Zerlegen einer Bosch Einspritzpumpe für den OM 636

Hallo,
danke für die tolle Anleitung,
Heute habe ich Die ESP von meinem OM636 (411.110) zerlegt und festagestellt, dass die Pumpenelemente und Überdruckventile getauscht werden müssen.
Hat jemand von euch Ersatzteilnummern zum Nachbestellen?
Vielen Dank
Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,
ich habe einfach bei mogparts bestellt und die richtigen Teile von Bosch erhalten. Überdruckventile sind nicht so teuer, die Überdruckventile haben da ne ganz andere Preisklasse, aber was muss das muss.

Teilenummer hab ich leider nicht. Die Bosch Komponenten sind nicht in Einzelteilen in den Unimog Ersatzteillisten aufgeführt. Auch nicht in der Ersatzteilliste für den om 636.
 
Hallo Hannes,
sind die Pumpenelemente und Überdruckventile bei allen 411 mit OM636 gleich?
Oder kann ich etwas bei der Bestellung falsch machen?
Gruss
Trosten
 
Hallo Torsten,
ausschließen kann ich das nicht, denn es gibt verschiedene Arten von Pumpenelementen, aber da es nur eine Sorte bei mogparts gibt und mein mog läuft denke ich es die "richtigen" sind.
 
Hallo Hannes,
Danke für die Info,
Wir haben soeben eine Anfrage abgesetzt.
Wir werden berichten.

Gruss
Torsten & Ela
 
Hallo Torsten und Ela,
das freut mich, ich hoffe ihr werdet glücklich mit dem Neuaufbau der Pumpe!
 
Hallo Kollegen,
heute habe ich Fotos von einer Zerlegten ESP bekommen welche ich euch nicht vorenthalten möchte.
esp_01.jpg
Ich stelle mir die Frage was hier passiert ist.
esp_02.jpg

Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,
das sieht ja interessant aus! Ist die oberste Schicht erstmal runter kanz auch anfangen zu rosten. Eine Möglichkeit, lange kein Öl gewechselt dann mit einem großen Anteil Diesel geschmiert und wenn Metall dann erstmal auf Metall läuft naja.

Aber könnte mit jemand erklären wie man die Schlitzschrauben ( Filzhalter) ohne Spezialwerkzeug los bekommt?
 
Hallo Torsten, hallo Hannes,

ja die Nockenwelle ist hinüber, vermutlich durch mangelnde Schmierung oder durch Wasser im Gehäuse und auf Grund längerer Standzeit daraus folgender Rost. Was ich aber viel interessanter finde ist, dass auf der Nockenwelle beidseitig die Distanzscheiben mit größerem Außendurchmesser fehlen. Original waren diese nämlich direkt vor jedem L17 Lager, jeweils nach innen angebracht. Die Funktion dieser Scheiben kann ich mir nur so erschließen, dass sie entweder das Öl im Lager halten, oder Lager und Simmerring dahinter vor Schleuderöl schützen sollen. Vielleicht hat dies zu dem erhöhten Verschleiß beigetragen.


IMG_4046b.jpg
auf dem Bild kann man diese etwas größere Scheibe erkennen.


Torsten, sind die Kolbenfahnen, in welche die Regelhülse greift, auf deinem Bild links, vom Rest des Kolbens abgetrennt??? Zumindest sieht es so aus.

Hannes die Stopfen im Boden bekommt man mit normalem Werkzeug meist nicht auf, da diese oft sehr fest sitzen. Hierfür gibt es ein Spezialwerkzeug, welches genau in den Schlitz passt.

Gruß aus dem Westerwald

Max
 
Hallo Max,
meine Pumpe auch aus 57 hatte diese Scheiben auch nicht und noch eine Pumpe die ich auch in den Bilder zerlegt habe hatte diese Scheiben nicht. Ich vermute diese Scheiben sind für Einspritzpumpen mit mechanischem Regler verbaut worden um das Öl etwss zurück zuhalten damit nicht alles in der Regler fließt. Mit einem neuen Wedi ist die pumpe aber auch ohne Ring dicht.

Max, mir ist bewusst das die nur sehr schwer rausgehen deswegen fragte ich ja nach einer bekannten Möglichkeit ohne Spezialwerkzeug. :wink:
 
Hallo Hannes,

nach meinem Kenntnisstand hat diese Zwischenscheibe nichts damit zu tun welcher Typ Regler angebaut war. Ausschlaggebend für die Verwendung der Zwischenscheibe ist die Art des Lagers. Bei den Pumpen PES...A...B war beidseitig ein Schulterlager vom Typ L17 verbaut. Hier gehört direkt vor dieses, jeweils nach innen, so eine Zwischenscheibe. Die Nachfolgeversion PES...A...C hat statt den beiden Schulterlagern hingegen auf der Antriebsseite ein Rillenkugellager vom Typ 6203. Hier entfällt die Scheibe und es wird nur noch eine beim L17 verwendet. Ich habe auch eine Pumpe bei der trotz zwei L17 Lagern nur eine Zwischenscheibe verbaut war. Ich gehe davon aus, dass bei dieser und bei deinen Pumpen schon mal jemand vorher die Pumpe geöffnet hat und dass, aus welchem Grund auch immer, die Zwischenscheibe nicht mehr eingebaut wurde.

