Hallo Markus,
da ist dem Weltkonzern eine Panne unterlaufen, die lange Zeit unentdeckt blieb.
Nachdem sich der originale Filter mit dem außenliegenden Siebgewebe als in der Praxis zu empfindlich erwiesen hatte, sollte er in der Nachfolgeversion wohl robuster gestaltet werden. Wann dieser Zeitpunkt der Erkenntnis lag, weiß ich noch nicht. Jedenfalls war da der Stand der Filtertechnik schon sehr weit fortgeschritten und eine moderne Ersatzlösung technisch und kostenmäßig nicht wirtschaftlich umzusetzen.
Man kann nun davon ausgehen, dass das Pflichtheft für den Nachfolger etwa so aussah:
- Austauschbarkeit gewährleisten
- Robustheit erhöhen (Gewebe von außen nach innen verlegen)
- Filterfeinheit? (... im Zweifelsfall erhöhen?)
Unverständlich ist mir nur, wie es zu dem inneren Lochblechzylinder gekommen ist. Den halte ich für kontraproduktiv, da er nicht nur den Staudruck erhöht, sondern auch die Reinigung stark behindert.
In wie weit sich da jemand Gedanken gemacht hat zu den technischen Grundlagen (Ölviskosität, Start- und Betriebstemperaturen, Volumenströme, Staudrücke, Bypassventil ...) lässt sich vermutlich nicht mehr nachvollziehen.
Wer will sich nun mit dem Weltkonzern anlegen? Wenn der Filter "Fehlkonstruktion" neu ist, passt ja auch alles. Die Filterkapazität (Aufnahmemenge an Verschmutzung) ist nirgends definiert und dass sich der Filter kaum warten lässt, hat bei Serienfreigabe vielleicht noch niemand geahnt oder es war ihm Wurscht.
Krass formuliert könnte man sagen: In einem Hydrauliksystem mit sehr geringem Abrieb und ohne Schmutzeintrag "funktioniert" er (ist er unauffällig). Aber dann bräuchte man ihn auch gar nicht.