404 ein interaktives Tagebuch

Hallo Reiner,

ich hoffe, dass es nur Lust war die fehlte und nicht etwa Angst vor Schmutz oder das gar der Mog den Anforderungen nicht gewachsen wäre.

Wobei, umso mehr ich darüber nachdenke, nächstes Wochenende stehen wieder hunderte schön geputzte Mogs auf einer Wiese.
 
Hallo Jürgen
sieh es mal so, wer schafft verpulvert nicht unnötig das letzte Ersparte.
Ende August habe ich schon andere Termine, den Vergleich mit Deinem 417 bräuchte ich allerdings nicht scheuen.
na gut, dann verpulver ich halt nix, die Termine kann ich mir nicht immer frei aussuchen. Aber ich würde dich gerne dort in der "bösen" Kaolin-Pampe bewundern.

Drück dir dafür beim nächsten Lauf 1 1/2 Daumen. :wink:
 
Hallo Freunde,
hallo Helmut,
was ist mit Deinen Daumen los :roll:

Doch der Reihe nach.
Während Ihr nach Goldenstedt getourt seid, habe ich einen Tripp in die Eifel unternommen. 2. Lauf zur Truck Trial Europameisterschaft. Für mich mal nur eine kurze Anreise von 225 km. So war ich zeitig am Freitagmittag am Veranstaltungsort und hat genügend Zeit um den Mog zu entladen und das Zelt auf dem LKW aufbauen, bevor um 15:00 die Fahrzeugabnahme erfolgen sollte.
Doch es kam anders. Nachdem der sämtliche Verzurrungen gelöst waren, setzte ich mich hinter das Steuer, schaltete die Zündung ein, drückte auf den Startknopf. Der Anlasser zog wie gewohnt durch aber anspringen mochte der Mog nicht. Hm, vielleicht nicht in die 2.Stufe am Zündschlüssel gedreht, doch alles richtig. Neuer Versuch, selbes Ergebnis.
Also nach vorne turnen Haube auf. An der Kraftstoffhandpumpe kann ich fühlen, dass dies die Vergaser befüllt. Also wahrscheinlich Zündung. Primärspannung messen, ist vorhanden. Zündkabel von Zündspule zum Verteiler am Verteiler gelöst und geprüft ob dort Zündfunken kommen. Nein! :evil:
Zündverteilerkappe ab und dann das:

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So kann es nicht gehen. Diesmal hatte ich aber Ersatz dabei. Den neuen Kontaktsatz eingebaut. Kontaktabstand auf 0,2mm eingestellt. Verteilerfinger und Kappe wieder drauf, Zündfunken geprüft, kommen aber nicht Regelmäßig und nur schwach. Also noch einmal alles auseinander, alle Kontaktstellen gesäubert, Kontaktabstand wieder kontrolliert und jetzt auch noch das Zentrale Zündkabel gewechselt. Dies brachte den Erfolg. Zündfunke war stark und regelmäßig.
Also alles wieder zusammen gebaut, dank eines kleinen Tricks braucht der Zündzeitpunkt bei meinem TrialMog nicht kontrolliert werden, obwohl der Zündverteiler bei der Operation frei drehbar war.
Nun wieder hinter das Steuer geklettert und auf Start gedrückt. Sofort sprang der Motor an und lief gut, mir viel ein Stein vom Herzen :lol:

Die Fahrzeugabnahme war dann nur noch eine Formalität, wir waren klar für den Wettkampf.

Am Samstag die ersten drei Sektionen am Vormittag liefen einiger Maßen zufriedenstellend. Bei der dritten war ein Steilhang mit teilweise sehr lockerem Boden. Eine Auffahrt zu einem Tor war für uns daher nicht zu schaffen. Auch ein Schrägtor am Hang war kritisch. Es gab die theoretische Möglichkeit, es von schräg unten anzufahren und dann hinter dem Tor steil den Hang hoch zu ziehen.

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Für den Drehmoment stärkeren und vor allem etwas kürzeren 416 ging dieser Weg so gerade eben. Wir aber würden in die gleichen Löcher fahren und wären dann hinten noch nicht mit der ganzen Kontur durch das Tor.

Die zweite Möglichkeit war quer zum Hang, aber dieser Weg wurde selbst einem Prototypen zum Verhängnis

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Für uns kein guter Weg, wir ließen das Tor aus.

Nachmittags die erste Sektion war im wesentlichen ein weiterer Steilhang mit zwei extremen Abfahrten. Die erste klappte sehr gut. Das lose Vulkangestein legte sich wie ein Bremskeil vor das Fahrzeug und so rutschten wir relativ gut und langsam den Hang hinunter. Unten war ein Tor über einen kleinen Hügel. Hier hatte das Team vor uns etwas Probleme an der Rechten Torstange, daher fuhren wir es deutlich weiter links an, kamen gut über den Hügel und durch das Tor. Danach aber rutschte der Mog hinten nach rechts weg während er vorne Links auf eine weitere Welle fuhr. Ergebnis ein Foto wie ich es gar nicht mag

