Heckkraftheber direkt als Laderampe, Stammheber Bergstütze

Hallo zusammen,

für den Stammheber gibt es auch andere Aufhängemöglichkeiten.
Einmal nach oben.

Bergstuetze-oben2.JPG

Einmal um 90° nach unten und hinten gestellt.

Bergstuetze-hinten 90°.JPG

Mit dem Stammheber ebenfalls um 90° nach unten gedreht, läßst sich auch eine Bergstütze realisieren. Von Werner gab es zwei Längen für die Bergstütze, einmal in der ganzen Breite wie der Unimog selbst ist und einmal als kürzere Version. Dieser zweiten Version entspräche in der Länge dann diese auf folgendem Bild. So können ggf. auch Standketten eingespart werden.

Bergstuetze3.JPG
So etwas ließe sich natürlich auch mit einem entsprechend konstruierten 3-Punkt-Kraftheber relativ leicht machen.

Gruß Andi
 
Hallo Andi, mit der Bergstütze kann man auch schön die Wald
wege fegen.
Bei dienem Angebot an Strom ist es dir nicht möglich den 421er auf Elektro umzubauen. Ist zwar ein teurer Spaß aber doch bestimmt eine lustige Sache.
https://www.youtube.com/watch?v=mR74r4s11eY
VG ULI
 
Hallo Lukas und Uli,

@Lukas, vielen Dank für Deine positive Kritik. Wenn meine Sache Anregungen bringen kann, würde es mich natürlich freuen.

@Uli, auch Dir vielen Dank. Dein Vorschlag mit dem elektrischen Unimog wäre eigentlich eher Dein Part, weil er zumindest in den Themenbereich Unimog mit neuer Technik passt. Auf die Schnelle würde mir hierzu nur einfallen, Motor raus, einen elektrischen Reihenschlußmotor, wie sie als Autoanlasser oder in Lokomotiven verwendet werden im Bereich um 50 kW rein. Da diese Motoren im Drehzahlbereich um 0 das größte Anzugsmoment haben, könnte das Getriebe bis auf den schaltbarem Allrad- und Zapfwellenteil auch entfallen. Dieses eingesparte Gewicht wird dann aber wieder durch das Gewicht der Batterien kompensiert. Wegen ihren geringen Gewichts sollte als Energiespeicher dann Lithium-Ionen-technik verwendet werden. Aber auch dann werde ich nicht drum rumkommen, meine mühsam vorgenommene Ablastung wieder rückgängig zu machen. Für die Hydraulikpumpe, müsste dann vielleicht ein extra E-Motor mit konstanter Drehzahl antreiben. Das alles ist von mir natürlich nur ein sehr laienhafter Gedankensprung, es hierfür sicher schon etliche Profis auf dem Markt gibt und ich mich damit aber noch nicht wirklich beschäftigt habe. 8)

An Euch beide, so einen Unimog mit einer 1 an der letzten Ziffer hätte ich auch gerne.

Detail1.JPG

Gruß Andi aus dem oberen Allgäu
 
Hallo
(ist zwar OT)
so ein Umbau ist machbar, den Umbau hat Mercedes schon selber an einem UX100 in den 90ern durchgeführt. Das Fahrzeug steht z.Zt im Unimog-Museum. (Wir wollen wachsen :wink: )
 
Helmut-Schmitz schrieb:
Hallo
(ist zwar OT)
so ein Umbau ist machbar, den Umbau hat Mercedes schon selber an einem UX100 in den 90ern durchgeführt. Das Fahrzeug steht z.Zt im Unimog-Museum. (Wir wollen wachsen :wink:
Hallo Helmut,warum wird der denn nicht gefahren und steht rum? Wie Bitte, wohin soll wer wachsen?
VG ULI
 
Hallo Uli
das war ein Machbarkeitsstudie oder Versuchsmuster. Warum der nicht gefahren wird, musst du dort fragen, weder die Ingenieure noch die Vertriebsleute lesen hier mit.
Was ich damit sagen wollte, funktionieren tut das. Warum damit nicht gefahren wird bzw gekauft wurde, vermutlich wollte ihn keiner haben. Das ist wie mit den Elektro-Bussen aus den 80er Jahren, die Ideen und Entwicklungen sind schon lange am Markt, nur nicht die Käufer.
 
