ZF-Ross-Hydro-Lenkhilfe defekt, Untersuchung, Reparatur? JA!

Hallo,

die Reparatur kann weitergehen!

siggiunitrac hier aus dem Forum hat mir gerade eine komplette Nachbau-Gleitbüchse mit den Seitenteilen und der Verschlußschraube angeboten und wird sie Christoph zusenden.

Er hatte das gleiche Problem schon im letzten Jahr und hat eine kleine Serie anfertigen lassen.

Er bietet aus dieser Kleinserie noch zwei weitere Büchsen an.


Mit freundlichen Grüßen

Rolf
 
Liebe Unimog-Freunde,

an einer neuen Nachfertigungsmöglichkeit für die Gleitbüchse bin ich dran.

Um in der Angelegenheit auch sonst weiter zu kommen habe ich mal das Gehäuse um den Kugelzapfen gereinigt und begutachtet. Die Spurensuche hat ergeben: Kollisionen gab es nur zwischen Kugelzapfen und Gleitbüchse, nicht aber zwischen Kugelzapfen und Gehäuse!

Das legt die Vermutung nahe, dass eine Beweglichkeitseinschränkung zwischen Kugelzapfen und Gehäuse verhindert haben könnte, dass die Gleitbüchsen gesprengt werden. Fehlkonstruktion oder Maßnahme, die Frequenz der Werkstattbesuche zu erhöhen?

Nein, so böse möchte ich nicht sein. Die normale Bewegung des Kugelzapfens ist wohl rein seitlich. Wenn aber z. B. die Lenkung ausgebaut und die Lenkstange noch dran ist, gibt es eine wunderbare Gelegenheit, die Gleitbüchse zu "knacken".
 

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Liebe Unimog-Freunde,

ein Fertiger für die Gleitbüchsen ist gefunden und der Auftrag erteilt. Einen verbindlichen Liefertermin gibt es aber leider noch nicht. Es wird wohl erst nächstes Jahr so weit sein. Aber das ist ja bereits in Sicht. :wink:

Die Staubmanschetten sind angefragt. Vielleicht gibt es ein zufällig passendes Standard-Teil aus einer Massenfertigung. Hoffen wir mal.
 
Hey, ich habe noch einen Dichtsatz für die Lenkung hier liegen, wenn ich mich richtig erinnere, ist der auch nicht ganz günstig gewesen...Wenn du Interesse hast, schreib mal ne PN, haben den 421er verkauft und brauche den Dichtsatz nicht mehr...würde ihn dir für die Hälfte des Neupreises geben, ist noch verpackt...

VG

Lukas
 
Hallo Lukas,

der Dichtsatz, den Du mir verkauft hast, ist lediglich für den Kolben und die Stange des Zylinders. Den hebe ich mir aber gerne auf, um den Zylinder im OPTIMOG mal zu überholen.
 
Liebe Unimog-Freunde,

was lange währt, wird endlich gut. Die ersten Nachfertigungsteile sind gekommen und die Anprobe sitzt. Ich freu' mich schon auf den Zusammenbau.
 

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Hi Christoph,
gibt es Infos dzu, ob man so eine Gleitbüchse später noch mal nachkaufen könnte, bzw. was kostet so ein Teil ?
Welches Mat. wurde benutzt (event. gehärtet)?
Viel Spaß und auch Erfolg beim Zusammenbau. :spitze

Gruß
Sven
 
Ich freue mich total :party :party :party hatte schon erste Entzugserscheinungen :party :party :party

Es gibt sie also doch - die Abhängigkeit von einem "kleinen" Laster.
 
Hallo Sven,

lass uns erst mal Rolfs Lenkung wieder in Schuss bringen. Danach sehen wir weiter. :wink:

Hallo Rolf,

Deine Freude ist verständlich. Hoffentlich wird sie nicht wieder enttäuscht. Denn wir waren ja schon mal sehr nahe an der Lösung. :roll:
 
hallo christoph

ja die ollen buchsen sind echt nicht selten gebrochen.
kugelbolzen und den rest habe ich noch nur keine buchse!
würde da auch gerne noch eine nehmen!!!
in reserve.
da drei lenckungen vorhanden.
das gummi ding darüber soll es ja auch nicht mehr geben,würde muster in neu zur nachvertigung bereitstellen.
das brauch ich selber allerdings nicht.

gruss arne, taschenlampe gibt es immernoch :mrgreen:
 
Hallo Arne,

Deine Rückkehr als Schreibender in unser Forum habe ich schon mit Freude registriert. Schön, dass Du wieder dabei bist!

Die Staubmanschette hatte ich bei flexiblen Lieferanten im Dunstkreis von Freudenberg und Parker schon angefragt. Nach gründlicher Prüfung wurde aber abgewunken, jedenfalls für die geringen Stückzahlen, die hier im Raume stehen.
MogParts hat sie nicht mehr. Vielleicht ein anderer Händler?

Dass mir die Nachfertigung der Gleitbüchsen gelungen ist, habe ich äußerst glücklichen Umständen sowie einer einmaligen und entgegenkommenden Ausnahme zu verdanken. Die gefertigten Teile sind aber fest reserviert und werden erst verfügbar, wenn der Einbau in Rolfs Lenkung geklappt haben wird. Sie sind auch nicht billig, da sie fachgerecht mit modernsten Fertigungsmitteln in höchster Qualität hergestellt wurden.