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Am Bagger hängend flogen wir schnell aus der Sektion. Am Fahrzeug war vorne rechts eine rote ölige Flüssigkeit ausgetreten. Also erst einmal Haube auf und hineingeschaut. Dann Motor mit dem Anlasser und ohne eingeschaltete Zündung kurz durch getackert. Der Motor war frei. Dann Zündung an und der Motor sprang schnell und ohne Qualmen an, alles gut. Nur die Lenkhydraulik wollte nicht mehr, die rote Flüssigkeit. Aber in den Sektionen ohne Servolenkung fahren geht eher nicht.
Also Nachstart für die nächste Sektion anmelden und ab ins Fahrerlager. Auf normalen Wegen lässt sich der TrialMog auch ohne Servo noch sicher steuern. Um an den integrierten Ölbehälter der Lenkhilfspumpe zu kommen müssen erst einmal die Frischluftschläuche der Vergaser weg. Dann die Lenkhilfpumpe gelöst werden und schon kann der Deckel geöffnet werden. Erstaunlich, der Behälter ist nicht leer eher halb gefüllt. Ich fülle ihn ganz auf, schraube den Deckel wieder fest. Befestige die Pumpe wieder richtig und baue die Luftschläuche wieder an. Motor an und Test der Lenkung. Die Unterstützung kommt wieder aber die Pumpe macht nun deutliche Geräusche. Also Wieder alles ab und Deckel auf. Behälter ist fast leer und oben auf ist Schaum. Wieder fülle ich den Behälter und baue alles wieder zusammen. Die Lenkung geht wieder normal aber die Pumpe macht immer noch etwas Geräusche. Noch einmal alles ab, wieder kann ich etwas nachfüllen. Nach dem Zusammenbau geht jetzt alles wieder richtig und ohne die Geräusche der Pumpe. Also schnell alle Schrauben festziehen, Motorhauben wieder zu und zurück zu den Sektionen.
Im letzten Moment sind wir Startklar bevor das letzte der anderen Teams die Sektion verlässt. So können ich Sektion zwar ohne Besichtigung befahren und muss mich voll auf die Anweisung von meinem Sohn als Beifahrer verlassen. Aber das klappt gut.

Zwei Sektionen später, die letzte Sektion des Tages, angeboten sind mehrere Steilauffahrten teilweise mit Kanten und ein Schrägtor. Die erste Auf und Abfahrt geht problemlos. Das Schrägtor wollen wir Rückwärts fahren, um so nicht so sehr in die Schräglage zukommen. Nach dem wir mit der Hinterachse durch das Tor sind, wollen wir uns nach unten Baggern und dann die gelenkte Vorderachse durch das Tor ziehen. Mehrmals geht uns der Motor bei den Baggerversuche aus. Dies ist nicht die Lieblingsdiziplin von mir und einem Benzin-Mog. Plötzlich merke ich das, das zischend die Druckluft für die Differenzialsperren entweicht. Die Druckanzeige geht auf Null. So müssen wir dies Tor abbrechen. Wir beschließen noch ein Aufwärtstor zu versuchen kommen aber ohne Sperren nicht weit genug hoch. Doch als wir dann zurücksetzen werden wir abgepfiffen. Wir haben die maximal erlaubte Anzahl von Richtungswechseln überschritten. Während dem Baggern und den Motorstarts waren wir zu weit in die falsche Richtung gerollt und dies wurde als Richtungswechsel gewertet. Nach dem wir die Sektion verlassen hatten stellte ich fest, dass offensichtlich durch die gebrochene Torstange eine Schnellkupplung geöffnet wurde und so der unter druck stehende Schlauch aus der Kupplung rutschte. Die Reparatur war einfach, aber die Punkte geschrieben.

Am Sonntag der Vormittag begann dann etwas erfolgreicher. Wir konnten ähnlich wie die anderen Fahren, schafften Schrägtore teilweise mit einem etwas anderen Ansatz als die anderen.

Direkt vor der Mittagspause ging es dann in eine Sektion mit zwei extremen Steilabfahrten. Eine davon war deutlich länger als das Fahrzeug mit einem Neigungswinkel von in die 70°-80°. Allerdings diesmal nicht das schöne lockere Material sondern fester harter Boden.

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Das erste Tor mit der kürzeren und geringfügig flacheren Abfahrt fuhren wir vorwärts. Bis dahin waren wir uns noch nicht sicher ob wir das andere Tor überhaupt fahren sollen. Bei der Abfahrt schauten wir uns noch einmal die andere Abfahrt an. Die erste abfahrt ging besser als erwartet und so entschlossen wir uns auch das zweite steilere Tor zu fahren, allerdings diesmal rückwärts. So kamen wir auch dort gut hinunter.

Nach dem Mittag ging es dann in eine Mondlandschaft. Eine Sektion mit lauter Buckeln und Wellen und teilweise tiefen Löchern. Die Tore waren dazu noch möglichst extrem gesteckt. Der TrialMog fiel von einer Verschränkung in die nächste. Selten waren alle vier Räder am Boden. Wir mussten extrem langsam fahren. Ein Tor war sehr haarig. Der Mog stieg mit dem linken Vorderrad fast einen Meter vom Boden hoch. Aber auch dies Tor schafften wir. Auf dem Weg zur Ausfahrt fuhren wir mit der vorderen Stoßstange in den Boden bei einer Welle und kamen nicht weiter. Wir mussten noch einmal zurück und etwas anders durch die Welle fahren. Es funktioniert. Doch ca drei Meter vor der Ausfahrt wurden wir abgepfiffen, Zeitüberschreitung.

Die nächste Sektion ging wieder besser, danach kam die letzte Sektion und wieder eine Mondlandschaft wie bei der vorletzten Sektion. Wir durften als erstes ran. Zunächst ging auch alles gut. Das erste Tor war eine schräges Tor nach rechts unten mit einer Querwelle unten. Bei der Anfahrt stieg schon links hinten das Rad weit in die Luft, die Last auf dem rechten Vorderrad. Um nicht an der Welle hängen zu bleiben gab ich kurz vor der Welle einen kräftigen Gasstoß. Das rechte Rad kletterte auf die Welle und der TrialMog stand wieder stabil. Doch am Rand gestikulierten andere Teams und bedeuteten Abbruch. Da entdeckte mein Sohn das der rechte Vorderreifen von der Felge gesprungen war. So konnten wir nicht weiter in so einer Sektion fahren, uns blieb nur der direkte Weg zum Ausgang.

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Immerhin half uns beim Wechseln des Rades ein professioneller Wagenheber

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Durch alle diese Ereignisse konnten wir natürlich kein dolles Ergebnis einfahren, aber auch bei den anderen klappte nicht alles Reibungslos. Und so wurden wir dann siebter von acht Teams unserer Klasse und keine 200 Punkte hinter dem sechsten Platz. Allein in der letzten Sektion mussten wir nach dem Reifenschaden vier Tore mit zusammen 400 Punkten auslassen. Insgesamt sind doch zufrieden und es hat trotz allem viel Spaß gemacht.

Alle ungefähr 400 Bilder wieder unter:
https://www.team-fahlbusch.de/index.php?P=MogAlben/TruckTrial/2015 ETTM/Lauf2 Dreis-Brueck
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch Hi,

Jürgen dein Materialverschleiß nimmt ja langsam Ausmaße an!
Das mit der stabilen Seitenlage entwickelt sich langsam zu einer gewohnten Übung :shock:

Viel Glück und Erfolg beim nächsten Einsatz!

mfG
Axel
 
Mönsch Jürgen,

nu hast "es" doch wieder "gemacht". :wink:

Und ich will doch dieses böse Wort nicht mehr gebrauchen. :mauer
 
Hallo Dani,

was heißt Erinnerung an alte Zeiten, kein Spiegel kaputt, keine Kabine verzogen, keine Sektion aus gelassen und Logo Werbewirksam in Szene gesetzt

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Hallo Axel,

Welcher Materialverschleiß?
Zündkontaktsatz + 0,5l ATF III Öl + Reifenmontage = Euro 20

Hallo Reiner,

ich hab kein böses Wort gelesen.
Es gilt doch "no risk no fun"
Außerdem haben sich andere viel unsanfter abgelegt, ein wunderschöner seltener U5000 6x6 durfte sogar anschließend nicht mehr mitspielen.
 
Hallo Jürgen

das tut mir jetzt voll leid, aber ich konnte nur 1 1/2 Daumen drücken, den halben Daumen habe ich für mich gebraucht, wollte ja heile in Goldenstedt ankommen. Für den nächstren Lauf guck ich mal auf meinen Eventkalender, ob ich beide Daumen zur Verfügung stellen kann. Als Ersatz hatte ich dir extra eine Arbeitskollegen geschickt, aber der hat den Auftrag wohl nicht ganz kapiert.
 
Hallo Mogler und liebe Leser,

gerade zwei Wochen vergangen und es gibt schon wieder etwas zu berichten. Viel Spass beim schmöckern:

Nach nur einem Wochenende Pause ging wir am letzten Juni Wochenende schon wieder ordentlich Spielen. Diesmal zu einem Gastlauf der ITTM bei der tschechischen Meisterschaft in einer Kiesgrube in Cernuc ca. 30km nördlich Prag.

Die getrennte Anreise 550 Km, ich mit LKW und TrialMog tagsüber und Georg Nachmittags, Abends mit dem PKW sowie die Vorbereitung Vorort ging diesmal wieder problemlos. Ich musste nur dort noch das rechte Vorderrad wechseln um wieder den Reifen mit richtiger Laufrichtung nutzen zu können.

Am Samstagmorgen wurden wir bei der Fahrerbesprechung noch einmal auf die wesentlichen Unterschiede im Regelwerk hingewiesen. Bei den Tschechen gilt die Bande auch dann als berührt wenn nur ein Teil von der Fahrzeugkontur oder ein Arm der Besatzung über die Bande ragt. Dies führt dann zu einem Abbruch. Weiterhin darf eine Stange nicht von der Kontur oder dem Rad gebrochen werden bevor die erste Achse durch das Tor ist. Wird die Stange vorher gebrochen gilt das Tor als nicht mehr fahrbar. Auch die Punktewertung ist etwas anders. Ein falsch durchfahrenes Tor kostet mit 60 Strafpunkten fast soviel wie ein nicht durchfahrenes Tor und ein Abbruch 80 Strafpunkte.

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In Tschechien ist die Begeisterung für diesen Truck Sport riesig was an dem Starterfeld und den Zuschauern zu sehen ist. Insgesamt 52 Starter sind eine Herausforderung für den Veranstalter bei einem Gelände in dem nur 13 Sektionen gesteckt werden konnten. So wurden die nur 4 Starter der S1 und 8 Starter der S2 zunächst zusammengelegt und dann über ein Losverfahren in zwei Sechser Gruppen aufgeteilt. Wir zogen das Los als erster Starter der zweiten Gruppe. Besonders glücklich waren wir darüber nicht, denn häufig ist es für den ersten etwas schwieriger erst eine Spur in eine frische Sektion zu legen.

Letztlich zeigte sich auch dies wieder bei der Besichtigung unserer ersten Sektion. Die Sektionen waren alle relativ klein jeweils nur drei oder vier Tore innerhalb der Sektion. Dies wurden dann auch individuell für die unterschiedlichen Klassen anders gesteckt. Eine Sektion für die kleinen Klassen war also teilweise anders als die Sektionen für die großen Fahrzeuge.

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Unsere erste Sektion hatte drei Tore, zwei davon relativ einfach einmal aufwärts und einmal schräg abwärts. Nur das dritte Tor war heikel. Direkt aufwärts in einen ohnehin steilen Anstieg gesteckt hinter dem dann nach ca. 3m ein Wand mit ca. 70-80° Steigung kam. Bei unser Fahrzeuglänge von 4,60m sahen wir hier keine reelle Chance zumal wir unserer Meinung nach nur hätten durch das Tor hindurch fahren konnten und rückwärts wieder verkehrt herum. Das kostet dann mindestens 66 Punkte vorausgesetzt wir berühren nicht noch eine Stange. Wir beschlossen das Tor nicht zu fahren und kassierten dafür 80 Strafpunkte in der Sektion. Unsere Mitbewerber in der Startgruppe zeigten uns dann aber mit ihren Drehmoment starken Dieselmogs das das Tor doch funktionieren kann sogar mit nur einer umgefahrenen Stange, also nur 26 Strafpunkten.

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Als nächstes ging es in eine Sektion mit vier Toren, zwei kurze leicht schräge Auffahrten eine kurze Abfahrt und ein viertes extremes Tor. Dieses war auf relativ weichem Lehmhang annähend quer zum Hang gesteckt mit einer Neigung die beim direkten durchfahren auf jeden Fall jenseits der Kippgrenze war. Da wir als letzte fahren durften konnten wir beobachten wie es die anderen machten. Alle gruben sich mehr oder weniger von unten mit ganz langsam drehenden Reifen Zentimeter für Zentimeter an der Kippgrenze den Berg hoch durch das Tor. Diese Art der Fahrweise ist aber für uns mit der notwendig hohen Drehzahl um Drehmoment auf zubauen nicht möglich. Für uns wieder ein Tor zum Auslassen.

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Die dritte Sektion am Samstag hatte wieder nur drei Tore. Ein Abwärtstor schloßen wir wie auch alle anderen Teilnehmer der S1 von Anfang an aus. Dies war in einem sehr steilen Hang gesteckt und von oben nicht einsehbar. Ein steiles Aufwärtstor sah hin gegen diesmal für uns als machbar aus. Es musste von unten gefahren werden und dann beim zurücksetzen musste eine Stange gebrochen werden. Teilweise entschieden sich die anderen Teilnehmer die rechte untere der beiden Stangen zu brechen. Hatten aber Schwierigkeiten sich zu positionieren und brachen die Stangeerst als sie schon mit der Hinterachse wieder verkehrt herum durch das Tor waren. Das zählte dann 60 Punkte für ein falsch durchfahrenes Tor plus 20 Punkte für die Stange plus zwei Richtungswechsel mit je 3 Punkten, also 86 Punkte statt 80 Punkte wenn sie es gar nicht versucht hätten. Wir fuhren dies Tor weiter links und standen dann ideal um die obere Stange gleich zu brechen. Allerdings hatten wir dies Stange bereits beim hochfahren berührt und kassierten daher leider eigentlich unnötige 8 zusätzlich Punkte aber zusammen mit 71 Punkten doch noch etwas besser als wenn wir es gar nicht versucht hätten. Das dritte Tor war ein schräg Tor vor einem steilen Hang. Hier hatten bereits die anderen Schwierigkeiten die gesamte Fahrzeug Kontur durch das Tor zu bringen und gruben dabei bereits tiefe Löcher. Wir würden nicht weiter als dies Löcher kommen haben hinten aber einen längeren Überhang. Daher war dies Tor auch für uns nicht zu schaffen, wir sparten den Versuch. Wir fuhren direkt den steilen Weg zur Ausfahrt an dem noch eine Kante teilweise bei den Mitbewerbern für kipplige Momente sorgte. Wir kamen aber gut und ohne kippeln hinauf und hinaus.

Die nächste Sektion mit vier Toren war nun im Gegensatz zu den bisherigen unspektakulär. Alles war trotz eines Platzregens gerade als wir in der Sektion waren fahrbar. Hier war unser Handikap der Wendekreis. Wir mussten dreimal rangieren während die anderen nur einmal bzw. gar nicht rangieren mussten.

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Die letzte Sektion des Samstag hatte es wieder in sich. Theoretisch vier Tore von denen allerdings eines für alle Fahrzeuge der S1 und S2 nicht erreichbar war. Aber auch die drei anderen Tore hatten Ihre Tücken. Das einfachste war ein Aufwärtstor vor dem Steilhang. Hier galt wieder möglichst gerade von unten durch und dann beim zurückfahren eine Stange brechen. Wir kamen so gerade durch das Tor. Als es nicht mehr weiter nach oben ging waren wir höchstens zwei Zentimeter durch das Tor. Das Zweite Tor war ein schräges Abwärtstor mit zusätzlichen Löchern so dass die anderen dort teilweise schon sehr wackelig standen. Wir tasteten uns daher ganz langsam herunter. Dies ging gut. Aber hinter dem Tor mussten wir nach links mit Neigung nach rechts und die Bande kam rechts bedenklich Nahe. Zusätzlich lag dort noch eine unangenehm große Wurzel mit dem Potential sich unter der Achse zu verkanten oder uns auszuhebeln. Wir mussten wider zweimal rangieren um nicht mit der Kontur über die Bande zu kommen und die Wurzel mittig unter Achsen und nicht unter die Räder. Danach überlegten wir kurz ob wir das letzte Tor noch fahren sollten oder nicht und wenn ja wie, denn auch dieses war sehr kipplig. Diesmal entschieden wir uns es zu versuchen. Wir wollten rückwärts die Hinterachse in das Torschieben und dann diese nach rechts unten zu baggern und so nicht zu sehr in Seitenneigung zu kommen. Diesmal klappte dies auch einigermaßen. Nur mit Hinterradantrieb fuhren wir in das Tor. Die Torstange blieb ordentlich rechts neben dem rechten Hinterrad. Als wir mit der Hinterachse durch waren, schlug ich nach rechts ein und ließ die Hinterräder durchdrehen. Das Heck kam rum wie gedacht und wir durch das Tor. Aber dann auf dem Weg zum Ausgang wurden wir wenige Meter vor diesem wegen Zeitüberschreitung abgepfiffen. Das Tat weh. Aber es kam noch schlechter, denn der Kommissar bewertete das Tor als nicht gefahren weil wir mit der Hinterachse auf dem weichen Boden das Tor verschoben hätten. Tja, wären wir hier einmal feige gewesen und hätten wir das Tor ausgelassen, hätten wir 186 Strafpunkte weniger. Aber hinterher ist man immer klüger.

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Am Sonntag ging es dann in eine Sektion mit drei Toren. Eines war im oberen Teil der Sektion an einem kleinen Anstieg. Hier hatten wir nur wider das Problem mit unserem Wendekreis. Während die anderen alle hinter dem Tor in einem Zug drehen konnten mussten wir einmal rangieren. Danach ging es ein steileres Stück hinunter auf die untere Fläche mit einem Schlammloch an dessen Rand zwei Tore gesteckt waren. Das erste war noch harmlos, und auch das zweite sah bei der Besichtigung als fahrbar aus wenn man mit der linken Seite weit genug oben auf dem etwas griffigerem Boden bleibt und genügend Schwung mit nimmt um über den Wall auf dem das Tor war zu kommen. Als wir jedoch vor das Tor kamen sah hier die Welt ganz anders aus. Das Team vor uns hat hier die gesamte Anfahrt zerwühlt und auch die Anstiege an dem Wall steiler und rutschiger gemacht. Dazu sind sie das Tor aber nicht gefahren. Wir beschlossen heir wirklich mit Schwung zu fahren und nur einen Versuch zumachen in der Hoffnung dass wir durch das Tor kommen. Auf noch griffigem Boden drehten wir den Motor hoch und versuchten so gerade wie es ging auf das Tor zuzufahren und dies war genau richtig. Ohne viel zu rutschen zog der Trialmog durch kletterte im ersten Versuch über den Wall und durch das Tor. Wir berührten die linke Stange aber eben nur berührt. Alle anderen versuchten es langsamer um möglichst nicht die Torstange zu berühren und alle scheiterten. Keiner unserer Gruppe schaffte außer uns dieses Tor und von allen Startern der beiden Startgruppen hatten wir das zweit beste Resultat. Nach dem Pech vom Vorabend war dies genau der richtige Einstieg in den zweiten Tag.

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In der nächsten Sektion erwischte es wieder uns als Wegbereiter zu fahren. Es war die selbe Sektion wie die erste am Samstag aber die Tore wurden umgesteckt. Das einfachere Aufwärtstor wanderte etwas seitlich, unkritisch. Das schräge Abwärtstor wurde als Aufwärtstor vor einen mit einem kräftigen Busch bewachsenen Steilanstieg gestellt. Die Steigung vermutlich machbar aber der Busch stand zu dicht und jeden Schwung. Daher bechlossen wir dieses schräg zum Hang zu fahen und sobald die Vorderachse durch ist, wieder nach unten zu lenken. Dies funktioniert bei uns auch erstaunlich gut. Die meisten Anderen machten es genauso. Bei den die Versucht nach oben zu ziehen funktionierte es nicht. Das dritte Tor war wieder vor dem Steilhang diesmal aber von oben zu durchfahren. Man musste also erst an dem Tor vorbei ohne eine Stange zu brechen. Für uns sah das als nicht machbar mit unserm Fahrzeug aus und wir versuchten es garnicht erst. Es zeigte sich, dass dies für die S1 die bessere Entscheidung war. Nur das mit abstand führende Team schaffte das Tor. Die anderen versuchten es und scheiterten mit mehr Punkten.

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Nun folgte eine Sektion mit vier Toren zweimal aufwärts mit kurzen recht direkten griffigen Anstiegen und zweimal abwärts jeweils mit einer ordentlichen fast senkrechten Kante von gut 1,5m direkt oben am Rand, aber dann mit einem weichen Auslauf. Hier ist das Potential das es die Hinterachse aushebt. Wenn man jetzt nicht mit etwas Gas die Vorderachse nach vorne zieht kommt es zum Purzelbaum, wie bei einem Teilnehmer, der aber glimpflich ohne größere Schäden an Fahrzeug und vor allem Besatzung ausging. Wir fuhren dies Kanten ganz langsam im zweiten Gang. Solange die Hinterachse noch stabil oben war mit getretener Kupplung und gebremst senkten wir die Vorderachse ab. Als diese unten war und die Hinterachse gleichzeitig an die Kante kam, Kupplung losgelassen und bereit eine Gasstoss zu geben. Aber dies war nicht notwendig. Langsam rollte auch die Hinterachse hinunter. Alle S1 Fahrzeuge fuhren in dieser Sektion 0 Fehler.

