Kalibrierdorn alte Achsen-selberdrehen oder Buchsen tauschen

UFH

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01. Nov. 2013
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Hallo miteinander,

Ich bin auf der Suche nach Tipps und Maßen sowie Ratschläge für das drehen des Kalibrierdorns alte Achse.

Welches Material wird am besten verwendet ?

Wie ist die Abstufung bzw wie sind die Maße bei Endmaß 48,21 mm?

Oder doch lieber die Buchsen tauschen?




Zu Erinnerung, die Fahrerseite ging leicht, hier sind eindeutige Schleifspuren. Bei der Beifahrerseite ist ein länglicher Fleck, gestauchte Buchse?? :shock: (Streifen sind nur Öl.

Beifahrerseite, schwer drehbar
27914365iz.jpg


Fahrerseite, leicht drehbar
27914366cg.jpg



Kann man die blanke, gestauchte? Stelle vielleicht mit Schmiergelpapier bearbeiten 800er oder so?
 
Moin,

Selbes Thema, auch keine Lösung :wink: : http://www.unimog-community.de/phpBB3/kalibrierdorn-alte-achse-411-t91068.html

Wie der Dorn nun für die alte Achse letztendlich aussieht - ich weiss es nicht. Aus dem Forum kam dazu vor Acht Wochen auch nur das Schweigen im Wald.

Ich werde mir wohl nach den im Netz zu findenden Standardzeichnungen einen Dorn drehen. Material wird wohl C45E werden - der lässt sich mit Hausmitteln und Glück noch Riss- und Verzugfrei Oberflächenhärten.

Wenn du in den Buchsen rumschleifst schmierst du die Poren zu - Ob das per Hand, mit dem Dremel, oder mit einem stumpfen/falschem Drehmeißel passiert ist egal. Endeffekt ist der selbe. Bei einer kleinen Stelle mag es gehen, mir wäre es zu riskant.


Gruß
Alex
 
Hallo Alex,

welche Abstufung willst du nehmen? 4 "Wülste"?
Muss der Kalibrierdorn oberflächengehärtet sein?
Meinst du nicht der Kalibrierdorn "drückt" die Poren beim kalibrieren zu?

Meinst auch die kleine Stelle so zu bearbeiten wäre brenzlig?

Vielen Dank für deine Antworten :spitze
 
Moin,
Die Poren zudrücken passiert wahrscheinlich nur in sehr geringem Umfang - sonst müsste ja jede Achse (Auch die mit dem anderen Endmaß) fressen.

So richtig kann man das von Fotos nicht sehen wie groß die Stelle ist - Entscheide selber was du anstellst, am Ende kanns halten, oder eben nicht. Ob Exitus nach 150m durch fressen oder 1000km durch wandernde Buchse steht in den Sternen.

Guck mal im Netz nach Montageanleitungen für Sinterbuchsen. In meiner Lehrzeit gab es bei solchen Buchsen auch keinen Wulstdorn. Da gabs nur einen Dorn zum Einpressen und einen fürs Endmaß. Allerdings waren die Buchsen nicht so groß im Innendurchmesser.

Ich drehe mir einfach nur einen Kegeldorn. Steigung werde ich irgendwo knapp unter 1Grad herstellen, je nachdem wie genau ich es auf der Maschine hinbekomme.

Und gehärtet sollte der Dorn schon sein. Wie oft man mit einem Ungehärtetem Werkzeug pressen kann weiss nicht nicht. Zwei Stück drehen würde ja auch gehen, aber Werkzeug am Ende wegschmeißen.. naja. Unsere Wegwerfgesellschaft freuts.

Bin selber gespannt ob das Funktioniert wie ich es mir vorstelle.

Gruß
Alex
 
Hallo zusammen.

Ich denke dass einen Dorn selber drehen generell möglich ist, das Härten generell auch.
Jedoch wird beim Härten eine Zunderschicht entstehen, dadurch und durch die temperatureinflüsse verändert sich das Maß. Deshalb muss man maßgenaue Bauteile nach dem Härten wieder bearbeiten, entweder Schleifen oder mit speziellen Werkzeugen drehen um auf endmaß zu kommen, was beides in der Hobbywerstatt schwierig ist.
 
Tach,

ich habe diesen Dorn, wurde hier vor ein paar Jahren mal nachgefertigt und verkauft.
Ich kann ihn euch für den Reparaturzweck gerne leihen.

Gruß
Patrick
Kontakt: biete(at)theutone.de
 
Hier mal der originale Beitrag...
http://www.unimog-community.de/phpBB3/post201873.html#p201873
 
Tach,

ob es da noch was Anderes gibt weiß ich nicht.
Ich habe meine Buchsen damals damit verpresst und seitdem ist es gut.

