Welchen Unimog kaufen?

Thomas-424 schrieb:
Hallo zusammen!

kinzigsegler schrieb:
Mit Mulcher oder Palettengabel bist Du dann schnell schon wieder über den 3,5to. Wenn Du damit dann unterwegs bist kann das als Fahren ohne Führerschein gewertet werden.

Jürgen, das stimmt so nicht.
Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis bezieht sich ausschliesslich auf die zulässige Gesamtmasse und die ändert sich nicht.
Er kann wegen Überladung belangt werden, was eine Ordnungswidrigkeit darstellt, aber nicht wegen fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis, was eine Straftat wäre.

bleibt alle gesund
Gruß
Thomas

Ablasten und dann wieder mit erhöhtem Gewicht fahren ist Steuerhinterziehung und Fahren ohne Führerschein und wird auch als solche geahndet! Es ist ein Unterschied, ob ein 2t-Anhänger zu schwer beladen ist, oder ob man etwas ablastet und dann doch schwerer unterwegs ist!

Wenn jemand einen Unimog nackig durch den TÜV gebracht hat mit knapp 3,5t zGG und dann wieder mit Zubehör aufrüstet, ist das genau dieser Tatbestand.
Egal, ob das irgendwo auf einem bunten Blättchen mal beschrieben wurde, oder nicht. Unwissenheit des Fahrers oder Fehler des TÜV-Menschen schützen vor Strafen nicht.

MfG
Fabian
 
Frontkraftheber Mulcher und andere Anbaugeräte möchte ich NUR auf meinem privaten 10.000qm Grundstück verwenden auf der Straße will ich nur den Unimog mit der Pritsche fahren und maximal einen Anhänger ziehen BE habe ich.

Also ein 406 mit Kipper Front und Heckhydraulik sowie Zapfwelle würde passen wäre dann ein großes Getriebe wenn ich das richtig sehe was gibt es zu den Nebenantrieben zu wissen?

Oder auf was ist sonst noch bei einem 406 Cabrio zu wissen?
 
Ja dafür fehlt die Zeit neben Selbstständigkeit Hausbau und Kind.
Noch dazu habe ich keinen Mehrwert von den 4500€ Führerscheinkosten.
Einen 3,5t Sprinter und 2,8t Anhänger habe ich schon und darf diese auch zusammen fahren.

Ein Traktor wäre natürlich auch eine Möglichkeit nur gefällt mir der Mog besser.
 
Spielkind schrieb:
Also ein 406 mit Kipper Front und Heckhydraulik sowie Zapfwelle würde passen wäre dann ein großes Getriebe wenn ich das richtig sehe was gibt es zu den Nebenantrieben zu wissen?

1. Ein 406 ohne jeden Kraftheber und mit fester Pritsche ist gerade so unter 3,5t zu bekommen.
2. Beide Kraftheber, Zapfwellen und eine Kipperpritsche bringen dich weit über die 3,5t hinaus.
3. Großes Getriebe bedeutet, dass er dann Kriechgänge usw hat.

MfG
Fabian
 
Hallo Christian,
ich denke, Du hast dich mit dem Unimogvirus infiziert. Dagegen helfen weder Sicherheitsabstand noch Atemschutzmasken. Gut gemeinter Rat anderer Unimogler verhallt da schon mal. Auch ich empfehle Dir, gehe in dich, und mache den entsprechenden Führerschein. Diese Eierei, wieviel darf ich laden, was muß ich abbauen, darum sich nicht zu sorgen, darin liegt schon der Mehrwert. Das Thema Ablasten kommt hier immer mal wieder auf. Mich würde mal interessieren, ob die, die das gemacht haben, damit zufrieden sind/waren. Also in dem Sinne, und Grüße Norman.
 
Hallo zusammen,

ein Arbeitskollege fährt als Hobby einen 406, Baujahr 1977 mit kleinem Getriebe, ohne Zapfwelle, aber mit Kipper - konnte er (zu meiner Überraschung) beim Tüv problemlos auf 3.5t ablasten lassen. :lol:

Spielkind schrieb:
beu mir ums Eck ist aber auch ARC Ohl in Gau Bickelheim die haben ja immer ca. 30Mogs da und schrauben auch...

Das ist Unimog-Beck, nicht der Reifenhandel;
die Leute kommen teilweise von weit her, scheinen ziemlich viel Expertise zu besitzen.

