Wie und womit einen Holzspalter bauen - Vorschläge

Hallo Spaltergemeinde,

nach längerer Abstinenz in diesem Thread melde ich mich auch mal wieder zum Thema Spalter. Wie bereits geäußert, ist mein Fernziel entweder ein Liegendspalter mit Hebevorrichtung oder ein am Bagger befestigter Drallkeilspalter nach dem Lasco-Prinzip.

Da ich aber inzwischen mit meinem Bandscheibenvorfall immer mehr Schwierigkeiten bekomme, habe ich mir - da ich zur Zeit nicht viel Zeit zum Schweißen und Basteln habe, einen Vertikalspalter gekauft. Einen 10-Tonner aus Fernost-Fertigung, der unter anderen auch von Atika und anderen Markenherstellern angeboten wird.

Meiner heißt Stahlmann und wird vom Importeur (Albatros Intarnational) direkt in der Bucht verkauft.

http://cgi.ebay.de/STAHLMANN-Brennholzspalter-Holzspalter-Spalter-10-T_W0QQitemZ180223278757QQihZ008QQcategoryZ39019QQcmdZViewItem
http://www.atika.de/t3/holz/brennholzspalter/asp-10-1350.html

Ich habe mit Fracht 600,- Euronen dafür hingeblättert, man kann ihn auch schon günstiger kriegen.
Die Verarbeitung ist ok. Er funktioniert tadellos. Stämme, die er mit seinem begrenzten Hub von 550mm und dem relativ schmalen Spaltkeil nicht durchspaltet (zb. faseriges Holz, wie Fichten oder Pappeln) hebt er im Rücklauf nach dem Spaltvorgang mit dem eingeklemmten Keil an und man kann den ersten Zwischentisch, der an einem Scharnier hängt, drunterklappen. Dann hat man erneute 550mm Weg und der Stamm ist durch. Selbst bei den dicksten Orschis zeigt die Hydraulik keine Schwächen.

Kurzfaseriges Holz wie Buche, Erle oder ähnliches spaltet er nach den ersten 10 cm komplett, nur sehr astige Stücke muss man ab und zu noch mal anheben. Für Scheitholz hat er noch einen 3. Tisch in angenehmer Arbeitshöhe. Der sollte allerdings noch ein wenig verbreitert werden, um etwas Ablagefläche zu schaffen, es geht aber auch so.

Wenn man sich an diese Arbeitsmethode gewöhnt hat, geht das sagenhaft einfach - und auch schnell. Einen beschleunigten Rücklauf (Eilgangventil) hat er auch.

Der Spalter drückt Stämme durch, die man mit 2 Mann gerade noch drunterheben kann - und das ist auch wieder das Problem.

Das Problem des Prinzips Senkrechtspalter.

Da ich meist allein bin, muss ich die Stämme, die dicker sind, als ich heben kann entweder längs durchsägen oder gleich - wie früher ohne Spalter auch - wieder auf Scheitlänge sägen. Oder es fällt mir irgendwann noch etwas ein, wie ich die Stämme mechanisiert unter den Spalter heben kann... Vielleicht kann ich meinen Hydraulikbagger so umbauen, dass ich Stücke greifen, aufrichten und drunterstellen kann.

Nach mittlerweile über 10 rm gespaltenem Holz - sowohl scheitlanges, wie Meterstücke, kann ich den Spalter bis jetzt uneingeschränkt empfehlen. Die Dauerhaltbarkeit muss sich erst noch herausstellen, aber er ist robust gebaut.

Trotzdem werde ich das Fernziel "System Lasco" oder "liegend" nicht aufgeben, meine Bandscheibe schreit danach...

Grüße

Holger
 
Hallo,

ich habe mir von einem Bekannten auch schon mal den von Holger beschriebenen Spalter geborgt, und war auch ganz zufrieden. Damals habe ich so 20 RM gespalten. Das mit dem klappbaren Tisch funktioniert wirklich gut.
Ich habe mir jetzt allerdings den 18T von Thor mit Leader System bestellt. Hintergrund dabei ist, dass ich die schweren Meterstücke im Wald nicht mehr verladen muss. Ich bin dabei meißt allein, und das geht mit der Zeit ganz schön auf den Rücken.

