Vorstellung und ein kleiner Blog zu meinem 411

Guten Morgen Daniel
Ich bestreiche Papierdichtungen dünn mit Reinzosil oder Dirko.
 
Guten Morgen Winni,

danke für den Tip. Auf vielen Bilder hier habe ich so eine orange Dichtmasse gesehen. Keine Ahnung welche das ist.

Schönen Sonntag & Gruß
Daniel
 
Hallo Daniel,

das orange Dichtmittel ist Loctide 574 Flächendichtung für verwindungssteife Metallverbindungen. Ich verwende Weicon Black Seal, das ist schön zu dosieren, stinkt etwas nach Essig und bleibt dauerelastisch. Es härtet durch Luftkontakt aus (anders als die unaeroben Dichtmittel und Schraubensicherung). Sowohl Weicon als auch Loctide werden beim Stern in den Werkstätten verwendet.

Die von Winni genannten Dichtmittel sind gute alternative Hersteller, wobei meist der Inhalt identisch mit dem Wettbewerbsprodukt ist. Manchmal unterscheiden die sich auch nur im Preis.
 
Hallo Markus,

danke für den Tip. Mir hatte man noch Würth RTV-Silikon 08933313 empfohlen. Die o.g. Dichtstoffe sind alle auf Silikonbasis. Ich habe mal bei zwei Gehäusehälften von einem VW Hinterachsdifferential mit Loctite 518 abgedichtet. Das hat auch super gedichtet. Das war kein Silikon, das 518er war anerob aushärtend.

Gruß
Daniel
 
Hallo Leute,

ich habe jeden Tag 1-2h nach Feierabend am Mog weitergeschraubt. Auf der Fahrerseite habe ich das Vorgelege schon entfernt. Ich habe das angefangen zu zerlegen. Das Radlager hat Spiel - muss also auch neu. Der Gehäusedeckel war mit irgendwas geglebt - hielt verdammt fest. Die Antriebswelle habe ich noch nicht aus dem Vorgelege ziehen können - laut WHB sollte das gehen. Vermutlich bin ich zu zaghaft und da ist noch irgendwas geklebt. Morgen gehts weiter.
Die Einlaufspuren auf der Antriebswelle erklären schonmal den Ölverlust auf der Seite. Zumindest troft diese Seite nach der Fahrt... die andere Seite tropft immer. Die sieht esvermutlich noch gruseliger aus.

Schönen Abend & Gruß
Daniel
 

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Hallo Daniel,
ich habe im Moment kein WHB des 411 unmittelbar vorliegen aber der 404 ist im Bereich der Achsen/Vorgelege ja gleich. Und dort steht im WHB das zunächst von der Antriebswelle das Antriebsritzel samt Kegelrollenlager abgezogen werden müssen bevor sich die Welle austreiben läßt. Dein Bild 3 zeigt aber noch das montierte Antriebsritzel.
 
Hallo Jürgen,

ich kann leider keinen Scan vom WHB hier einstellen.
Zitat: "29. Doppelgelenkwelle aus- und einbauen. Am Gehäuseflansch den Lagerflansch abschrauben und einschließlich des eingepressten Sinnerringesauf der Welle hängen lassen. Auchten auf Simmerring, Entlüftungsrohr und Hohlshraube. Doppelgelenkwelle einschließlich der beiden Kegellager, dem Ritzel usw, herausziehen".
Den Text finde ich im Band 2 vom WHB und WHB 401/411 von 1958.
Die Bilder 28-31 zeigen es auch: https://forum.unimog-community.de/threads/ueberarbeitung-der-vorder-achse-411.67109/

Gruß
Daniel
 
Guten Morgen Daniel
Ich bin bei meinem U2010 auch so verfahren, wie Jürgen es oben angeführt hat.
Bei der Aufarbeitung der Gelenkwellen laß am besten auch die Doppelgelenke genau anschauen. Meine machten anfangs durch die Fettfüllung auch einen guten Eindruck...bei Zerlegung zeigten sie sich aber als völlig verschlissen.
 