Gruß
Ben
 
Hallo,

einen 406er abzulasten auf 3,5t zul. Gesamtmasse wird bestenfalls mit sehr frühen Fahrzeugen (U65, U70) halbwegs machbar sein, insbesondere, wenn dort nur wenig Ausstattung (kleines Getriebe, keine Anbauplatte, keine Zapfwellen, kein Kraftheber) vorhanden ist oder bestenfalls einzelne Dinge davon. Im Laufe der Zeit kamen da beim 406er einige gewichtstreibende Dinge dazu, z.B. stabilere Achsen (in mehreren Stufen), stabileres Getriebe, umfangreichere Anhängerbremsanlage (sofern vorhanden), Servolenkung mit getrennter Pumpe, später auch getrennter Ölkreislauf, Scheibenbremse (beim 406 deutlich schwerer als Trommelbremse). Auch am Rahmen gab es bei späteren Modellen Verstärkungen, die Gewicht auf die Waage bringen, auch deutlich schwerere verstärkte Rahmen gab es als SA. All das führt dazu, dass ein Mog aus den späten 70er Jahren auch mit wenig Ausstattung fast schon die 3,5t leer auf die Waage bringt.

Im Leergewicht in den Papieren eingerechnet ist dabei immer auch der Fahrer, daher neben dem gut gefüllten Kraftstofftank beim verwiegen darauf achten, dass da noch 75kg für den Fahrer dazukommen und nur das, was dann noch übrig ist, echte Zuladung ist.

Ohne jegliche Zuladung wird dann auch wieder nicht gehen, denn zum Einen hat so ein 406er üblicherweise einen Beifahrersitz, eine Ladefläche sowie meist auch eine Anhängerkupplung. Eine (tatsächliche) Stützlast des Anhängers muss auch als Nutzlastreserve zur Verfügung stehen, da fallen dann schnell auch wieder einige Anhänger weg, die man mangels Nutzlast nicht nutzen kann. Gleiches gilt für Anbaugeräte, falls man es doch schafft, einen 406er mit Kraftheber unter die 3,5t zu bringen.

Einen Verkäufer wird man nur dann haftbar machen können, wenn es schon von vornherein nicht passt. Also wenn der Mog z.B. im gekauften Zustand schon mehr wiegt als vom Verkäufer angegeben. Wer an sein Fahrzeug dann nach erfolgter Verwiegung noch Dinge dranbaut, die das Leergewicht über die 3,5t erhöhen, wird auch, sofern er auffliegt, schnell mit Vorsatz dran sein, denn als Überladung kann man sich spätestens dann auch nicht mehr rausreden. Auch im Falle der "normalen" Nutzung des Mogs (also 2t Schotter auf der Pritsche eines abgelasteten 406, der laut Papieren 200kg Zuladung hat) wird man sich schlecht rausreden können. Auch da dürfte zumindest eine Bußgelderhöhung im Raume stehen, wenngleich es nicht als Fahren ohne Fahrerlaubnis gewertet werden dürfte.

Nur weil eine HU-Prüfstelle (egal welcher Organisation) ein Fahrzeug mal so abgenommen hat, hat das auch nichts zu bedeuten. Das kann beim nächsten Prüftermin ein anderer Prüfer schon wieder anders sehen und die Abnahme dann verweigern. Es gibt keinen Bestandsschutz auf falsch erfolgte Eintragungen.

Die Ausrede mit "Zeit" und "Geld" für den passenden Führerschein höre ich auch oft. Kann ich aber irgendwie nicht gelten lassen, denn im Vergleich zu den Gesamtkosten und dem Zeitaufwand des Hobbys Unimog im Vergleich zu den Kosten und dem Zeitaufwand des Führerscheins sollte man es doch dann lieber ganz bleiben lassen. Manche rechnen ja auch mit dem spitzen Finger, dass ein Mog mit 3,5t nur alle 2 Jahre statt jährlich zur HU muss. Auch da ist der Kostenfaktor das kleinste Problem im Vergleich zu sonstigen Kosten des Mog-Betriebes.

Gruß,
Michael
 
Danke Michael für deinen ausführlichen Post. Ich war zwischenzeitlich bei der Fahrschule um mich über den C1E beraten zu lassen jetzt haben die mir angeboten den CE für das gleiche Geld zu machen, da ihr C1E Fahrschulfahrzeug defekt ist und jetzt zum besten ich habe auch ein Angebot für einen Intensievkurs bekommen 2-3Wochen für den Füherschein....also werde ich dort meinen Sommerurlaub buchen :party

Trotzdem glaube ich das ein 406 Cabrio mit alles schnickschnackmein Typ ist.
Oder seht ihr da etwas anderes?

