Hallo Helmut,
es ist äußerst merkwürdig, dass plötzlich der zurückgetretene Vorstand massenweise Anträge zur nächsten JHV stellt, u,a, zur Satzungsänderung. Hatten die doch all die Jahre Zeit, das zu tun.
Interessant. Gut, es steht jedem Mitglied frei, Anträge zu stellen, wobei mir die von dir jetzt genannten Anträge (noch) nicht bekannt sind, daher kann ich auch nicht beurteilen, ob und inwiefern ich diese vom Inhalt her als sinnvoll beurteilen kann. Aber du hast Recht, es hat schon einen Geschmack des "Nachtretens", wenn man die gerade so stellt, dass sie nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung ankommen. Letzten Endes egal, dass auch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung etwas länger dauert (es sind ja auch die bereits im Vorfeld bekannten Anträge eingereicht worden), dürfte auch jedem klar sein. Unabhängig vom Einreicher der Anträge sollte man sie aber sachlich fair beurteilen und sich auf das Niveau begeben, das in der Vergangenheit stellenweise vorherrschte. Gerade auch das gefiel mir an Rangos Vortrag: Er wird nicht persönlich, auch wenn das manchmal (wie er ja auch sagte) schwerfällt.
Besonders subtil ist der Antrag vom jetzt Ex-Kassierer, den Beitrag um 1/3 zu senken. Weiß er doch selbst am allerbesten, welche Kosten im Geschäftsjahr anfallen und was an Überschüssen in die Rücklage fließt.
Das ist sehr interessant. War doch noch vor wenigen Jahren von der damaligen Vorstandschaft eine Beitragserhöhung angedacht. Ich wüßte jetzt nicht, was sich da so stark finanziell geändert hat, dass man jetzt Beiträge senken sollte. Schon damals hatte man jährlich einen fünfstelligen Überschuß erwirtschaftet. Nun, man könnte jetzt (moderat) die Beiträge senken oder aber z.B. die Teilnahme an Veranstaltungen wieder attraktiver machen. Hier spräche auch satzungsgemäß und aus Sicht der Gemeinnützigkeit überhaupt nichts dagegen, Anmeldegebühren zu senken. Ob das aber die Mehrheit der Mitglieder will, muss man sehen.
Dem Club die finanzielle Handlungsgrundlage zu entziehen halte ich für vereinsschädigendes Verhalten.
Nochmal, jedes Mitglied hat die Möglichkeit und das Recht, Anträge einzureichen. Über die Sinnhaftigkeit entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Vorstandschaft hat aber auch die Aufgabe, auf die Konsequenzen der Anträge hinzuweisen. Eine Konsequenz aus einer Beitragssenkung in der Höhe wäre, die Ausgaben so anzupassen, dass man mit den zur Verfügung stehenden Einnahmen auskommt. Alternativ eben, erstmal die angesparten Mittel abzuschmelzen. Ob das sinnvoll ist, müssen dann die anwesenden Mitglieder entscheiden. Vielleicht will der Ex-Kassierer aber auch nur etwas nachhelfen, damit seine im letzten Heft'l abgedruckten Visionen so auch wirklich eintreten und er dann sagen kann, er habe ja das alles so kommen sehen.
Also: Ruhig und sachlich bleiben, auch wenn es bei solchen Dingen manchmal schwerfällt...
Gruß,
Michael