404 TLF - Wiederbelebung nach 15 Jahren Stillstand

Danke Jürgen,

dann hatte ich das falsch verstanden. Mein Blinkrelais von Hella hat die Nummer 3035 441 75 01 000 und ist angeblich für Mog 404 und DKW Munga geeignet. Foto anbei. Dieses hat nur vier Anschlüsse.

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Danke und viele Grüße,

Konrad

P.S. Heute habe ich das Hosenrohr im Ganzen rausbekommen, so weiß ich auch wie es wieder rückwärts reingeht. Ich musste aber tatsächlich auf der Beifahrerseite die Hütte anheben.
 
Hallo Konrad,

das sieht ja garnicht so schlecht aus, jetzt müssen wir nur noch die Kontakte vom Warnblinkschalter und diesem Blinkgeber richtig identifizieren.

Hast Du den Blinkgeber schon direkt in der Hand oder nur dieses Bild vom Lieferanten?
Unten bei den Kontakten müssten die Kontaktbezeichnungen stehen.

49 => Spannungseingang von Klemme 15
49a => Impulsausgang zum Blinkerschalter
31b => Masse
c => Ausgang zur Kontrolleuchte

Bei deinem Bild müsste
Oben in der Mitte müsste 31b sein
Oben Links 49a
Oben Rechts c
Unten Mitte 49

Nun müssen wir noch dein Warnblinkschalter näher Kennenlernen. Eigentlich müssten dort auch Kontaktbezeichnungen stehen.
 
Hallo Jürgen,

der Blinkgeber liegt schon in der Garage. Den Warnblinkgeber baue ich heute Nachmittag mal aus, sobald ich Zeit habe (Arbeit nervt ;-)). Am Ende kann die bisher fliegende Verkabelung ja nur logischer und einfacher werden.

Danke und bis bald,

Konrad

:danke
 
Hallo Jürgen,

hier kommen endlich mehr Infos. Bisher hatte ich mich nicht getraut den Warnblinkgeber auszubauen. jetzt habe ich ganz nerdig alle Kabel von vorne bis hinten beschriftet. Die Anschlüsse von links nach rechts und oben nach unten sind so beschriftet:

1+2: L30+
3+4: R49a
5: 49
6: 15+
7: 49b
8: 54f
9: ?
10: 54

Bin aber nicht sicher, ob ich das richtig identifiziert habe. Die zweite Reihe der Anschlüsse ist von unten beschriftet.

Beim neuen Blinkrelais von Hella sind die Anschlüsse wie auf den Fotos.

Viele Grüße und danke im Voraus,

Konrad

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Hallo Konrad,

danke für die Bilder.
Die Kontaktliste müsste sein:

1: L
2: 30+
3: R
4: 49a
5: 49
6: 15+
7: 49b
8: 54f
9: ?
10: 54

Das würde Sinn machen. Ich laube nicht das 1+2 sowie 3+4 unmittelbar miteinander verbunden sind. Dies könntest Du mit einem Ohmmeter prüfen

Was für Rückleuten hast du an Deinem Mog. Zweikammerleuchten mit verbundenem Brems/Blinklicht oder Dreikammerleuchten mit getrennten Brems/Blinklicht?
 
Hallo Jürgen, nein, die sind nicht miteinander physikalisch verbunden - nur stand oben auf dem Plastik die Bezeichnung mittig über beide Steckplätze verteilt. War vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt von mir. Die Leiterbahnen sehen so aus, also ob die drei linke Anschlüsse untereinander verbunden sind, also 1/5/9. Und ja, alle 10 Anschlüsse waren verkabelt.

Bisher habe ich Zweikammerleuchten, aber mit einer zusätzlichen kleinen Birne im Gehäuse. Dazu noch links ein Tarnlicht. ich hatte ja vor, auf Dreikammerleuchten umzurüsten, die habe ich auch schon da (Hella).

Der Nachmittag brachte noch etwas Schrauberzeit, auch wenn es nieselte. Aber ich muss raus und was tun. Das Hosenrohr ist schon mit Ofenfarbe lackiert, ich brauche aber noch einen neuen Dichtflansch von MB. Die Schrauben kamen auch neu. Da das rechte Vorderrad eh schon ab war, kurze Bestandsaufnahme der Bremsen. Trommel ging gut ab. Drin fand sich unten in der (recht angerosteten) Trommel etwas Flüssigkeit. Aber so wie der RBZ aussieht, machen ich den eh neu. Die Trommel selbst scheint nicht eingelaufen - kann man den Rost entfernen und die Trommel weiterbenutzen? Die Beläge waren voll oberflächlichem Rost, sind aber noch 7mm stark.

Dann noch an die Keilriemen. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als für den hintersten Riemen den Kompressor unten abzuschrauben - die Riemenscheibe und die vom Generator laufen so nah beieinander, dass ich den Riemen nicht durchgekriegt hätte. Oder gibt es da einen anderen Trick? Den Riemen zum Drehzahlbegrenzer habe ich einfach abgeschnitten, den brauche ich nicht mehr.