Gruß Christian
 
Hallo
Hätte einen U421/52 PS Cabrio abgelastet auf 3,5 To. mit landwirtsch . Vollausstattung
in bestem Zustand anzubieten.
Gruss Josef
 
Hallo zusammen,
ich wollte in diesem thread mal darauf hinweisen, dass ein TÜV - Prüfer offensichtlich falsche Papiere, weil nicht mehr zutreffend durch weitere Anbauten, nachprüfen kann, genauso wie die Polizei oder der Staatsanwalt nach einem Unfall. Und dann war es das mit so einem Projekt. Konsequenzen wurden ja schon genannt. Und wenn zu viele Schlaumeisen so fahren gibt es wieder eine Überarbeitung der Richtlinien und dann habe wir alle was davon.
Christoph
 
Spielkind schrieb:
Trotzdem glaube ich das ein 406 Cabrio mit alles schnickschnackmein Typ ist.
Oder seht ihr da etwas anderes?

Wenn du am Ende die Zeit hast, den Schnickschnack auch ingang zu halten, zu warten und zu reparieren...
Denn je mehr Ausstattung, desto mehr Fehlerquellen.
Und sofern man keinen aufwendigst restaurierten Hochglanz-Unimog kauft, gibt es eigentlich immer etwas zu Schrauben oder mittelfristigigen Überholbedarf.

MfG
Fabian
 
Hallo Christian,

Spielkind schrieb:
Trotzdem glaube ich das ein 406 Cabrio mit alles schnickschnackmein Typ ist.

Ein 406er Cabrio mit allem Schnickschnack ist ein schönes Fahrzeug. Ich würde aber nicht unbedingt nach "allem Schnickschnack" schauen sondern auf die Ausstattungsdetails, die du wirklich brauchst. Denn Ausstattung kostet, ebenso allerdings auch ein Fahrzeug in gutem Zustand.

Für ein 406er Cabrio in landwirtschaftlicher Ausstattung (ich gehe davon aus, dass du das mit "allem Schnickschnack" meinst, also z.B. großes Getriebe, Zapfwellen v+h, Hydraulik, Kraftheber, Anhängerbremsanlage usw.) werden bei brauchbarem Zustand schnell Beträge von deutlich mehr als 20.000,-€ aufgerufen. Wer meint, er käme billiger zu sowas, merkt meist nach den ersten Reparaturen bzw. einer Restauration, dass das nicht machbar ist, man dann aber in das vermeintlich billigere Fahrzeug noch Unmengen an Geld und Arbeit versenkt hat. Wer lieber selbst schraubt sollte zumindest drauf achten, dass er eine gute Basis erwischt, denn leider ist auch viel vermurkster Schrott und aus vielen Fahrzeugen unterschiedlicher Baujahre zusammengebaute Kisten unterwegs. Mit sowas erweist man sich keinen Gefallen und spart erst recht kein Geld damit.

Neben dem gewünschten Typ und der weitgehend passenden Ausstattung würde ich auch das Baujahr zumindest eingrenzen. Nach Einführung der Scheibenbremser gab es nicht mehr so wesentliche und gravierende Änderungen an den 406ern, jedoch wurde zwischen den Anfängen der Baureihe und den frühen 70ern quasi das komplette Fahrzeug in allen möglichen Details weiterentwickelt. Dazu gehörten auch sehr wesentliche Dinge wie mehrfach komplett überarbeitete Achsen, ein anderes Getriebe, massive Änderungen an Servolenkung und Hydraulikanlage, mehrfache Änderungen an der Bremsanlage sowie ein komplett überarbeitetes Cabrio-Fahrerhaus bzw. die Einführung der kippbaren Fahrerhäuser mit allen dazugehörigen Änderungen. Ein 1963er U65 und ein 1976er U900 haben daher außer vom Aussehen nicht mehr allzu viel gemeinsam.

Gruß,
Michael
 
Hi,

Michael hat zu meinem Leidwesen völlig recht. Mein 406er verfügt auch über ein großes Getriebe, Hydraulik und Zapfwelle vorne & hinten und war im nachhinein viel zu billig. Nachdem nach nur wenigen Tagen das Getriebe verreckt ist sind beim Ausbauen des Getriebes so viele Schäden und miserable Reparaturen aufgetaucht, dass ein Ignorieren einfach lebensmüde gewesen wäre.

Mann kann den passenden Unimog schon zu einem günstigen Preis bekommen aber wenn der Preis stark von dem marktüblichen Werten abweicht sollte man dann doch hellhörig werden.

lg
Joe
 
Hallo zusammen,
wobei es nicht einfach ist die "Marktüblichen Preise heraus zu finden.
Im Netz findet man 406 von 7.000€ (als Schrott-Baustelle) bis 40.000€ (toll restauriert, so gut wie neu).

