Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland

Gestern habe ich noch den Batteriekasten mit neuen Batteriekabeln montiert.
Heute vormittag kurz Bremsflüssigkeit nachgefüllt und die Bremsen entlüftet.
Damit war also alles getan, um mit einer kleinen Fahrt das Getriebeöl aufzuwärmen, sodass die Dichtigkeit im vorderen Schubkugelbereich überprüft werden kann. Stand jetzt, nach vier Stunden, sieht alles gut aus. Morgen also nochmal draufschauen und wenn o.k., die Schubrohrmanschette montieren.
 

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Desweiteren sind die vier aus Wohnortnähe übernommenen Hebelstossdämpfer an den Rahmen gewandert. Die Spannung steigt, wie diese im Einsatz funktionieren.
An den vorderen Hebelstossdämpfern versuchte ich schon mal, die Betätigungsstangen unten an der Achse zu befestigen. Die Betätigungsstangen stehen aber leider nicht zentrisch über den Befestigungsaugen, sondern jeweils ca. 2cm versetzt dazu. Probeweise mit Nachdruck ins Befestigungssuge gedrückt, sieht man am oberen Gummilager, dass dieses dadurch kräftig gestresst, d.h. schiefgezogen wird. Diese Belastung wird in der Folge auch natürlich auf den Hebelstossdämpfer wirken. Das kann so nicht belassen werden, wird also wieder gelöst.

Mich würde interessieren, welche Erfahrungswerte bei anderen Hebelstossdämpferbenutzern dazu vorliegen.

Für Stressfreiheit (Flucht Betätigungsstange zum Befestigungsauge) müsste man die Betätigungsstange in meinem Fall eigentlich kröpfen.
 

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Auf den folgenden Fotos sieht man den Schiefstand / die De-Positionierung der beiden vorderen Betätigungsstangen zu den unteren Befestigungsaugen.
Ob die oberen (am Stossdämpfer befestigten) Hebel evtl. eine Verformung erfahren haben? Diese Anregung ging bei mir ein. Zumindest spontan schwer vorstellbar, wie das zustande kommen könnte.
 

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Hallo Winni
Die Dämpfer sitzen starr am Rahmen, die Achse verschiebt sich aber zum Rahmen beim Ein/Ausfedern gemäß der Bewegung vom Panhardstab seitlich nach rechts/links. Der Seitenhub wird beim ungleichen Einferdern rechts/links nochmals vergrößert. Dieser Weg muss in den Gummis bzw der Lage der Koppelstange aufgefangen werden. Die Teleskopstoßdämpfer können oben und unten in den Bolzen schwenken.
 
Guten Morgen Helmut
Danke für deinen Input. Die von dir angeführten Punkten bestätigen meine Gedanken, dass die Betätigungsstange in Ruhelage des Fahrzeugs sauber zum unteren Befestigungsauge stehen soll. Wenn die Gummilager hier schon überaus schräg belastet werden, fehlt es dann bei Federvorgängen an Ausgleichsmöglichkeit.
 
Hallo Jürgen
Das gefällt mir mit an der Unimog-Community, dass auch durch scheinbar einfache Begrifflichkeiten spontan Gedankengänge angestoßen werden.

Zum anstehenden Nikolaustag hier meine vergnügliche Sichtweise :party zum Ruhezustand:

Ruhezustand für die Montage der Hebelstoßdämpfer bei der Serienfertigung U2010 / U401 wäre wohl das Fahrwerk gewesen, ohne jegliche Last. Und auch ohne Fahrer, außer einer der Daimler-Mitarbeiter hätte unerwartet ein kleines Nickerchen darauf gemacht 😀.

In meinem Fall ist der momentane Ruhezustand des 2010 so, wie er hier in der Community bis dato präsentiert wird. Die Last beschränkt sich auf die immer noch auf der Pritsche liegenden Schneeketten.
Dafür fehlen momentan die kleine Winde, Zapfwellen und Sitzpolster.
Und auch der Fahrer ist nicht relevant, da er zur Montage der Hebelstoßdämpfer entweder unterm oder neben dem Fahrzeug verweilt 😀😃.

In diesem Sinne noch einen schönen Nikolaustag und einen guten Start ins Wochenende.
 
Hebelstossdämpfer vorne:
Habe mit entschlossen, die Fehlposition der Betätigungsstangen zu den unteren Befestigungsaugen über ein zurechtbiegen der Betätigungsstangen selbst zu korrigieren. Das Ergebnis auf der Beufahrerseite ist nun gut, am Gummilager oben ist keine Verspannung mehr erkennbar. Auf der Fahrerseite ist es momentan noch geringfügig schlechter, hier plane ich noch etwas nachzubessern.

Auf eine (evtl. auch nur teilweise) Korrektur über ein zurechtbiegen der oberen Hebel habe ich dann doch verzichtet. Der Querschnitt erfordert viel höhere Biegekräfte. Und wenn hier ein Hebel Schaden nähme, wäre der Jammer groß.
 

