Darf der öffentliche Dienst jetzt streiken

nur mal zur Information:

das Realeinkommen im Öffentlichen Dienst ist in den letzten 10 Jahren um knapp 10% gesunken, die Gehaltserhöhungen in dieser Zeit lagen jeweils unterhalb der Inflationsrate.
Daneben wurden alle möglichen Vergünstigungen, Zuwendungen, Sonderzahlungen step by step eingestampft, die noch hinzugerechnet verdient ein Angestellter im ÖD heute 20% weniger als vor 10 Jahren (gemessen an der Kaufkraft).

Nun soll auch noch die Lebens- und die Wochenarbeitszeit verlängert werden (natürlich ohne finanziellen Ausgleich). Das schafft natürlich endlich neue Arbeitsplätze :roll:

Wenn der öffentliche Arbeitgeber auf die Kostenbremse treten will, dann soll er sich mal das jährlich erscheinende Steuer-Schwarzbuch zu Gemüte führen, dann weiss er nämlich, wo die Milliarden hirnlos in Prestigeobjekte und Profilierungswahnsinn versenkt werden, die ihm jetzt zur angemessenen Versorgung seiner "Untertanen" fehlen.

Solange sich die Oberen des Staates ihre eigenen Taschen vollstopfen (ein Bundestagsabgeordneter erwirbt sich in 2 Legislaturperioden einen Rentenanspruch, für den ein normaler Arbeiter ca. 270 Jahre! arbeiten müsste), ist beim Staatsdiener kaum Einsicht zu erwarten.

Gruß Ulli (der kein Gewerkschaftsmitglied ist, aber als "Nebenerwerbsselbständiger" sein staatliches Einkommen aufbessern muss, um seiner Familie mit 2 schulpflichtigen Kindern einen einigermassen Lebensstandard bieten zu können)
 
Armin Fuchs, Justus :thumbup:

Meine Mitarbeiter und ich haben Null Verständnis für die Streiks und können nur mit dem Kopf über die Uneinsichtigkeit der Streikenden schütteln.

Wie Justus schon schreibt, allen ist klar das es so nicht weitergeht in anbetracht der schiefen Haushaltslage. Die Kassen sind leer und wenn kein Geld da ist kann auch keines ausgegeben werden! auch nicht für Weihnachtsgeld, oder von wo bitteschön soll es herkommen?

Ich bin mit meinem Betrieb ganz gut aufgestellt. Das funktioniert aber nur weil alle an einem Strang ziehen. Keiner motzt wenn über die Regelarbeitszeit von 40 Std. länger gearbeitet werden muss um z.B. einem Kunden auch mal einen Sonderwunsch zu erfüllen.
So was heißt Dienst am Kunden oder auch KUNDENDIENST

Wie gesagt bei mir weiß jeder was zu tun ist, ich brauche keine Mehrarbeit anordnen weil meine Mitarbeiter Ihren Beruf ( das kommt im übrigen von Berufung ) mit Herzblut erledigen. Ich weiß von was ich spreche hatte bereits genügen Mitarbeiter die hier ihren Job gemacht haben aber wie gesagt, lediglich ihren Job.

Als ich noch Jobler eingestellt hatte waren unsere Zeiten nicht so rosig.
Die Qualität war Mittelmass und die Preise hoch. Jetzt wo ich nur noch Berufler eingestellt habe ist die Qualität Top und die Preise im rechten Verhältnis zur Qualität.

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Sonderzuwendungen stehen bei uns nicht zur Diskussion, wir können uns diese Zahlungen leisten weil es bei uns rund läuft und das kommt weil wir wissen auf was es ankommt, auf Leistung!

So und jetzt schaff mer was
Armin P
 
Hallo!

