Welcher Spalter - welche Säge

husky610

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23. Mai 2006
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Hallo Holzwürmer,

ich bin dabei mir einen Spalter und eine Wippsäge anzuschaffen. Pro Jahr mach ich ca. 15 - 20 Rm Brennholz zum Eigenverbrauch - meist 80-jähriger Bestand an Fichten und Buchen. Ich hab mal an einen 12t Spalter mit 400V (Fabr. Titan)und eine Wippsäge (Widl) mit ca. 5,5 kW gedacht. Hat jemand Erfahrungen mit den Marken oder kann jemand dazu sonstige Tipps geben?

Grüße
Chris
 
Hallo Chris,

allererste Sahne sind bekanntermaßen die Produkte von Posch. Ich nutze seit einigen Jahren sowohl Spalter (Hydro-Combi V 2, Spaltkraft 15 t) als auch Säge (WZ 700) dieses österreichischen Herstellers und bin wirklich rundum zufrieden. In Puncto Handling, Verarbeitung und Haltbarkeit sind das Spitzenprodukte, allerdings auch preislich...

Abraten möchte ich von BGU-Produkten. Ich hatte mal Gelegenheit zur Besichtigung: ziemlich "lütte" Verarbeitung, das wirkt nicht wirklich haltbar.
 
ich habe mit BGU bisher keine Probleme. Seit 1998 setzen wir eine Wippsäge mit 700mm Hartmetallblatt zum sägen von jährlich mind. 70 Ster Buche und Eiche ein, seit 1999 einen BGU Elektrospalter mit 400V-Motor zum spalten der kurzen Scheite. An der Säge wurde bisher einmal das serienmäßige Blatt geschärft und beim nächsten mal gegen ein Hartmetallblatt getauscht, beim Spalter hab ich bisher überhaupt nix gemacht, der brauchte bisher nicht mal einen Tropfen Öl. Die Qualität ist gut, abblätternde Farbe ist bei dem Einsatzzweck nicht zu vermeiden.
Für den Dreipunktanbau hab ich seit 2001 einen 13t Spalter von Rau, an dem wurde einmal auf Garantie ein Ventil getauscht, ansonsten läuft der auch ohne Probleme.
Wenn man sich natürlich Posch leisten kann, warum nicht. Das sind eben die Mercedes-Maschinen im Brennholzmarkt.
 
Hallo,
bei mir läuft eine BGU Wippsäge mit Zapfwellenantrieb seit ca. 5 Jahren ohne Beanstandung, Leistung bis jetzt zwischen 150 und 200 rm.
BGU baut parallel zur „Normalausführung“ auch schwere Profigeräte.
Bei 15 – 20 rm jährlich eine Posch Ausrüstung? - das soll sich noch rechnen :?: :?:
Beachte beim Spalterkauf: Möchtest du Meterstücke spalten, dass der Hubweg mind. ca 75 cm beträgt sonst reicht es nicht zum ordentlichen Trennen bei langfaserigem Holz. Ich säge (Wippe bis 30cm darüber Kettensäge) grundsätzlich mein Holz erst (zwischen 25 – 30cm) und arbeite dann mit dem Spalter. Nonamegerät aus Italien 7t, 16 Jahre alt Kosten damals ca. 2000,-DM bis jetzt einen Hydr.-schlauch erneuert.
fG Olaf
 
Hallo,

meine Erfahrungen: Ich komme natürlich an die "Holzprofis" mit >100FM pro Jahr nicht annähernd heran - hab' auch ca. 20FM p.a.

Ich vertrete die Meiung, daß man für den privaten Gelegenheitseinsatz nicht unbedingt die absoluten Luxusgeräte braucht - was nicht heißt, daß es Spaß macht, mit einem "Gelump" zu arbeiten !

Ich kann also Olaf nur beipflichten !

Deshalb war für mich der Anschaffungspreis das Hauptkriterium.

Ich arbeite seit ca. 4 Jahren mit einer (gebrauchten) 700er Güde-ZW-Säge, das ursprüngliche Blatt habe ich mal durch ein (billigstes) HM-Blatt ersetzt (bei dem inzwischen allerdings an die 10 Zähne fehlen, also nicht wirklich toll ...). Die Säge ist nicht die stabilste, man sollte also nicht zu zweit einen Meterstamm raufwerfen und erwarten, daß sie das abkann. Ansonsten habe ich daran nix zu bemängeln, außer evtl. die Wippe, die ist etwas saublöd konstruiert - aber was soll's: Bei dem Preis ! Demnächste ist also ein neues Blatt fällig, ansonsten bisher noch keine Reparaturen.

