Welche Steckverbindungen für 24V

Martin_Beck

New member
04. Mai 2003
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Hallo,
habe mal eine Frage bezüglich des Einsatzes von Steckverbindungen.
Wir wollen bei unserem 406er die elektrischen Verbindungen unter der Motorhaube steckbar machen um besser die Kabine zu demontieren.
Kann uns jemand eine Steckverbindung empfehlen.

Gruß Martin
 
Hallo Martin,

wenn Du ein ganzes Bündel von Leitungen steckbar machen willst, kommen eigentlich nur die "Harting"-Steckverbindungen in Frage. Die sind in der Industrie Standard, gibts von 10- bis 108polig, sind robust, aus Metall, wassergeschützt, es gibt Schutzdeckel für die getrennten Steckverbinder und sie sind absolut ihren Preis wert. Die Stecker gibts nicht nur von Harting, sondern auch von diversen anderen Steckerherstellern (Contact, Wieland).

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Bezugsquellen: Conrad, Farnell, RS und alle anderen Elektro(groß-)händler. Oder im Musiker-Bedarf (die Stecker werden gerne in der Bühnentechnik verwendet.

Achtung: drauf achten, dass man sich a) die Steckverbinder als "Baukasten" selbst zusammenstellen muss. Z.B. 1x Aufbaugehäuse, 1x Kabelgehäuse, 2x Zugentlastungstrompete, 1x Steckeinsatz "male", 1x Steckeinsatz "female", 2x Schutzdeckel.
Und b) dass man bei den Steckeinsätzen die Version mit Schraubanschluss kauft, in der Industrie wird lieber "gecrimpt" als geschraubt, aber die Crimpzangen für Hartingstecker sind unbezahlbar... Schliesslich c) mehrdrätige Leitungen (Litzen) müssen immer mit Aderendhülsen verpresst werden, bevor sie in eine Schraubklemme eingeführt werden!

Viele Stecker, insbesondere die im Kfz-Bereich üblichen 6,3mm-Flachkabelschuhe sind nicht für häufiges Ausstecken gedacht (wenige 10 Steckspiele).

So eine komplette 10polige Hartingsteckverbindung mit allem Pipapo kostet neu gut 40-50 Euro - wer's billiger will, ähnliche Stecker gibts auch komplett auch aus Plastik, z.B. von Hirschmann.

Recht preiswert und ziemlich robust sind die SPEAKON-Stecker von Neutrik - aber nicht wasserdicht. Gibts von 2- bis 8-polig, haben sehr zuverlässige Kontakte und gibts auch für 230V zugelassen.

...übrigens, ein Großteil der Ausfälle von Bordelektrik oder der so verhassten Bordelektronik geht auf mangelhafte Steckverbinder zurück...da spart die Autoindustrie an der falschen Stelle

Grüsse

Tom
 
Hallo,

... genau, weil dann die gammeligen - weil billigen - steckverbinder absaufen und verrotten (siehe mein zuheizer im T4 nach nicht mal 4 jahren - schwache leistung !). oder sie sind von außen super dicht, aber innen bildet sich kondenswasser und alles rottet weg.

aber davon mal abgesehen kommt es auch drauf an, wie oft du das zeugs ausstecken willst - die hütte baust du ja garantiert nicht >10x ab, oder ?

außerdem tut es manchen arten von steckverbindern gut, wenn man sie mal trennt und neu steckt, weil dann evtl. entstandene oxidschichten abgerieben werden und wieder eine frische "gasdichte" verbindung geschaffen wird.

das harting-zeugs kann man schon empfehlen, wichtig ist aber, bei der leitungsverlegung und dem anbau der stecker drauf zu achten, daß nichts schwingen oder scheuern kann - sonst sind die kabel dann hinter dem stecker durch.

ein tip für günstige elektrik/elektronik ist übrigens auch www.reichelt.de
weniger "schnickschnack", dafür handfeste qualität zu super preisen (teilweise größenordnungen unter conrad und co). 'n bischen kfz-elektrik haben die auch.

mfg,
Andreas
 
Also die HARTING Stecker sind schon der Mercedes unter den Steckern.
Ich habe aus Kostengruenden einen PVC-Anhaengerstecker mit _Buchse eingebaut, um das Fahrerhaus elektrisch vom Rahmen trennen zu koennen.
Bis auf die dicken Leitungen, die zur LiMa und zur Batterie gehen, geht das. Und ist wasserdicht.
Gruss -Martin-