Die mangelnde Akzeptanz der Elektromobilität hat Tradition.

Schon 1900 gab es ein Fahrzeug mit elektrischen Radnabenmotoren: LOHNER-PORSCHE.
 

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  • Lohner_Porsche_klein.jpg
    Lohner_Porsche_klein.jpg
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Um die Lohner-Porsche anderer Serien aufzugreifen:
Auch den UX gabs mal als Hybridfahrzeug mit Diesel- und Elektromodus. Ein Diesel-Hybrid, bis heute abseits der Firma Faun (Müllfahrzeuge) eine eher seltene Lösung, insbesondere wenn man auf die Automobilbranche guckt. Das hat auch mit den Leistungscharakteristika der Motoren zu tun.

mfG
Fabian
 
Hallo zusammen,

Helmut-Schmitz schrieb:
Hallo Uli
das war ein Machbarkeitsstudie oder Versuchsmuster. Warum der nicht gefahren wird, musst du dort fragen, weder die Ingenieure noch die Vertriebsleute lesen hier mit.
hätte ich etwas in der Entwicklungsabteilung von Unimog zu sagen, wäre es für mich verpflichtend, den Technik-Teil dieses Forums mitzulesen, weil dort schon manchmal auch Dinge oder andere Lösungen vorgestellt werden, die übernehmenswert wären.

Wenn man in der Reihe der Elektroantriebe bleibt, sollte auch dieser nicht unerwähnt bleiben.

nikola-teslas-aether-energie-auto02.jpg

Was immer man davon auch halten mag, würde ich dies nicht nur als Hirngespinnst abtun. So war es Nikola Tesla, der die heute weltweit verbreitete Drehstromtechnik entwickelte und viele Patente auf heute noch verwendete Elektromotoren erhielt. Der heutige Tesla hat Nikola Tesla nur als Namensgeber. Wer mehr über diesen Antrieb lesen möchte, kann dies hier tun. [url=https://www.newsage.de/2011/04/nikola-teslas-ather-energie-auto/[/url]

Auch hat ja schon jemand seinen Unimog auf Holzvergaser umgestellt, wie hier im Forum vorgestellt. Vielleicht schafft es ja auch jemand, einen Stirling-Motor einzubauen.

Anbei noch ein Detailbild.

Kleinteile3.JPG

Gruß Andi
 
Servus,

ich kann das auf den Bildern nicht eindeutig erkennen, aber der HKH hängt vermutlich
(wie alle dieser Bauart) "nur" an der Hecktraverse?

Ich frage deshalb, weil hier im Forum bei HKHs dieser Bauart ja immer auf die starke
Rahmenbelastung hingewiesen wird. Bei "statischen" Arbeiten wird das eher kein Problem
sein, aber wenn Du den HKH zur Verlängerung der Ladefläche nutzt und dann beladen fährst,
kommt da ja schon ganz gut Last drauf.

Mein Mog hat, da er aus der Schweiz kommt, eine "nicht originale" Alu Pritsche. Selbige
ist bis auf den Boden (da haben sich einige Nieten gelöst) in einem guten Zustand, allerdings
nicht mit dem original HKH kompatibel, dh ohne großen Umbaufwand könnte ich nur einen
HKH der Finner-Bauart (ich nenne de Hersteller jetzt vor allem um die Bauart begreiflich zu
machen, das soll keine Werbung sein).
Deswegen interessiere ich mich immer für Erfahrungswerte (ich selber wollte vor allem eine
5 to Seilwinde und einen Holzspalter damit betreiben).


viele Grüße

Johannes D.
 
