Unimog 411 mit Krailing Rückeaggregat

Hallo zusammen,

vielen Dank Zweiflinger (wie ist denn dein richtiger Name?)

Können meine Bilder im internen Bereich (User ist angemeldet/Bilder sind aus der Galerie) gesehen werden?
Hatte die Info eines Users, dass die Bilder nicht angezeigt werden...

was inzwischen geschah:

Nachdem auf der Probefahrt von ca. 1,5h alles soweit seinen Dienst tat und vor allem auch dicht war, habe ich mich weiter um die Komplettierung des Mogs gekümmert. Die Mercedes-C-Frontwinde war mir zu wuchtig mit der Bandbremse, und da ich diese Funktion voraussichtlich eh nicht benötige, habe ich die A-Winde angebaut. Diese scheint für meinen Einsatzzweck sinnvoller:

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Wenns im Sommer passt, möchte ich die Winde noch in Ochsenblutrot lackieren wie auf diesem Werksbild, finde dies harmonischer:

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Weil es mich schon seit langem interessiert hat, wurde sogleich auch die Heckwinde mit den originalen Standketten getestet und der Trac meines Bruders leicht gebremst den Berg hochgezogen:

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Die Winde lächelte darüber, der Mog lief munter etwas über Standgas weiter, die Standketten gruben sich ein und der Trac konnte gezogen werden. Einzig dem alten, bereits splissigen Seil mit 3 Seilklemmen traute ich nicht über den Weg und so habe ich es nicht ausgereizt...Das gleiche mit der Frontwinde, nach der langen Standzeit das hier neuwertige Seil mal abgezogen und neu aufgewickelt, funktioniert schön:

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Daraufhin konnte ein schöner Forsttag mit Langholztransport starten:

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Weiter geht's zum Forsttag in der passenden Rubrik:

unimog-beim-holzmachen

Hier schon mal das Video dazu:

[youtube]Fh2__fNWtks[/youtube]
 
Hallo Florian

Beobachte deine Beiträge nun schon eine Zeit lang.
Tolle Sache das du einen Mog mit Krailing-Aufbau in Angriff nimmst. Kenne den 411er den du besichtigt hast und bin immer wieder begeistert. Schön dass es bald davon wieder einen mehr gibt.

Freue mich schon aufs Ergebniss!

Gruß Sepp
 
Bobber schrieb:
(wie ist denn dein richtiger Name?)

Können meine Bilder im internen Bereich (User ist angemeldet/Bilder sind aus der Galerie) gesehen werden?
Hatte die Info eines Users, dass die Bilder nicht angezeigt werden...

Die Winde lächelte darüber, der Mog lief munter etwas über Standgas weiter, die Standketten gruben sich ein und der Trac konnte gezogen werden. Einzig dem alten, bereits splissigen Seil mit 3 Seilklemmen traute ich nicht über den Weg und so habe ich es nicht ausgereizt...Das gleiche mit der Frontwinde, nach der langen Standzeit das hier neuwertige Seil mal abgezogen und neu aufgewickelt, funktioniert schön:

Moin Da hab ich ja glatt meinen Namen vergessen :)
Ich bin der Anton. ;)

Was die Bilder angeht ich sehe als eingeloggter Nutzer 163 Bilder in deinem Profil. und da sind auch die Aktuellen dabei.

Die A Seilwinde ist definetiv Schlanker optisch. Und Lasten kontrolloert ablassen dafür hast du ja die Doppeltrommelwinde. Du wirst sie ja nur zur Bergung Nutzen oder?
Als Kontergewicht vieleicht noch aber da ist die frage wie die Achslastverteilung ist.

