Synchronisiertes Getriebe 411: 6. Gang geht nicht raus

OPTI-MOG

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09. Jan. 2005
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Liebe Unimog-Freunde,

was könnte die wahrscheinlichste Ursache für das Klemmen des 6. Gangs sein? Es passierte plötzlich während der Fahrt nach etwa 60 km am Stück und ohne "Vorwarnung".

Es kommen ja nur zwei Sachen in Betracht:
1. Schaltschiebehülse 6. Gang verklemmt (gebrochener Gleitstein ...?)
2. Schaltrahmen 5./6. Gang verhakt (wo ...?)

Welche vergleichbaren Schadensbilder und deren Ursachen sind bekannt?

Jedenfalls werden bei nächster Gelegenheit der Hauptschaltdeckel und die Schaltplatte abgenommen werden müssen. :technik
 
Moin Christoph,

Deine Angaben sind sehr dürftig :o

Ein paar mehr Informationen währen sicherlich hilfreich.

Vielleicht kann das Rätsel auch durch einen Blick in den Seiteneingang geklärt werden)
 
Moin Reiner,

ich kann dazu nur noch sagen, dass sich der Schalthebel keinen mm mehr vor/zurück bewegen lässt. Lediglich seitlich hat er das übliche Spiel. Die Getriebeöltemperatur betrug ca. 40 °C.

Vielleicht ist ja wie bei Dir aus der Rastung ein Stück ausgebrochen und hat sich in der Betätigung verkeilt.

Im Anhang zwei Fotos von einem Vorführmodell der Schaltplatte
 

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Keinen mm lässt vermuten, dass der Fehler irgendwo an der Schaltplatte zu finden ist.

Oder vielleicht im Schalthals???

Also doch von oben nach unten durcharbeiten. :)

Viel Glück!
 
Moing Christoph,

da kann dir ggf ab Freitag Stefan was dazu sagen (wenn Du zum UCG-Treffen kommst), er hatte in seinem 404 mal ein recht ähnliches/gleiches Problem.

mfG
Axel
 
Hallo Cristoph
alleine der Schalthebelfinger hat in den Schaltgabelnuten schon ein wenig Spiel.
Wenn sich also gar nicht bewegen lässt kommt eigentlich nur der Schaltdeckel in Frage.
Wann oder wodurch lässt sich der Gordische Knoten denn immer lösen? Geht der Gang nach dem Abkühlen wieder raus ...?
 
Hallo Christoph,

ich kenne das Getriebe vom 411er nicht.

Aber schau dir mal die Beschreibung an: hier

Ist vom 406er, aber wenn´s hilft :?:

Grüsse: Hugo
 
Liebe Unimog-Freunde,

selbst intensives Handauflegen löste den 6. Gang leider nicht. Es musste massiv Hand angelegt werden.

Hauptschaltgetriebedeckel abgenommen
- Hebelage leichtgängig
- Schaltplatte in Stellung 6. Gang fest

Schaltplatte abgenommen
- Schaltrahmen 5./6. Gang normal leichtgängig
- Schaltschiebehülse 6. Gang auf der Hauptwelle normal leichtgängig
- Schaltschiebehülse 5. Gang auf der Vorgelegewelle verkeilt durch teilweise ausgetretenen Gleitstein, (Kugel sichtbar), das ist der Fehler
 

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...

Der Gleitstein konnte wieder in seine eigentliche Position gehebelt werden. Danach ließ sich die Hülse wieder schalten.

Beim Durchdrehen der Vorgelegewelle - oh Schreck, einer von drei Gleitsteinen ist weg.

Also noch schnell das Kriechgang-Zusatzgetriebe abgebaut, damit man von unten besser sehen kann und den Gleitstein findet.
1. Foto: Gleitstein fehlt, 2. Foto: Gleitstein vorhanden

Aber weder von Stein, noch Feder, noch Kugel eine Spur! Auch kein sonstiger Kollateralschaden zu erkennen.
Erklärungsversuch: Der Gleitstein war gar nicht eingebaut?!
 