Gruß

Andreas
 
Hallo

Bin gerade dabei mir einen Liegendholzspalter zu bauen.
Im Wald wird er mit der Mog Hydraulik betrieben, und daheim will ich ihn an meine mobile Hydraulikanlage anschliesen.
Als wir heute die Anlage in betrieb nehmen wollten flog erstmal die 16 A Sicherung.
Nach langer Fehlersuche stellte ich fest das der Drehstrom- Motor mit 380V/400V und
400 Hertz läuft.
In Europa sind aber die Motoren mit 50 Hertz üblich.
Kann man den Motor neu Wickel lassen damit er auf 50 HZ geht?
Oder gleich einen neuen besorgen.

Also ich bin für jeden Tip dankbar , oder vieleicht hat ja einer so einen
Flanschmotor zu hause rumliegen.

3,3 KW
2700 UPM
Wellenstummel 18 X 30
400 V

gruß Gerhard
 
Hallo Gerhard,
du könntest dir einen passenden Frequenzumrichter besorgen, ist eine feine Sache, damit kann man auch viele Spielereien realisieren, dürfte aber in deinem Fall nicht so interessant sein.
Das problem dabei ist warscheinlich dass ein umrichter in der Größe warscheinlich genausoviel kostet wie ein neuer, passender Motor.
Gruß
Johannes
 
Hallo Johannes

Ein Gleichrichter für diesen Motor kostet locker 350 Euronen.
Das ist mit zu teuer, weil ich mir vorgenommen habe diesen Spalter mit all meinen Teilen zu bauen die zu hause rumliegen und nur das nötigste zu kaufen.
Wenn er fertig ist stelle ich die Bilder ein.

Das Agregat stammt von der Luftwaffe, und da haben sie wohl ein Stromnetz
mit 400 Hertz gehabt.

gruß Gerhard
 
@Herbylix


der Zylinderdurchmesser ist 95mm die Kolbenstange 55
und nicht wie ich irrtümlich geschrieben habe 95mm die kolbenstange

die daten meiner Pumpe habe ich nun auch:
53ccm/u 200 bar
max 2440U/min

die Pumpe scheint mir einwenig gross oder????
bzw der zylinder zu klein
kann ich die u/min denn einfach runtersetzen
 
Hallo Joshy!
Bei der grossen Pumpe dürften 750U/Min genügen, dann hast Du 40 Liter Fördermenge, da dauert der Arbeitshub in etwa 6 Sekunden, der Rücklauf noch kürzer.
Mit 200bar ereichst Du in etwa 14 Tonnen Spaltkraft, das dürfte für Dich ausreichend sein.
Ein Eilgangventil halte ich bei dem kurzen Hub für nicht notwendig. ich würde Dir ein doppeltwirkendes Steuerventil für 50 Liter/Durchfluss oder grösser empfehlen. Ein grösseres Ventil mit dazupassenden Schläuchen hat den Vorteil der geringeren Ölerwärmung.
Beim Ölinhalt reichen in etwa 20 Liter.
 
@Herbylix

Danke für deine schnelle antwort

du schreibst 14 tonnen
wie rechnet ihr das
ist der Zylinderdurchmesser massgeblich
oder der Kolbenstangendurchmesser?????

ich habe immer Kolbenstangendurchmesser gerechnet
rechne hiermit http://www.zapfwellengetriebe.de/


Was denkst du wieviel Kw der motor haben sollte?


und nochmals danke für die Hilfe
 
Hallo Joshy,

Für die Berechnung der Spaltkraft ist der Zylinderdurchmesser entscheidend, sprich die Fläche auf der der Druck wirkt. Rechnen kannst Du das einfach:
F = p x A

Gruß
Andreas
 
Hallo Joshy,

wenn ich da mal genauer einhaken darf:

Kraft = Druck mal Fläche.

1 bar = 101325 N/m^2
ungefähr 10 N entspricht die Gewichtskraft von 1 kg.

Bei Zylinderdurchmesser 95 mm ergibt sich eine Fläche von
A=PI*95^2/4 = 7088 mm^2 = 0,007088 m^2

F = 200 * 101325 N/m^2 * 0,007088 m^2 = 143638,32 N entspricht 14363 kg oder 14 t


In der anderen Richtung muß man von der Kolbenfläche die Kolbenstangenfläche abziehen, da die nicht beiträgt, d.h. eine Richtung ist stärker als die andere.


