Hallo,
Was an dieser Stelle, oder besser in einem neuen Thread mal
interessant wäre (zumindest für mich) zu klären, ob es an den "späten" U65ern schon Anzeichen auf den Modellwechsel gab.
( z.B. Aufstiege, Druckbehälter, Bremskraftverstärker etc...)
Die Umstellung auf das kippbare Fahrerhaus machte natürlich einige konstruktive Änderungen nötig, daher kamen viele Änderungen genau bei dieser Umstellung. Allerdings gab es im gesamten Zuge der Produktion des 406, insbesondere bis Mitte der 70er Jahre, viele Änderungen, so dass ein recht früher 406 mit einem 406 der 80er Jahre nicht mehr viele Gemeinsamkeiten hat (vom grundsätzlichen Aussehen mal abgesehen).
Ich habe im letzten Jahr mal eine Übersicht der Änderungen, die ich in mühevoller Kleinarbeit erstellt habe, an Carl-Heinz Vogler (UCG) geschickt. Er hat dann die wichtigsten Umstellungen in die bestehende Typenkunde eingearbeitet und mit Bildern ergänzt. Die aktuelle UCG-Typenkunde des 406 stellt also die Änderungen während der Bauzeit recht gut dar. Allerdings gibt es noch einige Details, die dort nicht aufgeführt sind.
was ist orginal? Nach durchschauen etlicher Bilder im Forum muß ich feststellen, es gibt verschiedene Bilder vom 406.121.
Das meistgebaute Baumuster des 406 mit geschlossenem Fahrerhaus hieß von 1963 bis 1988 trotz aller erfolgter Änderungen immer 406.121. Daher gibt es auch Bilder, auf denen je nach Baujahr deutliche Unterschiede zu sehen sind. Desweiteren wurde vielfach bei Reparaturen und Umbauten nicht auf Originalität geachtet, da das Fahrzeug eben für viele ein Arbeitsgerät ist oder war, das funktionieren muss. Auch der Zusammenbau (aus 2 mach 1) aus mehreren Mogs zu einem kam oft vor.
Wo kann man feststellen welche Ausführung gebaut wurde Monat/Jahr.
Zum Einen in der Typenkunde des UCG, zum anderen werden Baureihen und Stückzahlen in diversen Unimog-Büchern dargestellt. Trotz vieler Fehler bei Bildern und auch in den Texten ist dazu das Buch "Unimog - Alle Modelle seit 1948" aufgrund der umfangreichen Tabellen zu empfehlen.
Nach meiner Überlegung wurde höchstwahrscheinlich auch bei Daimler Benz genau so verfahren wie bei verschiedenen Firmen in den 60iger Jahren, es wurde eingebaut was gerade vorhanden war. Sollte einer eine andere Meinung haben wie ich, ich lasse mich gerne überzeugen. Ich spreche aus Erfahrung, in den 60iger war Deutschland noch nicht soweit wie heute es wurde gerade dies angebaut was das Lager vorrätig hatte.
Dabei liegst du leider falsch beim Unimog. Hier läßt sich bis auf wenige Kleinigkeiten relativ genau nachvollziehen, welche Teile bei welchem Fahrzeug verbaut wurden. Mag sein, dass das bei kleineren Herstellern damals so war, bei Daimler nicht.
gab es mit Sicherheit nicht. Um die neuen Teile zu verbauen war ein Umkonstruierungen der Hütte mit gleichzeitiger die Änderung des Bohrbildes am Rahmen erforderlich. Das wurde in einem Zug bei der Umstellung eingeführt.
Wie schon gesagt, die meisten Änderungen kamen mit der Umstellung auf das kippbare Fahrerhaus. Allerdings gab es sowohl vorher als auch nachher andauernd kleinere Änderungen.
Die Auftritte am Rahmen statt am Korflügel kamen übrigens schon ab FG-Nr. 3412, während das kippbare Fahrerhaus erst ab FG-Nr. 5736 kam. Der Luftbehälter mit 27 statt 20 Liter kam schon mit FG-Nr. 2573, zusammen mit einem geänderten Batteriekasten.
Die klappbare statt nur abnehmbare Motorhaube kam beim 406 erst wenige Fahrzeuge nach Einführung des kippbaren Fahrerhauses (ab FG-Nr. 5760), die seitlichen Rückfenster z.B. erst ab FG-Nr. 12069.
Alleine bis zur Einführung des kippbaren Fahrerhaus (also während der Bauzeit des U65) gab es mindestens 25 nachvollziehbare Änderungen, die nicht zusammen sondern jeweils einzeln eingeführt wurden. Noch nicht nachvollziehbar sind allerdings auch einige Änderungen, so hatten z.B. die frühen U65 eine Stoßstange mit kleinerer Zapfwellenausbuchtung und einen anderen Tank (anderer Einfüllstutzen).
Gruß,
Michael