Ölverlust Rad vorne rechts

mcox

New member
23. Jan. 2014
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Hallo,
an meinem U411, BJ 1963, habe ich etwas Ölverlust am Rad vorne rechts. Könnte das aus dem Radvorgelege hinter der Bremstrommel kommen? Muss ich da schnell handeln, weils sonst ein Schaden entsteht?
mfg
Günter
 
Hallo Günter
"Etwas Ölverlust" ist ein etwas dehnbarer Begriff und es geht aus deinen Schilderungen leider nicht hervor, an welcher Stelle genau du das Öl auffindest. Es lohnt sich aber auf jeden Fall der Sache nachzugehen, da im schlechtesten Fall die Bremsbeläge ölverschmiert sein könnten oder werden. Einhergehend mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bremsleistung/Verkehrssicherheit.
 
Hallo Günter,
wie Winni berits oben geschrieben hat ist alles sehr wage.
30-50ml nenne ich schon mal eine deutliche Pfütze.
Zeige und beschreibe die Stelle genauer, Bilder helfen.
Ist es wirklich am Rad ist absoluter Handlungsbedarf, mindestens die Bremstrommel abzunehmen und dort die Bremse kontrollieren.
 
Hallo Günter, wie hast Du den Öl Verlust festgestellt? War die Felge innen oder außen verölt oder stand eine kleine Pfütze unter dem Unimog? Ohne das ganze etwas präziser zu beschreiben ist alles nur ein Blick in die Glaskugel. Also, genauer hin schauen, ggfs Rad runter. Fotos sind immer gut. Kann vieles sein. Wedi außen kaputt, Wedi im Achsrohr kaputt und dann läuft es langsam auf den Achsschenkel und tropft runter. Im günstigsten Fall nicht in die Trommel. Oder ist es Bremsflüssigkeit wie Markus schon gefragt hat?

Gruß Herbert
 
Im Überstand am Rad außen war das Öl. Ich hatte es weggewischt. Am Boden war kein Öl zu sehen.
mfg
 
Alte Achse, da weiß ich leider nicht wie es dahinter aussieht. Dennoch rate ich mal. Mit im Überstand ist der Bereich gemeint der in der Mitte raus schaut. Wenn der Wedi am Vorgelege außen, der dann hier hinter der Trommel sitzt, kaputt ist läuft das Öl langsam durch die Mitte der Trommel und kommt dann an der großen Verschluss Schraube raus. Ist aber nur geraten ! Da kennt sich Markus bestimmt besser aus.

Gruß Herbert
 
Moin Günther,
Wenn der WeDi am Vorgelege hin ist, läuft es aus den 4 oder 5 Bohrungen an der Radnabe raus. Das sieht man an den Radbolzen oder beim Blick auf die Felgen. Bei Dir schaut das eher so aus, als läuft es über die Verzahnung der Radnabe. Dann hilft ggf. etwas Dichtmasse unter dem Druckstück (unter der SW55 Schraube). Hilft bei mir vorne auch nicht mehr, weil mein Radlager Spiel hat. Da muss ich mal etwas mehr zerlegen.

Gruß
Daniel
 
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Hallo Günter,
Du hast oben geschrieben 30-50ml. Jetzt schreibst Du, dass du es abgewischt hast.
Ist das die einzige Stelle außen an der SW55 Schraube, an der Dir Öl auf gefallen ist?
Hat der Mog jetzt lange gestanden und dann ist Dir das Öl aufgefallen?
Hast Du irgendwelche Arbeiten an dem Rad gemacht?
Zeige bitte Bilder vom ganzen Rad sowohl außen Seite wie auch Innenseite.
Wie Daniel richtig schreibt sammelt sich das bei defektem äußeren Wellendichtring in einer in einer leichten "Rinne" innen in der Radnabe und läuft dann durch die 6 Bohrungen nach außen. Die Bohrungen selbst sind bei montiertem Rad und aufstiegsring nicht sichtbar. Es ist möglich, dass das Öl dann auch an der Radnabe nach außen laufen kann und dort dann abtropft. Allerdings muss dann eine entsprechende Öligkeit auch and der Radnabe fühlbar sein. Sind die Bohrungen (teilweise) verstopft läuft das Öl gerne unsichtbar in die Bremstrommel.
Tritt das Öl wirklich nur ganz außen an der SW55 Schraube sind dort die Abdichtungen zwischen Achsstummel Radnabe, großem Druckring, Sicherungs Blech und SW55 Schraubenkopf nicht mehr in Ordnung.
 