Sehr interessante auslegungen zum Thema Streik im Öffentlichen Dienst!
Zur Ursprungsfrage möchte ich noch folgendes mitteilen:
Im Saarland wurden bezüglich des Winterdienstes sogenannte Notdienstvereinbarungen abgeschlossen damit die öffentliche Sicherheit keinstenfalls beeintächtigt wird.
Das funktioniert, dauert nur halt länger und damit man dem kleinen Straßenwärter noch eine reinwürgen kann, dauert es halt viel länger!
Leider werden viele Bürger von denen, die mit ihrem allerwertesten sauber im trockenen sitzen, Kohle zum fressen haben und dann auch noch der Meinung sind daß wir es tollfinden Zuhause zu warten bis es ihnen gebacken ist, dermaßen gegen uns aufgehetzt daß ich schon fast verständnis für manche Auslegungen hier im Forum entwickele!

Nochwas: Ich bin auch einer von den Mogliebhabern der damit als Nebenerwerb versucht seiner Familie ein etwas " sorgenfreieres" existieren zu ermöglichen.

Viele Grüße aus dem Saarland und besonders an Diejenigen die kein Verständnis für den Streik im ÖD haben!

Markus
 
Moin,
hier bei uns wird viel zu wenig gestreikt, auch im öffentlichen Dienst.
Was ich aber noch viel schlimmer finde ist, dass gerade in bestimmten Zweigen der Wirtschaft z.B. bei Zeitarbeitsfirmen und im Reinigungsgewerbe die Löhne noch viel niedriger und die Arbeitsbedingungen schlechter sind und die Gewerkschaften da gar nichts unternehmen. Im öffentlichen Dienst werden ja auch Arbeitsplätze durch Zeitarbeiter und private Unternehmen ersetzt (Stadtreinigung in Lübeck und bald auch das Grünflächenamt und die Entsorgungsbetriebe). Das die Arbeitnehmer sich da überhaupt nicht solidarisieren verstehe ich nicht. Und die jeweiligen Gewerkschaften scheinen da auch nur wenig zusammen zu arbeiten.
Bei der Berufsfeuerwehr Lübeck gibt es übrigens noch eine 56 Stundenwoche und der Innensenator weigert sich, die neue EU-Richtlinie für Arbeitszeiten umzusetzen, der will lieber eine Ausnahme in Brüssel für die Feuerwehr durchsetzen.
Gruß Stefan
 
in Richtung Raimon : Ein Bekannter ist Feuerwehrmann, Hauptberuflich, hat zwei neue Autos gekauft und zahlt sein Reihenendhaus in Raten ab. Und fährt 1 mal im Jahr in Urlaub für 3 Wochen. Wie kommt der Unterschied zu Stande, kann ich nicht verstehen, dachte immer, die Vergütung ist die Gleiche. Ist das Gehalt nicht überall gleich ?

Und man möge mal in Richtung SAP schauen. Eine MEHRHEIT hat sich GEGEN die IG Metall ausgesprochen, und was will die IGMetall mit 3 MitarbeiteRn machen ? Sie will den Betriebsrat einklagen. Nunja, Demokratie hatte ich anders verstanden.

Soviel dazu, wie die Mitglieder ( oder künftige ) bei der IGMETALL etwas bestimmen. Ich halte die 3 eh für vorgeschoben.

Tja, die IGMetall möchte wohl gerne tausende Mitgliedsbeiträge haben, auch gegen den Willen der Mitglieder.

Wobei ich das Geld ( IGMetall beitrag ) lieber nehme und mal Urlaub machen würde.

Aber jeder, wie er will.

In diesem Sinne

Gruß

Holger

Heute hat viel Holz den Wald verlassen :lol:
 
Moin,
in Dänemark bist du als Arbeitnehmer automatisch in der Gewerkschaft. Und viele Leistungen wie Arbeitslosengeld (90% des letzten Arbeitsentgelds) usw. gibt es von der Gewerkschaft.
Gruß Stefan
 
Hallo,
der Streik find ich ist gerechtfertigt da es nicht sein kann das der Arbeitgeber lauter alles kürzen wollen und streichen wollen. Die Medien puschen es nur die 40 Stunden auf aber es geht nicht nur dadrum sondern auch um das Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld was sowieso schon ziemlich knapp ist. Außer dem wir hier in Rheinland Pfalz haben schon manche die 40 Stunden Wochen wie ich. Und das für den gleichen Lohn und jetzt soll noch gekürut werden. Wo soll das den hingehen?
MFG Marcel der Straßenwärter ist (Stroßenkadonja)
 
Moin,

mal auf die schnelle provokativ eingestellt (hoffe Raimon liest das nicht, bevor ich gleich seinen Häner zurück bringe...).