Mit den Stahlseilen sollte man nicht Spaßen wenn die Reißen geht es rund.
Hier ein kleines Video aus Asutralien Wo jemand aus dem Offrad bereich die Gefahren von Reißenden Stahlseilen Aufbereitet hat.
[youtube]97XqNX3yFTk[/youtube]

Am Ende muss ich mich nochmals für deine Berichte Bedanken, deine Bilder und Berichte finde ich immer fantastisch. :spitze

Grüße Anton
 
Bernhacker schrieb:
Hallo Florian

Beobachte deine Beiträge nun schon eine Zeit lang.
Tolle Sache das du einen Mog mit Krailing-Aufbau in Angriff nimmst. Kenne den 411er den du besichtigt hast und bin immer wieder begeistert. Schön dass es bald davon wieder einen mehr gibt.

Freue mich schon aufs Ergebniss!

Gruß Sepp

Hallo Sepp,

danke schon mal, ja, das Fahrzeug ist in einem außerordentlich gutem Zustand, original erhalten wie ab Werk ausgeliefert und ein toller Besitzer, der die Besichtigung erst ermöglichte! Ich werde weiter berichten!

Hallo Anton,
zweiflinger schrieb:
Was die Bilder angeht ich sehe als eingeloggter Nutzer 163 Bilder in deinem Profil. und da sind auch die Aktuellen dabei.

Die A Seilwinde ist definetiv Schlanker optisch. Und Lasten kontrolloert ablassen dafür hast du ja die Doppeltrommelwinde. Du wirst sie ja nur zur Bergung Nutzen oder?
Als Kontergewicht vieleicht noch aber da ist die frage wie die Achslastverteilung ist.

Mit den Stahlseilen sollte man nicht Spaßen wenn die Reißen geht es rund.
Hier ein kleines Video aus Asutralien Wo jemand aus dem Offrad bereich die Gefahren von Reißenden Stahlseilen Aufbereitet hat.

Am Ende muss ich mich nochmals für deine Berichte Bedanken, deine Bilder und Berichte finde ich immer fantastisch. :spitze

Grüße Anton

Auch dir vielen Dank, sehr schön, hatte mich gewundert mit den Bildern.
Die Frontwinde möchte ich zur Unterstützung im Bedarfsfall und Gegengewicht nehmen.
Die eigene Bergung bleibt hoffentlich aus, aber vielleicht mal einen Stamm o.ä. rausziehen, falls einer über den Weg liegt o.ä..
Das Seil der Frontwinde ist neuwertig und ein 12er Seil, dem traue ich.
Aber das hintere werf ich mal runter. Nicht von ungefähr wurden die Rückeaggregate ab ca. 1962/63 mit Schutzgitter zur Kabine hin ausgestattet :shock:
 
Hilfe wie die Zeit vergeht...

Anbei wieder ein paar News, auch wenns am eigentlichen Krailingprojekt bis jetzt keinen Schritt weiter ging...

Weiter gings mit dem ersten Ölwechsel, ca. 4 Bh nach der Motorrevision, hauptsächlich Stofffasern und etwas Dichtmassefetzen hängen im Filter:

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Ich hatte schon länger die Vision im Hinterkopf, den alten Ölfilter aufgrund der bekannten Eigenschaft als Nudelsieb auf die Patronenlösung von Christoph umzubauen, das war nun der entscheidende Moment:

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Wie bereits bekannt, sind alle erfordlichen Teile für den Umbau mit dabei und auch die Einbauanleitung lässt keine Wünsche offen:

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Fertig montiert, Öldruck gleich da, Dichtigkeitskontrolle bestanden:

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Ausreichend Luft zum Rahmen, nun auch bei Rahmenverwindung:

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Dann war mal wieder Holzrücken angesagt, diesmal durfte auch die Heckwinde helfen:

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Ohne vollen Anhänger fährt man nicht nach Hause :lol:

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Bei der Fa. Jung konnte ich meine bestellte grüne Schalthebelmanschette abholen:

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Leider wurde diese mit dem Schnittmuster der neueren Variante gefertigt.
Die Nachfrage ergab,ich bekomme das angepasst, doch gerade als ich nochmal ins Elsass fahren wollte, kam Corona mit seinem bekannten Ausmaß und die Grenzen wurden abgeschottet :|

