Vorderachse lässt sich nicht drehen

Philipp

New member
16. März 2013
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97941 Tauberbischofsheim
Hallo Liebe Unimog-Community,

seit nun fast einen Monat bin Ich, zusammen mit meinem Vater, Besitzer eines Unimogs 421.123 mit geschlossenem Fahrerhaus, kleinem Getriebe und einem Orginal Mercedes Tauschaggregat QM 616 mit 1400 Betriebsstunden (KM-Stand ca. 45000).

Leider stand dieser über 6-7 Jahre hinweg in der freien Natur und hat sämtliche Hochwasser miterlebt.
Demnach hat sich der Mog keinen Zentimeter bewegen lassen. Nun haben wir den Mog aufgebockt und mit Holz gut unterlegt, sodass wir alle vier Räder abmontieren und die Trommelbremsen zerlegen konnten. Wird nun alles sauber gemacht, Bremsbeläge erneuert und evlt. Trommeln ausdrehen. Dazu haben wir uns auch schon ausreichend Informiert.
Nun meine erste Frage, nach dieser langen Standzeit, sollten lieber die Radbremszylinder auf beiden Achsen getauscht werden ?
Oder was meint ihr ? Leider kennen wir uns noch nicht so gut mit dem Unimog aus, daher auch meine Frage(n) in diesem Forum.

Zur nächsten Frage, beim Montieren der Trommelbremsen ist uns aufgefallen, dass die hintere Achse sich mit ein wenig Widerstand drehen lässt. Die vordere Achse lässt sich allerdings nicht drehen. Beim drehen spürt man, dass irgendetwas blockiert. Nun meine zweite Frage, was könnte das sein ? Gang ist draußen, Neutral eingestellt, aber es tut sich nichts.


Würde mich über zahlreiche Antworten zu meinem Post freuen.
Falls ich irgendwelche wichtige Informationen vergessen haben sollte, so macht mich bitte darauf aufmerksam.

Ein Dankeschön im vor raus für eure Hilfe.
Denn schließlich wollen wir alle das selbe. Die Erhaltung unser Mogs :)

Mit besten Grüßen Philipp
 
Hallo Philipp,

zunächst einmal ein herzliches willkommen hier im Forum.
Bei diesem netten Einstand wirst Du bestimmt bald viele kompetente Antworten bekommen. :wink:

Gerade die Bremsanlage ist natürlich eine besonders Sicherheitsrelevantes System eines Fahrzeug. Wie man (leider) an Eurem Mog sieht ist es blöd wenn er nicht rollt, rollt er aber und kann nicht anhalten wird es gefährlich. Daher sollte man generell bei der Bremsanlage auf Nummer sicher gehen. Nach der Standzeit sollte sie komplett überholt werden. Mit den Radbremszylindern würde ich zu einem Spezialisten gehen und den um seine Meinung fragen. Vielleicht sind sie noch gut es geht z.B. mit einem Reperatursatz. Dies generell zu beantworten ist schwierig. Im Zweifelsfall aber lieber neu. Auch die Bremsleitungen solltest Du auswechseln. Die Gummischläuche neigen zum zuwachsen und verstopfen.

Nun zur Achse, Du schreibst beim Drehen spürt man ein Blockade. Bedeutet dies, dass sie sich doch ein bisschen bewegt, ein bisschen ruckelt. Wenn die Trommeln runter sind, kein Gang eingelegt ist und der Allrad ausgeschaltet ist gibt es eigentlich keine Grund außer Gammel oder richtigem Schaden. Du könntest zunächst mal das Öl aus den Vorgelegen und dem Differenzialen ablassen und begutachten. Eventuell kannst Du nochmal ca 3-4l Getriebeöl opfern und die Getriebe der Vorderachse befüllen und dann durchstetiges hin und her wackeln versuchen die Blockade zu lösen. Ich denke aber Du kommst um eine komplette Überholung der Achse nicht herum.
Ich hatte etwas ähnliches bei einer 404 Achse, dort hatte sich das Differenzil zerlegt.
Ich würde jetzt erstmal die Vorgelege abbauen und die Achsen ziehen. Dadurch kannst Du herausbekommen wo es klemmt.
 