In der freien Marktwirtschaft wird eigentlich vorausgesetzt, daß Du mit deinem Betrieb solidarisch bist. Das heißt, geht es der Firma schlecht, muß man auch verzichten um seinen Job zu sichern...

Nun sollen die Kollegen im öffentlichen Dienst gleiches tun, ist doch uns freien Arbeitnehmern nur gerecht.

Und der Bestandsschutz des Arbeitsplatzes ist meiner Meinung nach auch ne Menge wert...

Michael
 
Mahlzeit,
warte nur Nieswurz, fahr du mir nur auf den Hof ! :evil:
Der Eimer steht für dich bereit ! :lol:

In der freien Marktwirtschaft wird eigentlich vorausgesetzt, daß Du mit deinem Betrieb solidarisch bist. Das heißt, geht es der Firma schlecht, muß man auch verzichten um seinen Job zu sichern...

Nun sollen die Kollegen im öffentlichen Dienst gleiches tun, ist doch uns freien Arbeitnehmern nur gerecht.

Nun, das machen wir seit zehn Jahren !

Und der Bestandsschutz des Arbeitsplatzes ist meiner Meinung nach auch ne Menge wert...

Ja, das ist heutzutage sicher viel wert ! Wird uns ja auch für jede Beschneidung als Argument vor die Nase gehalten ! :roll:
Andersrum wirds ein Schuh : Versuche mal als langjähriger Beamter auszusteigen. Das ist so gut wie unmöglich. Außer du hast die geniale Geschäftsidee gefunden, mit der du richtig Asche machst, oder du heiratest reich. Ansonsten kannst du nämlich erstmal deinen Arbeitnehmeranteil zur RV nachzahlen um im Alter einigermaßen über die Runden zu kommen. Denk mal nach, was da in 10 oder 20 Jahren zusammenkommt.

Zu Holger (TZG) :
in Richtung Raimon : Ein Bekannter ist Feuerwehrmann, Hauptberuflich, hat zwei neue Autos gekauft und zahlt sein Reihenendhaus in Raten ab. Und fährt 1 mal im Jahr in Urlaub für 3 Wochen. Wie kommt der Unterschied zu Stande, kann ich nicht verstehen, dachte immer, die Vergütung ist die Gleiche. Ist das Gehalt nicht überall gleich ?

Die Besoldungsgruppen sind alle gleich. Kommt also darauf an in welcher Besoldungsgruppe und Dienstalterstufe du bist. In HH stehen wir da noch verhältnismäßig gut da.
Es gibt aber bei F den mittleren, gehobenen und höheren FW-Technischen Dienst. Das sind schon mind. 12 Besoldungsgruppen.
Ich kenne solche Kollegen auch, die alle ein, zwei Jahre ein neues Auto der gehobenen Mittelklasse fahren. In der regel sind das dann alleinstehende HBM, oder die Kinder sind schon aus dem Haus.
Ist dein Bekannter vielleicht kinderloser Doppelverdiener, der auch schon von Haus aus etwas mitbekommen hat ?
Vielleicht mache ich aber trotz kaufmännischer Grundbildung in meiner Haushaltsführung etwas falsch. Ich wüßte gerne was !

Achso, trotz zahlreicher versuche haben weder meine Frau noch ich es bis heute geschafft mit dem Rauchen aufzuhören. Das zehrt natürlich. Ich bezweifel nur, das ich von dem gesparten Geld zwei Neuwagen finanzieren kann.
 