Spalten geht ebenfalls mit einem (gebrauchten) Güde 8t ZW-Spalter. Den nehme ich vorwiegend für Kurzholz (ofenfertig) oder leichtes Meterholz, er ist klein und handlich, der Spalttisch kann da einfach umgesteckt werden. Bei verwachsenem oder zähem Holz versagt er allerdings kläglich - was Wunder ... macht mir aber nix, das wird dann eben mit der Kettensäge nochmal vorgesägt, das mußte ich früher, beim Handspalten, schließlich auch ! Hab ihn damals als "defekt" erworben, es waren lediglich die Zugstangen zum Hy-Ventiv verstellt. Außerdem sind diverse Schweißnähte der Spalthebel und Sicherheitsbügel inzwischen etwas lose. Die Gesamtkonstruktion ist bei einigen Details auch etwas unglücklich - es war wohl einer der frühen Spalter von Güde.

Was mich daran stört ist der relativ hohe Sockel (ca. 30cm), auf den man auch bei der tiefsten Spalttischeinstellung das Holz raufwuchten muß. Dicke Meterstämme machen damit also keinen Spaß und gehen auf's Material und den Rücken !

Für den Zweck habe ich mir darum einen (gebrauchten - was auch sonst :-) ) Eigenbau-Spalter zugelegt. Das Gerät hat unten nur eine 2cm Stahlplatte, man kann also das Holz einfach raufrollen und hochstellen.
Der "Konstrukteur" hat es allerdings etwas zu gut gemeint und eine Öffnungsweite von ca. 130cm gebaut - mit einem Hub von nur 60cm. Alles unter 80cm-Holz ist also schon mal Essig, und auch bei Meterholz spaltet er meist, trotz extrem breitem Keil, nicht durch. Immer einen Klotz unterlegen ist auch nicht so praktisch ...

Ich würde Dir also empfehlen, auf den Sockel zu achten - falls Du vorhast, sehr dicke Meterstämme direkt zu spalten. Ebenso, wie der von Olaf erwähnte Spaltweg - ist bei meinem erwähnten großen Spalter ziemlich krampf.

Generell bin ich mit meiner 2-Spalter-Lösung zufriden - erst Meterholz grob vorspalten (aufstapeln und trocknen), dann sägen und bei Bedarf mit dem kleinen Spalter nochmal nachspalten, fertig.

Ansonsten würde ich, bei Deinem Bedarf, die Geräte einfach von Preis und Verfügbarkeit abhängig machen. Und wer einen Luxus-Spalter will, der muß sich einfach einen kaufen (denn dann geht's nicht um's Preis/Leistungsverhältnis, oder warum fahren wir Mogs ??) ... ich zweifle nur immer etwas daran, ob das Gerät den Mehrpreis auch Wert ist.

Andreas
 
Hallo Waldfraktion :wink:

So langsam merken meine Gräten, das meine Gränsfors-Holzspalter keinen Hydraulikanschluss haben.

Die Schwarzbrot-Theorie funzt auch nicht mehr so richtig.

Da ich einen Unimog 411.110 in einen für die damalige Zeit üblichen Holzmog verwandeln möchte, suche ich völligst Ahnungslos viele Tips und Infos über die ersten Holzspalter die unter anderem auch mit Unimogs hydraulisch oder pneumatisch betrieben wurden.

Kann da jemand was zu schreiben ?

Gruss, Micha
 
Hallo Micha

Was lesen da meine trüben Augen :shock:
:arrow: Hab gar nicht gedacht das du schon so alt bist :rofl: :rofl: :rofl:
So das war die Rache :wink:
Mal im Ernst, da wirst du nicht viel finden. Zu der Zeit hatten die Männer noch Mummmmmmm und ohne Öl am Mog wirds schwierig. Also erstmal Hydraulik dran, gabs zum nachrüsten von Bosch. Tank und Ventil hab ich noch liegen.

Gruß an alle alten Männer
 
Hallo Mogler,

das Hydraulik von Vorteil wäre ist klar. Ab wann gab es hydraulisch betriebene Holzspalter und wie sahen sie aus?

Und: "In den 50ern wurde so einiges mit Druckluft bewegt. Warum kein Holzspalter??"