Hallo Daniel,
das ist interessant, Reiners Bilder beweisen das es gehen kann.
Ich habe jetzt die Ersatzteillisten 411 alte Achse und 404 verglichen. In diesem Bereich sind für die Grundplatte, Lager, Zahnradsatz etc gleiche Teilenummern vergeben also identisch. Somit müsste es bei meinem 404 auch so gehen. Mist, hätte ich das am Samstag gewusst, aber das ist eine andere Story die nicht hier her gehört.
 
Hallo Daniel,
die Schrauben von dem Ring auf der Rückseite vom Vergelege entfernen. Dann den ganzen Klumpen an der Gelenkwelle bodennah aufhängen. Mit gleichmäßigen Hammerschlägen um die Lagerstelle rutscht dann das Lager langsam raus.
Deine Gelenkwelle muss auf alle Fälle ersetzt oder instandgesetzt werden.
Gruß Alex
 
Hallo Alex,

die Gelenkwelle ist hin, das weiß ich. Die verliert Öl - ok das konnte ich noch ignorieren. Aber leider klappert und scheppert die auch beim Einschlagen, insbesondere unter Last.

Gruß
Daniel
 
Guten Abend,

leider bin am Wochenende nicht soweit gekommen, wie ich wollte. Heute ging es nach Feierabend weiter. Dazu traf es sich gut, dass der Paketdienst heute ein paar Innenabzieher aus dem Werkzeugfachhandel geliefert hat.
Das linke Vorgelege habe ich jetzt komplett zerlegt. Anbei ein paar Bilder.
An der einen Lagerschale sieht man schön, wo die Kraft bzw. das Gewicht der Vorderachse gewirkt haben.
Morgen gehts mit der Demontage des Achsschenkels weiter, da hat der obere Achsschenkelbolzen Spiel. Anschließend ist die rechte Seite dran.

Es gibt den Reparatursatz 404 330 00 35 für die Gelenkwellen. Der kommt von der BW aus 404 Zeiten. Passt der beim 411? Der Eine sagt Ja, der andere sagt Nein.

Gruß

Daniel
 

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Hallo Leute,

gibt es nen Trick, wie man den Achsschenkel vom Achsrohr gelöst bekommt? Sanfte Schläge mit dem Hammer haben wenig bewirkt. Laut Teileliste sind da wohl 4 Hohlspannstifte als "Endgegner" montiert. Ich vermute ganz stark, dass der O-Ring bei mir hin ist. Zumindest alles ölig...

Gruß
Daniel
 

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Hallo Daniel
Die vier Hohlstifte hielten auch bei meinem U2010 das ganze ziemlich fest. Auch die große Feder mit seiner unteren Befestigung dürfte so wie sie auf dem Foto steht noch etwas mit gegenhalten. Drücke/rücke diese erstmal etwas zur Seite. Dann direkt in die Trennstelle mit schmalem Meisel oder Schraubenzieher reinklopfen, dann sollte es sich, so wie bei mir, der Achsschenkel auch lösen.
Evtl. durch das Klopfen entstehende Macken vor der Re-Montage egalisieren.
 
Hallo Winni,
das das Bild ist nicht das aktuellste, das Bild ist bei der Demontage entstanden. Die Feder wabbelt nur noch so rum. Kann man mit einem Montageeisen leicht wegdrücken. Die stört nicht mehr. Ich wollte nochmal versuchen, ob ich von innen mit einem Durchtreiber auf die Hohlspannstifte schlagen kann. Viellicht bringt das schon was.
Morgen nach Feierabend geht es weiter.