Grüße

Sascha
 
Hallo
und Danke ersteinmal

zum Thema Oelerwärmung würde es etwas bringen in den drucklosen Rücklauf ein Oelkühler einzubauen
hab hier noch son ding aus meiner CBR
müsste doch klappen oder

nicht bösesein wegen den vielen fragen
 
Hallo Joshy!
Wenn die Leitungen ausreichend dimesioniert sind ist es nicht notwendig, da der Spalter nur ganz kurzzeitig auf hohen Druck läuft, der viel Hitze erzeugt.
Ausserdem ist es mit dem Kühler allein nicht getan, Du bräuchtst auch noch einen Ventilator dazu.
 
@Herbylix

das dachte ich mir schon
nur ist es so das das Ventil was ich benutzen wollte nur 3/8" anschlüsse hat

die Anschlüsse an meiner Pumpe aber 1"
nun wollte ich die Drucklose Rücklaufleitung aus 28 er Kupfer
und die Druckleitung aus 28er Ermeto Rohr und 32er HD Schlauch herstellen

durch die Reduzierung auf 3/8" am Steuerventil erwärmt sich das Oel doch bestimmt oder????

nur finde ich niergens ein Ventil mit Grösseren Anschlüssen

Danke nochmals und schönen Sonntag noch

gruss
 
So,
endlich mal die Bilder meines "schnellbau" Spalters. Bauzeit ca. 2Std. mit nachschweißen beim spalten, hat aber sonst sehr gut funktioniert. Kosten? So gut wie keine, ca. 1 Kasten Bier für den Zylinder.
Gruß
B.Thomes
 

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Hallo
an die Spalter Fraktion

komme grade aus meiner Werkstatt
spalter ist fast fertig (naja Noch ein bislle feintuning aber grundgerüst Steht)

nun noch eine Frage wie gross sollte der motor sein (kw )?????
bei 200bar und 53ccm/u

Danke und schönes wochenende
 
Hallo Joshy!

Welchen Motor willst Du verwenden?

Bei einen Elektromotor mit 1400U/Min brauchst Du ca. 25Kw :shock:
Dafür hast Du eine Förderleistung von 74 Liter/Minute :D
 
hallo holzfreunde...

vor ca. 2 jahren haben ein bekannter und ich das projekt "abschußrampe" gestartet....
ein ca. 30 tonnen holzspalter... auf einem seperaten 2 achs hänger.. mit eigenem antrieb....

also: hubzylinder eine hanomag K65L (120mm kolbenstange, 80cm hub)
eine gabestapler pumpe geflanscha auf einem L28 hanomag motor,
entsprechendes steuergerät (max. druck 180 bar)
einen 20 cm doppel T träger, 3 meter lang... und eine menge anderer teile aus der anderen raupe. die "belche" sind 15 - 20 mm dick...

motor und pumpe, inkl kühler tsnk und batterie sind über dem drehschemel auf der vorderachse untergebracht, der doppel T über der hinterachse und ist hydraulisch klappbar.
im eingeplappten zustand läßt sich der spalter fahren, wenn der spalter arbeitet, dann stützt sich der doppel T auf den boden ab, hebt das heck ca. 10cm hoch... rechts und links sind modifizierte betonstützen als stabies.

soweit alles gut, nachdem ca. 8 große flaschen sauerstoff verbraten waren...
doch leider haben wir einen kleinenfehler gemacht...

die 25mm leitungen zum kolben haben wir mit 15mm leitungen verlängert.... da das steuergerät so "kleine" anschlüße hat.
aber bei ca. 4 liter volumen im kolben.... und dem kleine querschnitt... naja, du kannst jede menge kaffe nebenher trinken...
die hubzeit des kolbens ist zuuu langsam... auch wenn die pumpe mehr drehzahl bekommt....

also wird der spalter nur für extrem dicke und verknotete stücke genutzt...
;-((
arbeitszeit: ca.400 stunden...

wir überlegen nun den träger an die ackerschiene zu machen und den querschnitt der leitung zu vergrößern...

bild folgt...


grüße aus bonn

magnus
 
Hallo Joshy!
Bei 700 U/Min sind es laut Diagramm ca. 12 Kw Leistungsbedarf.
Da aber Holzspalter meist nur kurz Druckspitzen erreichen, dürften meiner Ansicht nach (ohne Gewähr!) etwa 7,5 Kw reichen, vorausgesetzt, Du hast eine 30 Ampere Absicherung und und ein starkes, nicht exrem langes Zuleizungskabel.