Vorstellung und Pläne Unimog 411 BJ.60

Seh ich genauso! Ich mach die Tage mal alles sauber, kontrolliere das Öl im Vorgelege und befrag mich mal wegen einem Abzieher.
 
Die Kinder beim Weihnachtskonzert und die Frau in der Spätschicht, so konnte ich heute am Mog weitermachen.

Die Bremsebackenbolzen ließen sich mit einer Schraube per Hand rausziehen. Auch die Federn ließen sich mit eine Haken top lösen. Wir haben die Nieten gleich ausgebohrt. Die Belagträger lasse ich diese Woche sandstrahlen und lackiere sie dann mit Hitzebeständiger Farbe.

Nach 2,5 Dosen Bremsenreiniger und viel Schrubben war auch alles wieder zu erkennen und nicht nur Dreck und Schmutz…in der unteren Schraube war natürlich auch kein Öl mehr zu sehen.

Die Radnabenmutter ging auf der rechten Seite wunderbar auf. Leider will die Radnabe nicht runter. Ich muss also wirklich einen Abzieher besorgen, sonst hab ich ein Problem.. hat jemand Tipps? Ich bin in einem alten Beitrag auf das Angebot von Maschinenbau Kronfeld gestoßen der die mal nachgebaut hat. Du hattest da auch geschrieben Jürgen, kam es damals zu einer Kleinserie oder wurde nichts daraus?

Auf der rechten Seite hat sich die Radnabenmutter wesentlich mehr geweigert…hier muss ich jetzt auf einen Schlagringschlüssel warten und es damit nochmal probieren.

Beste Grüße aus Lauenhain!
 

Anhänge

  • IMG_0576.jpeg
    IMG_0576.jpeg
    1,8 MB · Aufrufe: 3.295
  • IMG_0577.jpeg
    IMG_0577.jpeg
    3,2 MB · Aufrufe: 3.295
Hallo Martin,
ich hatte das gleiche Problem. So einen Abzieher für die Radnabe und nen Werkzeug zum Draufdrücken selbiger kann man sich auch nachbauen:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post582621.html#p582621
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post582681.html#p582681

Gruß
Daniel
 
Hallo,

seit die Sonderwerkzeuge immer teurer und seltener geworden sind häufen sich die Leihanfragen in der UCom und bei Kleinanzeigen. Ich hatt vor Jahren schon mal einen Vorstoß gemacht, der aber auf wenig Gegenliebe und noch weniger Aktionismus gestoßen ist.

Vielleicht sollten mal alle die nachdenken, die diese Werkzeuge nicht besitzen aber diese irgendwann benötigen, wie man das Dilemma zukünftig lösen kann. Für die Reparatur reichen gute Nachfertigungen.

Gerade die gesuchten Werkzeuge liegen zusammen um 800 Euro mittlerweile (Radnabenabzieher, Aufzieher und Buchse)

https://www.unimog-community.de/phpBB3/sonderwerkzeuge-unimog-t102698.html?hilit=sonderwerkzeuge
 
Hallo Martin,

Boris Kornfeld hat damals den Radnabenabzieher und sicherlich auch andere Dinge in erster Linie für sich selbst nachgebaut, als er noch mit dem 404 auf Rallys wie der Breslau aktiv war. Ob er noch eine Kleinserie aufgelegt hat kann ich nicht sagen, mein Werkzeug hat er auf meine Nachfrage hin für mich gefertigt.

Meine Haltung zum Verleihen von Werkzeug:
Ich bin gerne bereit zu helfen und bringe dabei auch gerne wenn nötig mein Werkzeug mit. Bei weiteren Anreisen gegen Übernahme von Fahrtkosten, gegebenenfalls Kost & Logie. Aber aus teurer Erfahrung verschicke / verleihe kein Werkzeug mehr. Gerade bei solchen Werkzeugen, die speziell angefertigt wurden ist eventuell eine Nachfertigung zu den Konditionen nicht mehr möglich, was schlichtweg bedeutet, selbst eine Kaution in voller Höhe bringt "verschwundenes" oder beschädigtes Werkzeug nicht zurück.

Was für einen SW55 Schraubenschlüssel hast Du zum öffenen der Zentralschraube. Ich habe einen Ringschlüssel mit ca 80cm Hebel. Wenn ich den etwa Waagerecht nach links ansetze dann, außen auf den Hebel mit meinem Normgewicht steige und etwas wippe habe ich bisher meist die Schraube lösen können. Alternativ in einem besonders schwierigen Fall ebenfalls den SChlüssel waagerecht nach rechts ansetzen und am äußeren Ende einen Stempelwagenheber untersetzen und dann diesen Ausfahren.
 
Den SW55 Schlüssel inder ersten Ausführung hätte ich als Origninal abzugeben. 90 Euro. Für den Versand ist der allerdings zu groß und schwer.
 
