Verschlammter OM636? Nein, nur verstopft!

OPTI-MOG

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09. Jan. 2005
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Liebe Unimog-Freunde,

manchmal kann man für einen Zylinderkopfdichtungsschaden auch dankbar sein. :)
Denn sonst hätte ich diesen Fehler nicht entdeckt.

Der Reihe nach. KLAUSi lief zum Ende seines letzten Einsatzes nur noch auf 2 bis 3 Zylindern und blies schwarze Wolken aus dem Aupuff. Die Messungen "Leckage aus dem Verbrennungsraum" ergaben für den 1. und 2. Zylinder ordentliche Werte. Der 3. und 4. Zylinder haben innige Verbindung. Also Zylinderkopfdichtung defekt.

Das Glühkerzenbild stimmt mit dieser Diagnose überein. Mindestens eine Einspritzdüse ist ebenfalls schadhaft, weil die Nadelspitze abgebrochen ist.

Dann muss eben der Kopf runter. Vorher Kühlflüssigkeit ablassen und das "Gestrüpp" rundherum abbauen. Im Pumpengehäuse steht noch Flüssigkeit und im Eimer sind nur 8,5 Liter. Mist, der Motor läuft nicht leer. Beim Abheben des Zylinderkopfes läuft dann natürlich einiges an Flüssigkeit in die Zylinder, die mit Toilettenpapier notdüftig trockengelegt werden.

Die abgelassene Kühlflüssigkeit ist klar und ohne Sediment. Die Kühlkanäle des Motors müssen also verdreckt sein, so dass der Abfluss dicht ist.

Hat bitte jemand einen Tipp, mit welchen Arbeitsschritten man den Dreck da am besten raus bekommt?
 

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Hallo Lothar,

danke - genau so habe ich es schon mal kurz versucht. Eine Riesensauerei ohne konkreten Hinweis auf Erfolg. Ich dachte es gäbe vielleicht eine subtilere Methode.
 
Hallo Christoph

diese Hohlräume waren bei der Herstellung mit Formsand gefüllt., zum Entfernen waren dafür die "Froststopfen vorgesehen. Auch wenn es einen Haufen Arbeit bedeutet, diese löcher alle zu öffnen und zu reinigen, in meinen Augen der einzige Weg, einen Motor halbwegs sauber zu bekommen.
 
Hallo
glaubst Du der Motor hat noch historischen Sand in den Kanälen?
Nö das glaube ich nicht. Aber auf dem gleichen Weg lassen sich auch neuere Ablagerungen entfernen.
 
Moin Christoph,

schraub doch mal den seitlichen Wasser-Einlauf-Stutzen raus.

Evtl. sind die beiden 5mm Bohrungen in der dahinterliegenden kleinen Kammer "zugewachsen".
 
Danke Helmut, danke Lothar, danke Reiner,

für Eure Hinweise.

Dann habe ich Plan R, Plan L+C und schließlich Plan H. :wink:

Bin gespannt, was da raus kommt und werde wieder berichten.
 
Hallo Christoph,

das gleiche Problem hatte ich vor Jahren auch schon beim Wechsel einer Zylinderkopfdichtung festgestellt.
Bei mir stand das Wasser in allen Kanälen nach Abnahme des Kopfes. Mangels Zeit habe ich alles wieder so zusammengebaut. Erst als das Überkochen des Motors immer häufiger wurde, habe ich mich mit dem Problem befasst. Ich habe zwei Froststopfen herausgenommen und darunter dicken, festen, rostigen Schlamm entdeckt.
In die beiden Öffnungen habe ich Schlauchnippel eingeklebt und dann den Motor mit einer Umwälzpumpe mit Entkalker gespült.
Wenn ich dazu komme, werde ich heute Abend ein paar Bilder von der Aktion einstellen.

Gruß
Andreas
 
Moin Reiner,

Plan R hat schon zum Erfolg geführt. :D Danke sehr!

Mit Zahnarztbesteck und viel Gefühl - sehen tut man ja am eingebauten Motor so gut wie nichts - war eine Bohrung zu finden, die einen Durchmesser von ca. 8 mm hat. Mit Bohrern steigenden Durchmessers und Winkelgetriebe habe ich da rein gebohrt und nach anfänglichem Widerstand ist schließlich der 8 mm Bohrer in voller Länge im Block verschwunden und die Restmenge an Flüssigkeit - wieder klar - ist rausgekommen.

Also Motor doch nicht verschlammt, glücklicherweise.