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Parallel dazu hat sich der bisher leicht schwitzende Getriebeabgang für den Allradantrieb am Fendt Favorit 3 zu einem massiven Ölverlust gewandelt, und so musste auch aufgrund des drückenden, hohen Ölvolumens von 42l im Getriebe dieser schnell instandgesetzt werden:

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Neue Lager, Simmerringe, Dichtringe, Sicherungsringe, Schaltkugeln montiert und die Kupplung neu eingestellt:

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Danach konnte beruhigt und unter Special Effects Kartoffeln (Grummbeere) mit der Rau Kombi gesetzt werden:

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Aufgrund des massiven Blaurauches hat sich mein Bruder dazu entschieden, den OM352 aus dem 1000er Trac instandsetzen zu lassen. Das ermöglichte die standesgemäße Lieferung des Motors mit dem 411.
So konnte sich der Instandsetzer auch nochmal den OM636 anschauen:

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Der Motorenbauer hat über das nicht alltägliche Bild geschmunzelt :wink:

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Dann, auf dem Rückweg wurde der unbeladene Mog auf einmal langsamer...
Schnell auf den nächsten Parkplatz gerollt und festgestellt, dass die vordere, rechte Radnabe gut warm war :mauer
Natürlich war genau an der Stelle der einzige alte Radbremszylinder verbaut vom Vorbesitzer, warum auch immer. :roll:
Da die Reststrecke überschaubar war, heimwärts mit Abkühlpausen gefahren.

Okay, Mog hochgebockt, Exzenter zurück gestellt, die Trommel konnte zum Glück gut abzogen werden ohne Werkzeug, da diese recht frisch ausgedreht ist und keinen eingebremsten Rand aufweist:
Nichts anderes als ein festhängender Radbremszylinder war zu erwarten, da z.b. die Bremsschläuche neueren Datums waren:

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Dann war die Zeit reif für die NOS-ATE Radbremszylinder aus dem Regal, zerlegt, mit Spiritus ausgewaschen und die Manschetten mit ATE-Bremszylinderpaste einbalsamiert und montiert:

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Da die alten Bremsleitungsnippel mit den Leitungen zusammengerostet waren, so musste ich auch teilweise die Bremsleitungen erneuern:

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Von Hannes bekam ich noch die Info, dass die Leitung original unter der Stoßdämpferaufnahme verläuft, das wurde leider schon in der Vergangenheit geändert, und da ich nur die eingebaute Leitung nachgebogen hatte, ist mir das nicht näher aufgefallen. Auf der linken Seite war es dann für mich erkennbar, da ist noch die originale Leitung drin. Vielleicht mache ich diese mal irgendwann nochmal neu.

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Wie ich mir so die ganzen Leitungen anschauen, fällt mir diese Stelle ins Auge, also auch einmal neu:

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Neue Bremsschläuche, neue Leitung, neue Halteklammer:

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Wenn wir schon dabei sind, kommen auch gleich neue Bremsbeläge drauf.
Das Ausmessen der riefen- und randfreien Trommeln ergab an der Vorderachse 2. Übermaß erforderlich und an der Hinterachse haben sie noch Standardmaß.
Originale Beläge konnte ich ordern:

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Alte Beläge abgebohrt (beschriftet mit 8/62 (Herstelldatum? :shock: )...an VA Stahlnieten, an HA Kupfernieten, beides nicht fachgerecht mit dem Hammer getrieben :? ), Backen gereinigt, neu grundiert, neue Beläge mit entsprechendem Nietwerkzeug auf der Drehdornpresse von der Mitte ausgehend nach außen aufgenietet:

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Massenabfertigung:

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Schön oder?

