Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland

Beide Vorgelege sind nun soweit wie im Bild ersichtlich zerlegt. Fahre mit den Gelenkwellen morgen zu einem Gelenkwellenhersteller /- reparaturbetrieb in meiner Nähe, um sie beurteilen zu lassen.
 

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Mit den Gelenkwellen war ich heute bei Gelenkwellen Welte in Neu-Ulm. Die Gelenkwellen sind dort bekannt. Die Sitze an der jeweils langen Wellenseite müssen aufgeschweißt und geschliffen werden. Für die jeweils kurze Wellenseite müssen sie schauen, ob noch Verschleißringe (=Lauffläche für die Simmeringe) auf Lager sind. Alternativ wäre der Einsatz von speedi sleeve denkbar.
Die Doppelgelenke hinterließen einen passablen Ersteindruck, nichts ruckelt oder hakelt. Ob evtl. etwas besonderes ansteht, wird man bei der Zerlegung fürs auftragsschweißen sehen. Sie rieten aber dazu, mindestens die Dichtungen zu tauschen, damit das Fett nicht durch Spalte entweicht, sondern an die entsprechenden Stellen gelangt.
Habe die Doppelgelenkwellen also zur Bearbeitung mal dort gelassen und eine grobe Preisorientierung dazu bekommen.
In ca. einer Woche könnten die Teile schon fertig sein.
 
Gereinigt sind die beiden Vorgelege und in die beiden Flansche die Simmeringe eingepresst.
 

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Hallo Winni

Verschleisshülsen für die kurze Seite hätte ich noch am Lager - Standort ist aber die Schweiz. Noch eine Frage zu den angesprochenen Dichtungen: Zwischen dem Mittelstück und dem eigentlichen Gelenkkreuz hat es so kleine runde abgesetzte Dichtringe (für die Abdichtung vom Fettkanal - nicht auf den Gelenkbolzen). Haben sie solche Dichtringe auf Lager? Dadran wäre ich nämlich noch sehr interessiert da sonst bei den üblichen Verdächtigen nicht mehr im Angebot...

Gruss Norbert
 
Guten Morgen Norbert
Danke für die Info. Deine Frage zu den Dichtungen kann ich gerne bei meinem nächsten Besuch zu Firma Welte mitnehmen.
 
Den heutigen Tag habe ich mit der Demontage der Vorderachse verbracht. Zuerst habe ich Lenkgestänge, Stabilisator und den rechten Achsschenkel entfernt. Nach Ausbau sieht man auf den Fotos die darin sitzende "Buchse mit Rohrstück", gottseidank noch heil. Den in der Buchse sitzenden Simmering gilt es zu ersetzen.

:shock: :shock:
Die Berichterstattung und Arbeit in der Community breche ich für heute erstmal ab, nachdem der Zugriff sowie das Hochladen ätzend lange dauert bzw. gar nicht funktioniert. Nachhaltig verbessert hat sich hier leider noch gar nichts.
 

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Danach die Schubrohrmanschette abgenommen und das Schubrohr vom Getriebeabgang gelöst. Die Achse außer mit den beiden Böcken auch am Schubrohr unterbaut und dann schrittweise in Richtung Boden auf Rollbretter abgelassen.
 

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Zum Schluß noch das Differential gezogen.

Ans leere Achsgehäuse habe ich dann kurz nochmal den Achsschenkel rangehalten, um zu zeigen wie die darin steckende "Buchse mit Rohrstück" in den Simmering nahe der Achsmitte eingreift. Siehe Video. Bitte beachten, dass der Achsschenkel noch nicht ganz am Achstrichter anliegt, damit steckt das Rohrstück auch noch nicht ganz im Simmering.
 

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Heute die inneren Simmeringe des Achsgehäuses herausgenommen.

Auch der Simmering in der " Buchse mit Rohrstück" wurde entfernt. Hierzu musste dessen Haltering entfernt werden. Dies ging aber nur durch aufschlitzen, da er am hinteren Ende gegen die Buchse verbördelt ist. Ersatz ist bestellt...und wird auf eine andere Art gesichert.
Diese Verbördelung wurde m. E. in der Serie vor dem einpressen der "Buchse mit Rohrstück" in den Achsschenkel vorgenommen. Insgesamt ist das keine reparaturfreundliche Lösung.
 