Grüße,

Konrad

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Hallo Konrad,

Dein Warnblinkschalter scheint ein Uralttyp von Hella zu sein, den es schon lange nicht mehr gibt. Das 1 5 und 9 mit einander verbunden sind, kann ich mitr nicht vorstellen, dass würde keinen Sinn mit den Klemmenbezeichnung en machen.
Da ich leider bisher noch keine genauen Unterlagen zu dem Schalter finden konnte, wäre es gut, wenn Du feststellen könntest, welche Kontakte jetzt im aus gebauten ausgeschalteten Zustand verbunden sind und genau so im eingeschaltetem Zustand.
Ist es richtig, dass der Schalter einen eigenen internen Blinkgeber hat, es also beim Warnblinken in dem Schalter klackte?

Die Bremstrommel kannst Du mit feinem Schmiergelleinen leicht überschleifen. Bei den Bremsbelägen prüfen ob die noch gut oder schon verglast sind. Wenn Du mit einem Schlitzschraubendreher eine kleine Kerbe in den Belag ziehen kannst, ist das Ok. Wenn nicht sind die Beläge zuhart und müssen gewechselt werden auch wenn die Belagstärke noch gut ist.
 
Hallo Jürgen,

da ja wie beschrieben der Warnblinkgeber anfangs Probleme hatte, ein regelmäßiges Signal zu erzeugen - wäre es nicht sinnvoller, auf ein neueres Modell zu wechseln? Mir ist zwar Nachhaltigkeit ein Anliegen, aber bei zu vielen unbekannten Faktoren und der Ungewissheit, ob das Teil überhaupt noch lange durchhält, würde ich liebe Geld investieren. Das würde deine freundliche Ferndiagnose auch erleichtern. Welches Modell würdest du denn empfehlen?

Beste Grüße,

Konrad
 
Hallo Konrad,

ich habe in meinem 404 das Bosch 0 340 006 013. Dies hat aber keinen eigene Blinkgeber sondern verwendet den normalen Blinkgeber. Allerdings muss dieser dann auch tauglich sein um alle Blinkerbirnen gleichzeitig zu treiben.
 
Danke Jürgen, dann teste ich das aus. Ich berichte...

In der Zwischenzeit konnte ich heute die Keilriemen vollends tauschen. Hätte ich gewusst, dass die vorderste Spannrolle nicht gefedert aufgehängt ist (bin wohl von den moderneren Mercedessen versaut), sondern einfach los- und wieder festgeschraubt wird, hätte ich mir manches Gewürge gespart :D

Dann weiter an den Bremsen. Schlauch und Radbremszylinder gingen gut raus und rein, die Trommel habe ich tatsächlich ganz gut innen geschliffen bekommen. Nachdem ich über den Zustand der Bremsbeläge nicht so sicher bin (trotz des von Jürgen empfohlenen Tests) und sie evtl sogar noch die ersten sind, habe ich kurzerhand komplette Backen für vorne ersteigert. Ich traue meinen Nietkünsten nicht so sehr, wir haben das vor ein paar Jahren bei einem MB 308 gemacht, ein Belag ist dann später gerissen. 130€ für 4 NOS-Backen mit Belägen finde ich da gut angelegt.

Zum Abschluss noch ne ausführliche Dampfstrahler-Runde unter und auf dem Auto. Im Januar war es doch zu kalt, heute hatte ich mehr Ausdauer... Irgendwie roch es in der Nähe des Autos immer ein wenig nach Pferd - jetzt fiel mir ein, dass der Vorbesitzer irgendwas gesagt hatte "von nem Pferdehändler gekauft". Das wäre die Erklärung - und mir gar nicht so unlieb: Dann ist der MOG wohl in den letzten Jahren doch ab und an bewegt worden, halt ohne Zulassung auf dem Privatgelände...?

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Hallo alle,

ich brauche euren Rat. Da ich an den Bremsen bin und sich das ganz gut anlässt, habe ich den Rat bekommen, auch gleich die Simmerringe der Vorgelege zu tauschen. Allerdings sieht die Trommel innen nicht verölt aus - würdet ihr das immer auf Biegen und Brechen machen?

Habe heute die NOS Bremsbacken in der Nähe abholen können. Der Verkäufer hat mehrere 404 Mogs und sagte mir, dass der Druckluft-Bremszylinder schwer oder gar nicht zu überholen ist. Hat das schon jemand gemacht? Anbei ein Foto von meinem (wenn er das überhaupt ist), der schon recht betagt aussieht. Einen neuen HBZ für vorne habe ich schon geordert.

Und Jürgen - ich kümmere mich um das Blinkrelais, habe leider keine Unterlagen über die Funktion und ob es alle vier Blinker gleichzeitig ansteuern kann.

Grüße und danke,

Konrad

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Contenero schrieb:
Hallo alle,

ich brauche euren Rat. Da ich an den Bremsen bin und sich das ganz gut anlässt, habe ich den Rat bekommen, auch gleich die Simmerringe der Vorgelege zu tauschen. Allerdings sieht die Trommel innen nicht verölt aus - würdet ihr das immer auf Biegen und Brechen machen?