Guten Abend alle miteinander :)

Dankeschön, für die Schnelle Antwort :spitze

Das mit den Radbremszylindern und den Bremsleitungen wird das Beste sein.
Allerdings stellt sich für mich die Frage, wo finde ich in meiner Nähe (PLZ: 97941) einen Spezialisten ?
Wir haben hier in der Stadt einen AMT(AutohausMittleresTaubertal) - Mercedes Werkstatt - LKW - PKW - Bundeswehr - die machen fast alles, kann ich die dort (kostenlos?) prüfen lassen ?

Weiter zur Vorderachse, an beiden Seiten lassen sich die Trommeln minimal drehen aber dann ist auch gleich die "Blockade" zu spüren.
Man kann die Trommel "hin" und "her" bewegen, der Weg dabei ist nur minimal.

///Edit:
Entschuldigung, die Trommeln und Bremsen sind, wie im ersten Post geschrieben, schon unten.
Habe auch schon mit einem Hebel, einer Eisenstange, sanft versucht die Radnabe zu drehen. Allerdings ohne Erfolg.. :(

Gang ist definitiv draußen, aber wie stelle ich den Allrad komplett aus ?
Kann es eventuell mit der Kupplung zusammen hängen, denn diese kann man einfach durchtreten, ohne jeglichen Widerstand.
--> Vielleicht Geber-/Nehmer -zylinder defekt ? Oder ist dies Normal ?

Beste Grüße und noch einen Schönen Abend, Philipp
 
Hallo, warum nimmst du die Trommeln nicht runter und probierst es dann nocheinmal. Wenn der Mog im Hochwasser gestanden hat sind die Trommeln sicher angerostet, und wenn du dann die Bremsbeläge ausbaust kannst du die Kolben der Radbremszyinder hin und herschieben um zu sehen ob sie eingerostet sind und mit einem Montiereisen die Radnabe drehen, um zu sehen ob das Radvorgelge steckt oder nicht.
MfG wintertjo
 
Entschuldige, habe einige tipfehler gesehen , dürfte die Batterie leer werden. winterjo
 
Hallo Philipp,

Die Mercedes Werkstatt wäre schon mal eine gute Adresse, inwieweit sie allerdings kostenlos arbeiten weiß ich nicht.
Wie so oft gilt hier der alte Spruch vom "In den Wald rufen ..." :D

Ich kenne mich nun im 421 nicht aus und kann dazu die Schalthebel nicht genau beschreiben aber wenn definitiv kein Gang eingelegt ist gilt das natürlich auch für die Vorderachse. Mit der Kupplung hat das nichts zu tun, dies ist ein weiteres Problem um dass Ihr Euch kümmern müsst.

Ihr habt den Mog nach Deiner Beschreibung an beiden Achsen komplett aufgebockt. Was passiert wenn Ihr an einem Hinterrad z.B. vorwärts dreht. Dreht sich dann die andere Seite auch in Vorwärtsrichtung oder in Rückwärtsrichtung oder eventuell garnicht? Daran kann man erkennen ob sich auch die Antriebswelle im Schubrohr dreht. Wenn sich beide Räder in gleicher Richtung drehen oder sich nur eins dreht muss sich die Antriebswelle auch drehen. Wenn jetzt der Allrad eingeschaltet wäre müsste sich auch mindestens ein Rad der Vorderachse bewegen. Tut es dies nicht ist in der Regel auch kein Allrad eingeschaltet.
Zum Testen also am Besten gleichzeitig an beiden Hinterrädern nach vorne drehen, oder wenigstens eine Seite blockieren. :wink:

Wenn sich durch das beschriebene Ruckeln keine Besserung muss meines Erachtens die Achse leider doch zerlegt werden.
 
Hallo,
vielleicht ist die Lösung ganz banal: Bist Du Dir sicher, dass der Schalthebel (Seite 16, Nr. 5 in der Bedienungsanleitung) auf Hinterradantrieb steht? Das von Dir beschriebene Ruckeln ergibt sich, wenn der Hebel auf Vierradantrieb steht.
Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

Philipps Aussage war, dass der Mog an allen vier Rädern frei vom Boden ist. Also müsste wenn alles in Ordnung ist auch bei eingeschaltetem Allrad und ohne Gang die Vorderachse drehen lassen. Die Hinterachse würde sich eben mitdrehen.
 