Ich habe meinen 85er 406 U900 hier im Forum gekauft und bin bis jetzt voll zufrieden (Danke).
Das Führerhaue (kein Cabrio) hat Roststellen, die Technik funktioniert.
Klar kann ich nicht ins Getriebe schauen, wenn sich aber bei einer Probefahrt alle Gänge gut schalten lassen und kein Gang raus springt ist das schon mal nicht schlecht.
Wenn dann an allen Differentialen und Vorgelegen neue Ablassschrauben drin sind ist das auch schon ein gutes Zeichen.
Wenn dann der Rahmen noch gut aussieht (oberflächlicher Rost ist in meinen Augen kein großes Problem),
dann kaufen und Spaß haben.

Grüße
Thomas
 
Hallo,

das ist auch so meine Erfahrung aus 20 Jahren Autosammeln. Besser das teurere Fahrzeug nehmen, wo man beim Verkäufer ein gutes Gefühl hat, als ein Schnäppchen, das sich im Nachhinein als verwahrloste Bastelbude herausstellt. Habe bis jetzt immer liebgewonnene "Familienmitglieder" gekauft und keine Autos von Händlern, die nur auf den schnellen EUR schauen.

Zu schön sollte der Mog sowieso nicht sein, sonst weint man bei jedem Kratzer, den der harte Einsatz mit sich bringt.

Anfangs war ich immer auf dem Lottogewinn aus. Wenig KM, viel Ausstattung, billig. Inzwischen hat sich das geändert auf, guter Gebrauchszustand, sinnvolle aber nicht übertriebene Ausstattung, Reparaturhistorie und vertrauenserweckende Verkäufer.

Und dafür zahle ich dann auch gerne etwas mehr, was andere vielleicht als teuer ansehen, aber bin bisher (fast) nie damit eingefahren...

Den Scheunenfund in perfekten Zustand mit der Wunschausstattung zum Minipreis gibt es nicht. Zumindestens habe ich den selbst noch nie gefunden. Im Zeiten des Internets auch immer schwieriger. Selbst die unwissenden Erben eines Autosammlers machen sich vorab bei Ebay schlau bzg. Preisgefüge. Ausserdem gibt es meist triftige (technische) Gründe warum Autos vor Jahren in Scheunen abgestellt wurden;-)

Mein U1000 hat knapp 20kEUR gekostet. Nicht billig, aber fair bepreist für seinen Zustand. Längeres Suchen hätten mir evt. ein paar 100er gespart. Aber dafür hat sonst alles gepasst. Auch die Nebenaufwände waren überschaubar und darf man nicht unterschätzen (Urlaubstage/Zeit unzähliger (frustrierender) Besichtigungen & leere KM quer durch Europa, Überführungskosten mit Tieflader, Umtypisierung, teure Ausstattungsumrüstungen/Reparaturen etc)...

lg,
Michael
 
Danke für die ganzen Hinweise bezüglich der Ausstattung aber die werde ich ziemlich sicher brauchen.
Frontzapfwelle für mulcher vorne, da es ein Grundstück mit Ufern-Schwung ist und ich sehen will wo ich hinfahre.
Heckzapfwelle für die Flächen zu Molchen und mähen.
Hydraulik Front zum bitterbösen umsetzen (Brennholz,Steine)
Heckhydraulik Holzspalter.....
Und druckluftbremse ist klar...

Das Baujahr abhängige Getriebe ist schon klar lieber ein G als ein F Getriebe also nach 1970.
Scheibenbremse wäre mir aktuell nicht so wichtig, da der Mog hauptsächlich im Nahverkehr(20km) eingesetzt werden soll.
Achsen!?!habe ich keine Ahnung...

Für 20.000€ will ich auch einen ehrlichen gebrauchten keinen perfekten, da der Mog auch noch arbeiten soll.Ich rechne durchschnittlich mit 2000€ Jährlich für Reparaturen und Instandhaltung.
 
hansi262262 schrieb:
Hallo,

(...) darf man nicht unterschätzen (Urlaubstage/Zeit unzähliger (frustrierender) Besichtigungen & leere KM quer durch Europa, (...)

Hallo Michael,
das das stimmt, da gehen einige Wochenenden für die Suche bei drauf. Habe meine Suche recht weit eingestellt. Vielleicht findet sich durch zufall was..
Auf Bildern als "leicht reparaturbedürftige" oder "TÜV-fähige" Mogs beschrieben, stellten sich diese beim genaueren hinsehen als Bastelbuden heraus. Der Preis sagte da bisher gar nichts aus. Da findet sich auch viel Blenderwerk.
Meine Ansprüche sind ja recht niedrig, aber für nen Haufen Kernschrott gibt man keine 15k aus...
Ich habe ja noch Hoffnungen, dass die kommende Rezession die Preise wieder mal etwas erdet..
In dem Sinne, Gesund bleiben

Dan