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Hallo Winni
vieleicht wären neue und elastische Gummis die Lösung. Wobei mir bei Nachfertigung häufig eine weitaus härtere Mischung begegnet wie das Original
 
Guten Morgen Helmut
Neue Gummis (von mogparts) sind schon dran. Oben am Hebelgelenk und auch unten an der Betätigungsstange. Diese Gummis zeigen sich recht eleastisch.
 
guten Morgen Winnie,
bei Ricardo werden gerade diese Stangen für Hebelstoßdämpfer verkauft.
Viele Grüße Manfred
 

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Hallo Winni,

es freut mich natürlich wenn meine einfachen und vielleicht überflssigen Fragen zu Erheiterungen und spontan Gedankengänge führen.
Der Hintergedanke war allerdinks ein anderer. (Gut nicht explicit niedergeschriebene Hintergedanken kann man nicht lesen)
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass imHerstellerwerk damals die Hebel und Gestänke an das jeweilige Fahrwerk individuell an gepasst wurden.
Wenn dies jetzt aber bei Dir tatsächlich nötig sein sollte, stimmt irgend etwas grundsätzlich nicht mehr.
Entweder sind die gebrauchten Hebel und Gestänge verbogen, oder das Fahrwerk ist verzogen, oder irgendetwas ist nicht richtig montiert. Die Hebel und Gestänge jetzt einfach so nur anzupassen halte ich nicht für den Königsweg.
 
Hallo Jürgen
Sicher wurden die Hebelstossdämpfer in der Serie nicht aufs jeweilige Fahrzeug angepasst. Falsch montieren kann man hier im Grunde nichts. Zwei Schrauben am Dämpfergehäuse plus Stange festschrauben, fertig.
Wie ich die Abweichung nun kompensiert habe, ist sicher nicht der Königsweg, aber für mich erstmal pragmatisch, um feststellen zu können, wie sich die Dämpfer im Fahrbetrieb überhaupt verhalten.
 
Terrafreak schrieb:
guten Morgen Winnie,
bei Ricardo werden gerade diese Stangen für Hebelstoßdämpfer verkauft.
Viele Grüße Manfred

Hallo Manfred
Besten Dank für den Hinweis zum Ricardo-Inserat.
 
Die vordere Schubrohrmanschette sitzt wieder an ihrem Platz, nachdem sich die vorgenommene Abdichtmaßnahme als dicht gezeigt hat.

Dann ist auch der Hebelstoßdämpfer hinten rechts ganz montiert. Die Betätigungsstange passte hier sauber in das Befestigungsauge an der Achse.
 

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Und auch der Hebelstossdämpfer hinten links ist nun komplett montiert. Das am Fahrzeug fehlende Befestigungsauge für die Betätigungsstange war glücklicherweise bei den "neuen" Hebelstossdämpfern dabei und konnte somit rasch angeschraubt werden.

Jetzt steht als nächstes mal eine Testfahrt an, um zu sehen, wie sich die Hebelstossdämpfer verhalten.
 

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Gestern konnte ich eine kurze Testfahrt bezüglich der Hebelstossdämpfer machen. Mit dem Eindruck bin ich ganz zufrieden. Damit bleiben sie erstmal am Fahrzeug, um über die Zeit die Dichtigkeit bewerten zu können.

Nachdem eine Warnblinkanlage nachgerüstet werden muss un die Verkabelung etwas fliegend verlegt / verbastelt aussieht, habe ich den nach hinten verlaufenden Kabelbaum herausgenommen.
 

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TYPISCHE Merkmale U2010:
Für U2010 wird bei den vorderen Kotflügeln die eckige Form mit drei Sicken erwähnt. Mit EZ Mitte 1953 hat meiner diese Sicken nicht. Sind denn noch so spät einzelne Böhringer-Karrosserieteile verbaut worden oder waren später noch als Ersatzteil verfügbar?
 

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Heute habe ich mich an die Demontage der etwas spielbehafteten Lenkung rangemacht. Hupe, Lenkhebel, zwei Bodenbleche und den Haltebügel für das Lenkungsrohr gelöst, entfernt.
Vorher in Geradeausstellung der Räder die Anzahl Lenkradumdrehungen nach links/rechts notiert. Und dazu die Lenkraddrehung, die ich von der Geradeausstellung abwich, um mit dem Abzieher den Lenkhebel abziehen zu können. Danach den Befestigungsbolzen hin zum Rahmen demontiert. Und dann konnte die Fulmina 25 mit diversen Dreh- und sonstigen Bewegungsrichtungen an Lüfterrad und Kühler vorbei auf die andere Rahmenseite bewegt und dort zwischen Kotflügel und Lampentopf nach unten ausgefädelt werden. Geht eng zu, aber es geht.
 

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Und hier wurde das Ganze sozusagen rückwärts gemacht, mit der erworbenen, spielfreien Fulmina 25. Damit geht es also bereits an deren Befestigung.
 

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