@Lukas: Der alternde Mann bedankt sich für die Antwort :wink:

Gruss, Micha
 
Einen Holzspalter mit Druckluft zu betreiben könnte ich mir recht lustig und tödlich vorstellen! :D
Im Ernst, ich denke aus zwei Gründen hat es sowas nie gegeben:

1. Der Druck: Im Gegensatz zu den 150 bis 300 bar der Hydraulik, hat die Druckluft meist nur 8 bis 10 bar. Man müßte also den geringen Druck mit mehr Kolbenfläche ausgleichen. Bei einem Spalter mit 24 to Spaltkraft wäre der Durchmesser des Zylinders so groß, dass man zum eigentlichen Spalter nicht mehr hinkäme. Überschlagmäßig müßte der Zylinder mehr als einen halben Meter Durchmesser haben! Von der Spaltgeschwindigkeit gar nicht erst zu reden.

2. Luft ist komprimierbar: Da man Luft "zusammendrücken" kann, wird es sicher lustig, wenn ein Stück Holz dem Spaltdruck plötzlich nachgibt (z.B. frische Buche). Erstens werden die Holzstücke zum Geschoß und zweitens wird sich der Spaltkeil munter in die Bodenplatte (oder nicht schnell genug aus der Schußbahn entferntem Fuß) rammen.

Christian
 
Hallo,

Habe hier mal ein Bild von meinem Spalter eingestellt. Ist ein italienisches Fabrikat von Ballario und Forestello. 12t Spaltkraft, der Zylinder kann durch lösen von zwei Schrauben eingefahren werden und der Spaltkeil läuft bis kurz vor die Bodenplatte. Saltlänge bis 1,10m. Kosten ca. 1500 Euro. Bin sehr zufrieden damit.

Gruß Dieter
 

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Hallo zusammen,

hier mein Vogesenblitz Spalter aus Frankreich. Spaltktaft 14 Tonnen, Kaufpreis 1100 ¤, Zapfwellenpumpe + Getriebe nachgerüstet so das man im Standgas spalten kann ca 300 ¤ . Der Zylinder kann zum Transport mittels zwei Bolzen sehr leicht eingefahren werden. Spaltlänge bis 1,10 m möglich und spaltet bis 15 cm über die Stanplatte. Kann für Kurzholz auch auf kürzeren Rückhub eingestellt werden.

Habe das Teil nun seit 4 Jahren ohne jegliche Beanstandung mit ca 50 - 60 rm im Jahr. Kann ich nur empfehlen.

Grüße an die Holzfraktion

Steffen
 

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Hallo Chris,

Kurz und bündig:
Wippsäge von BGU ist vom Preis-Leistunsverhältnis absolut zu empfehlen.
Es gibt aber auch genügend andere gute Hersteller in D und Ö.
Niemals einen zu "leichten" Spalter kaufen , da sparst Du an der falschen Stelle.Neben Posch (ich habe Posch 19to) gibt es nur wenige gute Hersteller.Anschauen und probieren bei den umliegenden Landmaschinenhändlern!
Wichtig ist meiner Meinung nach ein absenkbarer Zylinder und ein kompakter Bau (Auslage nach hinten) ,d.h. z.B.: Öltank in der Säule , Seitenarme gefedert und klappbar , solide Führungen die man warten und auswechseln kann,wenn möglich mit Holzaufrichter (mit Kette reicht völlig) und vor allem 15 to und mehr ,kein Baumarktspielzeug.
Geschmacksache ist die Frage nach liegend oder stehend, ich persönlich finde stehend besser.

Ach ja , ein Verlagerungsgetriebe solltest Du dann auch haben.Im Wald spalten ist ergonomischer
Spalter mit Kraftstrom und Zapfwellenantrieb sind teuer.

@Micha
Hydraulikspalter gibt es fast schon so lange wie Unimogs mit Hydraulik ! :D "Pneumatikspalter" :rofl:

Mein 411er und der Posch V2 19to sind wie für einander geschaffen und der geringe Altersunterschied von 40 Jahren stört auch nicht wirklich.

Gruß Bernd
 
"Pneumatikspalter"

:oops:

Hi Bernd,
das mit der Pneumatik ist nur eine Idee gewesen. Trotzdem bin ich (noch :wink: ) davon überzeugt, das es so etwas gegeben haben könnte. Vieleicht eine Mischung aus Pneumatik und Mechanik.

Bei Wikidingsda ist z.B diese mit Riemen angetriebene Konstruktion zu sehen.

450px-Noe_holzspalter.jpg


Muß wohl ein paar Museen besuchen gehen.

Gruss, Micha
 
Hallo,

@Micha
Das Dingsda (Exzenterspalter) steht in Neuhausen ob Eck ,bei Tuttlingen,
im Freilandmuseum.Der Besuch lohnt sich übrigens.
Ist aber nur für Scheidholz geignet.Ich habe in der Rhön auch schon einen umgebauten Willys MB mit einer Spaltmaschine im Heck gesehen (Antrieb über einen Transmisionsriemen von der Radnabe rh, aufgebock versteht sich )!!! Es gibt nichts was es nicht gibt.

