Vorstellung von Ingo / Mein U1000

Hallo zusammen,

um die Ursache des Lecks im Vorderrad zu finden mussten diese ab. Ein erster Versuch mit einem Ringschlüssel und einer kleinen Verlängerung war negativ, da bewegte sich nix an den Radmuttern. Also alles mit Rostlöser eingesprüht und erstmal einwirken lassen.
Beim nächsten Mal habe ich dann was größeres aufgefahren:



Ja und dann haben sich die Radmuttern auch bequemt sich zu bewegen. Zwischen dem Ringschlüssel und dem Rohr war so ein Teil eingebaut:



Leider sah es nach dem Lösen der 12 Vorderradmuttern dann so aus:



Beim zurückbiegen ist es dann leider zerbrochen. Und ich hatte mir das Teil nur geliehen.

Bei mir ist das zur Zeit so, dass ich für neue Probleme erstmal wieder neues Werkzeug kaufen muss. Das hält nicht nur extrem auf, sondern verschlingt zusätzlich noch Geld. Also habe ich einen entsprechenden Heber und vier Unterstellböcke besorgt. Jeder Bock trägt 6 Tonnen, das sollte für die Vorderachse reichen.

 
Weiter gehts:



Nach Abbau der Verkleidungsbleche war dann die Bremsleitung zur vorderen Bremszange zugänglich:



Und das ist die defekte Stelle:



Da war das Rohr durchgerostet und der andere Bogen an der Bremszange war auch schon dünn.

Jedenfalls sieht die defekte Leitung erheblich schlechter als alle drei anderen Leitungen aus. Die Verschraubung an der Bremszange hat mich dann wieder eine Woche und neues Werkzeug gekostet, aber auch diese hat dann schließlich aufgegeben.



Ich werde wohl alle vier Leitungen sowie die vier Bremsschläuche komplett tauschen. Dabei muss jetzt erstmal das Fett ab und dann soll auch gleichzeitig neuer Rostschutz und neue Farbe drauf. Mal sehen wie lange es dauert.
 
Hallo Peter, hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich von Peter die folgende Antwort auf meine Frage bzgl. der zusätzlichen Riemenscheiben bekommen:



pejuppi schrieb:
Hallo Ingo,
Das sieht aus wie eine Taperbuchse. Habe zwar noch keine gesehen, die auf einer Keilverzahnung wie bei der Zapfwelle Sitz, aber die vier Bohrungen auf der Vorderseite der Riemenscheibe und - wenn man genau hinschaut - die 2-Teilung deuten darauf hin. Bei der Taperscheibe ist die Buchse, die auf der Welle sitzt, leicht konisch ausgeführt und wird mit einer Madenschraube in einer der Bohrungen gespreizt und damit die Riemenscheibe fixiert. Also, such die Madenschraube 8) , weich das Ganze ordentlich mit WD40 ein, Madenschraube rausdrehen und dann die eigentliche Riemenscheibe leicht nach hinten schlagen, so dass sie sich vom Konus der Buchse löst.

Wenn ich richtig liege, lass mal kurz hören.

Gruß
Peter aus Bonn


Jedenfalls hatte Peter Recht, letzten Samstag hat der Abbau tlw. geklappt:



Da sind schon mal die Riemenscheibe und der Zwischenring ab. Jetzt hängt noch die Buchse auf der Welle. Dort geht eine Schraube wahrscheinlich komplett durch, jedenfalls lässt sich diese nur unter erhöhtem Kraftaufwand drehen und war bisher noch nicht bereit mehr als eine Umdrehung zu machen. Auch wird der sehr flache Sechskant das trotz entsprechender Nuss wohl nicht mehr lange überleben. Habe also alles wieder mit WD 40 eingesprüht. Irgendwann löst sich sich bestimmt auch.



Also Peter, nochmals vielen Dank für den richtigen Lösungsvorschlag.
 
Hallo Ingo,
da bin ich aber froh, dass es geklappt hat und ich richtig lag :-)
Die Schraube geht nicht durch, sondern hält die Buchse in der Nut vom Zapfwellenstummel, so dass dieser axial fixiert wird, also eine kurze Madenschraube. Du kannst versuchen, das Material zu erwärmen. Wenn die Madenschraube immer noch nicht in Bewegung kommt, könnte man versuchen, sie vorsichtig auszubohren, vorausgesetzt Du benötigst die Konstruktion nicht mehr.