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...

Gibt's einen Trick, wie man den fehlenden Gleitstein ohne großen Aufwand einsetzen kann? :idee

Oder muss das Getriebe dazu ausgebaut und zerlegt werden? :evil:

Für Eure sachdienlichen Hinweise im voraus besten Dank!
 
Gibt's einen Trick, wie man den fehlenden Gleitstein ohne großen Aufwand einsetzen kann?

Moin Christoph,

hast Du bereits die "Suche-Funktion" bemüht???

Das Problem gabs vor Kurzem.

Der Betroffene hats, ich weiß nicht wie, geschafft, die Steine ohne Ausbau des Getriebes wieder ein zu fügen.

Bist Du Dir ganz sicher, dass der Stein nicht bei der Demontage der Schaltplatte heraus gefallen ist.???

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein heraus gefallener Gleitstein den Schalthebel dermaßen blockiert, dass sich der Schalthebel keinen mm bewegen lässt.
 
Doch, das kann schon sein- da rührt sich dann nix mehr!
Aber der fällt ja nicht ohne Grund heraus - Grund für Optimierung?
:D Ob es ob der massiven Leistungssteigerung zu dem Defekt gekommen ist? :D
 
Hallo Lukas,

es handelt sich glücklicherweise nicht um eines meiner Getriebe. Deswegen hat es auch nichts mit der "enormen" Leistungssteigerung des OPTIMOG 411 zu tun. :wink:

Meine Theorie hatte ich ja schon begonnen zu formulieren: ... und der Gleitstein fehlte schon lange. Durch seine Abwesenheit gab es verstärkt und einseitig Verschleiß im Bereich der Schiebehülse, der darin gipfelte, dass einer der beiden verbliebenen Steine versuchte, durch den vergrößerten Spalt zu flüchten.
 
Moin Reiner,

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein heraus gefallener Gleitstein den Schalthebel dermaßen blockiert, dass sich der Schalthebel keinen mm bewegen lässt.

Doch es war so: Die Schaltschiebehülse des 5. Gangs war spielfrei fest verkeilt und das Spiel an Schaltgabel/-zunge und Betätigung unter 1 mm.

hast Du bereits die "Suche-Funktion" bemüht???

Ja doch, aber da ging es um die Hauptwelle im 406. Und mein Fall liegt möglicherweise etwas anders: Vorgelegewelle im 411.
 
Nun denn,

es kann natürlich sein, dass der Stein bereits bei einer vorher gegangenen Montage der Schaltplatte heraus gefallen ist.

Nur dann, wenn die Schaltmuffe über ihren "normalen Weg" hinaus bewegt wird, können diese Dinger raus fallen.

Also, muss es auch möglich sein, sie wieder ein zu fügen.
 
Moin Reiner,

Dein Hinweis erscheint logisch.

Guten Morgen Frank,

dann versuch' mal, die beiden noch vorhandenen Gleitsteine nach Schieben der 5. Gang Schalthülse gaaanz nach vorn herauszubekommen. Entsprechend wäre der umgekehrte Weg natürlich möglich. Was sehr zu hoffen wäre.
 
Hallo Christoph, hallo Reiner,

ich wette ein Wildschwein, dass Du den Gleitstein nicht reinbekommst ohne das Getriebe zu zerlegen.
 
Hallo Michi,

ich wette nicht dagegen. Du scheinst zu wissen, dass es nicht geht. :wink:

Dein Wildschwein hat mir übrigens sehr gut geschmeckt - vielen Dank!
 
So ne Wildsau auf Toast hätte was :spitze

Michael,

ich kann leider nicht gegenhalten :cry: weil ich noch nie vor der Situation stand :D

Aber ein begnadeter Mogschrauber hat mir glaubhaft versichert, dass er es bereits gemacht hat.

Die Meinung dieses Schraubers würde ich, ganz gegen meine Gewohnheit, niemals anzweifeln!!!