Platz 2
Horst Wege
Gemeinhin gelten Unimogfahrer als freundliche, hilfsbereite, offene Menschen mit einem Sinn für das Seltene, Außergewöhnliche, Wertvolle. So zählte uns auch Horst Wege als ein Mann, der ein Kleinod zu besitzen und zu schätzen weiß.
Hier verdanken wir dem Fotografen einen erschreckenden Einblick in die wahren Gedanken, die sich hinter der lichten, freundlichen Stirn dieses Mannes verbergen.
Nahezu brutalst möglich reißt er uns aus der Illusion, das grandiose, einmalige, unersetzliche, unbezahlbare, Lehrmodell eines Unimog 404S aus Beständen unserer Landesverteidiger sei bei ihm in sicheren Händen. Wirbelnde, krause Gedanken formieren sich zu einem entsetzlichen, unaussprechlichen Etwas, dass es uns kalt den Rücken hinunter laufen und uns den Schrei „Tu es nicht“ in der Kehle verstummen lässt.
Fast wünschen wir uns, dass das plane Dokument der bevorstehenden Katastrophe vor uns materialisiere, damit wir die Schandtat in letzter Minute mit dem Einsatz all unserer Kräfte verhindern könnten. Und doch müssen wir unsere Ohnmacht erkennen und blicken um so fassungsloser auf das mörderische Werkzeug der Vernichtung, einem Fallbeil gleich, in den Händen Vollstreckers.
Ein mit der Imagination eines Salvatore Dali und der düsteren Realität eines Caspar David Friederich in Szene gesetztes Meisterwerk.
Das Originalbild von Horst findet sich unter:
http://web3.unimog-world.de/4images/details.php?image_id=286