Vorstellung und ein kleiner Blog zu meinem 411

Hallo Zusammen,
kleines Update. Meine Antriebswellen sind in Neu-Ulm angekommen und werden dort aufgearbeitet. Um die Wartezeit zu Überbrücken geht es am Wochenende mit den Achsschenkeln weiter. Bilder folgen.

Gruß
Daniel
 
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Moin Forum,

ich habe heute die beiden Achsschenkel mit Hilfe eines Kumpels aufgearbeitet. Er hat eine schöne 50t Presse, die ist dafür sehr praktisch. Es gibt vom Unimog 404 einen Satz mit allen Teilen für beide Seiten. Auf dem Beipackzettel stand Oktober 1976. Top! Langzeitkonserviert.
Naja, die alten Teile ausgepresst und anschließend alles wieder mit den neuen Teilen zusammengebaut. In dem Zuge dann gleich den neuen WeDi für die Achse mit der Abdeckscheibe eingebaut.

@Winni59
Zur Sintermetallbuchse. Wir haben die beiden Buchse mit einem Dreipunkt-Innenmikrometer vermessen.
Linke Seite: max. 48.5mm
Rechte Seite: max. 48.42mm

Ich habe mich entschieden die nicht auszutauschen. Wenn die gebrochen wären oder deutlich sichtbare Schleifspuren dann hätte ich die ausgetauscht.

Morgen baue ich beiden Achsschenkel erstmal wieder an die Achse. Der Stabi vorne hat auch 2 neue Gummibuchsen bekommen.

Gruß
Daniel
 

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Hallo Daniel
Mit Bezug auf deine Messungen der Sintermetallbuchsen läßt sich also sagen, dass sich der ursprüngliche 48,21mm - Innendurchmesser um ca. 0,2 bzw. 0,3mm vergrößert hat. Die 48mm Gelenkwellendurchmesser werden je nach Passungswahl durch Fa. Welte maßlich ja etwas ins Minus gehen. So grob dürfte also ca. 0,5 bis 0,6mm Spiel zwischen Buchsen und Gelenkwellen entstehen.
Das widerstrebt meinem Verständnis eines Gleitlagers schon etwas. Schade, dass bislang keine Infos zu von Daimler festgelegten Verschleißgrenzen eingegangen sind. Damit ist die Entscheidung für dich sicher auch nicht leichtgefallen, die Sintermetallbuchsen nicht zu tauschen. Hoffen wir mal, dass mit dem genannten Lagerspiel die Simmeringe nicht zu rasch verschleißen.
 
Hallo Winni,
ja ich war mir unschlüssig. Ich glaube nicht, dass sich der Durchmesser um 0,2-0,3mm vergrößert hat. Dafür fehlen mir die eindeutigen Schleifspuren. Aber finde dazu auch keine Infos zu. Das WHB sagt ja auch nicht viel dazu. Ich betrachte die Sintermetalbuchse eher als Grobzentrierung, insbesondere bei eingeschlagener Lenkung. Die Antriebswelle sollte bei Geradeausfahrt eigenlich gar keinen Kontakt mit der Buchse haben....wenn die Antriebswelle da wild rumtaumelt ist da schon was im nicht ok.

Gruß
Daniel
 
Guten Morgen Daniel
Ich denke, wir haben das gleiche Verständnis, dass es sich im Bereich Sintermetallbuchse um eine Art Zwischenlager handelt. Bei spielfreien Gelenken und Geradeausfahrt tragen die äußeren Kegelrollenlager. In anderen Situationen würde dann die Sintermetallbuchse mit relevant.

Wundere mich nur etwas darüber, dass die Sintermetallbuchsen, ohne eindeutige Schleifspuren zu zeigen, maßlich über dem beim Einbau mit dem Dorn zu erzeugenden Maß 48,21mm liegen.

Damit ein schönes Wochenende und weiter ein gutes Gelingen bei den Arbeiten.
 
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Hallo Forum,

heute haben wir die Vorgelege zusammengebaut. Leider gibt es nur 2 Bilder, weil wir voll in Aktion waren.
Beim ersten Vorgelege hatten wir Stress mit dem WeDi. Der wollte nicht auf den Verschleißring drauf. Man sieht nichts und wenn die Spiralfeder dann abfliegt wird es fummelig.
Beim zweiten Vorgelege haben wir uns ne Halterung für die Antriebswelle gebaut und der Verschleißring saß die ganze Zeit während der Montage mit viel Fett in seinem WeDi. So ist es vermutlich auch im WHB gedacht. Das ist besser, weil hinterher bekommt man den nicht auf den Verschleißring. Die Seite lies sich schnell und problemlos zusammenbauen.
Beim ersten Vorgelege habe ich dann den Flansch wieder entfernt. Da werde ich werden die Papierdichtung& Dichtmasse neu machen. Wenns nicht klappt, muss man eben nochmal mehr zerlegen. :-( Augenscheinlich ist der WeDi auch nicht beschädigt. Zumindst was ich mit meiner Inspektionskamera so sehen kann.

Schönen Sonntag & Gruß
Daniel

P.S. Das Blaue ist Würth Super RTV Silikon für Getriebe/Differenziale.
 

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Hallo Daniel,
schöne Arbeit.
Allerdings komme ich nicht ganz mit Deinen Begrifflichkeiten mit. Es geht doch um einen 411 alte Achse.
Von welchem "Verschleißring" Ring redest Du?
Was für eine Vorrichtung hast Du Dir gebaut?
Ehrlich gesagt ich kann mich nicht wirklich an ein großes Problem bei der Montage des Wellendichtringes nicht erinnern aber es ist auch schon 16 Jahre her.
Deswegen habe ich nur ein Bild von (vor) der Demontage.
 
