Hallo Martin,
wenn Du ein ganzes Bündel von Leitungen steckbar machen willst, kommen eigentlich nur die "Harting"-Steckverbindungen in Frage. Die sind in der Industrie Standard, gibts von 10- bis 108polig, sind robust, aus Metall, wassergeschützt, es gibt Schutzdeckel für die getrennten Steckverbinder und sie sind absolut ihren Preis wert. Die Stecker gibts nicht nur von Harting, sondern auch von diversen anderen Steckerherstellern (Contact, Wieland).
Bezugsquellen: Conrad, Farnell, RS und alle anderen Elektro(groß-)händler. Oder im
Musiker-Bedarf (die Stecker werden gerne in der Bühnentechnik verwendet.
Achtung: drauf achten, dass man sich a) die Steckverbinder als "Baukasten" selbst zusammenstellen muss. Z.B. 1x Aufbaugehäuse, 1x Kabelgehäuse, 2x Zugentlastungstrompete, 1x Steckeinsatz "male", 1x Steckeinsatz "female", 2x Schutzdeckel.
Und b) dass man bei den Steckeinsätzen die Version mit Schraubanschluss kauft, in der Industrie wird lieber "gecrimpt" als geschraubt, aber die Crimpzangen für Hartingstecker sind unbezahlbar... Schliesslich c) mehrdrätige Leitungen (Litzen) müssen immer mit Aderendhülsen verpresst werden, bevor sie in eine Schraubklemme eingeführt werden!
Viele Stecker, insbesondere die im Kfz-Bereich üblichen 6,3mm-Flachkabelschuhe sind nicht für häufiges Ausstecken gedacht (wenige 10 Steckspiele).
So eine komplette 10polige Hartingsteckverbindung mit allem Pipapo kostet neu gut 40-50 Euro - wer's billiger will, ähnliche Stecker gibts auch komplett auch aus Plastik, z.B. von Hirschmann.
Recht preiswert und ziemlich robust sind die
SPEAKON-Stecker von Neutrik - aber nicht wasserdicht. Gibts von 2- bis 8-polig, haben sehr zuverlässige Kontakte und gibts auch für 230V zugelassen.
...übrigens, ein Großteil der Ausfälle von Bordelektrik oder der so verhassten Bordelektronik geht auf mangelhafte Steckverbinder zurück...da spart die Autoindustrie an der falschen Stelle
Grüsse
Tom