@JürgenPB:
die momentane Zugkraft einer Winde zuverlässig einzuschätzen, ist vermutlich kaum möglich. Die MB-Winden kenne ich nicht, bei den Forstwinden von Glogger und Werner dürfte die Einstellung der Kupplung Einfluß auf die maximale Zugkraft haben.
Bei meiner Adler-Winde muß man den Kupplungshebel um so stärker betätigen, je größer die erforderliche Zugkraft ist. Mit dieser Winde habe ich schon ein 8mm Stahlseil zerrissen. Daß es für diese Winde zu schwach war, wußte ich, aber ich dachte auch, ich hätte das im Gefühl...
Zu diesem Thema habe ich auch hier schon einmal geschrieben:
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=39820&highlight=
Letztendlich bleibt wohl nur, das Seil mehr als ausreichend stabil zu dimensionieren - dann gibt die Winde oder das schwächste Glied in deren Antriebsstrang als nächstes auf, im besten Fall rutscht einfach die Kupplung der Winde durch.
Einen Baum mit dem Mog auszureißen ist leichter gesagt als getan. Ich hatte mich vor Jahren schon einmal an einem frischen Weidenbaumstumpf im einem Nachbargarten versucht (ca. 25-30 Jahre Baumalter). Er war schon weitgehend freigegraben - der Unimog ist trotzdem noch mit Allrad auf Asphalt / Betonplatten durchgerutscht.
@Hans und die anderen:
Daß für viele unter uns noch nicht einmal der nackte Unimog finanziell wirtschaftlich ist und eine Winde für Dreipunktanbau dann noch die vernünftigste der unvernünftigen Lösungen ist, ist mir klar.
Aber Hans hatte ursprünglich die Frage gestellt, ob denn eine Winde für Dreipunktanbau besser für die Bodenfreiheit ist, als eine Rahmenwinde und war zudem offenbar der Meinung mit Rahmenwinde müßte man auf die Pritsche verzichten.
In meinem Beitrag dazu wollte ich mit "wirtschaftlich" nicht die finanzielle Wirtschaftlichkeit betrachten, sondern die des praktischen Gebrauchswertes.
– Gemeint war: Kein ernstzunehmender Hersteller von Forstausrüstungen für den Unimog kann es sich leisten, den Gebrauchswert des Unimog als geländegängiges Forstfahrzeug durch Reduzierung der Bodenfreiheit nennenswert einzuschränken!
Falls Hans jedoch mit "Rahmenwinde" die hinter der Hinterachse unter dem Rahmen angebrachte MB-Heckseilwinde meinte, wundert es mich nicht mehr, warum er den Eindruck hatte, Rahmenwinden würden die Bodenfreiheit einschränken.