Ah, daher das Finanzielle Loch. Aber nein, nix von zu Hause mit bekommen, hat 2 Terroristen im Haus plus Frau :roll:

Also ich würde sagen, ganz normal. Aber was lehrt meine Frage und deine Antwort ? Es kommt immer ! auf den Einzelfall an.

Somit finde ich es auch " bescheiden " das immer alles Pauschaliert wird.

Wir als Firma, inkl. Mitarbeiter, sind auch kein Maßstab, behaupte ich mal, den wir haben noch nie größere Probleme gehabt, daher können wir da auch nur wenig mit reden.

Aber, und das werfe ich mal in den Raum, liegt an den Mitarbeiter und den Kunden ( naja, hoffe, auch ein wenig an mir :D )

Und das mit dem Eimer..... ist es für draußen duschen nicht zu kalt ?

In diesem Sinne, alles hat seine Vor und Nachteile wie man sieht und : Ein bißchen Glück gehört auch immer dazu

Gruß

Holger
 
Hallo Streithähne,

ich möchte mich einer Meinung zum Thema enthalten aber hier eine Geschichte zum Thema und zum Schmunzeln.

Am Faschingsdienstag war bei uns vor der Haustür, die B 10 nach (gar nicht mal so heftigen) Schneefällen total dicht. Ich fuhr mit meinem 401 zum Holzmachen, und bin ca. 6 km an stehenden LKW vorbeigefahren. Vom Winterdienst keine Spur.

Am nächsten Tag der Bericht in unserer Zeitung:
Der Sprecher der Gewerkschaft: Es ist gut, daß endlich die Bevölkerung mal was vom Streik merkt.
Der Sprecher der Straßenmeisterei: Wir haben gar nicht gestreikt, nur haben alle 4 Mann in Bereitschaft gepennt.

Das Resultat war das gleiche, 4 Stunden ging auf der B10 gar nichts (bergauf), auf den Umleitungsstrecken (auch nicht geräumt) mehr als 10 Unfälle.

Nachdem ich von kaputten Autos lebe, denk´ich mir: Streikt oder pennt mir soll´s recht sein... (wie kriegt man eigentlich diese Smilies in den Text)

Grüsse Jürgen
 
1) Interessant, wie hier Kleingewerbetreibende, Arbeiter aus dem öffentlichen Dienst
und aus der Privatwirtschaft, Handwerker und kleine Selbstständige aufeinander eindreschen.
Ich dachte immer der "Gegner" steht wo anders.

2) Interessant, auch wie der "Gegner" das geschafft hat. Unter dem Motto der Vereinigung
der Völker Europas haben wir ... Halt Stop, haben DIE es geschafft, den Polen gegen den Deutschen,
den Spanier gegen den Iren auszuspielen.

3) Interessant, wie DIE es geschafft haben, das sich unser Mißfallen oder sagen wir mal
unsere Wut nicht gegen SIE wendet, sondern gegen unsere Politiker, die es sicherlich auch verstanden
haben, den Weg des geringeren Widerstands und der bequemeren Pension zu gehen.
SIE haben es auch geschafft, ihre Autos im Ausland zu bauen, und uns den Kram immer noch
teuer als deutsches Produkt zu verkaufen.

4) Interessant, wie leichtfertig sie unser nowhow verschärbeln. Die Ideen und Erfindungen
der Menschen, die hier leben und gearbeitet haben werden für kurzfristige Gewinne
verkauft und die, die daran mitgearbeitet haben helfen auch noch mit um ihren Job zu retten.
Ausverkauf im DeutschlandALDI.

5) Interessant, das es ausgerechnet Verdi ist, die versuchen die Entwicklung ein kleines bißchen
aufzuhalten. Kein Wunder, wenn man bedenkt, das der Staat hier der größte Restarbeitgeber ist.
Nehmen wir die 4,8 Millionen Beamten, 5 Millionen Arbeitslosen und den Rest des kurz vor der
Kapitulation stehenden Handwerkertums. Wer will da nicht auf Verdi schimpfen.