Ich habe mir einen Ringschlagschlüssel aus Bundeswehrbeständen auf Ebay bestellt und setze da meine Hoffnungen hinein - der soll diese Woche kommen. Mal sehen ob ich dabei Erfolg habe.

Vielen Dank für dein Angebot Jürgen - ggf. komme ich darauf gern zurück.

Ich habe ein paar Ansätze bekommen wie ich evtl. an den Abzieher komme - die werde ich im Laufe dieser Woche mal verfolgen. Ich hoffe irgendwie an eine weniger aufwändige Lösung zu kommen als dich durchs Land zu jagen :spitze

Beste Grüße Martin
 
Das Werkzeug ist gestern bei mir gelandet - irgendwie hatte ich mir das nicht ganz so wütig vorgestellt. Aber ich bin überzeugt damit funktioniert es.

Ich werde mich am Mittwoch mal über die Beifahrerseite machen und mich dabei an die Bilderstrecke hier aus dem Forum zur Überholung der Vorderachse halten.

Ein paar Fragen sind mir dabei gekommen:

In der Bilderstrecke wird die Radnabe nicht mit dem jetzt erworbenen Abzieher abgezogen sondern bleibt dran. Macht das ggf. Sinn, dass man erst alles innenliegende tauscht und dann ganz zum Schluss wenn alles demontiert ist macht man erst den äußeren WeDi?

Gibt es eine Möglichkeit das dort beschriebene "Herunterfallen der Schaltsteine" zu verhindern oder ist das reines Glücksspiel?

Die Antriebswelle ist nur ins Differenzial gesteckt oder ist sie nochmal gesichert und die Antriebswelle ins Vorgelege ist auch nur gesteckt oder wie bekommt man das dort herausgezogen?
 
Moin Martin,

was willst Du denn alles instandsetzen? Das gesamte Vorgelege oder nur den WiDi der Radnabe? Bei Letzerem musst Du nix mit der Achse/Dif.Sperre machen. Das bleibt alles ganz.

Gruß
Daniel
 
Laut Werkstatthandbuch ist es kein Glücksspiel, wenn man die Achsen sperrt, bevor man die Abtriebswellen aus dem Differential zieht (bei alten Achsen).
 
Hallo Martin,
wie die Vorredner schon geschrieben hben ist nur zum Wechseln des äußeren großen Dichtringes das abbauen des Vorgeleges und damit das ziehen der Steckachsen nicht nötig.

Wenn das Diffsperren seitige Vorgelege abgebaut werden sollen muss vorher die Diffsperre richtig eingelegt werden, und verifiziert werden, dass sie auch wirklich verriegelt ist. Dann den äußeren Hebel an der Achse gegen ein zurückdrehen mit einem stabilen Draht sichern. Danach kann das Vorgelege mit der Steckachse abgebaut werden.
Ja die Steckachsen sind nur in das Differenzial gesteckt, in der Achse muss nichts zusätzlich gemacht werden. Kann auch garnicht.
Nein, die Steckachsen sind Vorgelegeseitig nicht nur gesteckt sondern im Innern der Vorglege sind Zahnrad und Lager mit einer zentalen Schraube gegen Abziehen gesichert.
Wenn die Innereien des Vorgelege auch angefasst werden sollen empfehle ich trotzdem erst die Radnabe abzuziehen und erst dann das Vorglege von der Achse abbauen, weil so das Fahrzeug als Gegenlager für das Drehmoment des Abziehers wirkt und keine besondere Aufnahme benötigt wird.
 
Vielen Dank für eure Antworten!

Da ich ja leider nicht nur in der Bremse sondern auch im Bereich der Doppelgelenkwelle jede Menge Ölschmodder habe und an der Reifeninnenseite das Öl klebt werde ich um die vollständige Instandsetzung der Vorgelege nicht herumkommen..

Ach, deswegen ist in der Bildreihe vermutlich das einlegen der Sperre als der wichtigste Punkt gekennzeichnet!

Aber die Schraube muss ich doch erst lösen, wenn ich die Antriebswelle Vorgelegeseitig herausgezogen habe, oder muss sie schon im verbauten Zustand gelöst werden?
 
Hallo Martin,

Vor dem Zerlegen steht bei mir immer erst eine Analyse.
Wie Du richtig schreibst hast Du auch auf der Innenseite viel Schmodder, Du weißt aber soweit ich es bisher verstanden habe nicht wo es herkommt. Daher hast Du jetzt zwei Möglichkeiten.
Alles komplett zerlegen und komplett neu machen, dann aber auch wirklich alles neumachen. Oder eben erst mal alles sauber machen und versuchen festzustellen wo und wieviel Öl irgendwo austritt. Einzig die Bremsen MÜSSEN immer sauber sein.
Nein, Du kannst die Antriebswelle nicht aus dem Vorgelege ziehen. Dazu muss erst das Vorgelegegehäuse geöffnet werden und innen das Zahnrad und Lager entfernt werden. Die Antriebswelle kann nur Achsseitig aus dem Differenzial gezogen werden.
 
