Nachfeilen im Wald nach ein paar Stunden ist aber normal.
Gruß Mazn
 
Kann mich den Vorrednern nur anschließen:

bei meiner Stihl 270 macht auch nach ein paar Stunden die Kette schlapp. :?
Kommt natürlich auch drauf an welches Holz gesägt wird und in welcher Richtung zur Faser.

Habe die Erfahrung gemacht, daß eine neue Kette wesentlich länger hält als eine nachefeilte oder geschliffene.

Hilft also nur: feilen, feilen, feilen... und die Tiefenbegrenzer nicht vergessen.

Gruß

Stephan
 
Hallo leute.
Da mein Vater forstwirt ist,kann ich euch da einiges erzählen...

Also die beschichteten Ketten sind mit Kobalt aufgepanzert.
Sie sind sehr gut bei harten ,gefrorenem und auch wie ihr schon sagt: Dreckigem Holz sehr nützlich.
Aber die isnd halt nicht gerade billig,und nachschleifen geht selbst auch nicht.

Wenn wir stämme mit der winde aus dem Wlad ziehen achten wir immer darauf das sie nicht so dreckig werden..Kann man aber nicht vermeiden..
Deswegen immer mit auslaufender kette zum dreck hin sägen..
Also sozusagen von der sauberen Seite rein und dann auf derdreckigen seite raus.

Hmm..ob ne kette nicht mehr als 2std hält..kommt immer drauf an wi und was man schneidet...

Den Grad an der Schiene kannst du ganz einfach mit einer Flachfeile wegnehmen...


Gruß Alex.

PS:Ihr müsst das nicht ernst nehmen.....
 
hallo freunde des waldes,
ich habe zu diesem thema zwei erfahrungen gemacht.
1. das wurde schon hinreichend erörtert, nicht in den dreck sägen erhöht die standzeit ungemein.
2. es kommt stark auf den durchmesser der rundfeile an. das zahndach fällt bekanntlich nach unten ab. daher ist es ratsam so ca ab der hälfte des zahnes eine feile mit 2/10 kleinerem durchmesser zu verwenden, sonst ändert sich der (brust???)winkel zu stark.
ich hatte mal bei recht neuer kette nicht die passende feile zur hand, habe dann eine zu kleine verwendet. die ersten schnitte waren richtig gut, aber dann, das holz war gefroren, hat es aus dem zahndach immer metallstücke ausgefranst (vorn an der schneide). nichts mit langer standzeit. war eigentlich auch zu erwarten, weil zu wenig material am zahn vorne stehen blieb. (brust??)winkel zu spitz. habe gerade keine unterlagen mit den genauen winkelbezeichnungen zur hand. sollte aber verständlich sein, worauf ich hinaus will. ist die feile zu groß ist der winkel zu stumpf und es schneidet von begin an eigentlich gar nicht gut.
nach dem was immer von der kette abgetragen wird, wenn man sie zum schärfen weg gibt, habe ich mir angewöhnt nur noch von hand nachzufeilen. geht bei hm-bestückten ketten eben nicht.

ps.
immer schön das schwert drehen, dass sorgt auch für einen gleichmäßigeren verschleiß der nut (also wenn grat an schiene, dann doch schon oben und unten)
gruz kaspar
 
Ich will auch noch meinen Senf dazugeben:
1. Hartmetallbestückte Ketten sind nur für Rettungskräfte oder für sonstige extreme Situationen geeignet. Sie haben eine geringere Schnittleistung als normale Halb- oder Vollmeißelketten und sie können nicht von Hand nachgefeilt werden. Deshalb sind sie im Forsteinsatz nicht zu empfehlen.
2. Wenn der Tiefenbegrenzer weiter als vorgeschrieben heruntergesetzt wird, wird die Kette schneller stumpf.
3. Die Standzeit der Kette hängt etwas von der Qualität der Kette, insbesondere von der Qualität der Chrombeschichtung ab (die Zahndächer aller Markenketten sind chrombeschichtet, deshalb verschleißen die Rundfeilen auch so schnell).
4. Die Standzeit hängt ganz extrem vom richtigen Schliff der Kette ab. Wenn die Kette exakt und in allen zu beachtenden Winkeln richtig geschärft ist, wenn sie richtig gespannt ist, und wenn das Holz nicht verschmutzt ist, kann man noch nach vier Stunden Arbeit mit über 90% Schnittleistung rechnen.
Eine im falschen Winkel geschärfte Kette kann bereits nach etwa 10 Minuten total stumpf sein.
Kleine Anmerkung: Die Dolmar-Fachwerkstatt in meiner Nähe ist z.B. nicht in der Lage, Ketten korrekt zu schärfen.
Gruß, Gundo
 