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Der/die Vorbesitzer, einer hat mir eine weitere schöne Aufgabe hinterlassen:
Anstatt den originalen Splinten zur Bolzensicherung am Bremsbacken einzusetzen wurden hier rund ums Fahrzeug Hohlspannstifte in die Grundlöcher eingetrieben. :mauer :mauer
Alle, bis auf diesen an der Hinterachse links konnte ich immerhin mit der Rabbitzzange/Seitenschneider ziehen:

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Wie abgebildet konnte ich mithilfe des Ausziehgewindes den Bolzen ziehen, damit ich zumindest den Bolzen und den Bremsbacken weg habe, dabei ist der Hohlspannstift eingeknickt.
Nach verschiedenen misslungenen Versuchen, das Teil da rauszubringen, habe ich diesen mit einem Steinbohrer mit scharfgeschliffener Hartmetallspitze (4mm und 5mm) ausbohren können:

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Nun konnte auch die Handbremsmechanik gängig gemacht werden:

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Und wieder mit normalen Splinten und neuen Bolzen montiert:

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So, nachdem wieder alles soweit zusammen gebaut war, die Trommeln und Räder wieder drauf, per Exzenter das Lüftspiel voreingestellt und nun per Bremspedal neue Bremsflüssigkeit ins System gefördert und entlüftet wurde, da hats am rechten hinteren Radbremszylinder die Staubmanschetten rausgedrückt. :?
Also, nochmal zerlegt, ob ich die Manschetten falsch eingesetzt habe, dann das Ganze von vorne, gleiches Spiel:

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Die Radbremszylinder sind neu, aber an die 30 Jahre alt und somit sind die Gummiteile tatsächlich verhärtet/spröde/rissig.
Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen...
Man sieht es bei genauer Betrachtung der inneren Manschette an, diese hat ihr sog. "Erinnerungsvermögen" verloren, d.h. die Form, wie sie in der Spritzgussform hergestellt wurde. Durch die lange Lagerung ist die Vorspannung gegen die Wandung des Radbremszylinders verloren gegangen und dichtet somit nicht mehr ab.
Das war mir eine Lehre, zum Glück ist das bereits im Stand passiert, hat nur etwas Sauerei gegeben und nicht erst bei der ersten Fahrt, bei der dann das Bremspedal durchgefallen wäre :shock:

Um die Sache richtig komplett zu machen, habe ich noch einen neuen ATE-Hauptbremszylinder und passende Manschettensätze für die ATE-Radbremszylinder geordert:

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So, abschließend noch etwas für die Treffen 2021 die Optik getunt:

Meine Frontkotflügel konnte ich endlich mal nach langer Wartezeit beim Lackierer abholen:
Echt super geworden, so hätte ich die nicht hinbekommen.
Sikkens 2K-EP und MIPA 2K PUR-HS Acryl, der selbe wie bei der Kabine innen.
Glanzgrad Seidenmatt, passend zur restlichen Lackierung.

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Wenn das so weitergeht, habe ich bald doch eine technische Komplettrestauration hinter mir :roll:
Um mich selbst zu zitieren:
Bobber schrieb:
Bobber schrieb:
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen :lol:
411.112 Bj.60, mit geraden Rückwandsicken, gut hergerichtet, Frontwinde Typ C, Heckwinde H3500, ochsenblutrotes Fahrgestell, originale Sitze mit grünem Kunstleder, Verdeck und Einsteckscheiben original, ebenso die Blechteile, neuer Tank, Motor überholt...
:?

Zuletzt das Tracgetriebe zum Lackieren ausgebaut (dabei festgestellt, dass die Schrauben an der Kardanwelle VA lose waren). Das Getriebe ist bereits ein Austauschgetriebe und war bisher technisch unauffällig und verbleibt erstmal so. Ansonsten haben wir bereits 2x gelernt, die Kabine ist in einer Stunde gekippt und der Motor ist in 4h draußen :lol: (Geht besser wie beim 411 :wink: )
Die Getriebe-Ölwanne neu abgedichtet, ein Blick ins Getriebe und in den Ölsumpf ergab keine Auffälligkeiten. Die Ölleitung wieder mit Kupferringen an der Hohlschraube versehen (je einer fehlte :roll: ) und der Motor konnte zurück geholt werden. Der Motor hatte einen Staubschaden, aufgrund mangelnder Luftfilterpflege, somit waren die Kolbenringe verbacken und die Kolbenlaufbahnen ausgeschliffen, so holte er sich das Öl. Nun konnte auch hier mit der optischen Überarbeitung begonnen werden:

