Vorstellung und Pläne Unimog 411 BJ.60

Das sieht mir nach einer ganz alten Riemenscheibe 636 206 06 10 aus und da ist die erste der drei Markierungen zum OT hin 20° und die letzte 30°. Also bleibt nur die Schwungscheibe mit ihren Markierungen oder eine Gradscheibe.Riemenscheibe.webp
 
  • Like
Reaktionen: maddin248
Weil es der falsche Deckel ist für den Spritzversteller oder weil er häufig demontiert wurde?

Es wurde ja in der Vergangenheit auf jeden Fall ein anderer Motor eingebaut - wenn es einer aus nem Unimog wäre, hätte er ja vermutlich einen Betriebsstundenzähler?
 
Neuere Schwungscheiben haben bei 32 v. OT eine Bohrung zum Absoecken, die älteren nicht.

Nicht wundern, das unter Bild mit dem Stift zeigt eine Kombination mit RSV Pumpe, daher der Halter vor dem Zylinderkurbelgehäuse üner der Kuppungsglocke.

__002.webp__003.webp_001.webp
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast doch das Buch gelesen. Betriebsstundenzähler ab 1955 im UNIMOG.

Nein, der Deckel ist zu flach, keine "Zipfelmütze". Steht auchh im Buch sogar mit einem Bild der Sonderausführung mit Aussparung für die Riemenscheibe bei Luftpresser.

Das waren jetzt aber genug Bilder.:)
 
Genau, deswegen habe ich ja geschrieben, dass er als 1959er eigentlich einen Betriebsstundenzähler haben sollte.

Dann werde ich mal den Förderbeginn auf 32 Grad prüfen!
 
Wenn du einen älteren UNIMOG Motor aus dem 2010 oder 401 drin hast, sieht der Deckel genau so aus.

Und mach dir am Besten gleich die Richtigen Markierungen der Schwungscheibe auf die Riemenscheibe, das erspart beim nächsten Mal den Ausbau des Kabinenmittelbleches.
 
Ja das werd ich ich gleich auf der Riemenscheibe markieren! Danke für den Tipp!

Ich bin auf noch ein Rätsel gestoßen…Ich habe vorhin den Vorfilter gesucht. Bin meiner Meinung nach auch fündig geworden, allerdings hat er nur eine Zuleitung aber keinen Abgang. Und er hängt nicht in der Hauptleitung sondern hat einen extra Abgang am Tank (links). Das Rohr direkt im Vordergrund ist die Tankentlüftung.

Wo liegt da der Sinn?


IMG_3233.webpIMG_3235.webp
 
Hallo Martin
hat der Tank einen geschlossenen Deckel, könnte die Tankbe- und Entlüftung sein.
 
Der Abgang ist innen im Rahmen!!!! Ab 1960 ist der Filter dann an der ESP (vergl. UNIMOG 411- Das Kompendium)
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen!

Ein großer Schritt ist gemacht, vorgestern habe ich ihn anmelden können!

IMG_3429.webp

Das einstellen des Förderbeginn hat definitiv eine deutliche Versserung gebracht - allerdings qualmt er jetzt statt weiß schwarz und ist nach wie vor am 3. Zylinder nicht ganz dicht.

Einen enormen Leistungsschub haben wir gefunden, als wir das Rohr vom Luftfilter abgebaut haben und mal ohne gefahren sind. Ich werde mich mal mit dem Umbau auf Papierfilter beschäftigen und den Ölbadfilter noch intensiv reinigen.

Ein Problem habe ich noch mit den Bremsen - es ist ja alles Neu was man machen kann. Wir hatten den Kolben zum HBZ zu weit herausgedreht um einen guten Druck zu haben. Leider war es wohl zu weit und die Rücklaufbohrung wurde nicht mehr frei. Also gestern versucht auf den 1mm einzustellen. Aber wie soll man das denn einstellen? In der Gummimanschette sieht man nichts und selbst wenn die ab ist sieht man nichts..
Ich hab das jetzt auf Gefühl gemacht und bevor der Bolzen final hineinkam etwas gewackelt und gefühlt ob da noch Platz ist oder nicht.

Allerdings ist die Bremswirkung jetzt super schlecht und viel zu spät. Also bleibt nur die Beläge noch etwas mehr anzulegen, oder?
Wir haben sie aktuell so eingestellt, dass sie schleifen und dann wieder ein Stück zurück. An zwei Trommeln merkt man auch deutlich, dass sie irgendwo eine Stelle haben wo sie früher schon schleifen - soll man den Punkt ignorieren und auf den Rest einstellen?
 
  • Like
Reaktionen: Schneideisen
Hallo Martin
Das einstellen des 1mm Spiel erfordert keinen Blick hinter die Gummimanschette. Der längeneinstellbare Druckstösel wird soweit durch die Gummimanschette gesteckt, bis er spürbar am Kolben des Hauptbremszylinder anliegt. Das einzustellende 1mm Spiel erkennt und fühlt man bei Pedalbewegung am anderen Ende des einstellbaren Druckstösels recht gut.