Hallo Jürgen,

mit Verschleißring meine ich den Teil 22 worin der WeDi #4 im Flansch #3 läuft. Nummern siehe Teileliste. Genau der WeDi aus Deinem Bild.
Beim ersten Vorgelege haben wir die Antriebswelle salop gesagt im Schraubstock eingespannt. Vorgelegegehäuse mit Außenring vom Lager 30309 drüber. Dann Lagerinnenring 30309, Ritzel und Lager 30306 drauf. Das war aber Mist, weil die Welle zu weit im Vorgelege steckte und man dann wieder zurück muss. Der WeDi muss ja auf dem Verschleißring laufen. Das ist aber fummelig weil man nichts sieht. Kann ich schlecht beschreiben, muss man sehen.
Beim zweiten Vorgelege stand die Antriebswelle senkrecht. Dazu passend das Vorgelege waagerecht am Tisch. Höhe der Antriebswelle passte genau, damit der WeDi die ganze Zeit auf dem Verschleißring sitzt. Dann Lager, Ritzel, Lager drauf. Geht dannn fix. Sorry hab leider kein Bild vom Aufbau. Der Aufbau ist im Prinzip wie im Bild oben. Nur dass die Antriebswelle nicht baumelt sondern von unten auf passende Höhe gestützt wurde.


Gruß
Dan
 
Guten Morgen Daniel
So wie du es beim zweiten Vorgelege für die Montage aufgebaut hast, habe ich es bei meinem U2010 auch gemacht. Und dieses grundsätzliche Aufbauprinzip ergibt sich auch aus dem Werkstatthandbuch. Weiter viel Erfolg.
 

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Hallo Dan(iel) :)
danke, dass Du mich abgeholt hast. Da gibt es tatsächlich einen Unterschied zur 404 Achse. Das Teil 22 hat man scheinbar beim 404 weg optimiert. Der Dichtring läuft direkt auf der Achswelle. Aber Dein zweiter Versuch entsprach dann auch meiner Vorgehensweise.
 
Hallo Daniel, die Gegenüberstellung mit der 404-Achse macht die Erklärung zum Verschleißring viel verständlicher. Falls du die Halterung noch einmal aufbaust, wäre ein Foto davon eine schöne Ergänzung zum Blog. Gerade solche kleinen Montagehilfen gehen in einer Teilezeichnung ja schnell unter.
 
Hallo Zusammen,

mein Aufbauprinzip entspricht dem von Winni. Ich muss ein Vorgelege nochmal öffnen. Damit bin ich nicht zufrieden. Das läuft an einer Stelle beim Drehen zu schwer. Da passt das Lagerspiel vermutlich nicht. Das Messwerkzeug aus dem WHB hab ich nicht. Ich vermute, dass die Dichtungen und Toleranzen der Lager schon Einfluss auf das Lagerspiel haben. Beim besagten Messwerkzeug wird ja das Lagerspiel mit Dichtungen ermittelt. Dann ergibt sich daraus welche Scheiben noch unter den Außenring vom Lager 30306 gelegt werden müssen.
Die originale Dichtung war 0,5mm. Keine Ahnung wie dick die jetztige von MP ist. Dichtungspapier ist gerade im Zulauf. Ich werden das so anpassen, dass leicht dreht. Das WHB sagt: "Nach dem Festziehen das Axialspiel der Welle (0,08 mm) gefühlsmäßig nochmals überprüfen. Welle muß sich von Hand leicht drehen lassen."

Viele Grüße

Daniel

P.S. Die meiste Zeit wartet man bei der Reparatur auf Teile und Kleinkram.... das dauert alles ewig.
 
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Hallo Daniel
Aufgrund deiner Info, dass die Welle nur an einer Stelle (wieviel Grad?) schwer geht, solltest du dir das Ganze im nochmal geöffneten Zustand anschauen. Lager ok, Schmutz, irgendetwas verspannt?
Sollte soweit alles ok sein, könntest du zur Ermittlung des Abstimmscheibenmaßes die derzeitigen Abstimmringe entfernen und an deren Stelle einen entsprechend dimensionierten Zinndraht einlegen. Dann montieren, wieder zerlegen und den Zinndraht messen. Unter Berücksichtigung des 0,08mm-Spiels ergibt sich dann die Dicke der Abstimmscheibe.
 
Hallo Winni,

von Lagerschale schief über Schmutz oder etwas zu viel Dichtmasse, welche irgendwo hintropfte ist alles denkbar. Die Welle lässt sich leicht drehen, aber 45° gehen schwer. Das ist aber kein Widerstand als wäre was zwischen den Zahnrädern. Da knierscht nichts. Das ist schon recht homogen und absolut wiederholbar. Immer die gleiche Stelle. Ich wollte die Schrauben vom Deckel erstmal um 180° lösen. Wenn es sich dann leichter drehen lässt, beweist es, dass mit dem Lagerspiel was nicht ok ist.
Es muss also mit dem kleinen Zahnrad bzw. Lagerspiel zusammenhängen. Die Idee mit dem Zinndraht ist gut. Ich werde mir das was improvisieren. Insbesondere werde ich mal die Dichtung von MP in der Dicke messen. Wie gesagt die ursprünglich verbaute Dichtung hatte 0,5mm Dicke.

Danke & Gruß
Daniel

P.S. Mit Zinndraht, geht auch dickes Lötzinn? Blei hab ich zwar da, aber nicht als Draht.
 
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Hallo Daniel
Lötzinn: könntest du in kleinen Stücken (3 bis 4 Stück) ja maßlich schon etwas in die richtige Dimension bringen, dann verformt es sich sicher recht leicht in den Endzustand.