Hallo Zusammen
ret schrieb:
(...)
Wer sowas zusammenbaut, dem fehlt irgendwas.
- vielleicht ein zweiter, doppeltwirkender Hydraulikanschluss, eine Rücklaufleitung oder auch eine Zapfwelle?
Das Ganze macht auf den ersten Blick durchaus einen gebastelten Eindruck. Wenn man aber darauf achtet, wie alt die Lackierung des Zylinders schon zu sein scheint und was an der Konstruktion orange ist und was blank, schaut das doch irgendwie danach aus, als hätte das evtl. sogar ein Hersteller mal so ausgeliefert und irgendwann sind einmal die Schläuche und T-Verschraubungen erneuert worden.
Wäre das von einem "Feierabend-Hydrauliker" zusammengebastelt worden, wäre das Ganze entweder mehrfarbig, es würde auch an anderen Verschraubungen mehr Farbe fehlen oder es wäre
alles einschließlich der Gummischläuche, der Schiebehülsen und Staubkappen der Kupplungen und am besten noch der Kolbenstange einheitlich, aber vermutlich etwas frischer orange lackiert. :roll:
Deshalb, rein spekulativ ein Versuch dem Ganzen einen möglichen Sinn zu geben:
Der Zylinder war z.B. gedacht um eine Kehrmaschine anzuheben, das Absenken der Maschine erfolgt durch Schwerkraft in Schwimmstellung. Der Unimog an dem die Kehrmaschine betrieben wurde, hatte nur einen verfügbaren doppeltwirkenden Hydraulikanschluss und evtl. keine Zapfwelle, deshalb sollte die Kehrmaschine hydraulisch angetrieben werden.
Ist das Schild abgesenkt, schaltet der Fahrer die Hydraulik auf "senken", das Ventil versperrt dem Öl den Rückweg aus der kolbenstangenseitigen Kammer des Zylinders und an den beiden Kupplungen kann jetzt ein Hydraulikmotor betrieben werden. Beim Ausheben der Maschine verhindert ein Rückschlagventil in den Anschlussleitungen des Hydraulikmotors, daß der Druck über diesen den Weg des geringsten Widerstandes geht... :?: