aus Alt mach Neu

Hallo,

interessanter Fuhrpark, den du da hast. Aber der U65 ist nicht mehr so ganz original. Da kam wohl mal ein Fahrerhaus eines anderen Mogs drauf, das ist deutlich neuer (zu erkennen an Heckfenstern, Blinker, Spiegelhaltern, Lüftungsschlitzen seitlich, Kühlergrill, Motorhaube usw.).

Gruß,
Michael
 
Hallo zusammen,

@Willi:
auch von meiner Seite...ein schööööner Fuhrpark !
Ich wünsche Dir ein genau so glückliches Händchen bei Deinem neuen
Projekt, wie es Dir bei den anderen Fahrzeugen beschert war.
Toll wäre es ja, (für mich als "Originalo") wenn der Unimog wieder ein richtiger U65 würde. :lol:
VIEL ERFOLG !

Was an dieser Stelle, oder besser in einem neuen Thread mal
interessant wäre (zumindest für mich) zu klären, ob es an den "späten" U65ern schon Anzeichen auf den Modellwechsel gab.
( z.B. Aufstiege, Druckbehälter, Bremskraftverstärker etc...)
 
Hallo
Michael+Christoph
was ist orginal? Nach durchschauen etlicher Bilder im Forum muß ich
feststellen, es gibt verschiedene Bilder vom 406.121. Wo kann man
feststellen welche Ausführung gebaut wurde Monat/Jahr. Nach meiner
Überlegung wurde höchstwahrscheinlich auch bei Daimler Benz genau
so verfahren wie bei verschiedenen Firmen in den 60iger Jahren, es wurde
eingebaut was gerade vorhanden war. Sollte einer eine andere Meinung
haben wie ich, ich lasse mich gerne überzeugen. Ich spreche aus Erfahrung, in den 60iger war Deutschland noch nicht soweit wie heute
es wurde gerade dies angebaut was das Lager vorrätig hatte. (baugleich).
Damals gab es Lagervorratshaltung, heute werden die Teile vom Hersteller
zum Fahrzeughersteller über die Straße herrangekarrt. z.B. John Deere
Fahrzeugkabinen 4Stunden bevor die Kabine aufgebaut wird aufs Fahr-
gestell, die Kabine ist nach Bestellung eines Kunden hergestellt.
MfG Willi Schuth
 
Hallo
Nach meiner Überlegung wurde höchstwahrscheinlich auch bei Daimler Benz genau
so verfahren wie bei verschiedenen Firmen in den 60iger Jahren, es wurde
eingebaut was gerade vorhanden war. .........es wurde gerade dies angebaut was das Lager vorrätig hatte. (baugleich).
Der Unimog wurde im Gegensatz zu manchem Traktor bei einem Grosserienhersteller gebaut. In den 60er war das Lagerwesen hervorragend organisiert, manche munkeln sogar besser als heute im Rahmen der EDV.
Der Mog wurde bis in den jeweiligen Bauzuständebn immer gleich gebaut. Auch gabe es (leider) keine Übernahme aus der LKW-Produktion in den Unimogbereich. Nur zu Anmerkung: Bei seiner Vorstellung bzw die ersten Baujahre war der OM312 verbaut, im LKW gab es bereits den OM352. Bis 1992 wurde selbst im Nachfolger 417 noch der =M352 verbaut, im LKW-Bereich gab es schon weit über 10 Jahre den OM 366.
Die von Michael angesprochenen Details sind korrekt.
Christoph schrieb:
interessant wäre (zumindest für mich) zu klären, ob es an den "späten" U65ern schon Anzeichen auf den Modellwechsel gab.
( z.B. Aufstiege, Druckbehälter, Bremskraftverstärker etc...)
gab es mit Sicherheit nicht. Um die neuen Teile zu verbauen war ein Umkonstruierungen der Hütte mit gleichzeitiger die Änderung des Bohrbildes am Rahmen erforderlich. Das wurde in einem Zug bei der Umstellung eingeführt.
 
Hallo,

Was an dieser Stelle, oder besser in einem neuen Thread mal
interessant wäre (zumindest für mich) zu klären, ob es an den "späten" U65ern schon Anzeichen auf den Modellwechsel gab.
( z.B. Aufstiege, Druckbehälter, Bremskraftverstärker etc...)

Die Umstellung auf das kippbare Fahrerhaus machte natürlich einige konstruktive Änderungen nötig, daher kamen viele Änderungen genau bei dieser Umstellung. Allerdings gab es im gesamten Zuge der Produktion des 406, insbesondere bis Mitte der 70er Jahre, viele Änderungen, so dass ein recht früher 406 mit einem 406 der 80er Jahre nicht mehr viele Gemeinsamkeiten hat (vom grundsätzlichen Aussehen mal abgesehen).

Ich habe im letzten Jahr mal eine Übersicht der Änderungen, die ich in mühevoller Kleinarbeit erstellt habe, an Carl-Heinz Vogler (UCG) geschickt. Er hat dann die wichtigsten Umstellungen in die bestehende Typenkunde eingearbeitet und mit Bildern ergänzt. Die aktuelle UCG-Typenkunde des 406 stellt also die Änderungen während der Bauzeit recht gut dar. Allerdings gibt es noch einige Details, die dort nicht aufgeführt sind.

was ist orginal? Nach durchschauen etlicher Bilder im Forum muß ich feststellen, es gibt verschiedene Bilder vom 406.121.

Das meistgebaute Baumuster des 406 mit geschlossenem Fahrerhaus hieß von 1963 bis 1988 trotz aller erfolgter Änderungen immer 406.121. Daher gibt es auch Bilder, auf denen je nach Baujahr deutliche Unterschiede zu sehen sind. Desweiteren wurde vielfach bei Reparaturen und Umbauten nicht auf Originalität geachtet, da das Fahrzeug eben für viele ein Arbeitsgerät ist oder war, das funktionieren muss. Auch der Zusammenbau (aus 2 mach 1) aus mehreren Mogs zu einem kam oft vor.

Wo kann man feststellen welche Ausführung gebaut wurde Monat/Jahr.

Zum Einen in der Typenkunde des UCG, zum anderen werden Baureihen und Stückzahlen in diversen Unimog-Büchern dargestellt. Trotz vieler Fehler bei Bildern und auch in den Texten ist dazu das Buch "Unimog - Alle Modelle seit 1948" aufgrund der umfangreichen Tabellen zu empfehlen.

Nach meiner Überlegung wurde höchstwahrscheinlich auch bei Daimler Benz genau so verfahren wie bei verschiedenen Firmen in den 60iger Jahren, es wurde eingebaut was gerade vorhanden war. Sollte einer eine andere Meinung haben wie ich, ich lasse mich gerne überzeugen. Ich spreche aus Erfahrung, in den 60iger war Deutschland noch nicht soweit wie heute es wurde gerade dies angebaut was das Lager vorrätig hatte.

Dabei liegst du leider falsch beim Unimog. Hier läßt sich bis auf wenige Kleinigkeiten relativ genau nachvollziehen, welche Teile bei welchem Fahrzeug verbaut wurden. Mag sein, dass das bei kleineren Herstellern damals so war, bei Daimler nicht.

gab es mit Sicherheit nicht. Um die neuen Teile zu verbauen war ein Umkonstruierungen der Hütte mit gleichzeitiger die Änderung des Bohrbildes am Rahmen erforderlich. Das wurde in einem Zug bei der Umstellung eingeführt.

Wie schon gesagt, die meisten Änderungen kamen mit der Umstellung auf das kippbare Fahrerhaus. Allerdings gab es sowohl vorher als auch nachher andauernd kleinere Änderungen.
Die Auftritte am Rahmen statt am Korflügel kamen übrigens schon ab FG-Nr. 3412, während das kippbare Fahrerhaus erst ab FG-Nr. 5736 kam. Der Luftbehälter mit 27 statt 20 Liter kam schon mit FG-Nr. 2573, zusammen mit einem geänderten Batteriekasten.
Die klappbare statt nur abnehmbare Motorhaube kam beim 406 erst wenige Fahrzeuge nach Einführung des kippbaren Fahrerhauses (ab FG-Nr. 5760), die seitlichen Rückfenster z.B. erst ab FG-Nr. 12069.

Alleine bis zur Einführung des kippbaren Fahrerhaus (also während der Bauzeit des U65) gab es mindestens 25 nachvollziehbare Änderungen, die nicht zusammen sondern jeweils einzeln eingeführt wurden. Noch nicht nachvollziehbar sind allerdings auch einige Änderungen, so hatten z.B. die frühen U65 eine Stoßstange mit kleinerer Zapfwellenausbuchtung und einen anderen Tank (anderer Einfüllstutzen).

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael
die Fahrgestellnummer meines Kfz Briefes lautet 406.12110005545
Kw 48bei 2550U/min, also ein U65, die Motorhaube ist oben und unten
mit einem gleichen Schloß veriegelt und aufstellbar. Wenn ich das obere
Schloß entriegele ist die Motorhaube abnehmbar, also was ist daran ver-
kehrt. Bitte nicht auf die Farbe Motorhaube (blau) , laut Aussage des
Erstbesitzers wurde der Unimog in blau ausgeliefert und umlackiert in
grün. Ich habe festgestellt unter den Blinkern ist noch blaue Farbe. Also
Erstkabine. Du kannst eine andere Meinung verdrehten wie ich, ich bleibe
bei meiner Aussage Erstkabine. Also Bj.1966

MfG Willi Schuth
 
Hallo Willi,

glaub mir, ich beschäftige mich schon länger mit Unimogs und insbesondere mit der Typenkunde des 406, um 100%ig sagen zu können, dass das nicht die Erstkabine eines Mogs mit der FG-Nummer 5545 sein kann.

Darauf deuten mehrere Dinge hin:

1. anhand der seitlichen Lüftungsgitter und der fehlenden Gitter direkt neben den Scheinwerfern sieht man, dass es sich um ein kippbares Fahrerhaus handelt. Das gab's erst ab dem U70, FG-Nr. 5736.

2. Die Motorhaube hat oben und unten jeweils mittig eine Verriegelung und ist klapp- und abnehmbar. Die ältere Version (bis FG-Nr. 5759) hatte oben zwei Verriegelungen und war unten mit 2 Bolzen eingesteckt. Man konnte sie nicht klappen, nur komplett abnehmen.

3. Die Rückspiegelhalter gab es erst ab Fg-Nr. 8177 (1968), vorher waren es kleinere, weiter oben befestigt.

4. Die Heckfenster seitlich gab es erst ab FG-Nr. 12069 (1970).

5. Die Blinker gab es erst ab FG-Nr. 15495, vorher waren sie oval und weiter oben (unter den Haltern für die Zusatzscheinwerfer) montiert.

6. Bis Fg-Nr. 17991 (1972) gab es Lüftungsschlitze über der Frontscheibe mit Lufteinlässen im Fahrerhaus oben über der Windschutzscheibe.

Einige dieser Dinge (Blinker, Spiegelhalterungen, Fenster) könnten auch umgebaut sein, die anderen aber kaum. Dass z.B. im Zuge eines Einbaus eines AT-Motors gleich die 84PS-Variante verbaut wurde oder die Einspritzpumpe einfach auf 84PS eingestellt wurde, kam öfter vor, das kann schon sein.

Um näheres herauszufinden, wären einige Details zum Fahrzeug wissenswert, evtl. auch ein paar Bilder interessant. Es könnte ja auch sein, dass man ein neueres Fahrzeug nach Rahmenschaden mit einem älteren, noch vorhandenen Rahmen eines anderen Fahrzeuges aufgebaut hat.

- Welche Schalter sind im Armaturenbrett verbaut? Sind es 2 Reihen mit jeweils 3 Kippschaltern oder vereinzelte Schalter?
- Wo ist der Bremskraftverstärker verbaut? Im Rahmen oder vorn im Fahrerhaus?
- Befindet sich am Lenkgetriebe zum Lenkrad hin ein schraubbares Gelenk oder ist es eine starre Lenksäule?
- Hast du eine Datenkarte zum Fahrzeug? Passen die darauf erwähnten Sonderausstattungen zum Fahrzeug? Die Datenkarte kannst du bei jedem Mercedes-Händler anfordern.

Ist in der Kabine auf der Fahrerseite innen an der A-Säule (neben der Heizung) noch ein kleines Schild? Dort gab es (zumindest bei Bj. 1970, ob das früher oder später auch so war, ist mir jetzt nicht bekannt) ein Schild mit dem Baumuster und der laufenden Nummer des Fahrerhauses.

Gruß,
Michael
 
auf 62,5kw -85Ps, bei 2800U/min
kommt irgenwie auch nicht richtig hin. Beim Motor 353.902 84PS lagen bereits bei 2550U/min an.
Ich habe festgestellt unter den Blinkern ist noch blaue Farbe. Also
Erstkabine. Du kannst eine andere Meinung verdrehten wie ich, ich bleibe
bei meiner Aussage Erstkabine.
Ob die Kabine im Unterlack blau oder Schweinchen-rosa ist ist kein Beweis für deine Annahme. Besonders unter dem Blinker, da auf diesem Fahrzeug definitv die neuen Blinker an einer vollkommen anderen Position sitzen. Die Beplankung könnte im Reparaturfalle durch die neuere ersetzt worden sein. Ob die Originalfarbe wirklich blau war kann in der Datenkarte nachgesehen werden, vlt hat der Vorbesitzer nur das blaue vom Himmel gelogen. Ansonsten prüfe bitte genau die von Michael gemachten Angaben.
Ich glaube eher, dass das Fahrzeug von jemandem aus mehreren Einzelfahrzeugen zusammengesetzt wurde.
Welches Getriebe ist verbaut. Bei deinem Baujahr müsste auf der rechten Getriebeseite ein Deckel aufgeschraubt sein.
 
Was hier so geschrieben ist, finde ich nachvollziehbar. Aber ich habe auch mal ausnahmsweise eine Frage.

Zitat: .....Heckfenster ab FG-Nr 12069 (1970).....

Wo kommen denn meine Fenster her ?
Baujahr 1964, FG-Nr 2802
und meine Hütte ist original.

Gruß Ingo
 
Hallo,

kommt irgenwie auch nicht richtig hin. Beim Motor 353.902 84PS lagen bereits bei 2550U/min an.

Stimmt. Allerdings kann man (mit Ausnahme der Abregeldrehzahl, die man ja relativ genau bestimmen kann) den Angaben von Leistungsprüfständen auch nicht so recht trauen. Da gibt es viele Faktoren, die schnell zu einer relativ großen Abweichung der Anzeige führen. Wenn der Motor erst bei 2800 U/min abregelt, könnte er auch aus einem U416 stammen oder auf die Daten einer 416er-Variante eingestellt worden sein. Alternativ hat einfach jemand am passenden Schräubchen von Hand gedreht (wurde auch früher schon mal gerne gemacht).

Was hier so geschrieben ist, finde ich nachvollziehbar. Aber ich habe auch mal ausnahmsweise eine Frage.

Zitat: .....Heckfenster ab FG-Nr 12069 (1970).....

Wo kommen denn meine Fenster her ?
Baujahr 1964, FG-Nr 2802
und meine Hütte ist original.

Ob es die Heckfenster auch früher schon als SA gab, ist mir bisher nicht bekannt. Allerdings kann man sie auch bei früheren Fahrzeugen m.W. leicht nachrüsten, da dazu lediglich die zwei Ausschnitte ins Blech gesägt werden müssen.

1.ich werde mir die Datenkarte besorgen.
2. Dann werde ich alle dargelegten Angaben überprüfen, anschließend
alle vorliegende Daten mitteilen. Es wird etwas dauern bis die Daten-
karte vorliegt,

Ich kann dir auch gerne beim entschlüsseln der SA-Codes helfen.

Wenn du Motor-/Getriebe-/Achsnummern hast, kann man darüber auch sagen, ob sie zum Baujahr passen.

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael
Datenkarte habe ich beantragt. Ein paar Daten habe ich am Samstag
am Unimog gefunden.
Fahrgestellnummer 40612110005545
Motornummer OM 352.IV 10143 352.919-10-016750
Fahrerhaus Linke A Säule 406.820-10-
Getriebe TeileNr 406.2601401 80 / Agg.Nr.900230 (Tausch)
Hinterachse 5388
Im Fahrerhaus sind 3 Kippschalter nebeneinander,zwei einzelne neben-
einander darunter.
Der Bremskraftverstärker ist im Rahmen eingebaut,ungefähr beim Tank
auf der rechten Seite.
Kreuzgelenk ist keins in der Lenksäule eingebaut.

MfG Willi Schuth
 
Hallo Willi

Könntest du mir die Adresse für die Datenkarte nennen ?
Möchte auch eine für den U 65 beantragen !
fam.mangold@aon.at

Danke Ingo