6) Interessant. Verdi kämpft aber hat keine Chance.
Der Rest kämpft (verstreut und in übertriebener Selbstüberzeugung aber ohne Plan) NICHT
... und hat auch keine Chance.

Thorsten
 
Nieswurz schrieb:
In der freien Marktwirtschaft wird eigentlich vorausgesetzt, daß Du mit deinem Betrieb solidarisch bist. Das heißt, geht es der Firma schlecht, muß man auch verzichten um seinen Job zu sichern...
Nun sollen die Kollegen im öffentlichen Dienst gleiches tun, ist doch uns freien Arbeitnehmern nur gerecht.

genau auf solche Sprüche habe ich eigentlich schon die ganze Zeit gewartet - aber leider vergeblich gehofft, dass mein erster Beitrag gelesen und verstanden wurde :x

Lieber Michael,
der öffentliche Dienst hat 1993 das letzte mal eine Gehalts-/Lohnerhöhung gezahlt, die über der jährlichen Inflationsrate lag - nenn mir mal ein Wirtschaftsunternehmen, in dem das auch der Fall war.

Daneben wurden alle möglichen Sonderzahlungen, Zulagen, Überstundenzuschläge ... schrittweise eingestampft, dafür aber die Wochen-Arbeitszeit von 35 auf 38,5 Stunden erhöht (natürlich ohne Lohnausgleich).
Von den gekappten steuerlichen Absetzmöglichkeiten (Pendlerpauschale, Arbeitszimmer ...) will ich gar nicht sprechen, das trifft ja auch andere AN.

Zumindest in Niedersachsen wurde letztes Jahr für die Angestellten (davon bin ich einer) der Auszahlungszeitpunkt für die Gehälter einfach um 14 Tage verschoben, d.h. der Dienstherr hat sich von allen Staatsdienern ein Darlehen in Höhe eines halben Monatsgehaltes genehmigt, das am Ende der Dienstzeit (natürlich zinslos) zurückgezahlt wird.
Übrigens unterliegen Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes dem gleichen Kündigungsrisiko wie in der freien Wirtschaft, die Einzigen, die ihren Arbeitsplatz sicher haben, sind die Beamten - die streiken aber nicht!

Also, nochmal zum Mitschreiben und Merken: wir haben im öffentlichen Dienst seit 1994 in unseren Einkommen einen Kaufkraftverlust von fast 20% hinnehmen müssen, ääähm, wie war das mit den Diäten der der Bundes- und Landtagsabgeordneten in dieser Zeit?
Irgendwie hab ich noch im Ohr, dass diese Damen und Herren in den letzten 12 Jahren ordentlich zugelangt haben.
 
Moin,

1) Interessant, wie hier Kleingewerbetreibende, Arbeiter aus dem öffentlichen Dienst
und aus der Privatwirtschaft, Handwerker und kleine Selbstständige aufeinander eindreschen.
Ich dachte immer der "Gegner" steht wo anders.

Ich muß mal deutlich sagen, daß ich es nicht so empfinde, daß hier gedroschen wird und ich freue mich über die überwiegend sachliche Diskussion.

Eigentlich war der Anstoss der Diskussion ja, ob der Streik auch Maßnahmen beinhalten darf, die die öffentlichkeit gefährdet und nicht nur behindert.

Michael

P.S. Raimon hat mir anstatt des Eimers dann doch ein Bier angeboten...
 