Hallo alle zusammen :)


Zu den Radbremszylindern:
Werden nun alle 4 Radbremszylinder ausbauen und gründlich auseinander bauen & alles gründlich reinigen.
Nun würde ich evlt. ein paar Reperatur Sätze für die Radbremszylinder bestellen .
Es stellt sich nun für mich die Frage, habe ich Selbstnachstellende oder "normale" verbaut. Hinten ist auf jeder Seite ein einfacher Radbremszylinder, vorne sind es jeweils ein Doppelradbremszylinder. Wer könnte mir da weiter helfen ?
Ist ein U 421.123 geschlossenes Fahrerhaus und Baujahr 73. FAlls ihr weitere Infos braucht, schreibt grad in diesen Theard.

Zum Problem mit der Vorderachse:
Sobald man hinten ein Rad dreht, dreht sich das andere Hinterrad in gleicher Richtung mit und die Vorderachse bleibt stehen, so wie sie ist.
Mein Vater hat nun das "Öl" der Vorderachse rausgelassen, herrauskamen aber leider 2-3 Liter recht klares Wasser. :(
Könnte dies der Grund sein, warum sich die Vorderachse nicht drehen lässt ?
Hat sich eventuell, bei der langen Standzeit, übermäßige Rost gebildet ? Wenn ja, kann ich in die Vorderachse Rostlöser einsprühen ? oder gar mit Diesel einige Tage füllen ?

Kenn mich leider dafür zu wenig aus mit der Materie.
Hoffe ihr könnt mir da weiter helfen. Dafür schonmal ein Herzliches Dankeschön :)

Mit den besten Grüßen Philipp
 
Hallo Philipp,

"sämtliche Hochwasser" innerhalb 6 bis 7 Jahren scheinen in die Achse geschwappt zu sein. Da muss alles komplett zerlegt werden. Schätzungsweise genügt es dann auch nicht, die Radbremszylinder mit neuen Dichtungen zu bestücken. Du wirst neue Zylinder brauchen. Und das wird insgesamt ein teures Vergnügen. Da könntest Du Dich auch gleich nach einer kompletten anderen Vorderachse umsehen.

Habt Ihr schon den Inhalt der Hinterachse untersucht? Und wie sieht es in den Radvorgelegen aus?
 
Nun melde ich mich wieder mit Neuigkeiten :)

Die Vorderachse lässt sich nun drehen und läuft sogar noch nach wenn man diese anschuggt.
Nun zum Wasser in Hinterachse und Vorderachse..
Beide Radvorgelege auf der Beifahrerseite waren mit Wasser gefüllt, sowie die vordere Achstrommel.
Nun zerlegen wir das hintere und vordere Radvorgelege und werden dann sehen wie es mit einer Reparatur aussieht oder ob man nicht gleich gebrauchtes in der Bucht findet. Vermutlich werden wir auch die Achtrommel vorne zerlegen müssen um wirklich sicher zu sein, dass auch keine Überraschungen lauern.
Kann es sein, dass durch den Rost, die gehärteten Oberflächen(Übersetzungen) weich werden und somit bei starker Belastung nachgeben ?

Zu den Radbremszylindern, die hinteren sind total festgerostet. Keine Chance mehr auf Reparatur. Nun müssen wahrscheinlich neue her oder man kauft gleich eine komplette Hinterachse, was würdet ihr empfehlen ?
Könnt ihr mir eventuell sagen was die günstigere Variante ist ?

Nochmals eine Frage zu den Radbremszylindern, es gibt welche mit Selbstnachstellung und ohne. Die Funktion ist mir bekannt, allerdings frage ich mich, welche Art in meinem Mog verbaut sind. Oder kann ich das eventuell irgendwo am Fahrzeug selbst feststellen, bzw. sind die Selbstnachstellenden größer, kleiner oder was ist der äußerliche Unterschied ? (U 421.123 - geschlossenes Fahrerhaus)

Mit sonnigen, freundlichen Grüßen Philipp
 
Sry, wenn ich vielleicht nerve, aber sind ja nun schon ein paar Tage her..
Hat denn keiner vielleicht eine Idee ?
Mit den Radbremszylindern ? Will mir da nicht die falschen kaufen, denn die Bremsen an sich sind mir schon sehr wichtig.