Hallo Johannes,
über den HKH von Finner kann ich grundsätzlich keine Angaben machen, weil ich selbst keinen habe und nur von den anderen Forenmitglieder weiß, dass dieser anscheinend nur an den je zwei Aufnahmenlöchern rechts und links vom Rahmenende befestigt ist. Wie ich eingangs beschrieben habe, ist der von mir bzw. Befago nur ähnlich, aber noch zusätzlich befestigt. Auf dem Bild, mit dem abgebildeten ursprünglichen Kraftheber geht ca. 18 cm unterhalb der Rahmenaufhängung links und rechts je ein mit zwei Schrauben versehenes Flacheisen 10x50mm ca. 17 cm nach vorn unterhalb der Querträgers vom Rahmen, wo das andere Ende der Flacheisen befestigt ist. Siehe hierzu auch die Bilder.
Strebe rechte Seite.jpg
Strebe linke Seite.jpg
Von der Oberlenkerhalterung des ursprünglichen HKH geht schräg nach unten in die um 90° nach oben gedrehte Rockinger eine Schrägstütze, wie auch auf dem Bild ersichtlich. Diese soll bei schweren Lasten wie beispielsweise der Seilwinde von Befago, wie sie auf meinen anfänglichen Sammelbildern zu sehen ist, zusätzlichen Halt bewirken.

Durch die Zylinderdimensionierungen hebt mein HKH in der ursprünglichen 3-Punkt-Form an den Kraftarmenden zusammen ca. 1.2 T, also weniger als der von Finner mit angegebenen ca. 2 Tonnen beim 421. Die Kraftarme von meiner 4-Punktkonstruktion sind etwas länger als von der ursprünglichen 3-Punktkonstruktion und heben an den Lochplatten dann nur noch ca. 1,04 Tonnen. In der Mitte der Ladebordwand, die von der Pritsche über den Lochplatten nach hinten ca. 1,235 m lang ist, kann ich in der Mitte (Schwerpunkt) noch ca. 350 bis 400 kg laden. Während des Hebens sollten dann schwerere Lasten möglichst am Anfang der Ladebordwand zu liegen kommen. Mir reicht es, wenn ich mit Laubholz beladene Normgitterboxen zusammen mit dem Kurzhubwagen noch heben kann. Mit dem schweren Baumstamm von ca. 900 kg auf dem Stammheber, wie auch auf einem Bild dargestellt bin ich dann aber auch schon ziemlich am Ende. Für all diese Dinge brauch ich die zusätzliche Schrägstütze in der um 90° gedrehten Rockinger wie im ursprünglichen HKH nicht, weil ja auch ein Hängerbetrieb möglich sein soll und ich ohne diese noch keine Schäden festgestellt habe. Für den Fall der Pritschenverlängerung im Fahrbetrieb wäre dann aber angedacht, die Ladebordwand vom hinteren Ende über eine Schrägstütze in der Rockinger zu befestigen. Die Kräfte teilen sich ja dann über einen senkrechten und waagrechten Teil auf und je länger die Schrägstütze dann ist wird umso mehr waagrechte Kraft aufgenommen und die senkrechte Last sich dadurch verringert. Solange die 5T-Winde in der 3-Punkt-Aufhängung abgelassen ist, sehe ich weniger Probleme, wenn man diese aber anhebt und zusätzlich mehrere schwere Stämme rücken will, wird es wahrscheinlich nicht mehr ausreichen. Für einen Holzspalter sehe ich, solange die oben angegeben Lasten eingehalten werden, keine Probleme.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter bei Deinen Recherchen.