Außer Spezialwerkzeug fällt mit auf Anhieb nur ein 10 Mark Stück und eine lange Zange oder Hammer und Splintetreiber ein :wink:. Aber am saubersten ist es meiner Meinung nach sich das Werkzeug einfach nachzubauen. Man schneidet sich einen Blechhalbkreis, der genau in den Schlitzt passt und schweißt diesen senkrecht auf eine Mutter oder noch schöner auf eine gebrochene Nuss, deren Vierkant noch ok ist. Das ist kein großer Akt und die Schrauben lassen sich damit dann sauber öffnen und später auch wieder mit Drehmomentschlüssel anziehen.

IMG_7414b.jpg

IMG_7413b.jpg
 
Hallo Max,
die Erklärung hört sich gut an aber, meine Pumpe war noch nicht offen und ich glaube auch nicht das bei insgesamt 3 Pumpen immer beide Zwischenscheiben verloren gegangen sind. Eventuell nochmal interessant nach zuschlagen.
 
Hallo Hannes,

ich habe hier auch noch Pumpen mit einseitig einer Scheibe vor dem Lager auf der Nockenwelle.

Und ein Bild meines Spezialwerkzeugs. Eine Stück einer alten Kettenlasche in eine zöllige Nuss eingeschlagen, die ich über hatte. Lösen mit dem Schlagschrauber geht ohne Probleme und einschrauben mit Drehmoment.

Gruß
Markus
 

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Moin!
Ich bin neu hier im Forum - leider ohne Mog, dafür mit einem Stahlboot!
Jahrgang ´79 mit einem schönen OM 636.
Entschuldigt, wenn ich mich mit meiner schwimmenden Kiste versuche, hier einzuklinken ;)

Gestern schwamm der halbe Motorraum im Diesel - im Dunkeln konnte ich gerade noch rauskriegen, dass es kräftig aus der Einspritzpumpe spritzt (nomen est omen..)
Und zwar aus einem Anschluß für die Druckleitungen (s. Bilder).
Ich habe schon ein wenig recherchiert und möchte beim Basteln Dichtungen parat haben.

Folgende kämen meines erachtens in Frage, kann das jemand bestätigen?

https://dmt-onlineshop.de/Kfz-Technik/Motoren-Zubehoer/Dichtungen/Nylon-Ring-Vgl-Nr-Bosch-1-410-206-020-Fiat-608862-Mercedes-001-997-3040-Volvo-233138-870204::8663.html

https://dmt-onlineshop.de/Kfz-Technik/Motoren-Zubehoer/Dichtungen/O-Ring-Vgl-Nr-Bosch-1-410-210-050-1-420-203-000-1-530-210-003-Iveco-93191159-KHD-01319383-131-9383::8737.html

Ich würde auch mehrere, verschiedene auf Verdacht kaufen, kosten ja nur ein par Cent..

Danke und einen schönen 2. Advent!

Lorenz

[album]7519[/album][album]7518[/album][album]7516[/album]
 
Hallo,

wenn ich den blauen Pfeil richtig deute, dann ist das die Druckleitung zum 1. Zylinder. Hier ist keine Kunststoff-Dichtung verbaut. Das ist der Hochdruckteil über 100bar (bis 150bar). Hier ist ein metallischer Dichtkegel auf der Leitung. Mal mit Nachziehen probiert? Haariss in der Leitung?

Gruß
Markus
 
Hallo Lorenz,
Wir helfen gerne!
Ich glaube auch schon den Fehler zu erkennen.

2 Fragen:
Hier spritzt der Treibstoff oberhalb der Verschaubung heraus?


Diese Leitung bitte mal prüfen, ankratzen/polieren. Es scheint mir ein Kupferrohr zu sein?


Die Dichtungen werden Dir hier nicht helfen.
Der Motor läuft so noch normal? Oder scheint ein Zylinder zu fehlen?

Wenn wie von mir vermutet, diese Leitung aus Kupferrohr besteht, ist dies der Fehler.
Die Einspritzleitungen bestehen aus speziellen Hochdruck-Stahlrohr mit einer genau abgestimmten Länge

Gruß
Jochen
 

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Zeitgleich mit Markus :D ,

Auch dein Thermometeranschluss sieht interessant aus!
Funktioniert das so?



Gruß
Jochen
 

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Jochen,

kann das ein Nebenstromthermometer sein? Vom Krümmerkühler kommt doch auch so eine upfreleitung und verlässt patalle den Motorraum?

Wenn ich von pben auf die Einspritzdüsen schaue, sieht es weniger nach Kupfer, eher nach Stahl aus.

Gruß
Markus
 
HalloVermutlich wurde die Einspritzleitung unter Vorspannung eingebaut, die Folge ist ein Riss an der Einspannstelle, entweder hinter oder in einem der Halter oder am Leitungsanschluss.
Das ist der Hochdruckteil über 100bar (bis 150bar).
da wird wohl Düsenöffnungsdruck und Einspritzdruck verwechselt, der Einspritzdruck kann durchaus mehr betragen, die A-Pumpe ist für 500bar Druck ausgelegt.
 
Hallo Helmut,

ich verwechsle gar nichts. Ich gehe davon aus, dass die Einspritzdüse funktioniert. Diese begrenzt dann den Druck, weil sie beim eingestellten Druck öffnet. Nichts anderes machen Sicherheitsventile.

Also bei Regelbetrieb ist mit diesem Druckbereich zu rechnen. Ja, wenn die Leitung geschlossen wird, kann die Pumpe diese Werte erreichen, wenn nicht vorher die Leitung berstet.

Gruß
Markus