Die Kugel/Rollenlager sind nun bestellt und werden neu eingebaut, nebenbei wird die Hinterachse nun abschliffen und neu lackiert.


Mit freundlichen Grüßen Philipp
 
Hallo Phillip
Warte noch ein Weilchen, wir suchen noch einen Hellseher der sich mit Unimogs auskennt, derweil wäre ein Bild aber schon mal hilfreich.
Die selbstnachstellende Bremse wurde mit dem Baumuster 421.140/141 eingeführt. Was bei dir wirklich verbaut ist wissen wir noch nicht.
 
Hallo Phillip,
kannst du bitte die vollständige Fahrgestellnummer nennen?
Einige deiner Fragen/Angaben wie Baujahr,Motor passen nicht zum Typ 421.123.


Gruß
Jochen
 
Hi Phillip
ich habe das gleiche Problem gehabt. In der Vorderachse meines 411 hat Wasser gestanden .In der Achse bei mir wahren sämtlichen Lagern und Zahnräder mit Rostpickel übersät. Am besten nimmst du die Achse mal am Differential auseinander und schaust dir das alles Mal von innen an. Dann kann man erst sehen was alles defekt ist und was getauscht werden muss.
Gruß Jens
 
So nach sehr langer Abwesenheit im Forum, komme ich endlich wieder dazu hier etwas zu schreiben.
Der Mog stand eine ganze Weile still, allerdings wird nun bei dem super Wetter wieder gearbeitet :)

So nun zu dem Aktuellen Stand der Dinge:

Bremsen
Also die hinteren RBZ waren nicht mehr zu retten, es wurden 2 neue beschafft.
Die vorderen DRBZ habe ich gründlichst sauber gemacht & neue Dichtsätze bestellt. Werden Ende diese Woche zusammengebaut.
Neue Bremsleitung und passende Überwurfmuttern sind auch schon bestellt.

Radvorgelege
Das hintere Radvorgelege habe ich komplett abmontiert & alle kaputten Lager durch neue ersetzt.
Hab das ganze letzte Woche wieder zusammengeklebt, natürlich mit passenden Distanzringen.

Hinterachse
Habe nun die Hinterachse im eingebauten Zustand so gut wie es geht abgeschliffen und möchte diese nun ausbauen. Um besser an die Ecken & Kanten zu kommen, sobald alles abgeschliffen ist, wird der 2K-Pur-Acryl-Lack aufgetragen im Streichverfahren. Oder sollte ich evlt. doch lieber Spritzen, was meint Ihr ?

Motor
Leider habe ich die Kompression gemessen. Ich hatte schon geahnt was kommt, aber nun habe ich den eindeutigen Beweis.
Beide Mittleren Zylinder haben eine Kompression von ca. 15 Bar bei 4-6 Umdrehungen des Motors.
Beide Äußeren Zylinder haben allerdings nur 5 Bar und 8 Bar, bei selben Umdrehungen.

Was könnte ausschlaggebend dafür sein, dass es genau die beiden äußeren sind, welche so schlechte Werte haben ?

Kann ich noch weitere Tests machen, um z.B. Kolbenringe oder Zylinderkopfdichtung oder auch Ein-Aus-lassventile ausschließen zu können ?
Habe mal etwas von Öl gelesen, sprich Öl in den Brennraum einspritzen. Sobald die Werte besser werden sind die Kolbenringe verschlissen ? Stimmt das ?