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Hallo,

und wieder sieht man, dass nur eine vernünftige Beschreibung des Problems zu einem zielgerichteten Lösungsansatz führen kann. Bei Baujahr 1963 bin ich von neuer Achse ausgegangen, aber es ist noch einesder wenigen Fahrzeuge mit alter Achse, also gebaut vor März 1963.

Das sieht auf dem Bild nicht dramatisch aus, kann man gut richten. Allerdings wird es neben einem Schlüssel SW55 noch weitere (große) Sonderwerkzeuge (Radnabenabzieher und Aufzieher) benötigen. Da scheint der RWD nicht mehr zu dichten und das Öl kriecht über die Verzahnung nach außen. Mit Dichtmasse unter die Schraube mit Scheibe schmieren wird kein dauerhafter Erfolg zu erzielen sein, zumal für die Dichtmasse die Oberflächen fett- und ölfrei sein müssen.
 
Hallo Markus,
hier widerspreche ich Dir teilweise. Auch bei intaktem Wellendichtring kann das Öl über die Verzahnung nach außen zur Druckplatte kriechen. Der Wellendichtring läuft außerhalb der Verzahnung auf der Radnabe.
Ich würde aber auf jeden Fall trotzdem Rad und Bremstrommel abnehmen und prüfen ob dort irgendwo Ölspuren zu sehen sind.
Aber wie Du schreibst, uns fehlen einfach die notwendigen Angaben von Günter, das einzig vor dem Objekt sitzt.
 
Hallo Jürgen, ich kann Markus hier nur Recht geben. Er beschreibt es so wie es ist. Ich hatte das so in etwa vermutet. Der Wedi dichtet dann innen schon ab, bevor die Trommel drauf kommt. Also darf da schon kein Öl weitergehen, selbst wenn es wie hier nicht in die Trommel und auf die Beläge kommt! Ich vermute, auch weiß es nicht, dass unter der großen Schraube die eigentliche Mutter sitzt, die die Trommel fest hält. Außerdem wäre eine Abdichtung der großen Schraube für die Funktion unnötig. Irren ist möglich!

Gruß Herbert
 
Hallo Herbert,
Irren ist absolut menschlich und nicht verwerflich, solange man daraus lernen kann. Gilt für uns alle, mich absolut mit eingeschlossen.
Daniel hat schöne Bilder verlinkt, die Deutlich zeigen dass der Wellendichtring bereits im Bereich der Verzahnung des Wellenstummels liegt und dort auf der entsprechenden Laufläche im Inneren der Radnabe läuft. Aber die Radnabe selbst ist im Bereich der Verzahnung nicht dicht zum Ölraum abgschlossen. Die Trommel wird außen auf die Radnabe montiert und mit dieser mittels zweier Halteschrauben fixiert bevor sie mit dem Rad und den eigentlichen Radmuttern richtig befestigt wird. Der Achsstummel selbst ist hohl und auch hinten offen zum Ölraum. Im inneren Teil dieser Hohlwelle ist das Feingewinde für die große SW55 Schraube. Eine Abdichtung der Druckplatte gegen die Radnabe und von der SW55 Schraube zur Druckplatte inklusive Sicherungsring ist notwendig. Das Feingewinde im Inneren und eben auch die Verzahnung sind nicht absolut Öldicht. Die SW55 Schraube hält die Radnabe und damit das ganze Rad in Position.
Das ganze ist bei meinem ETrialMog genauso und daher von mir relativ regelmäßig kontrolliert und ab und an bearbeitet.
 
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Jetzt verstehe ich die Abdichtung. Wenn an der großen Schraube Öl austritt muß deswegen nicht der Wedi kaputt sein. An solch eine Bauform dachte ich nicht. Was dazu gelernt.

Vor ca 10 Jahren habe ich eine Woche in einem Betrieb zur Probe gearbeitet. Der Meister meinte am ersten Tag ihm kann keiner was vormachen, er kennt die Steuerungen in seinem Betrieb. Am 3 Tag sagte er bei der Lösung eines Problems zu mir : Auf die Möglichkeit wäre ich nicht gekommen.

Ich lerne heute noch täglich dazu .

Gruß Herbert
 
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