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Hallo Winni
Endlich wieder mal jemand, der so eine Achse richtig aufarbeitet :)
Wenn du mir diese Dichtungen besorgen könntest wäre das super und ich würde einige abnehmen. Aber schauen wir doch mal, was da herauskommt. Auf jeden Fall danke fürs Fragen.
Gruss Norbert
 
TIPP
zur Entfernung der inneren Simmeringe aus der Blechaufnahme im Achsgehäuse:

Ein kraftvolles herausstemmen aus der Blechaufnahme ist ohne weiteres nicht möglich, da sich die Blechaufnahme entweder deformiert oder sich diese aus ihren Fixierungslaschen löst.
Ich habe daher den Metallring der Simmeringe mit einem kleinen Rundschleifer abgeschliffen. Dabei nicht in die Blechaufnahme eintauchen!
Dadurch sind die Simmeringe dann so geschwächt, dass sie sich recht leicht entfernen lassen.
 

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Die Montage des ersten Simmerings (Metallgehäuse, jedoch nicht Bauform C) in die im Achsgehäuse sitzende Blechaufnahme des Achsgehäuses gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Die Passung Simmering / Blechaufnahme ist extrem straff, geht deutlich über das mir bekannte hinaus. Nach 1,5 Stunden habe ich meinen Versuch, den Simmering mittels einer Gewindestange einzuziehen, erstmal abgebrochen. Der Simmering läßt sich bislang einfach nicht symetrisch einziehen, sondern kippt einseitig in die Bohrung der Blechaufnahme.

Weiterer Versuch folgt.....
 
Nach einem weiteren Versuch sitzt nun der erste Simmering in seiner Blechaufnahme.
Eingezogen mit einer Gewindestange M12, nachdem sich M8 als zu schwach erwies.
Ein anfängliches einseitiges einziehen habe ich dadurch kompensiert, dass ich die Druckplatte am tiefsten Punkt unterlegt habe und so der hochstehende Teil nachgezogen werden konnte.
Jetzt scheint es so zu sein, dass der Simmering noch ganz knapp nicht an seiner Endposition angelangt ist, weil die Druckplatte (2mm- Blech plus Flachstahl) mit auf der Blechaufnahme aufliegt. Schaue nun also nach einem ca. 20mm langen Rohrstück mit ca. 60mm Durchmesser, das ich in den Simmering einlegen kann. Dann ziehe ich auf Endposition.

P.S. Als Gegen-/Haltepunkt zum Einziehen dient der konische Trichter der Blechaufnahme. Der zeigte sich als stabil zur Aufnahme der Zugkraft.
 

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Das Rohrstück zum eindrücken der Simmeringe in die Endposition habe ich auch schon etwas vorbereitet.
 

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Mit Hilfe des zuletzt beschriebenen Rohrstückes habe ich nun beide Simmeringe in ihrer Blechaufnahme positioniert.

Danach am rechten Achschenkel den äußeren Simmering und dessen Haltering montiert. Nachdem eine Rundumbördelung am Haltering nicht möglich ist, habe ich den Haltering an gegenüberliegenden Stellen eingesägt und nach dem aufschlagen die entstandenen Laschen umgebogen. Das sollte m.E. ein selbständiges lösen verhindern.
 

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Im linken Achsschenkel ist jetzt die neue "Buchse mit Rohrstück" plus deren Simmering eingepresst. Der zugehörige Haltering ist auf dem Weg.

Zur Probe habe ich den Achsschenkel ans Achsgehäuse gesteckt. Auf dem Foto mit Blick in den Differentialraum sieht man, wie weit das Rohrstück in den Simmering eintaucht. :Ahnung
 

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Nun sind auch die ausgedrehten Bremstrommeln und neu beklebten Bremsbacken der Vorderachse zurück.
Einfach schön zu sehen, wie diese geometrisch sauber zusammenpassen.

Die Doppelgelenkwellen lassen vermutlich auch nicht mehr lange auf sich warten. Aber zwischenzeitlich kann ich nun ja schon wieder das Differential ins Achsgehäuse setzen und diesen Anteil ans Fahrzeug montieren.
 

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Achsgehäuse und Differential sind wieder zusammengefügt. In diesem teilmontierten Zustand habe ich die Achse vom Fahrzeug abgenommen und setze sie auch wieder an. Das hat Gewichtsvorteile und der Rest läßt sich bequem im Anschluß anbringen.
 

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Die neuen, vorderen Radbremszylinder, sowie der Haltering für den in der "Buchse mit Rohrstück" sitzenden Simmering (vorne links) sind auch eingetroffen. Es geht also in kleinen Schritten voran.
 

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Habe heute früh die teilmontierte Achse unter dem U2010 platziert und das Kreuzgelenk mit sechs Schrauben am Getriebeabgang befestigt. Nun noch fest anziehen, die Schubkugel befestigen und schon kann es im äußeren Achsbereich mit der Montage weiter gehen.
 

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