Hoffe Ihr könnt mir noch ein wenig weiter helfen, denn ohne euch schaff ich das nicht.. :)

Nun noch eine Gute Nacht an alle Nachtschwärmer :)

Beste Grüße Philipp
 
Hallo Phillip,

die Kompressionswerte sind (leider) miserabel. Auch die beiden mittleren Zylinder haben keine ausreichende Kompression. Bei der geringen Laufleistung sollte ein Verschleiss der Kolbenringe allerdings nicht die Ursache sein sondern der Fehler zunächst einmal im Bereich des Zylinderkopfs zu suchen sein. Auch wenn Du wahrscheinlich nicht um eine Totalrevision herumkommst könntest Du zunächst einmal den Zylinderkopf herunterbauen und den ZylKopf überprüfen. Die Ventile und deren Sitze sind mit Sicherheit teilweise irreparabel kaputt (was ich auf offenstehende Ventile unter starkem Wassereinfluss zurückführe) und vermutlich sind auch die Laufbahnen angegriffen.

Die Idee mit dem "Öl einfüllen" würde ich fallen lassen, denn das könnte zur Totalzerstörung führen, weil das Öl im Kompressionshub zu einem hydraulischen Schlag führen könnte. Wo soll denn das Öl hin, wenn der Kolben von unten kommt und oben kein Platz ist, weil der ZylKopf im Weg ist. Bei diesem Motor ist der ZylKopf ohne Vertiefung und der Brennraum findet nur in der Dicke der Dichtung statt.

:spitze
 
Hey Michimog,

vielen Dank für deine Antwort.

Bekomme ich den Zylinderkopf im eingebauten Zustand des Motors runter ?
Zylinderkopfhaube habe ich mal runtergeschraubt, bei einigen Schrauben steht Öl/Diesel-Gemisch im Innensechskant.
Lässt das schon auf etwas schließen ?

Habe bisher an einem Motor noch nie etwas geschraubt, bekomme ich den Zylinderkopf ohne größere Probleme runter ?
Evlt. ein paar Tipps oder Tricks von euch ? Werde natürlich das Werkstatthandbuch vorher ausgiebig durchlesen.


Beste Grüße Philipp & vielen Dank für weitere Antworten :)
 
Hallo Phillip,

Zylinderkopf ausbauen geht bei eingebautem Motor.
Habe das Thema gerade hinter mir.
Wie im WHB angegeben habe ich das Fahrerhaus über zwei selbstgebaute 10er Kanthölzer gekippt und mit Spanngurten gegen seitliches Verrutschen gesichert. Die Kanthölzer habe ich eingekerbt und mit altem Fahradschlauch beklebt, damit die Kabine nicht nach vorne weg-kann. Außerdem die Hölzer mit langen Schrauben am Rahmen festgeschraubt.
Kühler raus, Ansaugschlauch vom Ansaugstutzen getrennt, Ventilhaubenentlüftung vom Lufi abnehmen, Batterie abgeklemmt, Lenkung am Lenkgetriebe abgezogen, Schrauben vom Fahrerhauslager entfernt, hinten Kettenzug eingehängt und laaaangsam hoch damit. Auf Freigängigkeit insbesondere Gasgestänge und Lenkung achten!

Für den Zylinderkopf brauchst Du eine lange 10er Inbus Nuss und Drehmomentschlüssel bis 100Nm. Für die Gleitschiene habe ich mir einen Abzieher gebaut aus Hausmitteln. Sonst ist kein Spezialwerkzeug nötig. Hilfreich sind allerdings zwei abgewinkelte 14er Schlüssel zum Ventile einstellen und evtl. eine lange 27er Nuss wenn Du die Düsen ausbauen möchtest. Wenn die Düsen draussen sind geht auch das Ventile einstellen deutlich besser, sogar mit zwei normalen 14ern :-)
Unbedingt Steuerkette zu Kettenrad markieren bevor Du das Nockenwellenrad abnimmst. Die Kette darf nicht in den Kettenkasten fallen. Sonst ist angeln angesagt und Steuerzeiten einstellen.
Zum abnehmen des Kopfes empfehlen sich mindestens 2 Nasen, da das ein ganz schöner Klumpen Metall ist.

Mit etwas Schraubererfahrung gut zu machen und kein Hexenwerk, auch bei eingeschränkt vorhandener Infrastruktur (Garagenschrauber) :spitze

Bei Fragen kannst Du Dich gerne melden.

Grüße
Henning