Hallo,
meine Erfahrungen: Ich komme natürlich an die "Holzprofis" mit >100FM pro Jahr nicht annähernd heran - hab' auch ca. 20FM p.a.
Ich vertrete die Meiung, daß man für den privaten Gelegenheitseinsatz nicht unbedingt die absoluten Luxusgeräte braucht - was nicht heißt, daß es Spaß macht, mit einem "Gelump" zu arbeiten !
Ich kann also Olaf nur beipflichten !
Deshalb war für mich der Anschaffungspreis das Hauptkriterium.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren mit einer (gebrauchten) 700er Güde-ZW-Säge, das ursprüngliche Blatt habe ich mal durch ein (billigstes) HM-Blatt ersetzt (bei dem inzwischen allerdings an die 10 Zähne fehlen, also nicht wirklich toll ...). Die Säge ist nicht die stabilste, man sollte also nicht zu zweit einen Meterstamm raufwerfen und erwarten, daß sie das abkann. Ansonsten habe ich daran nix zu bemängeln, außer evtl. die Wippe, die ist etwas saublöd konstruiert - aber was soll's: Bei dem Preis ! Demnächste ist also ein neues Blatt fällig, ansonsten bisher noch keine Reparaturen.
Spalten geht ebenfalls mit einem (gebrauchten) Güde 8t ZW-Spalter. Den nehme ich vorwiegend für Kurzholz (ofenfertig) oder leichtes Meterholz, er ist klein und handlich, der Spalttisch kann da einfach umgesteckt werden. Bei verwachsenem oder zähem Holz versagt er allerdings kläglich - was Wunder ... macht mir aber nix, das wird dann eben mit der Kettensäge nochmal vorgesägt, das mußte ich früher, beim Handspalten, schließlich auch ! Hab ihn damals als "defekt" erworben, es waren lediglich die Zugstangen zum Hy-Ventiv verstellt. Außerdem sind diverse Schweißnähte der Spalthebel und Sicherheitsbügel inzwischen etwas lose. Die Gesamtkonstruktion ist bei einigen Details auch etwas unglücklich - es war wohl einer der frühen Spalter von Güde.
Was mich daran stört ist der relativ hohe Sockel (ca. 30cm), auf den man auch bei der tiefsten Spalttischeinstellung das Holz raufwuchten muß. Dicke Meterstämme machen damit also keinen Spaß und gehen auf's Material und den Rücken !
Für den Zweck habe ich mir darum einen (gebrauchten - was auch sonst

) Eigenbau-Spalter zugelegt. Das Gerät hat unten nur eine 2cm Stahlplatte, man kann also das Holz einfach raufrollen und hochstellen.
Der "Konstrukteur" hat es allerdings etwas zu gut gemeint und eine Öffnungsweite von ca. 130cm gebaut - mit einem Hub von nur 60cm. Alles unter 80cm-Holz ist also schon mal Essig, und auch bei Meterholz spaltet er meist, trotz extrem breitem Keil, nicht durch. Immer einen Klotz unterlegen ist auch nicht so praktisch ...
Ich würde Dir also empfehlen, auf den Sockel zu achten - falls Du vorhast, sehr dicke Meterstämme direkt zu spalten. Ebenso, wie der von Olaf erwähnte Spaltweg - ist bei meinem erwähnten großen Spalter ziemlich krampf.
Generell bin ich mit meiner 2-Spalter-Lösung zufriden - erst Meterholz grob vorspalten (aufstapeln und trocknen), dann sägen und bei Bedarf mit dem kleinen Spalter nochmal nachspalten, fertig.
Ansonsten würde ich, bei Deinem Bedarf, die Geräte einfach von Preis und Verfügbarkeit abhängig machen. Und wer einen Luxus-Spalter will, der muß sich einfach einen kaufen (denn dann geht's nicht um's Preis/Leistungsverhältnis, oder warum fahren wir Mogs ??) ... ich zweifle nur immer etwas daran, ob das Gerät den Mehrpreis auch Wert ist.
Andreas