Hallo zusammen,

dass einlegen der Differenzialsperre ist nur wichtig, wenn man die lange Steckachse zieht. Aber auch bei der kurzen Seite kann es nicht schaden.

Jürgen muss ich in einem Punkt widersprechen. Es ist auch ohne Demontage der Radnabe und Vorgelegegehäuse möglich die Antriebswelle aus dem Vorgelege zu ziehen und auch wieder zu montieren. Dafür muss das Doppelkreuzgelenk demontiert werden.

Gruß Alex
 
Hallo Alex,

das mag zwar vielleicht möglich sein aber ob das der Königsweg ist, ich weiß nicht.
Beim Zerlegen kann schnell etwas daneben gehen, die Dichtungen sind recht empfindlich und die Nadeln in den Gelenken nicht gegen verschwinden gesichert. Vielleich wird deshalb dieser Weg zumindest beim 404 nicht im Werkstatthandbuch beschrieben. Ich glaube nicht, dass die 411 alte Achse in diesem Bereich anders ist.

Aber ich lerne auch gerne dazu :D
 
Guten Morgen!

Vielen Dank für eure Einwände!

Wir haben uns gestern getroffen und es nun tatsächlich wie von Jürgen vorgeschlagen gemacht.

Erstmal die Ölablassschraube des Vorgelege gelöst - hier kam auch noch einiges raus und das Öl sah tatsächlich auch noch ziemlich gut aus.

Dann haben wir dank es Spezialwerkzeug innerhalb von 2 Stunden die Radnabe abgezogen, den WeDi gewechselt, alles sauber gemacht und die Radnabe wieder aufgedrückt.

Wahnsinn was da für eine Kraft nötig ist. Regelmäßig ist der Reifen auf der Fahrerseite mit durchgerutscht, weil ja das Differenzial gesperrt war.

Die Bremsleitung und den Radbremszylindern haben wir auch gleich demontiert.
In welcher Position sind die Exenter eigentlich zurückgestellt?

Im Bereich der Doppelgelenkwelle werde ich tatsächlich erstmal alles sauber machen und dann prüfen was, wo und wieviel ausläuft - ggf. Wird das dann ein Projekt für den nächsten Winter.

Als nächstes geht es jetzt also mit der Bremse weiter.
Nachdem ich alles neu mache überlege ich das System mit Silikonbremsflüssigkeit DOT 5 von Mike Sanders zu betreiben. Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen?
 

Anhänge

  • IMG_0872.jpeg
    IMG_0872.jpeg
    1,1 MB · Aufrufe: 3.221
  • IMG_0877.jpeg
    IMG_0877.jpeg
    3,6 MB · Aufrufe: 3.221
  • IMG_0879.jpeg
    IMG_0879.jpeg
    1,7 MB · Aufrufe: 3.221
Hallo Martin
Hier geht es ja auch immer schön weiter, gefällt mir.
 
Hallo Martin,
wir hatten von 1960bis 1969 einen U 411 Typ U 30, neu gekauft, in Gaggenau abgeholt,wir hatten viel Ärger mit dem Motor,wir sind sogar ins Werk gefahren zu einer Reparatur, nach 9 Jahren wurde der Unimog verkauft, ein Fendt Farmer 4 S Allrad wurde
gekauft nach 900 Btr.Std. musste der Motor gemacht werden, ich dachte wir sind zu blöd ein Fahrzeug zu bedienen, aber es war ein Fehler von Fendt, bei der Montage wurde der Verbindungsschlauch zw. Luftfilder u. Ansaugkrümmer schlampig einseitig montiert, dass dieser sich einseitig vom Rohr gelöst hat, dass der Motor ungefiltete Luft angesaugt hat. Zum Unimog
kann ich Dir auch manches erzählen in Punkto Themperatur, über 80 ° tut dem nicht gut, ich habe seit 2001 wieder einen U411
habe bei der Restauration gleich 2, 4 mm Löcher in die Thermostat- Platte gebohrt, aber wenn das Scheißding erst bei 83° aufmacht, dann kann das nichts sein, dieses Umbausystem mit dem separaten kurzschlusssystem, ist für mich nicht die Lösung,es muss wenn die Themperatur bei Belastung des Motors ansteigt und das Thermotat auf macht zurück gehen, da
hilft ein kleiner Wasserkreislauf nichts der nur warmes Wasser liefert . Ich habe ein Thermostat, das bei 71 °öffnet und einen Verbindungsschlauch vom Kopf anschluss der normalerweise, Wasser der Heizung zuführt und und von dort in das Rohr vom Motor zum Kühler leitet, ( Heizung wurde stillgelegt)seit dem konstande Motor Themperatur. Motor Öl-Filter ist original
mit einem Papierfilter innen vom Smart, ist ok. Wenn Du mehr wissen möchtest zum U 411, darft Du mich auch anrufen.
0933890115 Grüße, Manfred