Gruß Andi
 
Hallo zusammen,
der Kraftheber kann in seiner normalen 3-Punktausführung schon mit beispielsweise mit einer solchen Seilwinde arbeiten.Kraftheber-mit-Seilw.JPGKraftheber-mit-Seilw-2.JPG


Noch ein Bild mit meiner Bergstütze.Bergstuetze4.JPG
Beim Einsatz mit Frontwinde wäre natürlich ein Frontkraftheber mit Bergstütze besser, aber besser als gar nichts.

@Markus
Gibt es mit dem Holzvergaser auch schon Erfahrungsberichte bzgl. Wartung etc.? Bei der Vorstellung hier im Forum konnte ich darüber nicht viel erfahren.

Gruß Andi
 
Hallo zusammen,
der Stammheber nach unten anders herum eingehängt läßst sich natürlich auch als Bergstütze nutzen. Gedacht ist dies für einen heckseitigen Seilwindenbetrieb und so die Stütze sich bei Rutschen durch Zugbelastung eher ins Erdreich eingräbt.Bergstuetze5.JPGBergstütze6.jpg
Das ganze funktioniert auch mit angeflanschten Zwillingsreifen.Bergstütze-Kockraeder.jpg
Da die Zwillingsreifen mit Kockverschluss in der Regel weniger abgefahren sind als die Hinterräder selbst, ist es für die Montage ganz praktisch, wenn man den Mog dafür etwas anheben kann.

Gruß Andi
 
Hallo Andi,

im Internet findest du viele Bilder des Unimog 404 bei diversen Ausfahrten und auch einiges zum Umrüster, der die Umbauten vorgenommen hat. Such mal mit Oberkirchen, Unimog, Planwagenfahrten, Holzvergaser.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,
danke für die Infos. Ich werde mich demnächst auf intensivere Suche begeben.

Vielleicht ist folgendes Bild auch für jemanden von Interesse.Kockraeder-Aufstiegsring.JPG
So ist es möglich, die Doppelräder mit Kockanschluß anzubringen, ohne die Aufstiegsringe abmontieren zu müssen. Bei mir ist es der 3-fach-Kockverschluß. Dies funktioniert auch mit den tiefen Aufstiegsringen.

Gruß Andi
 
Hallo zusammen,
bei der Bergstütze sind bislang die Gabelholme noch nicht ins Spiel gekommen. Die Gabelholme lassen sich auch beidseitig verkehrt, einmal nach hinten und einmal nach vorn ausgerichtet einhängen. Die Ausrichtung nach hinten wird nachfolgend vorgestellt.Bergstuetze-Holm-Hinten1-2.JPG
Danach wird die Stütze abgelassenBergstuetze-Holm-Hinten-2.JPG
und dann hoch damit.Bergstuetze-Holm-Hinten-3-2.JPG
Dieser Effekt war ursprünglich eigentlich gar nicht geplant, hat sich dann aber zufällig ergeben. Eingesetzt werden könnte sowas beispielsweise in schlammhaltigem Boden, wo die Bergstütze selbst wegrutscht, indem sich die Gabelholme bei gleichzeitigem Ablassen und Rückwärtsfahren tief ins Erdreich eingraben und somit zusätzlichen Halt bei heckseitigem Windenbetrieb verschafft wird. Der rote Stammheber dient hier in erster Linie zur Stabilisierung und soll ein seitliches Wegdriften der Holme bei unebenen Boden vermeiden.

Gruß Andi
 
Servus Andi!
Von deiner Vorrichtung bin ich absolut beeindruckt, ein technischer Geniestreich!
Besonders weil alles vielfältig und praktisch zu nützen ist.
Gerade das entspricht ja der grundlegenden Idee der Väter unseres Unimog überhabt. Ein anpassungsfähiges und breit verwendbares Arbeitsgerät zu schaffen.
DAS Fahrzeug für den täglichen, rauhen Extremeinsatz.
Wer ihn nur zum schaufahren und herzeigen wie eine lackierte Schaufensterpuppe degradiert, hat das nie verstanden.
Dir viel Freude und gute Einfälle,
Grüße Norbert