Gruß Bernd
 
Hallo,

Exzenterspalter ist nichts wirklich neues ... ich entsinne mich: Früher auf dem Hof von meinen Eltern, da kam immer der Holzsäger, wenn wir alles Holz auf dem Hof und vorgerichtet hatten. Der fuhr einen Hanomag Klein-LKW (3.5to ?), die Pritsche war durch eine Stahlplatte=Sägetisch ersetzt. Hinter der Achse links war eine Bandsäge angebaut, auf der anderen Seite hinter dem Führerhaus der besagte Exzenterspalter. Das war wohl sogar einer mit "Automatik", d.h. Holz drunter, Pedal treten damit die Welle einkuppelt, und "rummmss" war das Holz gespalten und die Welle rückte sich wieder aus.

Konstruktionsbedingt ist der natürlich in der möglichen Spaltlänge sehr eingeschränkt. Holz mechanisch spalten war aber damals logischerweise der totale Luxus, und Meterholz hat man natürlich mit Keilen und Muskelschmalz gespalten - außerdem wäre damals keiner auf die Idee gekommen, etwa Stammholz zu verbrennen !! Wo denkt ihr hin ! Das ging für teuer Geld ins Sägewerk, und nur die Äste wurden verbrannt - auch wegen dem Aufwand mit Spalten. So eine Verschwendung kann man sich nur heute erlauben, wo man Holz aus Südamerika und so billiger bekommt als heimisches ...

Da an die "wertvolle" Sägemaschine nur der Holzsäger dran durfte, mußte man also für das Sägen mit Spalten 2 Personen bezahlen, plus 2 eigene Leute zum Zureichen und Abnehmen.

Das lief dann so: Erst mal ordentlich Öl auf die "Prische" und an die Säge, damit auch alles gut flutscht. Der Säger hat dann die Scheite auf Ofenlänge (passend für den Spalter) gesägt und sie über die Pritsche rübergeschubst.

Der Mann am Spalter hat sie dann gespalten und nebenan geworfen.

Nebenbei sind dann normalerweise so 4-5 Sägebänder draufgegangen, welches jedes extra abgerechnet wurde - da war dann Papa wieder 3 Tage lang sauer deswegen :-) Und wehe, das Bauholz war nicht richtig ausgenagelt vor dem Sägen ...

Allerdings haben wir das nie so erleben dürfen - war (im Verhältnis damals) richtig sauteuer, das Spalten. Also nur Astholz oder Abbruchholz gekauft, sägen gelassen und wir Kinder durften dann das genze mit dem Wurstbrotspalter zerlegen ... wagenweise. Motorsäge ?? Fehlanzeige.

Soviel dazu :-)

Ich habe mit damals immer überlegt, einen Spalter selber zu bauen, da ich die Plackerei etwas leid war ... Exzenter war zu aufwendig und kompliziert, also die Idee mit Fallgewicht: T-Träger hochstellen, Führung mit Stahlklotz und altem Axtkopf dran, 'ne alte E-Winde zum hochleiern und einfach den Bolzen mit einer Schnur rausziehen, so daß das Gewicht runterknallt :-)

Die andere Idee war, mit Druckluft ein Gewicht auf den Holzklotz zu schießen - also nicht statisch drücken, sondern nur vorbeschleunigen, den Rest macht der Schwung. Rückholung auch wieder mit Druckluftzylinder.

Favorisiert hätte ich damals die Fallgewichtslösung, trotz des geringen Arbeitstaktes - ist nur mal wieder an den wenig innovativen Einstellung von Papa gescheitert. Da kam man als Kind eben schlecht gegen an ... also weiter von Hand hacken :-)

Mit ein Grund, warum ich heute zwar keine Landwirtschaft mehr, aber trotzdem einen Mog und ein paar Maschinen habe - meinen Kindern passiert das so nicht :-)

Außerdem spielt es sich damit viel schöner ;-)

Andreas
 
Hallo Chris.

Eine gute Adresse für Holzbearbeitungsmaschinen:

www.holzprofi.com

Ich habe selbst eine Kreissäge mit Kombiantrieb und
einen Spalter ZW-Antrieb gekauft.

Ich finde Qualität und Preis sehr gut.
Die verstehen was davon.
Ich glaube die haben auch einen Vertrieb in BRD.


Grüsse aus Salzburg
Johann