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Die vorletzte Sektion des Wettkampfs hatte drei Tore. Zwei waren an steilen aber griffigen Anstiegen, die wir nicht als kritisch einschätzten. Ein Tor war an einer Kante quer zu der darunter liegenden Abfahrtsrinne gelegen. Hier war die Schwierigkeit, dass bei zu schräger Anfahrt es kritisch kipplig werden kann und bei gerader Anfahrt man nicht nach links unten in die Rinne kommt. Die zeigte eindrucksvoll ein Team vor uns. Das Ganze Gewicht des Unimogs lag auf der Vorderachse die aber in der Rinne eingeklemmt war und sich nicht lenken ließ.
Wir entschieden uns für einen Kompromiss. Wir fuhren gerade an und lenkten dann aber gleich nach links und schoben uns ganz langsam über die Kante. So standen die Vorderräder schon etwas abwärts in der Rinne und konnten uns nun dort hinunter ziehen. Wir kamen mit sechs Fehlerpunkten für zwei notwendige Richtungswechsel als zweit Beste durch die Sektion

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Die letzte Sektion mit vier Toren hatte zwei Anstiegstore ein Abwärtstor welches rückwärts durchfahren werden musste und ein Schrägtor. Anschließend noch eine steile Ausfahrt mit einer Kante direkt oben vor dem Ausgangstor an dem auch einige vor allem der anderen Klassen gescheitert sind und entsprechende Spuren hinterlassen haben. Für uns war auch der Anstieg zu dem ersten Tor von dem Team vor uns zerwühlt. Wir mussten uns auf dem weichen Boden ganz links halten um nicht in die Löcher des Vorgängers zu fallen. Dadurch kamen wir dicht an die linke Stange und berührten diese mit der hintersten Ecke des TrialMogs. Alle anderen Teams waren dann das Aufwärtstor positionierten sich vor dem Abwärtstor fuhren dies rückwärts und dann möglichst weit nach hinten in die Ecke um von dort das Schrägtor zu fahren. Alle hatten dabei Schwierigkeiten auf dem sehr weichen Boden. Bei dem Versuch die Vorderachse hoch genug zu bekommen rutschte immer die Hinterachse hinunter und zerbrach so die untere Stange. Wir hatten die Idee das Tor in einem großen Kreis direkt vorwärts anzufahren. Diemal reichte der Platz zu drehen. Dadurch kamen wir viel eher mit der vorderachse hoch und konnten die Hinterachse mit ziehen. Wir kamen nur mit einer Berührung durch das Tor. Danach fuhren wir genauso wie die anderen das Aufwärts und Abwärtstor. Die Anzahl de Richtungswechsel war gleich wie bei den anderen. Ein weiterer Vorteil unseres Kurses war nun das wir uns auch richtig für den Anstieg mit etwas Anlauf positionieren konnten. Wir nahmen Anlauf und drehten den Motor im zweiten Gang bis 6000 U/min aus. Der TrialMog fuhr gut hoch und sprang fast über die Kante. Diese Sektion fuhren wir endlich einmal als Beste. Ein schöner Abschluss.

Die Überraschung aber kam bei der Siegerehrung. Wir hatten uns durch den Patzer in der letzten Samstagssektion als klar auf dem vierten Platz liegend eingeschätzt. Umso freudiger waren wir als es zum Schluss doch zum dritten Platz gereicht hat und dies mit nur 17 Punkten Abstand zum Zweiten.

Alle restlichen Bilder wieder wie gewohnt unter
https://www.team-fahlbusch.de/index.php?P=MogAlben/TruckTrial/2015 ITTM/Lauf2 Cernuc
 
Zuletzt bearbeitet:
... na dann, Herzlichen Glückwunsch!!! :respekt

Jürgen,

gräme Dich nicht über den "nur " dritten Platz.


Ein dritter Platz bei über 50 Teilnehmern ist wesentlich höher zu bewerten,

als ein 2ter Platz bei 3 Teilnehmern!!! :wink:
 
Hallo Jürgen,

anhand Deiner detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Veranstaltungen kann man die Begeisterung für den Truck Trial herauslesen! :respekt

Herzlichen Glückwunsch auch von mir zu dieser guten Platzierung! :party
Ich sehe das genauso wie Reiner! :spitze
 
Hallo Reiner und Jerry,

danke für Eure Anerkennung und Eure Mühe alles durch zu lesen. :D

Begeisterung für Truck Trial.
Tja, andere reden oder schreiben ja von einem Unimogvirus.
Dieser muss bei mir irgendwie mutiert sein. :wink:

Und in 10 Tagen sind wir schon wieder unterwegs in die Nähe von Tegau / Thüringen, ich hoffe da bekomme ich endlich mal Fanunterstützung :!:
 
Hallo Truck-Trial-Fans,

besonders aus dem Einzugsgebiet des legändären Weidhausen Unimog Treffen. :wink:

Am kommenden Wochenende 11.-12.7 ist der Truck-Trial Zirkus nur wenige Kilometer nord-östlich.


Der Steinbruch ist auf halben Weg zwischen Oettersdorf und Tegau (L3002)
 
Hallo zusammen,

ich bin euch ja noch einen Bericht zu obigem Video schuldig,
Also dies war das Truck Trial Wochenende in Thüringen aus unserer Sicht:

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Am Samstagmorgen fand zunächst die Siegerehrung des 1.Laufs statt, danach folgte die Gruppeneinteilung. Die S1 waren diesmal wieder dieselben fünf Teams wie beim 1.Lauf in Klieken. Wir durften in die erste Sektion als viertes Team Starten. Die Sektion hatte innerhalb vier Tore am unteren Rand einer Steilwand des Steinbruchs gekennzeichnet durch entsprechendes Abbruch Material. Zwei der Tore waren Abwärtstore eines ein Auffwärtstor und das vierte war im Prinzip auch ein Abwärtstor allerdings nur knapp vor der Wand. In dieser Sektion waren einige Richtungswechsel nötig weil der Platz nicht ausreichte um vorwärts vor die Abwärtstore zu kommen. Nach dem letzten Abwärtstor verkeilte sich unter unserem Getriebe ein größerer Stein und wir saßen zunächst fest. Mit etwas Geschaukel konnten wir uns dann aber doch nach vorne von dem Stein befreien allerdings ergab das zwei zusätzliche ungeplante Richtungswechsel. Allerdings lagen wir damit noch im Mittelfeld. Die Teams mit dem 403 hatten mehr Probleme, eines der Teams legte sogar den 403 auf die Seite.