eigentlich wollte ich hierzu nicht posten,aber der scheiß regt mich echt
auf!!! :evil:
ich verstehe manche bereiche des beamtentums,den meisten teil aber nicht!!! :shock:
wenn kein winterdienst vernünftig gemacht wird,WER MUß ZAHLEN????
DER STEUERZAHLEN ÜBER DIE VERSICHERUNG!!
UND DIE STEIGT UND STEIGT!!!!!!
hier war es zum kotzen mit den straßen,aus festgefahrener schneedecke
ent wickelte sich sonntags ne schlittschuhlaufbahn!!!
montags nicht ein stück besser!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
abgesehen von denen die dadurch zum krüppel werden,oder sogar sterben!!!! :shock:
würde das einem von denen passieren kanst du das eventuel bei notruf in RTL ansehen!!
müll nicht abholen finde ich ok!
streicken dürfte ich nicht,dann hätte ich HARZ4!!!!!!!!!!!!! :shock:
was unsere politieker tuen und so manch andere gut verdienenden halte
ich für ein verbrechen am volk.da sie geld ohne ende verschwenden was ihnen NICHT gehört,sondern uns allen,da wir ja zahlen und zahler sind!!
da soll mir von denen einer kommen und sagen :in der wirtschaft würd
ich mehr verdienen ,nee da wär feierabend!!
rausgeschmissen wären sie!!!!!!!!!!!!
den ausverkauf find ich auch sowas zum kotzen!!unbeschreiblich!!!
kennne etliche beispiele!!!
so nun schluß,könnte noch vieeeeel mehr schreiben!!!! :shock:

gruß arne,der auch seit jahren nicht mehr lohn bekommt!!
und am liebsten dazu noch viel mehr schreiben würde
 
ulli schrieb:
Zumindest in Niedersachsen wurde letztes Jahr für die Angestellten (davon bin ich einer) der Auszahlungszeitpunkt für die Gehälter einfach um 14 Tage verschoben, d.h. der Dienstherr hat sich von allen Staatsdienern ein Darlehen in Höhe eines halben Monatsgehaltes genehmigt, das am Ende der Dienstzeit (natürlich zinslos) zurückgezahlt wird.

Also, Arbeitgeber dürfen nun auch zum Dritt letzten Bankarbeitstag die Sozialabgaben zahlen, also Zeitgleich mit dem Lohn. Vorher hatte man dafür bis zum 15ten des nachfolgenden Monats Zeit. Also heute: z.B. 27 März, vorher 15. April. Somit also nicht nur die Angestellten, sondern auch die Arbeitgeber. Egal ob groß oder klein.

Problem ist, das man dann immer Zuschläge nochmals berechnen muß, da am 27. ich gar noch nicht weiß, was der Mitarbeiter eventuell für Überstunden gemacht hat. Das ist Bürokratie und kostet Stunden. Somit also Zeit, Zeit = Geld, das Geld könnte man auch für die Arbeitnehmer nutzen. So aber ....

Somit sieht man, man kann es sich überall holen, wenn man will. Man ist ja Staat.

Interessant finde ich, das alle jammern, aber keiner etwas für sich selber macht. Wir haben eben für unsere Arbeitnehmer geklagt. Und gewonnen.

In diesem Sinne ein Streßfreies Wochenende

Holger
 
Moin,
Eigentlich war der Anstoss der Diskussion ja, ob der Streik auch Maßnahmen beinhalten darf, die die öffentlichkeit gefährdet und nicht nur behindert.
wenn die Autofahrer sich nicht mehr auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen können, kann man wohl kaum den fehlenden Winterdienst dafür verantwortlich machen! Mehr meint mit 200km/h bei Schneefall über die Autobahn mit Sommerreifen rasen zu müssen, dem kann man sowieso nicht mehr helfen.
Schließlich sind bei Schneefall sonst die Straßen nicht auch alle sofort geräumt und gestreut.
Der Feuerwehrstreik in England hatte da schon ganz andere Dimensionen.
In der Privatwirtschaft läuft das ja auch nicht alles so dolle. Siehe Münsterland, da fällt ein wenig mehr Schnee als sonst und schon fallen die Strommasten um. Aber fleißig bezahlen darf man schon dafür.
Gruß Stefan
 
guude,

ich staune schon sehr, daß ein beamtetes forumsmitglied, daß ich sehr schätze (vielen dank auch, Deine sendung ist heute eingetroffen), das aus einem handwerksbetrieb stammt, auch die entsprechende qualifikation zu weiterführung des betriebs besitzt, vergessen hat, warum er aus der privatwirtschaft unter den büttel seines dienstherren freiwillig gegangen ist.
bei der vergleichbaren gefährdung in meinem job hätte ich außerdem auch gerne eine verrentung mit 55 jahren.