Wenn zwei der Bremsen an Einzelpunkten bereits früher Schleifkontakt zeigen, deutet dies auf eine Unrundheit der Bremstrommeln hin. Stellst du die Backen auf diese Punkte ein, wird der Betätigungsweg des Pedals zum erreichen der später schleifenden Bereiche entspr. größer. Stellst du die Backen auf die später schleifenden Bereiche ein, neigen die anderen Bereiche natürlich zum klemmen. Bei beiden Situationen wird das Bremsverhalten nicht ideal sein.
Je nach Grad der Unrundheit sollten die Bremstrommeln also vermessen und ausgedreht werden. Und bezogen auf den Ausdrehdurchmesser sind dann die passenden Belagstärken zu wählen.
Wirf am besten auch einen Blick auf die Bremsbeläge. Also ob sie sauber aufgenietet sind, gleichmäßig an den Backen anliegen und vom Zustand her ok sind.
 
Hallo,

der Kolben des HBZ muss nur bis ganz nach vorne gleiten können. Ist das Spiel nicht vorhanden, entspannt die Bremse nicht und man merkt es an dem ständig leuchtenden Bremsleuchte nach ein paar mal Treten der Bremse.

Schleift die Bremse an einer Stelle bei der kompletten Umdrehung des Rades, wird die Bremse später beim Fahren leicht heiß. Das Rad muss bei gelöster Bremse auf der ganzen Umdrehung rund drehen ohne zu schleifen. Der Grund für Probleme ist meist der Belag, der nicht zentrisch zur Trommel läuft. Deshalb gab es das Bremsbelagabdrehgerät Zanchi UNIMOG ZBD 1. Hier wird der Belag zentrisch zur Trommel im eingebauten Zustand anbgedreht und der Exenter ist nach wenigen Zehnteln Zurückstellung frei. Das garantiert den kürzeszten Weg, bis der Belag anliegt. Denn das Schluckvolumen des HBZ ist sehr begrenzt.IMG_20230413_185954.webpzbd1a.webp
 
Hallo Zusammen,
Vielen Dank euch beiden für die Hinweise!

Ich werde die zwei betroffenen Bremsen nochmal öffnen und die Bremsbeläge anschauen.

Es ist ja alles neu (auch die Beläge, nur die Trommeln sind natürlich alt), im Grunde müsste man ja an den Bremsbelägen sehen, wenn etwas absteht und sie da deutlich mehr schleifen.

Bremstrommel vermessen und ausdrehen wird vermutlich schon schwieriger. Wüsste spontan nicht welche Werkstatt das noch macht. Vielleicht frag ich mal beim Werkzeugbau nach.
Aber im Grunde ist es für mich ebenfalls die wahrscheinlichste Variante, weil die Bremse ja immer nur zeitweise schleift und nicht bei der gesamten Umdrehung.

Danke Markus für die Info! Ich vermute das Gerät lässt sich aber weder irgendwo ausleihen noch auftreiben. Im Internet findet man kaum etwas dazu, das zu finden wird vermutlich wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
 
Hallo Martin
Bezüglich Bremstrommeln vermessen und ggfls. ausdrehen kann ich dir Bremsen Schöbel in Nürnberg empfehlen.
Die haben im Frühjahr meine Trommeln vom U2010 vermessen und ausgedreht. Sowie die Beläge super passend dazu auf die Backen aufgeklebt. Dasselbe letztes Jahr auch schon für meinen Bergtraktor.
 
Die Trommeln vom 2010 und 411 kann man nicht vergleichen. Die vom 2010 verformen sich schon beim Bremsen. Und es ist auch egal, wie gleichmäßig die Reibbeläge auf dem Träger aufgenietet oder geklebt sind. Es liegt an der Konstruktion der Backenbremse, die oben ihre Drehachse hat.

Ich habe viele Jahre nach dem Zanchi Gerät gesucht und mittlerweile einige Zeichnungen für die damals von Kindermann hergestellten UNIMOG Adapter gemacht. Die Geräte sind Standardgeräte von Zanchi und tauchen immer mal wieder auf. Von den ZBD 1 UNIMOG kenne ich vier, aber alle sicher zu weit weg von dir und verleihen würde ich meines nicht.

Mess doch einfach die diametralen Abstände in der Trommel an mehreren stellen. Wenn die Trommel ein Ei ist, merkt man das.
 
Das Gerät hat bei seiner Einführung in den 60ern schon über 800 DM gekostet und war für die UNIMOG Werkstätten eine Empfehlung. Entsprechend wenige hatten daher diese Werkzeug. Meist nur UNIMOG Generalvertretungen. Bisher haben aber alle, denen ich die Bremsbeläge abgedreht habe über eine deutliche Verbesserzng berichtet.