In dieser Form kann so ein Auftrag leider nicht wiederholt werden. Eine gewisse Mindeststückzahl ist vorausgesetzt, wenn man das regulär abwickelt und durch die Verteilung der Rüstkosten zu einem akzeptablen Preis kommen möchte. Wenn sich nun viele Bedarfer melden, kann ich gerne anfragen. Oder gibt es nicht doch noch einen Händler, der die Gleitbüchse liefern kann?
 

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Liebe Unimog-Freunde,

Rolfs Lenkhilfezylinder ist wieder komplett. Die neue Gleitbüchse passt perfekt. Es konnten die selbe Einstellung gemacht und die vorhandenen Passscheiben wieder verwendet werden. Der Ventilhub beträgt nach beiden Seiten jeweils 1,4 mm.

Zunächst war ich rein nach Werkstatthandbuch vorgegangen. Danach hatte die Gleitbüchse aber gar keinen Hub. Eine Angabe war mir sowieso unklar gewesen und eine andere stellte sich als falsch heraus, nachdem ich den Ventilschieber einmal ohne Feder eingebaut und alle Maße und Hublängen gemessen und verglichen hatte.

Nach der letzten Montage wurde schließlich nach Vorschrift abgeschmiert. Dann fehlte der Hub nach rechts, was aber durch die Fettfüllung zu erklären ist, die auf dieser Seite im Betrieb erst verdrängt werden muss. Also wird die Lenkung am Anfang nach rechts etwas schwergängig sein. Das wird sich aber bald geben.
 

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Hallo
Du hast jetzt alle Register gezogen, um so eine schwierige Reparatur zu bewerkstelligen alle Achtung. Konntest du die Lenkung an einem Testfahrzeug oder Prüfstand schon erproben?
Also wird die Lenkung am Anfang nach rechts etwas schwergängig sein. Das wird sich aber bald geben.
Was aber wäre, wenn deine Annahme nicht zutrifft und es sich um einen anderen Fehler handelt oder das Fahrzeug mal kurz in den Gegenverkehr gerät.
Solange die Lenkung nicht ordnungsgemäß funktionier würde ich sie nicht wieder Fahrzeug einbauen.
 
Hallo Helmut,

Deine Bedenken kann ich ausräumen. Der Effekt der Schwergängigkeit beim Lenken nach rechts tritt bei meiner Lenkhilfe regelmäßig nach jedem Abschmieren vorübergehend auf.

Aber Du hast Recht, man kann hier nicht vorsichtig genug sein. Bevor der Zylinder meine Werkstatt verlässt, werden noch einige Prüfungen gemacht.
 
Liebe Unimog-Freunde,

alle kritischen Punkte sind nun zum x-ten Male überprüft. Die Fettfüllung am rechten Anschlag herausgenommen, Hübe nachgeprüft, wieder zusammengebaut und siehe da - auch der Hub nach rechts ließ sich wieder ausführen, wie ich es vorhergesehen hatte.

Drahtsicherung angebracht und Kontrollschraube ergänzt. Letztere fehlte, was auch nicht unbedingt schlimm ist, wenn regelmäßig abgeschmiert wird. Aber mir war auch nicht bewusst, dass man die vor dem Abschmieren öffnen muss und habe es bisher entsprechend versäumt.

Ich habe sehr viel gelernt in den fünf spannenden Monaten seit dem Beginn des Projektes, die hiermit zuende gehen und bin fast traurig, dass ich die Teile verpacken musste - aber Rolf wartet ja schon sehnsüchtig darauf. Also fort damit! :roll:

Und Rolf darf dann bald von seinen ersten komfortablen Ausfahrten in den Frühling berichten. :wink:
 

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Hallo Christoph,

vielen, vielen Dank aus Bergisch Gladbach nicht nur für Deine perfekte, fachmännische Arbeit, sondern auch für Deine gelungene Planung und Organisation einer äußerst schwierigen Rekonstruktion, sowie für Deine Mühe und Geduld bei allem.

Ich werde gerne von der ersten Ausfahrt berichten.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf
 
Hallo Christoph
Wenn du angst vor Langeweile hast :lol:
Ich habe hier auch eine Lenkung liegen, die zusammengebaut werden muß, hab mich nicht ran getraut,
natürlich nicht umsonst!
 
Hallo Charly,

her damit, dass ich nicht aus der Übung komme. Und dann kann ich mir auch gleich den Zylinder mit Kolben und Stangendichtung vornehmen. Du kriegst 'ne Mail.
 
Hallo Christoph
Aber mir war auch nicht bewusst, dass man die vor dem Abschmieren öffnen muss und habe es bisher entsprechend versäumt.
die Begründung liegt wohl eher darin, damit Bauer Harm nicht bei jedem Abschmieren auch gleich die ganze Lenkung vol Fett gepumt hat, was dann zu einem zumindest zeitweisen Aussetzen der Lenkung führen kann.
Diese wird auch bei Kardanwellen, Kreuzgelenken etc so gehandhabt. Der unbedarfte User pumt in jeden Nippel Fett, bis es an irgend einer Stelle sichtbar austritt.
Bei der BW hat das regelmäßig zu platzen Lagern der Kardanwelle oder abgeschmierten Kupplungen geführt, weil die Nippel bei jedem technischen Dienst abschmiert wurde. Selbst wenn ein etwas intelligenter Fahrer den Nippel nicht abgeschmiert hatte, spätestens der hyperintelligente Uffs oder Schirrmeister ist dann auf den Plan getreten.

Es ist letztendlich wichtig, wie häufig die Schmierstelle geschmiert werden muss oder darf. Das Eindrehen eines Schmiernippels oder öffnen eines Überlaufs nur zu Schmierzwecken ist deshalb ein eine durchaus gängige Praxis.