Gruß
Patrick
 
Gut dann wird das bei mir wohl auch klappen 8) (hoffentlich)

Hast du deine Wellen damals neu aufgearbeitet oder "nur" die Buchse getauscht?
 
Hallo,

auf der langen Seite habe ich die kurze Seite vom 404 eingebaut.
Die kurze Seite habe ich abdrehen lassen und die Reparaturhülse aufgeschrumpft.

Gruß
Patrick
 
Aber die Kurze Seite vom 404 hat doch eine kürzere Verzahnung, klappt denn das noch mit der Schaltmuffe? Brauchst ja nen bisschen Platz auf der Verzahnung, aber das passt meinste???
 
Hallo,
bei Verwendung von Lagerbronze kann man die
Oberflächen sehrwohl bearbeiten (drehen/schleifen),
dieses Material behält seine Eigenschaft das Schmiermittel
zu speichern.(Notlaufeigenschaft)
Die Buchse auf Mass zu Kalibrieren hatte denke ich eher
den Sinn das ganze zu weiten, um es formschlüssig in die
Rillen zur verankerung zu drücken.
Die Buchse muss schliesslich radial wie achsial Kräften
wiederstehen.
Durch das Aufweiten drückt sich das Material formschlüssig
in die Rillen und die Buchse sitzt fest.
Heutzutage gibt es für solche Einsätze Spezialkleber, die
eine fast unzerstörbare Verbindung schaffen.
Ich bin gelernter Werkzeugmacher und arbeite seit 18
Jahren in diesem Beruf. Hauptsächlich setzte ich Stanz-
werkzeuge mit eben solchen Säulenführungen instand,
welche mit ca. 400 hub/min laufen.
Bevor die Klebeverbindung aufgibt, sind Säule und Buchse
verschlissen.
Den Kleber gibt es in verschiedenen Spaltmassausführungen,
er härtet aus bei Luftabschluss.
Grüsse Sven
 
Moin,

da die Hülse ja vor dem Einbau passt, und erst "zwickt", wenn sie im Achsschenkel sitzt, müsste dann der ganze Achsschenkel auf die Drehbank.
Der Dorn ist da die deutlich einfachere Alternative.

Obendrein sollten die Buchsen nicht aus normaler Lagerbronze sein, sondern sind gesintert.

mfG
Fabian
 
Hallo,
habe Buchse vorher komplett fertig gedreht, aussen
0,01 kleiner als Achsschenkel, innen 0,05 grösser als
der nachgearbeitete Durchmesser der Welle (war riefig
und hatte poligonform)
Anschliessend nur mit Daumendruck in den mit Kleber
benetzten Achsschenkel eingedrückt.
Bei so dünnwandigen Buchsen verändert sich bei aussen
Druck auch sofort der Innendurchmesser.
Grüsse Sven
 
Moin,
Wenn das einkleben von solchen Buchsen quasi dein Alltag ist gehe ich fest davon aus das das sicher hält.

Für den Hobbyschrauber oder selbst mich als gelernter Industriemechaniker ist das eher ein Lottospiel ob es auch wirklich so hält wie geplant. Erfahrung ist eben alles.

Meine Buchsen sitzen auch seit gestern - Ahlborn Braunschweig machts möglich. Anrufen, hinfahren, wegfahren. Schnell, unkompliziert, freundlich. Kann nichts schlechtes sagen.
Allerdings auch nur mit dem neuen Dorn, laut Werkstatt kein Problem - Das geht, der alte Dorn wurde angeblich mal von dem neueren Abgelöst. Ob nicht eine Ahlborn Filiale noch diesen alten Dorn liegen hat wollten sie nicht bestätigen oder verneinen.

Nach dem Einsetzen im Achsschenkel stauchte die Buchse übrigens so weit das der Dorn fast nicht durchgehen wollte.
Eine Welle hatte ich zur Probe mit. Gleitet wunderbar, klemmt nicht. Aus dem Kopf gedacht: Merklich leichter ließ sich die Welle in der alten Buchse auch nicht bewegen.

Gruß
Alex
 
Hallo,
es ist ja nur eine Anregung, bei meinem Kumpel,
für den ich es so gelöst habe ging es nicht anders,
da man nicht die originale Buchse verwenden konnte.
Die Welle musste auf ein kleineres Mass geschliffen
werden, also auch Buchse dementsprechend kleiner.
Muss ja jeder selbst entscheiden, ist nur ein Vorschlag
zur Problemlösung.
Grüsse Sven