...Hallo Konrad,
ne die würde Ich erst angehen wenn da das Öl rein laufen sollte. Klar is der Kram alt, und klar kann es sein dass nach einer ausgiebigen Fahrt mit dem mog dann doch undicht ist, aber aktuell isses nicht nötig. Und die Trommel is ja auch recht schnell demontiert, sollte es feucht werden. :roll:

Gruß
Stefan
 
Hallo Konrad
Da ich an den Bremsen bin und sich das ganz gut anlässt, habe ich den Rat bekommen, auch gleich die Simmerringe der Vorgelege zu tauschen. Allerdings sieht die Trommel innen nicht verölt aus - würdet ihr das immer auf Biegen und Brechen machen?
die Anlaufringe sind im Betrieb metallisch blank und werden durch einen Ölfilm bei der Drehbewegung permanent nachgeschmiert. Nach solanger Standzeit können die natürchlich Rost angesetzt haben, wenn keine Nachölung erfolgt. Bei den ersten Kilometern scheuert der Rost die Dichtlippe ab und durch die in folge Alterung verlorengegangene Elastizität legt sich der Wedi nicht mehr dicht an, das Teil wird langsam undicht. Deshalb der Ratschlag, diese Standschäden gleich zu Beginn zu beseitigen.
Ob Biegen und Brechen der richtige Begriff dafür ist, sei mal dahingestellt.
 
Hallo Helmut,

vielleicht hast du mich auch falsch verstanden. Man kann meinem Bericht ja entnehmen, dass ich keinen Aufwand scheue, um die Sache richtig zu machen. Andererseits versuche ich mich auch nicht selbst von hinten zu überholen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Und "Biegen und Brechen" traf heute den Zustand ganz gut, als ich mit einer 55er Nuss, einem Busenbrenner und einer 1m Verlängerung versuchte, die Nabe abzukriegen. *Spaß* Aber dann schau ich mir das an. Deswegen hatte ich ja gefragt.

Danke und einen schönen Abend,

Konrad
 
Hallo Konrad,

wenn Du wirklich die Dichtungen wechseln willst benötigst Du für die Radnaben eine Abziehvorrichtung und später auch wieder eine Aufziehvorrichtung nachdem Du SW55 Schrauben gelöst hast.

Kann Dein Mog eigentlich derzeit aus eigener Kraft fahren? Wenn ja, dann kann er für Dich auch die SW55 Schrauben öffnen :D
 
Hallo Jürgen,

nein, er fährt noch nicht aus eigener Kraft. Ich bin aber auf der Zielgeraden, habe diese Woche noch einige Tage den Tank auf dem Betonmischer kreisen lassen und innen wirklich komplett blank bekommen. Jetzt ist er mit Reiniger gefüllt und wird mehrfach gedreht, morgen oder Montag lasse ich das dann ab und lasse es trocknen. Dann könnte schon die Innenbeschichtung rein. Ich habe heute auch den Kraftstoffverteilhahn ausgebaut und werde den reinigen und die neuen Leitungen schon mal anpassen, soweit das außerhalb des Fahrzeugs möglich ist. Inzwischen ist es auch warm genug, um die Tanks dann zu lackieren.

Ich nehme an, deine Frage bezog sich auf einen eingeklemmten Schraubenschlüssel, der dann vom Auto bewegt wird?

Grüße und danke,

Konrad
 
Hallo Konrad,
der Vorschlag von Jürgen zum Öffnen der Zntralmutter ist hervorrragend. Hat sich bei mir unterwegs auf Reisen auch schon bewährt.
Warum willst Du die Dichtungen in den Untersetzungen wechseln, wenn kein Öl austritt? Etwas was funktioniert sollte man nicht antasten. 'Denke daran, auch die Auslassbohrungen an der Radnabe sauber zu machen/halten. Dies ist wichtig, dass bei eventuellen Undichtigkeiten am Hauptwellendichtring das Öl nicht auf die Bremsbeläge läuft. Sollte der Dichtring undicht sein, so siehst Du dies sofort an den Felgen, da sich das Öl während der Fahrt ausgehend von den Bohrungen nach außen verteilt. Sieht häufig schlimmer aus als es ist. Regelmäßiges Abtasten der Nabentemperatur nach einiger Fahrt zeigt Dir auch ob irgend etwas heiß läuft. Handwarm ist ok.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo Roland,

das war ja mein ursprünglicher Plan, "never touch a running system" und so. Allerdings hat mich Helmut auch nachdenklich gemacht. Ich selbst habe einfach trotz vieler restaurierter PKW zu wenig Ahnung vom Mog. Ansonsten hätte ich, wie im WHB beschrieben, die Öle alle gewechselt und die Abläufe freigemacht. So wie meine Trommel innen aussieht, hätte ich jetzt laienhaft nicht auf einen Ölaustritt getippt, das bisschen Schmodder unten in der Trommel kam gar klar aus dem RBZ, den ich schon ausgetauscht habe.

Hm, Stoff zum nachdenken. Ich hätte im Zweifelsfall darauf vertraut, dass mir oder dem TÜV-Prüfer auffällt, wenn da was suppt.

Grüße an alle,

Konrad