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Zur nächsten Sektion wechselten wir an den oberen Rand des Steinbruchs in eine Sektion mit einem bewachsen ca. 5m hohen Erdwall. Hier waren zwei Tore vor dem Erdwall quer zu diesem eins davon ungefähr auf halber Höhe. Direkt neben diesem stand noch ein Aufwärtstor. Wichtig war hier das man nicht beim durchfahren des einen Tores eine Stange des andern umfährt. Im direkten Weg des Aufwärtstor lag eine große Wurzel die dem ersten Team etwas Schwierigkeiten machte. Wir legten unseren Weg etwas anders aus und fuhren zunächst die beiden Quertore. Drehten dann in einem dreiviertel Kreis zu dem Aufwärtstor und fuhren dies in einem leicht anderen winkel umso von der Wurzel frei zu kommen. Leider berührten wir dabei mit der letzten Kante vom TrialMog die rechte Torstange. Oben auf dem Erdwall angekommen standen wir nun in einem schlechten Winkel zu dem nach hinten unten führenden Tor. Wir beschlossen erst am Tor vorbei nach unten zu fahren und in einem Kreis von hinten wieder besser zu Tor zum kommen. allerdings mussten wir auch hier durch Richtungswechsel korrigieren und berührten sogar wieder mit der hintersten Ecke die Bande. Dadurch erreichten wir auch in dieser Sektion nicht unseren Plan.

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Weiter ging es in eine Sektion, die durch einen breiten tiefen Einschnitt gekennzeichnet war. Dieser Einschnitt war etwa 8m breit und auch wider ca. 4-5m tief. Vom Eingangstor ging es zunächst steil hinunter in den Einschnitt und auf der anderen Seite wieder genauso steil hinauf zum ersten Tor. allerdings waren dieses Tor und das Eingangstor nicht direkt in Linie, wir mussten also unten etwas schräg zu den Toren fahren und konnten keinen Schwung mitnehmen. Dennoch klappte die steile auffahrt auf dem griffigen Erdboden gut. In einem Bogen ging es oben durch ein in der Ebene gestecktes einfaches Tor und dann in einem Halbkreis zu einem Abwärtstor, welches uns in Längsrichtung in den Einschnitt brachte. Unten konnten wir in einem direkten Bogen si fahren dass wir direkt neben dem letzten Abwärtstor an der oberen Kante wieder hochkamen und uns so positionierten um dieses Tor rückwärts zu fahren. In einem erneuten Bogen ging es zum letzten Mal aus dem Einschnitt zum Ausgang. Mit nur zwei Richtungswechseln waren wir diesmal genau im Plan. Allerdings machten die anderen Teams es genauso so dass es weder etwas zu gewinnen noch zu verlieren gab.

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In der nächsten Sektion waren insgesamt sieben Tore gesteckt. Davon fünf Stück in einem weiten flachen Areal welches am Morgen noch ein Birkengehölz war. Die zwei restlichen Tore waren Aufwärts Tore an der Oberkante einer sehr steilen Kante mit einem Höhen unterschied von mindestens 7-8m. Für uns absolut nicht fahrbar. Die ersten fünf Tore hätten durch mehrere Kreise und achten eigentlich mit null Fehlern gefahren werden können, wir hatten aber zwei ganz dumme Berührungen. An den Aufwärtstoren versuchte sich nur ein Team mit übermotorisiertem 416. Aber der 416 hat mindestens die dreifache Leistung und ein Vielfaches an Drehmoment gegenüber unserem TrialMog.

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Für die letzten zwei Sektionen des Tages ging es zurück in den Abbruchbereich des Steinbruchs. Die fünfte Sektion war gekennzeichnet durch Steilabfahrten. Zwei kürzere dafür etwas schräg und eine längere von der oberen Abbruchkante mit einer Anfangsneigung von ca. 70°, die dann aber etwas flacher in einer Kurve endete. Gesamthöhenunterschied 12-15m. Es gab noch ein weiteres leichtes Schrägtor. Alle Tore ließen sich so wie geplant fahren, das lange steile Tor fuhren wir wie alle anderen auch rückwärts.

In der letzten Sektion des Tages waren fünf Tore. Zwei davon abwärts an der Kante von einem kleinen Plateau. Dies waren unkritisch. Wir fuhren rückwärts in die Sektion um so besser zu dem ersten Tor zu kommen und uns einen Richtungswechsel zu sparen. Das dritte Tor führte in ein Steinfeld mit großen Steinen. Auch dieses Tor konnte noch recht gut gefahren werden obwohl der TrialMog einmal unsanft über die Steine krachte. Durch das vierte Tor rangierten wir rückwärts um anschließend seitlich vorwärts wieder daran vorbei zu fahren. So mussten wir nicht über die ganz großen Steine. Für die Anfahrt zum letzten Tor benötigten wir nochmals Richtungswechsel. Danach konnten wir das Tor passieren. Hinter dem Tor mussten wir etwas tricksen den uns lag ein großer Stein im Weg. Nur mit Hinterradantrieb rückwärts baggerten wir uns ein wenig in eine bessere Position. dies klappte ausnahmsweise mal recht gut. Danach ging es über die dicken Steine zum Ausgang und in den Feierabend des ersten Wettkampftages.

