Vorderachse die richtige?

latoya

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16. Okt. 2011
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88400 Biberach
Hallo an alle Fachmänner.
Passt die Vorderachse vom Ruthmann 421 an meinen normalen 421.

Daten vom Ruthmann: Baujahr 1987, V.Max 62 Km/h, 44 KW
Daten von meinem 421: Baujahr 1966, V.Max 55 Km/h, 33 KW.

Danke im Voraus.
Christian :spitze
 
Hallo Jochen,

... und die lange Antwort?
Ist die Achsübersetzung eine andere, oder was sonst?
 
Hallo Christoph,
die mittellange Antwort:
Der 421 ist ein Sonderlich Ding: kein 411er mehr aber auch noch kein 406.

Das Modell von Christian ist ein 421.122 von 1966 mit kleinen schmalen Achsen fast Baugleich mit 411 und Übersetzung 25:7 oder 35:9

Die Ersatzteil Achse ist von Baujahr 1987, also die Breitere Version ab 1972 421.124/ 125 (äusserlich erkennbar an den runden Kotflügeln hinten) evtl. sogar mit Tandembremszylinder 421.140/141.
Für den 421 gibt es über die gesamte Bauzeit verschiedene Übersetzungen im Tellerrad -Antriebskegelrad 35:9, 31:8, 25:7 und als SA für z.B. Triebköpfe 421.131/133 Übersetzungsverhältnis 33:8

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

danke für die mittellange Antwort. Sehr anschaulich und gleichzeitig erschreckend. Was bin ich froh, (derzeit) nur einen 411 zu haben :wink:
 
Hi Christian,
was ist den mit Deiner Achse los? ... ausgeschlagen, undicht, Lager defekt ...
Ich habe auch einen 421.122 BJ.66 und ich kann die Antwort von Jochen nur bestätigen.
Melde Dich doch einfach kurz.

Gruß Patrick
 
Hallo Patrick
das Doppelgelenk(Kreuzgelenk) ist ausgeschlagen und dicht ist sie auch nicht mehr.
Laut Händler gibt es keinen Reparatursatz mehr für die Steckachse.
mfg
Christian
 
Hi Christian,
abdichten sollte ja kein Problem sein. Habe alle notwendigen Teile bei MB und zum Teil auch auf dem freien Markt bekommen.
Ist halt "Arbeit" ohne Ende. WHB hat mir sehr geholfen.

2. Punkt Gelenk.
Stell mal ein Bild ein. Ich muss mal schauen was ich noch habe.

Ansonsten bei der Achsen Suche muss diese Nummer passen

Gruß Patrick
 

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Hi Christian,
ich habe gerade Deine alten Beiträge gelesen. Die Frage wurde ja eigentlich schon geklärt ;-)

Schreib Romi mal eine Mail. Er hat oder hatte einen U421.122 den er schlachten wollte.

unimogs@bluewin.ch

Gruß Patrick
 
Hallo,
ich bin auch in Besitz eines 421.122 Bj. 66 und dieser hatte Original eine langsame Übersetzung verbaut. Als die Hinterachse kaputt ging, wurde einfach eine andere gebrauchte Achse eingebaut. Es war die Falsche!
Somit ist kein Allrad fahren mehr möglich oder es gibt einen Schaden am Getriebe.

Jochen schrieb bereits:
Das Modell von Christian ist ein 421.122 von 1966 mit kleinen schmalen Achsen fast Baugleich mit 411 und Übersetzung 25:7 oder 35:9

Dies war wohl dem Vorbesitzer auch nicht bekannt. Leider ist die langsame Übersetzung auch die seltenere und war eine SA. Ich halte schon einige Zeit nach dieser Ausschau und das Ziel ist nahe.

Gruß Georg
421er über alles
 
Hallo Mogler, hallo Christian,

nur zur Info - die Achsen von den späten 411ern passen auch auf die frühen 421er. So hab ich das bei meinem 421.122 aus Baujahr 69 auch bei einer defekten Hinterachse gelöst. Meines Wissens sind bei den 411ern die kurzen Achsen verbaut?! Lediglich die Zahnräder der Vorgelege sind schmaler ausgelegt.
Moglergruß Joachim
 
Guten Morgen am Sonntag in die Runde und ich bitte um Entschuldigung das ich das alte Thema wieder aufwärme.
Ich habe einen 421 im Blick welcher leider auf der anderen Seite der Republik steht. Auf den Fotos hat er vorn Herzlochfelgen mit hoher Einpresstiefe und hinten geschlossene andere Felgen mit offensichtlich einer geringeren Felgeneinpresstiefe. Baujahr ist 1971. Ein ehemaliger Unimog einer Standortverwaltung der Bundeswehr.
So wie ich aus dem vorigen Thread gelesen habe wechselten die Achsen ein Jahr später 1972 auf breiter.
Wenn er tatsächlich eine breitere Hinterachse hat ist das ein großer finanzieller Aufwand die Achse selbst zu besorgen und selbst zu wechseln?
Mir sind auch die verschiedenen Getriebe Abstufungen nicht klar: 35:9, 31:8, 25:7 was bedeuten diese Zahlen, welche Übersetzung ist schneller welche langsamer?
Dank vom Mittellandkanal Riri
 
Hallo
Mir sind auch die verschiedenen Getriebe Abstufungen nicht klar:
da ist zum einen die Übersetzung in den Vorgelegen und zum anderen die Übersetzung Kegel-/Tellerrad im Differntial zu beachten. Für die Größenberechnung guckst du einfach mal selber, da reichlich gibt es Erklärungen im WWW
Die Umstellung der Achsen erfolgte mit der Einführung des U52, BM 421.124/125 (1971) Die Unterschiede sind

welcher leider auf der anderen Seite der Republik steht. Auf den Fotos hat er vorn Herzlochfelgen mit hoher Einpresstiefe und hinten geschlossene andere Felgen mit offensichtlich einer geringeren Felgeneinpresstiefe. Baujahr ist 1971.
U45 mit alter Achse hat 45 PS, U52 mit neuer Achse hat 52PS, erkennbar an den neuen Blinkernv orne und runden Kotflügel hinten. Die Merkmale müssten auch vom anderen Ende der Republik zu erfahren sein, da musst du gezielt nachfragen. Um welches Baumuster es sich handelt ist auch aus der Fahrgestell-Nummer ersichtlich.
 
Danke Helmut, ich habe da gleich geschaut.
Also beim Kegel- und Tellerrad ist es dann so das wenn das Kegelrad mehr Zähne hat und/oder das Tellerrad weniger Zähne hat sich die Achse schneller dreht. Beim Vorgelege dann genauso der Krafteintrag kommt im kleinem Zahnrad durch die Achse an und wird auf das größere Zahnrad übertragen. Hat das kleinere mehr Zähne und das große gleich/oder weniger Zähne, dreht sich das Rad schneller.
Für das Allrad müssen beide Achsen gleich bestückt sein, sonst knackt es. Wobei es doch eine Lamellenkupplung zwischen den Achsantrieben gibt um Ungleichheiten im Fahrbetrieb auszugleichen.
LG Riri
 
Hallo Riri,,
Lamellenkupplungen gibt es bei SUV und Allrad - PKWs. Gesteuerte und einfachere z.B. Visokupplungen. Bei echten Allradmaschinen gibt es sowas nicht, allenfalls hydrodynamische Kupplungen, beim Unimog zum Glück aber nicht. Bruch gibt es nicht sofort, aber fahren kannst du damit nicht.
Christoph
 
Hallo Riri,

ist Deine Vermutung, Deine Angst, dass der Mog unterschiedlich breite Achsen verbaut hat?
Was eine richtige Achse für den 421 kostet kann ich nicht sagen, kann aber schnell vierstellig sein. Wenn Du eine richtige passende Hinterachse bekommst ist der Umbau aber kein Hexenwerk mehr.
Wenn aber tatsächlich unterschiedliche nicht zusammen passende Achsen auf dem Mog verbaut sein sollten würde ich an das Fahrzeug insgesamt ein großes Fragezeichen stellen.
Die verschiedenen von Dir genannten Übersetzungen sind doch einfache Schulmathematik. 35:9 sagt aus, dass 35 Umdrehungen auf der Eingangsseite 9 Umdreungen auf der Ausgangsseite bedeuten. Zum Vergleich der Übersetzungen also nur die gestellten Aufgaben lösen:
35 : 9 = 3,888 (Abtrieb langsamer bei gleicher Eingangsdrehzahl)
31 : 8 = 3,875
25 : 7 = 3,571 (Abtrieb schneller bei gleicher Eingangsdrehzahl)

Abweichung Fall 1 zu Fall 2 kleiner 1%
Abweichung Fall 2 zu Fall 3 größer 8%
 
Danke Christoph und Jürgen, jetzt habe ich es verstanden. Es geht um die Angabe der Umdrehungen. Ich dachte immer es geht um die Angabe der Anzahl der Zähne. :oops: Manchmal machen die Synapsen im Hirn nicht so gut mit.
Gruß Riri
Das wäre er gewesen:
https://www.ebay.de/itm/Unimog-421-cabrio-/293823342687?ul_noapp=true&nma=true&si=tOLlX4GQWEeftPg8OwJfiuoKZgE%253D&orig_cvip=true&nordt=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557
 
Hallo Riri,

Deine Synapsen sind doch garnicht falsch.
Anzahl der Zähne bei einem einstufigen Getriebe ist ja auch völlig richtig.
Wenn Du bei zwei ineinander greifenden Zahnrädern bei einem Zahnrad den eingreifenden Zahn und bei dem anderen Zahnrad die entsprechende Zahnlücke markierst wirst und dann solange drehst und dabei sowohl die Anzahl der jeweiligen Umdrehungen und die Anzahl der vorbeilaufenden Zähne zählst bis die beiden Markierungen wieder zu einander stehen wirst Du feststellen:
- Das kleinere Zahnrad hat genauso viele Umdrehungen gemacht wie das größere Zähne hat.
- Das größere hat genauso viel Umdrehungen gemacht wie das kleinere Zähne hat.
- An beiden Zahnrädern sind genau so viele Zähne vorbeigelaufenwie das Produkt der beiden Zahnzahlen.

Die Anzeige gibt es nicht mehr!
 
Hallo,

die Getriebelehre lehrt uns, dass Zähnezahl multipliziert mit dem Modul den Teilkreisdurchmesser ergibt. Bei einer Stirnradpaarung müssen beide Zahnräder den gleichen Modul haben. Der Modul ist quasi die Zahnteilung. Der Teilkreis entspricht dem Durchmesser eines "Ersatzkreises", der auf dem anderen abrollt (z.B. Reibradgetriebe).

Von Übersetzung wird in der Regel für eine Zahnradpaarung gesprochen. Bei einem Getriebe mit mehreren Stufen spricht man von einer Gesamtübersetzung.

Zum Thema Lamellenkupplung/Rutschkupplung: wenn diese die Drehzahlunterschiede bei einem Geländerfahrzeug dauerhaft ausgleichen sollte, müsste die (thermisch) schon großzügig dimensioniert sein. Hier wäre ein Mitteldifferential die bessere Lösung.

Gruß
Markus