Hallo,
nochmal zurück zum eigentlichen thema:
ich finde es eine super sache, daß trotz berg, kurve, böschung zäunen, etc. der mog nicht UMGEKIPPT und ohne größeren schaden (?) zum stehen gekommen ist !! entweder saumäßig glück, und/oder eine gute fahrerische leistung gepaart mit reflex und gutem instinkt ! also, ich würde die beiden beteiligten auch mal loben und ihnen nachfühlen, statt nur über sie herzuziehen ! er hätte den mog ja auch in der kurve umlegen können, frontal in ein haus oder eine mauer reinknallen, etc, etc. also unterm strich: gut gemacht !
ganz wichtig: laßt euch (die beteiligten) durch sowas nicht vom mogfahren abbringen ! die fahrzeuge sind auch nicht potentiell unsicher oder gar gefährlich - solange man sie so betreibt, wie sie damals gedacht waren.
richtig repariert und gewartet ist eine einkreisbremsanlage auch nicht das problem - man muß sich nur fahrtechnisch drauf einstellen ! die warscheinlichkeit, daß mehr passiert, wenn was passiert, ist eben größer.
übrigens, die idee mit dem runterschalten kann noch viel gefährlicher ausgehen: denn meist geht der ganz zwar raus, aber ganz sicher nicht mehr rein (zumal, wenn das fahrzeug noch beschleunigt) - und schon gar nicht der nächst kleinere !! und dann ist ÜBERHAUPT keine bremswirkung mehr da ! ich dachte, die lkw-fahrer kennen die regel, bei bergabfahrt NIEMALS den gang heraus zu nehmen !? hat mir schon mein onkel von klein auf immer vorgebetet, und der war lkw-fahrer im überlandverkehr - aber nicht auf 500PS-maschinen mit klima, sondern seit den 40ern bis in die 70er jahre mit schweren baufahrzeugen.
also, z.b bergab im gleichen gang fahren wie bergauf (egal, ob leer, voll oder mit anhänger) - wenn man also mit 15km den buckel hochzuckelt, dann sollte man ihn nicht mit 50 runterbrettern ! sowas kann man aber nicht von jetzt auf nachher wissen, vor allem nicht, wenn man immer nur mit modernen und kleinen fahrzeugen unterwegs war ! das muß man lernen oder gesagt bekommen, und zwar vernünftig.
wie gesagt, etwas unfair, über die beiden beteiligten herzuziehen.
wir sind hier in der mog-gemeinschaft, damit auch weniger erfahrene mitstreiter von den übrigen profitieren können ! deshalb will ich auch nicht als kritiker versanden werden, sonder einfach nur versuchen, eine hilfestellung zu geben.
und übrigens: laßt die beiden erst mal den schock richtig verdauen - daß gefühl, knapp an der sense vorbeigekommen zu sein, ist nicht lustig !! (ohne jetzt beurteilen zu können, wie kritisch es wirklich war).
warum ich mir anmaße, was dazu zu sagen: ich hatte auch schon eine ähnliche situation ! nach einem tag arbeit mit ZW und spalter wollte ich losfahren und den (4to) schweren beladenen anhänger mit auflaufbremse anhängen. im losfahren merke ich, daß die bremse durchfällt - und der weg ist stark abschüssig, erst eine böschung und dann 300m steil runter. ich hatte glück, daß a) der anhänger noch nicht dran war, und b) ich den mog nach der böschung (ca. 10m) mit der handbremse und dank kleinem gang sofort wieder stoppen konnte ! diagnose: ZW hat die leitung zur HA angescheuert, und beim treten der bremse an der böschung ist sie weggeflogen. evtl. hätte mich das massive durchtreten der bremse vor dem losfahren davor bewahren können - aber auch nur vielleicht. sicher geholfen hat mit der 2. gang ... und der noch nicht angehängte hänger - das war glück.
ich bin dann übigens (ohne hänger) nachts auf leeren feldwegen im schrittempo nur mit der handbremse nach hause gefahren (ca. 1km) - alles kein problem, wenn man sich darauf einstellt.
seither ist mir auch erst bewußt geworden, was eine einkreisbremse ohne wirkung eigentlich bedeutet, und wie man sich dabei fühlt !
was für mich nicht heißt, daß ich jetzt nur noch angst habe beim fahren, sondern daß ich mich eben noch mehr wie vorher drauf einstelle, daß evtl. was passieren könnte !
ergo: leute, ihr habt glück gehabt - keine schuldzuweisungen (vor allem nicht an TÜV, vorbesitzer, und auch nicht zu viel an euch selber), keine übertriebene angst oder hektik mit irgendwelchen umbaumaßnahmen. den mog reparieren (lassen), und weiterhin gefühlvoll damit fahren, in dem bewußtsein, daß es eben kein rennwagen, sondern solide technik aus den 60ern ist ! bangemachen gilt nicht !
weiterhin allen gute und sichere fahrt !
Andreas