Vorstellung und Pläne Unimog 411 BJ.60

Hallo,

auf jeden fall sollte an die Gewinde für die Zylinderkopfschrauben reinigen und ggf. nachschneiden. Mit den Ventilschaftdichtungen wird das wohl ein Problem, denn die meisten OM 636 haben gar keine Ventilschaftdichtungen (siehe UNIMOG 411 Kompendium). Nur die sehr späten OM 636 oder nachgerüstete haben diese Dichtugen. Zum Wechsel der Dichtungen müsste die Ventilesteuerung augebaut werden. Man kann auf jeden Fall die Vetilsitze prüfen und ggf. nacharbeiten (Ventilsitze nachschneiden und einschleifen, Ventile reinigen). Das erfordert ein paar Kenntnisse und ggf. Sonderwerkzeug. Um den Block zu planen, müsste dieser ausgebaut werden. Der Kopf ist da einfacher, da schon ausgebaut. Aber die Ventile müssten ausgebaut werden. Ich habe schon mehrfach Zylinderkopfdichtungen ohne Planen repariert. Der OM 636 ist eigentlich sehr robst. Mögen andere anders sehen, ich habe da meine Erfahrungen.
 
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So ihr Lieben,
Ich habe heute nochmal den „neuen“ Motor untersucht.

Er hat keinen Betriebsstundenzähler, dafür aber die Bohrung für die Umlenkung vom Gaspedal.

Das ist die Plakette des Motors - wo steht denn da die Motornummer?
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Außerdem sind in allen 4 Vorkammern noch die Kugeln zu sehen - gleich daneben der Glühstift. Ich hoffe die beiden vertragen sich.
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Ich vermute also ganz stark, Markus hat Recht und der Motor hat noch keine Ventilschaftdichtung. Dann könnte ich meine Bestellung fertig machen.
 
Der Motor ist laut Typenschild von 1959. Der hat garantiert keine Vebtilschaftdichtungen ab Werk. Aber warum fotographierst du die Kugel in der Vorkammer? Da gibt es keinen direkten Bezug zur Ventilschaftdichtung, nur das ab 1967 auf die Kugeln verzichtet wurde und die neue Dichtung eingeführt wurde. Beides ist aber voneinander unabhängig zu sehen.

Alle Details zur Ventilschaftabdichtung stehen im Buch "UNIMOG 411- Das Kompendium" auf Seite 271.
 
Hallo Markus,

Vielen Dank für die Infos!!

Das Baujahr hast du anhand der Nummer herausgefunden? Oder hab ich es irgendwo übersehen?

Ich hatte mich dabei auf deinen letzten Satz zu den Vorkammern mit Kugeln auf Seite 270 bezogen.

Da hast du geschrieben: „Der erste Serienmotor ohne Kugelstifte im Unimog 411 ist der Motor mit der Nummer … Gleichzeitig wird auch eine neu Ventilabdichtung eingeführt.

Deshalb hab ich da eine Zusammenhang gesehen.


Der Dichtring im Ventilfederteller wird auch nicht gewechselt?

Gibt es irgendwo Angaben zum Drehmoment für die Kipphebelwelle und die Zylinderkopfhaube? Ich lese immer nur sie sollen gleichmäßig angezogen sein.
 
Hallo,

ja, du hst recht mit den Kugeln und den Dichtungen, sofern nichts gewechselt wurde. Oft hat man die Teile vom Lager noch verbaut, auch wenn es andere gab. Bei den Kugeln wurde umgestellt, aber die Altteile durften aufgebraucht werden. Wenn alles werksseitig ist, stimmt die Aussage auf Seite 270. Leider ist nach der langen Zeit vieles anders als es mal war.
 
Vielen Dank, Markus!
Gibt es im Werkstatt Handbuch eine extra Seite, wo die ganzen Drehmoment te aufgeschrieben sind?
Ich habe sie bis jetzt nämlich noch nicht gefunden.
 
Ahh!
Ich habe natürlich nur das normale zum Unimog 411 und für den Motoren nur die Ersatzteilliste.


Mein Zylinderkopf liegt beim Motor Center und Wirth morgen oder übermorgen abgedrückt. Sie haben einen Riss an der Vorkammer entdeckt. Mal sehen, ob der Zylinderkopf noch gerettet werden kann…
 
Anruf vom Motorcenter!

Der Kopf ist dicht und er macht ihn mir bis morgen plan. Eine komplette Überholung würde er derzeit nicht machen, wenn der Unterbau nicht mit überholt wird.
Allerdings hat er mir eine neue Wasserpumpe empfohlen (hab ich gleich noch mit bestellt) und gesagt ich soll den Kühlkreislauf Entkalken/Spülen.