Good luck!
Peter
 
Hallo Peter,

werde erst mal versuchen, dass die Schraube sich doch noch bewegt. Im schlimmsten Fall könnte man die Hülse auch noch schlitzen und in zwei Teile zerlegen. Stelle demnächst auch noch mal Fotos dazu ein.
Hauptarbeitsgebiet ist aber zur Zeit die Vorderachse. Nächsten Monat müsste ich eigentlich zum TÜV...
 
Hallo Peter, hallo zusammen,

anbei die versprochen Bilder von der Hülse auf der vorderen Zapfwelle.

Die Oberseite:


Die Unterseite:


Deshalb habe ich den Verdacht, dass die Schraube durchgehend ist.

Aber kommt Zeit, kommt Rat...
 
Jap, das sieht tatsächlich so aus, als ob die durchgeht. Und zu allem Überfluss hat jemand den Kopf der Mutter so platt geschliffen, dass er quasi als Keilersatz dient. Da ist wohl ein bisschen Feinarbeit gefragt...

Gruß
Peter
 
Hallo Ingo
lege eine 16er oder 20er Mutter drauf und verschweiße den Schraubenkopf mit der Mutter sehr großzügig, dass die Schraube richtig heiß wird. Dann abkühlen lassen, dadurch wird die Schraube locker, mit der großen Mutter rausdrehen.
 
Hallo Helmut,

ja das ist eine Idee, werde ich mal bei Gelegenheit versuchen. Danke!


Hallo Peter,

würde jetzt erst am die Idee von Helmut ausprobieren. Sonderlich hoch kann die Mutter ja nicht sein, da sonst die Hülse nicht drüber passt.
 
Hallo Ingo,

immer wieder interessant, Deine neuen Berichte zu lesen. Bin auch schon gespannt, wie Du die Schraube bezwingst... :idee

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Tobias,

vielen Dank. Ich werde natürlich berichten.
Aber Vorrang hat zur Zeit die Vorderachse, schließlich muss ich im Februar zum Tüv. Wird aber wohl nix, denke ich brauche bestimmt noch zwei Monate dafür.

So sieht es zur Zeit aus:


 
Hallo zusammen,

nach 6 Wochen mal wieder ein Zwischenstand:

Die Vorderachse wurde entrostet, grundiert und bereits einmal mit schwarzer Farbe gestrichen.







Leider hat die Farbe beim ersten Mal nicht ganz gedeckt. Da muss ich noch mal ran.


Dann habe ich ich neue Bremsleitungen und Bremsschläuche verlegt. Bremsleitungen biegen ist ja vielleicht eine Sch... Arbeit.





Ein Teil der Verkleidungsbleche muss noch instandgesetzt werden.

 
Hallo zusammen,

im ersten Schritt habe ich die Achse entrostet, grundiert und zwei mal lackiert. Dann gab es neue Bremsleitungen im Bereich der Vorgelege sowie vier neue Bremsschläuche.





Dann haben wir Bremsflüssigkeit aufgefüllt und angefangen zu entlüften. Und dann war dort so ein zischendes Geräusch an der Vorderachse...



Ganz großer Mist! Von den vier Bremsleitungen von den Verteilern zu den Bremsschläuchen waren zwei undicht, beide im Breich der Schellen. Also die Bremsleitung damals auf dem rechten Vorgelege geplatzt ist, waren diese noch dicht. Wahrscheinlich habe die Leitungen beim Aus- und Einbau der Bremsschläuche beschädigt oder beim entrosten.

Jedenfalls war ich ganz schön bedient.
 
Hallo Ingo,

ich hoffe, Du hast die Bremsflüssigkeit gleich abgewaschen bekommen. Oder musst Du jetzt neu lackieren?