die konvertiten halt!

ich möcht diskutieren, bitte nicht als beleidigung empfinden!


auch um keine missverständnisse aufkommen zu lassen:

wir alle zahlen zunehmend für die versäumnisse der letzten jahrzehnte. schon vor 30 jahren wurde laut und vernehmlich von fachkundiger seite postuliert, daß unser rentensystem gefahr läuft, vor die wand zu fahren. resultat: vor wahlen wurden zusätzliche wohltaten ausgeschüttet, und diese rattenfänger wurden auch noch wiedergewählt.
der derzeitige bundesbankpräsident trat unter (zu leisem) protest zurück, als eine ungeheure, unnötige ,politisch gewollte geldverschwendung für den aufbau ost erkennbar wurde. resultat: null.

auf diese art wurde unsere wirtschaftliche leistugsfähigkeit bei gleichzeitige rückläufiger leisungsfähiger bevölkerungszahl weit überstrapaziert, und jetzt erleben wir einen zusammenbruch auf raten.

daher ist es eigentlich blöde, daß wir hier öffentlicher dienst gegen privatos spielen. die arschkarte haben wir alle arbetenden, woher soll's auch sonst kommen!
wir müssen uns weiter auf sinkende realeinkommen einstellen, macht Euch nichts vor. die schulden müssen irgendwie bezahlt werden und damit in ein paar jahrzehnten das land wieder auf die reihe kommt, müssen wir zusätzlich in bildung, bildung und nochmals bildung investieren.

so, wie sich unser land sich in einer sich selbst ernährenden aufwärtsspirale befand, geht's jetzt abwärts. sinkende realeinkommen führen zu weniger konsum, weniger konsum zu mehr arbeitslosigkeit, diese wiederum zu sinkenden realeinkommen.
und die werteschaffenden befinden sich im verteilungskampf um die schäbigen reste. rette sich wer kann!

ich sehe für uns und unser land ganz schön schwarz. wir haben schon in guten zeiten mehr verfrühstückt, als erwirtschaftet wurde, und jetzt, unter einer veränderten weltwirtschaft, ist unse ganzes gewohntes system, in dem wir es uns so schön eingerichtet hatten, gekippt.

trotzdem immer versuchen das beste daraus zu machen! geld ist nicht das wichtigste zum glücklichsein. justus.
 
Moin,
ich hoffe die Disskussion weitet sich nicht weiter auf meine Person aus. :wink:

ich staune schon sehr, daß ein beamtetes forumsmitglied, daß ich sehr schätze (vielen dank auch, Deine sendung ist heute eingetroffen), das aus einem handwerksbetrieb stammt, auch die entsprechende qualifikation zu weiterführung des betriebs besitzt, vergessen hat, warum er aus der privatwirtschaft unter den büttel seines dienstherren freiwillig gegangen ist.

Erstmal vielen Dank für die Blumen ! :knuddel:

Ich habe keineswegs vergessen, warum ich zur FW gegangen bin. War schon immer mein Traumberuf gewesen ! Die Entscheidung viel mir damals zwar nicht leicht. Ich war plötzlich und unerwartet arbeitslos geworden. Das hatte damals nichts mit der wirtschaftlichen Situation zu tun. Hätte damals jederzeit wieder einen Job als angestellter Meister annehmen können. Ich nutzte die Zeit von ca. einem Jahr um mich neu zu finden. Unter anderem weitete ich meine "nachbarschaftshilflichen Ambitionen" aus und spielte ernsthaft mit dem Gedanken mich Selbstständig zu machen. Als engagiertes Mitglied der freiwilligen Feuerwehr eröffnete sich mir damals die Möglichkeit, bei der Berufsfeuerwehr anzuheuern. Das war die Chance mein Hobby zum Beruf zu machen.. welcher Junge träumt nicht davon ? Für mich und meine Verwandschaft ein damals unvorstellbarer Gedanke ins Beamtentum zu wechseln. Was das finanzielle anbelangt, kann ich klar sagen, das ich mit meiner jetzigen Tätigkeit finanziell schlechter dastehe, als vorher. Wenn ich wollte bräuchte ich mir allerdings keinen Kopf mehr machen, die Knete ist am 01. des Monats auf dem Konto. Das ist ein gutes Gefühl. Aber wie das so ist wenn aus dem Hobby Beruf wird, machts nur noch halb soviel Spaß. Dennoch bin ich immer noch gerne Feuerwehrmann. Nur die Begleitumstände werden halt stetig immer schlechter. Jaja, in der freien Wirtschaft auch.