Für den OM636 habe ich nicht so richtig etwas zum entkalken gefunden. Hat das schon mal jemand gemacht? Löst sich am Ende mehr als mir lieb ist auf? Was ist das Mittel der Wahl? Geschirrspültabs, Citronensäure?
 
Hallo Martin,
in diesem Thread habe ich Bilder eingestellt, wie ich meinen OM636 entkalkt habe:
Der Block war so verschlammt, daß das Kühlwasser nicht mehr abgelaufen ist.
Gruß Andreas
 
Heute haben wir uns drüber gemacht und den Zylinderkopf wieder aufgesetzt.
Soweit so gut, hat alles gut funktioniert.

Beim Kompressionsmessen die Ernüchterung:
Zylinder 1: 23 bar
Zylinder 2: 23 bar
Zylinder 3: 16 bar
Zylinder 4: 20 bar

Beim starten haben wir dann aber festgestellt, dass bei der dritten Düse etwas abpfeift.
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An der Stelle hat es abgeblasen. Auch jetzt steht in dem Ring noch Diesel (alle anderen sind ziemlich trocken)
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Kann da die Vorkammer „locker“ sein? Oder habt ihr eine andere Idee?
Es pfeift scheinbar aus diesem Loch ab:
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Ich habe dann nach ein paar kurzen Fahrten die Zylinderkopfschrauben bei warmem Motor nachziehen wollen. - ist es wirklich im Sinne des Erfinders, dass man dazu die Kipphebelwellen wieder demontieren muss, sowie die Ölleitung an der rechten Motorseite? Wie macht ihr das?!

Auch das Ventilspiel hat bei warmen Motor nicht mehr gepasst. Ist das überhaupt möglich, dass das bei kaltem und warmen Motor identisch ist?

Wir haben heute 12l Wasser und 1l Zitronensäure eingefüllt. Morgen lassen wir ihn nochmals warm laufen und lassen dann das Gemisch ab. - Vielen Dank für deine Anregungen Andreas!
 
Hallo Markus,

Hätte natürlich auch selber auf die Idee kommen können und in deinem Sonderband nachschauen… Nr. 2 wäre das quasi gewesen, gell?

Hat jemand eine Idee zum Zylinder 3 an was es liegen könnte?
 
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Hallo ihr Lieben,
Ich habe gestern das neue Gaspedal verbaut und habe die Vorkammer des 3. Zylinder gezogen um zu prüfen ob da irgendwas gerissen ist. Leider nicht…alles ohne Risse oder sonstiges. Auch der Kopf selber war unauffällig.
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Also alles wieder eingebaut - gemessen volle Kompression!
Ich vermutete die Vorkammer war nicht richtig festgeschraubt.

Nun läuft der Mog tatsächlich etwas besser - aber er schafft es trotzdem nur mit Mühe im 3. Gang die Wiese hoch.
Soweit ich das verstanden habe sollte er aber im 3. Gang, unbeladen eigentlich fast alles schaffen?

Außerdem qualmt er nach wie vor wie verrückt. Kühlwasser war konstant bei 80-85 Grad - das ist auf jeden Fall gut!
Anhang anzeigen aa53c279-c132-470c-b98c-e9656340547f.mp4
Vielleicht sollte ich mal noch den Förderbeginn prüfen…
Eigentlich sollte mein Motor von 59 noch keine Markierung auf der Riemenscheibe haben, aber den entsprechenden Zeigefinger scheint er zu haben. Ich muss also mal auf die Suche nach den Markierungen gehen.
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Es gibt zwar viele Anleitungen im Netz zu der Einstellung, aber ich habe noch keine idiotensichere mit vielen Bildern gefunden😅

Hat da jemand einen Tipp für mich?
 
Hallo,

als es noch kein Internet und keine Digitalkameras ga, haben alle nach einer schriftlichen Anleitung arbeiten müssen und waren erfolgreich. Im WHB des 411 oder OM 636 steht die Tröpfchenmethode ausführlich beschrieben. In anderen WHB gibt es Beschreibungen der Hochdruckmethode mit Dieselkraftstoff, allerdings braucht man hierzu ein Sonderwerkzeug. Die FB Markierung findet man auch auf dem Schwungrad, wenn man das Mittelblech in der Kabine entfernt. Dann muss man nur noch auf die Kipphebel achten um den FB des ersten Zylinders zu finden.ek-yams-ec9a37abc059454fa939ab00f0d884c7-attachment-2-1767181682210.webp
 
Es hat mir keine Ruhe gelassen also bin ich nochmal zum Unimog gefahren…

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Gehe ich richtig in der Annahme, dass es ein Motor mit Spritzversteller ist? Also müsste der Förderbeginn doch auf 26 Grad vor OT eingestellt werden?

Die Markierungen sind glücklicherweise auch vorhanden - das Erleichert die Sache zumindest ein bisschen.
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