Gruß
Daniel
 
Hallo Daniel
Gegen die Hohlspannstifte zu schlagen, um den Achsschenkel zu lösen, halte ich für keine gute Idee. Du könntest sie dabei verformen (Grat anschlagen, stauchen) und die Demontage evtl. zusätzlich erschweren.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, dann irgendwie dazwischenkommen und hebeln. Eigentlich sollte da auch nichts festgegammelt sein, weil da reichlich Öl im Spiel ist. An allen Schrauben habe ich Öl und es kommt auch zwischen Achsschenkel und Achsrohr langsam raus. Spricht also für den O-Ring.
Morgen weiß ich mehr...jetzt ist Feierabend

Gruß
Daniel
 
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Guten Abend,

heute ging es an der Vorderachse weiter. Der Achsschenkel ist auf der Fahrerseite vom Achsrohr getrennt.
@Winni59 Guter Tipp mit dem Meißel. Damit ging es recht einfach.

Alle Teile auf der Fahrerseite sind soweit zerlegt und grob gereinigt. Anschließend habe ich auf der Beifahrerseite weitergemacht. Das Vorgelege ist ausgebaut und liegt auch auf der Werkbank.

Beim Zerlegen der beiden Vorgelege konnte ich schon ein paar Ursachen sehen, welche den Ölverlust erklären. O-Ring zwischen Achsschenkel und Achsrohr. Des Weiteren der WeDi am Achsrohr und auf der anderen Seite der WeDi zum Vorgelege. Des Weiteren sah das Öl im Vorgelege auf der Fahrerseite deutlich dunkler aus, als das auf der anderen Seite. Das könnte sich vielleicht durch das verschlissene Lager erklären.

Schönenen Abend

Daniel
 

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Hallo Leute,
ich habe jetzt auf beiden Seiten den Achsschenkel demontiert. Mal ne Frage zur Sintermetallbuchse. Wann und wie ist "verschlissen" definiert? Gibt es dafür ein konkretes Maß? Die wird auf 48,21mm aufgeweitet (lauf WHB). Die Welle misst 48mm. Bei welchem Maß ist die Buchs hin? Ich sehe bei mir auf einer Seite gar keine Schleifspuren. Auf der anderen Seite ist es an einer Stelle (ca. 1cm ) minimal oberflächlich angefressen (sieht wie Lochfraß/Rost aus.) Wann tausche ich die also aus?

Danke & Gruß
Daniel
 
Hallo Daniel
Evtl. kommt ja noch ein Experte mit einer Info, welches Maß der Buchse die Verschleißgrenze darstellt.
Daher nur mal einige Grundgedanken von mir.
- Miss beide Buchsen mal an drei Stellen (120Grad versetzt) aus, um festzustellen, wie groß der Durchmesser ist und ob diese evtl. einseitig eingelaufen sind
- dasselbe für die Welle
- Momentan unklar ist, welche Passungskombination konstruktiv gewählt ist
- Nimmt man aber z.B. das durch aufweiten entstehende Buchsenmaß 48,21mm und das für 40mm kleinste zulässige Herstellmaß bei Wellenpassung "f" oder "g" könnte man das damit errechnete Spiel der Einfachheit halber auch mal als das erwünschte maximale Spiel annehmen. Dies könntest du mal mit den gemessenen Werten / dem daraus errechneten Spiel vergleichen.
- Grundsätzlich stellt die Lagerung an der Sinterbuchse eine Zwischenlagerung dar, die m.E. Taumelfehler der Gelenke, insbesondere bei zunehmendem Verschleiß aufnimmt.
- Mit o.g. zunehmenden Verschleiß wird dann auch der Simmering vor der Sinterbuchse zunehmend strapaziert und es stellen sich Leckagen ein
- Das vorgenannte berücksichtigend wäre zu überlegen, ob die Buchse nicht grundsätzlich bei Gelenkwellenüberarbeitung mit getauscht werden sollte. Aber wirf erstmal einen Blick auf die zu messenden Istmaße der Buchse

Auffassungen der Experten interessieren mich hier aber auch besonders. Liege hier ja evtl. doch falsch.
 
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