Viele Grüße
Tobias
 
Weiter geht es:

Vier neue passende Bremsleitungen bestellt und die alten Bremsleitungen demoniert. Bei einer Verschraubung musste ich wieder mit dem Ausdrehwerkzeug nachhelfen. http://www.ebay.de/itm/Schrauben-Ausdreher-Mutternausdreher-11-Nusse-Werkzeug-Set-Steckschlussel-Satz-/132018180382?hash=item1ebce5911e
Von dem bin ich übrings vollkommen begeistert. Nur kurz aufklopfen und leicht ausdrehen und schon erledigt.

Dann das ganze hinter den Rohrleitungen entrostet, grundiert und lackiert. Und anschließend dann wieder Bremsleitungen biegen. Da ich aber inzwischen über einen Schraubstock verfüge, ging es dann doch was besser.







Dann kam wieder das Entlüften. Es ging um alles oder nix: Ist er wieder undicht, dann abmelden und alle Bremsleitungen erneuern. Ist er dicht, dann TÜV fertig machen. Schließlich war ich schon fast zwei Monate überfällig.

Jedenfalls hatte ich diesmal wahrsinniges Glück :wink: Er war dicht :party :party :party
Und ich echt froh :wink:
 
toheju schrieb:
Hallo Ingo,

ich hoffe, Du hast die Bremsflüssigkeit gleich abgewaschen bekommen. Oder musst Du jetzt neu lackieren?

Viele Grüße
Tobias


Hallo Tobias,

nee da hatte ich mal Glück. Die Bremsflüssigkeit ist so von den defekten Bremsleitungen abgetropft, dass ich nix neu lackieren musste. Durch das Abbauen der Bremsleitung wurden jedoch Bereiche der Vorderachse freigelegt, wo ich noch Korrosionsschutz aufbringen wollte. Waren wohl noch die ersten Bremsleitungen, dahinter war kein Rostschutz aufgebracht.

Bin ich froh, dass er jetzt dicht ist. :spitze
 
Hallo zusammen,

letzten Sonntag habe ich noch die Restarbeiten gemacht: Gerissenes Scheinwerferglas ersetzt, Radio ausgebaut (ist eh nix zu verstehen), gelbe Lampen vom Dach ab und Rücklicht mit Nummernschildhalter instandgesetzt. Anschließend die erste Probefahrt nach 9 Monaten.




Unimog TÜV fertig.

Dann am Dienstag war der große Tag: TÜV stand an.

Und ohne Mängel bestanden. :party

Vorher habe wir ihn noch umgeschlüsselt zur landwirtschaftlichen Zugmaschine.
Und hier kommt das Problem: Der TÜV wollte ihn nur umschlüsseln ohne Ladefläche und das steht jetzt im Entwurf für den Fahrzeugschein. :(
 
Hallo Axel,

ja toll finde ich das auch nicht!

Die Aussage war das eine landwirtschaftliche Zugmaschine zum Ziehen von Anhängern gedacht ist. Da Trecker ja auch keine Ladefläche haben, darf der Unimog dann auch keine haben.

Auch mein Verweis auf die FZV https://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2011/ hatte keine Erfolg. Dort steht im §2 Abs. 16:
"land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen: Kraftfahrzeuge, deren Funktion im Wesentlichen in der Erzeugung einer Zugkraft besteht und die besonders zum Ziehen, Schieben, Tragen und zum Antrieb von auswechselbaren Geräten für land- oder forstwirtschaftliche Arbeiten oder zum Ziehen von Anhängern in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben bestimmt und geeignet sind, auch wenn sie zum Transport von Lasten im Zusammenhang mit land- oder forstwirtschaftlichen Arbeiten eingerichtet oder mit Beifahrersitzen ausgestattet sind;"

Da er aber bisher nur vorne eine Zapfwelle hat, werde ich wohl erstmal ohne Ladefläche auskommen müssen. Wenn ich dann die hintere Zapfwelle wieder eingebaut habe und entweder vorne oder hinten einen Heber angebaut habe werde ich wohl mal zu einem anderen TÜV fahren. Dann lasse ich die Ladefläche wieder eintragen.
Der TÜV war dort wie eine Mauer.
 
Hallo Ingo

es gibt zwei Wege zur lof-Zulassung, mit der Bescheinigung von Daimler oder durch einen TÜV-Prüfer mit Sachkenntnis. In Sache TÜV empfehle ich dir, mal bei Joecky nachzufragen.