Ziehen von Tandem- oder Zentralachs-Anhängern

Der_goldene_Reiter

New member
23. Sep. 2005
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Hallo Mog-Kollegen,

ich weiß, dieses Thema ist in Vergangenheit schon mal etwas anders diskutiert wurden, doch ich benötige noch mal ein paar fachkundige Meinungen.

Ich betreibe einen kleinen Containerdienst. Als Zugfahrzeug dient ein 424er mit 120 PS und dahinter hängt ein kleiner Anhänger von Heimann mit Absetzmulden.

Aufgrund von Expansionsgedanken schlage ich mich mit der Frage rum, was machen. Aus meiner Sicht gibt es 3 grobe Richtungen:

1. Unimog weg, Anhänger weg, dafür handelsüblichen Absetzkipper her.

Vorteil: Muldengrößen bis 7 oder 10 cbm
Nachteil: kein Allrad, keine Sperren, Flexibilität weg

2. Unimog bleibt, Anhänger bleibt, zusätzlicher Anhänger her und zwar ein Zentralachsfahrgestell mit einem Teleskopabsetzkipperaufbau

Vorteil: hohe Flexibiltät, Container bis 7 oder 10 cbm
Nachteil: zusätzliche Kosten, keiner weiß, wie sich das Ding fährt hinterm Unimog und es sich in der Praxis bewährt

3. Unimog bleibt, Anhänger bleibt, zusätzlicher Anhänger her und zwar ein Hakenlifter

Vorteil: hohe Flexibiltät, Container bis 15 cbm und mehr
Nachteil: zusätzliche Kosten, ich weiß nicht , wie sich das Ding fährt hinterm Unimog und es sich in der Praxis bewährt


Wer von Euch hat Erfahrungen mit dem Ziehen von Zentralachsanhängern, wie sie heute hinter Kipper im Baustellenverkehr eingesetzt werden?

Ich denke, der Unimog müsste beschwert werden, damit er bei einem voll beladenen Anhänger nicht aus der Kurve getragen wird.


Wer von Euch hat Erfahrungen mit dem Ziehen von Hakenlift-Anhänger ála Krampe oder Veenhuis? Kann mir die in der Maulkupplung fahren?

Die Landwirte haben meistens Trecker davor, die dem Mog das fürchten lehren und ziehen die Teile mit der Hitch, was einen sehr niedrigen Schwerpunkt bringt, aber für hohe Geschwindigkeiten nicht ausgelegt ist.

Bin dankbar für ein paar sachkundige Hinweise. Überlege auch direkt mit der Firma Krampe z.B. in Kontakt zu treten und mal eine „Probefahrt“ mit dem Gespann zu machen.

Grüsse Michael
 
Hallo Michael;

zu den ersten beiden Punkten kann ich dir direkt nichts sagen, aber ich denke auch, dass du den Mog bei einen schweren Zentralachsanhänger beladen musst.
Zum Thema Hakenlift. Wenn der Hakenlift keine eigene Ölversorgung hat, brauchst du bei den Modellen von Krampe mindestens 3 Steuergeräte.
Nicht ganz vergessen, sollte man auch die negative Stützlast, die entsteht wenn du den Container anhebst, da der Mog auf der Hinterachse verhältnismäßig leicht ist kann es sein, dass du Ballast benötigst.
Wenn es ins Gelände geht, kommst du schnell an die Grenzen deines Mogs. Je nachdem was du für Tonnagen fährst sind auch 120 PS auf der Straße schnell an ihrer Grenze. Meine Erfahrungen beziehen sich jetzt aber nur auf die großen Tandemmodelle, kann sein, dass es bei dem kleinen Modell anders ist.

Am besten setzt du dich direkt mit Krampe in Verbindung, die sind sehr hilfsbereit und beraten dich fair, kann eigentlich nur gutes Berichten.

MfG Sven
 
Da mein Opa früher auch mal Containerabsetzmulden in seinem Fuhrunternehmen hatte, gebe ich mal meinen Senf dazu ;-)

Also, man kann heutzutange schon ein (z.B.) Actros Fahrgestell mit 2 oder 3 Achsen als Allradfahrzeug kaufen und mit dem Absetzmuldenaufbau versehen! Ist halt die Berühmt berüchtigte Preisfrage halt.

Bei uns im Ort, fährt eine Firma, die hat an ihrem Absetzmuldenfzg, die Anbauplatte vorne dran, im Winter fährt dann dieses FZG zusätzlich mit dem Schneepflug herum und hinten drauf setzt er sich ganz einfach wie wenn es eine Absetzmulde währe, den Streuaufba drauf! Also schon recht Flexibel das teil.

Jetzt musst du halt entscheiden! Willst du denn Unimog paralell dazu betreiben? Als zugfahrzeug unersetzlich, oder verkaufen und ein Allradfahrgestell für den Muldenkipperaufbau kaufen mit Anbauplatte und sonstigen Zusatzausstattungen? Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen, die musst du selbst entscheiden!
 
Hallo Jas,

an dem Punkt, was ich mache bin ich noch lange nicht.

Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil meinerseits ist der Unimog mit groben Reifen, Allrad und Sperren. Ich setze gerade bei Privatleuten meistens die Mulden dort, wo meine Mitbewerberin mit Ihrem LKWchen nicht hinkommt oder viel besser nachher nicht mehr weg, wenn die Mulde voll ist. Privatleute wollen meistens die Mulde z.B. direkt neben der Terrasse haben, die sie renovieren, da sie über keinen Radlader verfügen, der alles ums Haus fahren kann.

Die Frage hier zielt eher auf Erfahrungen mit Hakenlifter oder Zentralachsanhängern am Mog ab. Wenn sich meine Vermutungen bestätigen oder auch nicht, kann ich mich an die grundlegende Frage der Investition begeben.

Grüsse Michael