bei der vergleichbaren gefährdung in meinem job hätte ich außerdem auch gerne eine verrentung mit 55 jahren.

Also Justus, ich weiß ja wirklich nicht wo du die Vergleiche in der Gefährdung zum Tischlerhandwerk siehst ? Das meinst du nicht ernst !?Sicher sind einige andere Berufe auch sehr gefährlich. Versuche mal als Berufsfeuerwehrmann eine BU-Versicherung zu bekommen ! Bekommst du nicht ! Gibt es nämlich nicht. Annähernd etwas ähnliches, aber derbe teuer und mit solchen Einschränkungen, das du sie dir auch sparen kannst.
Muß ich dir die Gefährdungen jetzt aufzeigen ?

Die Frührente bei FW ist u.a. aufgrund chronischen Personalmangels immer noch die Ausnahme und mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden !

ich möcht diskutieren, bitte nicht als beleidigung empfinden!

Dito ! Empfinde bislang kein einziges post als Beleidigung. Ist eine gute Disskussion.

und damit in ein paar jahrzehnten das land wieder auf die reihe kommt, müssen wir zusätzlich in bildung, bildung und nochmals bildung investieren.

Das bekommen wir von unseren Politkern, gleich welcher Farbe, ja ständig aufs Brot geschmiert. Aber, passiert da wirklich etwas ?

Ich stell mich mal ganz dumm (einige behaupten ja, das würde mir nicht besonders schwer fallen) : Was nutzt uns eigentlich die ganze Bildung ?
Einige vereinzelte Genies, die neue Technologien entwickeln ? Noch mehr superschlaue Manager die Arbeitsplätze wegrationalisieren und die Arbeit und das Geld ins Ausland schaffen ? Wer arbeitet denn in Zukunft noch, wenn alle so schlau sind ? Ist es nicht heute so, das es kaum qualifizierte Handwerker mehr gibt, weil die meißten (guten) Schulabgänger nicht mehr mit den Händen arbeiten wollen. Und ist das Problem der vielen arbeitssuchenden nicht eher das Problem, das es für die einfache Arbeiterklasse dank Rationalisierung einfach keine Arbeit mehr gibt ?
Ich möchte hier keine Berufsgruppen diskriminieren deshalb sehe ich von einer Aufzählung ab. Aber der "einfache" Arbeiter, ich sag mal der, wofür in den Wirtschaftswunder Jahren die Gastarbeiter importiert wurden braucht der mehr Bildung oder Abitur ? Nein ! Ich denke er braucht eine einfache Arbeit. Ist es nicht einfach so, das wir diese Jobs (und mehr davon) dringend brauchen und das vor allem die Menschen dann auch bereit sein müssen körperliche Arbeit zu verrichten.
 
Raimon, guter freund,

bitte nimm es nicht so persönlich, ich habe da wirklich nichts aufrechnen wollen.

es war nur der opener für meine eigentliche aussagen, die dann folgten.


unter bildung verstehe ich die gesammtheit, vom kindergarten über die schulen, berufsbildung bis hin zu universitäten und forschungseinrichtungen. der gesammtmix muß stimmen und leistungsfähig sein.
außer hirnschmalz und die fähigkeit, das erdachte umzusetzen, haben wir auf dem weltmarkt nichts zu bieten.

ein gudes dann, justus.