In der Vorkammer des 1. Zylinders fehlt die Kugel. Sollte(n) die Vorkammer oder am besten alle viere erneuert werden? Die Kugel hat natürlich auf dem Kolben ihre Spuren hinterlassen.

Aus dem Kühlkreislauf plumpste noch ein tropfenförmiges etwas geschundenes unmagnetisches Metallteil, vermutlich aus Zinn aus dem Ausgleichsbehälter.

Die Zylinderlaufflächen sehen für einen Motor mit 7300 Bh und Normalmaß 75,01! (nicht repariert) noch ordentlich aus.

Nun bin ich wieder beruhigt.
 
Schön, dass Sie geholfen wurde! :)

Hättest Du dieser Zeichnung...

[album]1505[/album]

...mehr Beachtung geschenkt, hätte Dir klar sein müssen. warum Wasser im Block verbleibt. :)


Ob Du alle vier Vorkammern ersetzt....

...wo doch der Kopf schon "ab" ist...

...musst Du allein entscheiden. :lol:


Gibts überhaupt noch Welche mit "Kugel"?
 
Moin Reiner,

seit ich nicht mehr Moderator bin lese ich nicht mehr so viel. :wink:

In welche Richtung geht denn die Bohrung zur Wasserpumpenleitung ab? Die habe ich noch nicht entdeckt.

Ja, die Kugeln 2 bis 4 sind noch drin.

Dann werde ich mal den Zylinderkopf insgesamt genau untersuchen und das Reparaturprogramm aufstellen. Von nun an geht's wieder bergauf mit KLAUSi!

Das Foto (steht auf dem Kopf) wurde vor der "Eröffnung" geschossen. Das geöffnete Loch zum Block liegt in der Realität bei 11 Uhr, auf dem Foto entsprechend bei 5 Uhr.
 

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Christoph,

in der Bohrung zur Wapu-Rückleitung hast Du doch schon rumgebohrt :)

[album]1605[/album]

Also, auch wenns in Deinem Alter schon etwas schwerer fällt, "Du mußt noch mal ran!"
 
Hallo Christoph,

freut mich, daß Dein Problem schon soweit gelöst ist.
Trotzdem hier die Bilder von der Innenreinigung meines Motors.
Als Pumpe hatte ich eine Umwälzpumpe einer Fräsmaschinenkühleinrichtung in einen Farbeimer.
Dazu noch einen Tauchsieder, damit die Brühe etwas wärmer wird.
Den Entkalker habe ich in den Kühlwasserzulauf und die beiden Froststopfen gepumpt und oben wieder zurücklaufen lassen.
Die Zulaufschläuche habe ich ab und zu abgedrückt, um die Strömungsrichtung zu ändern.
Das ganze habe ich ungefähr einen halben Tag laufen lassen.
Danach wurde noch ordentlich mit Wasser gespült.
Leider bin ich noch nicht soweit gekommen, daß mein Mog wieder läuft.

Gruß Andreas
 

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Moin Andreas,

eine gaaanz "saubere" Spülvorrichtung hast Du Dir gebaut! :spitze

Doch warum spülst Du von Unten nach Oben? :o

Evtl. gelöste, größere Brocken könnten Unten viel leichter abfließen.
 
Hallo Reiner

Meine Überlegung war, den Motor von unten nach oben zu fluten, um den Entkalker an alle Stellen zu bringen.
Ich hatte bedenken, daß wenn er von oben einläuft, er den hinteren Bereich des Kopfes nicht erreicht weil sich dort Luftblasen halten könnten.
Die festen Bestandteile sollten sich durch das Mittel auflösen.
Die Pumpe erzeugte schon einen guten Durchfluss, der Schwebeteile sicher mitnahm.
Vielleicht wäre der umgekehrte Durchfluss für eine gewisse Zeit noch besser gewesen.

Gruß
Andreas
 
Moin Andreas,

Deine "Luftbedenken" sind nicht so einfach zu widerlegen. :D

Wie immer man den Motor dreht, oder in welcher Richtung spült, der hintere Bereich wird immer die Problemzone sein.

Nach Entfernen der Froststopfen war das (bei Meinem) deutlich zu erkennen!!!


Loch 1 = kaum Ablagerungen
Loch 2 = zur Hälfte mit Ablagerungen gefüllt
Loch 3 = ein fester Pfropfen aus Rost und Kalk
 
Moin Reiner,

wenn ich das so lese, sollte ich vielleicht doch noch ein paar kritische Froststopfen aufmachen und reingucken?