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Am Sonntagmorgen ging es in eine Sektion mit vier Toren von denen drei als Abwärtstore in einen schmalen schräg bzw. quer zu den Toren führenden Geländeeinschnitt führten. Dieser war zudem noch im vorderen Bereich mit groben Steinen versehen. Wir konnten uns zunächst anschauen wie ein anderes Team fuhr. Daraus entstand der Entschluss die drei Tore jeweils rückwärts zu fahren und dann jeweils zwischen zwei der Tore wieder aus dem Einschnitt heraus zufahren. Dazu mussten wir in einer rechts Kurve in die Steigung fahren auf nicht ganz festem Untergrund. Beim ersten Versuch schalteten wir zu früh die Vorderachssperre ein und dadurch schob der TrialMog zu weit über die Vorderräder zur Seite und wir kamen einer Torstange zu nahe. Hier mussten wir nochmals durch Rückwärtsfahren korrigieren und erreichten so unsere gewünschte Zielpunktzahl nicht.

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Nun ging es wieder auf die andere Seite des Steinbruchs an die Oberkante. Wieder gab es eine Sektion rund um und über den Erdwall. Hier hatten wir auf Grund unserer etwas größeren Länge und geringeren Wendigkeit gegenüber den anderen wieder einmal mehr Richtungswechsel als die Konkurrenz. Dazu kam etwas Pech. Es verfing sich ein dünner Zweig am TrialMog und mit dem berührten wir beim letzten eigentlich einfachen Tor die eine Torstange. auch dies gilt leider als Berührung mit dem Fahrzeug weil zu dem Zeitpunkt der Zweig ja fest mit dem Fahrzeug verbunden war.

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Zur folgenden Sektion wanderten wir nur ein Stück am Erdwall entlang. Wieder ging es mehrfach über den Wall und dabei mussten die Tore passiert werden.
Das letzte Tor war in der Ebene so vor den Erdwall gesteckt, dass wir nicht zwischen Erdwall, Tor und Bande in einem Zug vorbei kommen konnten. Aber hinter dem Erdwall war eigentlich Platz zum Wenden. Also fuhren wir nochmals über den Wall und dann quer um zu drehen. Ein gefällter Baum sorgte allerdings dafür, dass wir daran mit den Vorderrädern abrutschten und doch wieder mit Fahrtrichtungswechseln korrigieren. Aber den anderen erging es nicht anders.


Als vorletzte Sektion des Wettkampfs kam die Sektion mit der schwierigsten Einfahrt. Direkt hinter dem Einfahrtstor ging es ungefähr 5m mit einer Neigung von 80° nach unten um dann weiter unten gleich wieder in einen Gegenhang über zugehen. Dieses Eingangstor fuhren wir ganz vorsichtig rückwärts. Zentimeter für Zentimeter schoben wir das Heck über die Kante und ließen uns hinab bis die Vorderräder an der Kante waren. Dann lösten wir die Bremse und ließen den TrialMog fallen um sofort wieder als die Neigung geringfügig flacher wurde auf die Bremse zu gehen. Unten orientierten wir uns etwas anders als die anderen, weil es bei denen teilweise sehr kippelig war. Aber auch unser Weg war nicht viel besser, denn uns lag ein Steinhaufen im Weg und wir benötigten hier für mehr Richtungswechsel. Danach ließen sich drei der vier Tore in der Sektion fahren. Das letzte Tor war als Aufwärtstor oben an der Kante eines steilen Anstieges gesteckt, so dass man hier nur absolut ohne Schwung fahren konnte. Der Boden war hart und glatt, es hatten sich daran schon einige Teams die Zähne ausgebissen ohne das Tor zu fahren. Daher beschlossen wir dieses Tor aus zulassen und fuhren wieder rückwärts aus der Sektion.

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Bei der letzen Sektion mit diesmal fünf Toren waren drei als aufwärtstore über unterschiedlich hohe Erdwälle ausgelegt kein Problem. Das vierte Tor war ein Schrägtor an einem der Wälle. Dieses fuhren wir von unten an und versuchten den TrialMog schrägaufwärts auf den Erdwall zu fahren. aber das Heck rutschte dabei etwas weg so dass wir nicht wie geplant die Torstange nur berührten sondern leider auch überfuhren. Dies war die erste und einzige von uns geknickte Torstange an diesem Wochenende. Das Letzte Tor war ebenfalls als Aufwärtstor oben auf dem Erdwall gesteckt allerdings war hier die Anfahrt komplett zerwühlt mit großen Löchern. So kamen auch wir dann nicht hinauf und mussten nach zwei Versuchen das Tor auslassen.

Wir waren sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes. Wir hatten uns wieder mehr getraut besonders bei den letzten Sektionen. Und wir erreichten überraschend doch wieder den 3.Platz.

weitere Bilder für Interessierte unter
https://www.team-fahlbusch.de/index.php?P=MogAlben/TruckTrial/2015 ITTM/Lauf3 Tegau

Für mich wäre nun interessant, welche Eindrücke die am Rande stehende Zuschauer mit genommen haben, von denen ein paar hier auch sicher mitlesen 😉
 
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Hallo Jürgen,

also ich fand es top, cool wenn sinnlos Kraftstoff verheizt und die Natur versaut wird :lol: :lol:
Es ist schon beeindruckend wie da gefahren wird, da ist auch viel Kopfsache dabei.
Übrigens, das Kühlsystem hinten funktioniert einwandfrei, ich saß genau dahinter :roll: und das bei 30C°Lufttemperatur.
Es war schön das man sich mal wieder getroffen hat, beim nächsten mal bin ich wieder dabei :party

VG Lukas