hallo,
@ gundo und zur fachwerkstatt
deshalb lieber selber feilen, geld und zeit sparen und ggf, dabei auch noch etwas lernen. du hast mir aus der seele gesprochen ;-)
gruz kasp
 
2 Extrembeispiele:

-Selbst eine neue, bzw. neu von einem Schärfdienst geschliffene Kette kann nach einer Minute stumpf sein. Hast Du beim schneiden Bodenkontakt mit Steinchen oder feinem Sand, ist es passiert.
- Ich hab mir während meines Studiums in den Semesterpausen und jeden Samstag meine Brötchen bei einem Sägewerk erarbeitet. Es gab damals noch keine Kappstation, sodass wir die Stämme per Motorsäge für den Gatterschnitt vorbereitet haben. Das Holz wurde vorher mit einer Entrindungsmaschine behandelt. Ohne Schmutz ist oft eine Woche lang mit der gleichen Kette geschnitten worden. Ca. 50 fm pro Tag.

Wie weiter vorne schon geschrieben, ist einerseits der Verschmutzungsgrad, anderseits eine exakte Schärftechnik für die Standzeit verantwortlich. Ohne jemand nahe treten zu wollen, gerade die Hobbyholzmacher sollten die Schärftechnik auch beherrschen. Man sollte die Kette auch nicht richtig stumpf werden lassen, sondern bei Arbeitspausen nur mit ein paar Zügen nachfeilen. Gundo hat die Sache sehr gut beschrieben.

Wir haben uns heuer bei Kox eine CV Kette besorgt. Kostet kein Vermögen mehr. Einsatz war /ist bei starker Verschmutzung bzw. bei hartgefrohrenen Buchen geplant.
Nachdem ja der Herbst mehr als schön und unproblematisch war, kann ich dazu noch nichst sagen. Die Kette kann nicht selbst nachgefeilt werden, soll aber mit einer normalen Schleifscheibe zu schleifen sein. Wir werden sehen.

Manfred
 
Hallo,

lass die Kette mal bei einem richtigen Fachmann (so einen, wo die Waldarbeiter und Waldbauern auch hingehen) schärfen. Vielleicht kann der Dir direkt schon was zur Kette und der Art, wie sie geschärft wurde, sagen.

Dein Problem hängt bestimmt damit zusammen, dass nicht fachgerecht geschärft wird oder es sich um eine minderwertige Kette handelt.

Gruesse
hueroth
 
@ Alle
ersteimal danke für eure zahlreichen informativen Antworten.
Also ich lasse meine Ketten immer beim Fachhandel schärfen. Danach gehen sie auch richtig gut. Oft habe ich aber Hartholz zum sägen uind der Untergrund ist ist im Wald immer dreckig.

Werde mal versuchen weniger in den Boden zu sägen. Ist nur nicht immer leicht. :?
 
Wenn Du in den Boden sägst, ist die beste Schneide weg.

2 Möglichkeiten:

Das zu schneidende Holz auf Unterlagen (Querhölzer) ablegen

Trennschnitt nur zu 3/4 durchführen, wenden und von der Oberseite her fertigschneiden.

Manfred
 
hi,
ich mach das immer wie von mannix beschrieben. ist einfach am sichersten. allerdings setze ich dann im schnitt an und säge mit auslaufender kette nach oben. meist ist eine seite des stammes vom rücken verschmutzt. daher setze ich nicht oben an, um nicht mehr dreck als nötig an die kette und in den schnitt zu bekommen.
by the way...
die schwertlänge meiner einen säge habe ich inzwischen so im griff, dass ich das holz nur von einer seite schneiden kann, ohne im dreck zu landen. sind aber auch nadelhölzer mit dicker rinde ;-) klappt auch nicht wirklich immer. mit der anderen säge klappt das nicht so blind. dann doch die 3/4 und dann drehen methode.
gruz kaspar
 
Hallo,


Wie schon von Kaspar und Mannix gesagt.
bei Bodenkontakt nützt auch eine 1A geschliffene Kette nichts.
Dass es beim Schärfen von Ketten Unterschiede gibt, ist vollkmomen klar.
Das muss man im Gefühl haben. Lasse meine Ketten von einem guten ehemaligen Schlosser schärfen. Da hält keine Schärfmaschine und auch kein Kundendienst mit. Besonders, weil beim Kundendienst, oft sehr viel von der Kette geschilffen wird.

Im Wald besonders beim Rücken schon darauf achten, dass die Stämme nicht dreckig werden. Wenn ein Polterschild samt Winde vorhanden ist vorne anheben. Dann schleifen die Stämme den Boden nicht so auf.
Geht auch ohne Winde. Mit Kette sehr kurz binden, mit der Hydraulik hinten dran. Eng an die Ackerschiene schlaufen und anheben. So kriegst du Last auf die Hinterachse und hast wengier Ärger mit dem Dreck.
Den zweiten Mann, der immer dabei ist im Wald, dazu nutzen, Holzstücke am Polter unter die Stämme zu legen. Spart ungemein Zeit beim schneiden und schont die Ketten. Auch kein lästiges und anstrengendes Drehen der Stämme notwendig!
Und wie Kaspar das schon sagte. Mit etwas Gefühl und Übung kann man die Länge des Schwertes verdammt gut einschätzen.
Und wenn du ganz viel Zeit hast: nimm dir ne Axt, zeichne auf nen Meter an und die Schnittstellen schön freischlagen. Machen wir bei Holz, dass komplett im Schlamm lag. Da ist die Kette nach 10 Schnitten im Eimer. Und ich hab nichts verdient. Zeit verloren, durch wechseln der Kette und Schärfen. Dann lieber ein paar Minuten mehr Arbeit und ich spar mir das ganze.
Es sei denn man macht das absolut Hauptberuflich, aber bei unserem Holzbedarf, der alles andere als gering ist hat mich das noch nie gestört!
Man kann sich durch gut übelegtes Arbieten viel Arbeit ersparen.

Aber ewig hält keine Kette!!
 
Hallo,

wie schon oft von mir an ähnlicher Stelle eingestellt; So kann ich jedem der gerne mit Holz umgeht, bzw. Brennholz macht einen Motorsägenkurs z.B. bei euren landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften empfehlen. Termine sind easy über das Internet in Erfahrung zu bringen.
Allein schon ein Tageskurs (meist Samstags) hilft euch viel Lehrgeld zu sparen. Denn schon dort erfahrt man sehr viel über die Unterschiede der Sägen und deren Peripherie/ Anbaugeräte, Körperschutzmittel, richtiges (und schnelles) Feilen der Kette an Ort und Stelle u.v.m.. Wer noch mehr wissen will belegt einen Aufbaukurs oder hat gar die Möglichkeit sich in Spezialkursen weiterführendes Wissen zu Holz und Wald anzueignen.

Grüßle
Ansgar
 
Hallo;

kann zum Thema Kette-schärfen eine prima Erfindung empfehlen.
Die Feile läuft über die Gummirollen (sind höhenversetzt) und man hat keine Mühe die geforderten Winkel einzuhalten.
Kostet nur ein paar Euros und gibts zB von Husqarna.
Viele Grüße
Patrik
 

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@Patrik:

ich bin mir über die Verwendung des "Dings" noch nicht ganz klar. Kannst Du bitte ein Foto "im Einsatz" einstellen?
 
Hallo,
anhand des Bildes dürfte die Verwendung klar sein.
Viele Grüße
Patrik
 

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