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Grundiert mit Sikkens 2K-EP:

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Schön mit MIPA 2K HS PUR Acryl DB6453 Türkisgrün/Motorengrün Matt (eher Seidenmatt) angehaucht:

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Dann noch die schwarzen Teile lackiert:

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Et voilà la travail: :D

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Die Horsepowers wurden noch etwas modifiziert :D

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So, das war mein bisher längster Post, ich hoffe es war nicht zu langatmig :D
Ist doch tatsächlich viel passiert, gewollt und ungewollt :flex

Bleibt gesund und bis bald!
 
Hallo Florian
ein ehr schöner Bericht, danke für die Arbeit.
Ein paar kleine Anmerkungen
Man sieht es bei genauer Betrachtung der inneren Manschette an, diese hat ihr sog. "Erinnerungsvermögen" verloren,
der Weichmacher (Öl oder Wachs) ist einfach aus dem Gummi ins freie diffundiert.
Das ist auch der Grund, weshalb Hydraulikschläuche und Reifen nach 6 Jahren ablegereif sind.
Dann noch die schwarzen Teile lackiert:
die Aggregate wurden bei der Endlackierung des Rahmens nicht sauber abgeklebt sonmdern einfach mitgeduscht. Eine saubere Trennung ist nicht erkennbar.
Ansonsten eine top Arbeit
 
Moin Florian

Danke Für deinen Bericht! Ich Find Die Bilder Klasse und das du uns Mitnimmst bei dem Was mit deinem Mog Passiert.

Wir haben unseren Mog damals auch als Teschnisch Einwandfrei Gekauft.
1800km später ging der Motor kaputt :D

MfG Anton
 
Helmut-Schmitz schrieb:
Hallo Florian
ein ehr schöner Bericht, danke für die Arbeit.
Ein paar kleine Anmerkungen: Die Aggregate wurden bei der Endlackierung des Rahmens nicht sauber abgeklebt sonmdern einfach mitgeduscht. Eine saubere Trennung ist nicht erkennbar.
Ansonsten eine top Arbeit

Hallo Helmut,
danke für das Lob vom Chef :mrgreen:

Ja, ich weiß, hier kann man es noch erkennen, da wurde einmal von oben bzw. unten geduscht:

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Hier hängen noch Reste dran:

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Der Ölfilter war sogar nur halb mit Schwarz lackiert.
Ist heute noch so, es wird teilweise abgeklebt, aber teilweise auch nur ein Karton davor gehalten.

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Hallo Anton,

auch dir vielen Dank!

zweiflinger schrieb:
Moin Florian

Danke Für deinen Bericht! Ich Find Die Bilder Klasse und das du uns Mitnimmst bei dem Was mit deinem Mog Passiert.

Wir haben unseren Mog damals auch als Teschnisch Einwandfrei Gekauft.
1800km später ging der Motor kaputt :D

MfG Anton

So weit bin ich noch garnicht gekommen :mauer

Mehr am :flex als am :mog4 ...

Weiter geht's, nicht meckern :lol:
 
Hallo Max,

die Bilder habe ich über die Galerie hochgeladen, da hier eine größere Bilddatei eingestellt werden kann.
Wenn du angemeldet bist (Schreibmodus), sollten die Bilder erscheinen.
Im Lesemodus sind die Bilder ausgeblendet, in der Tat.
 
Guten Morgen,
ein sehr, sehr schöner Bericht!!
Du und Ihr seid ja im Thema sehr fit, darum hätte ich da mal eine Frage:
Die Glogger-Mittelseilwinde ist ja sehr dick und kann meine ich 2 mal 3 Tonnen ziehen.
Gab es da auch mal etwas kleineres als Mittelseilwinde, so das die Standard Pritsche beim langen Radstand des 411 verbleiben kann? Beim langen Radstand gibt es ja diese Lücke zwischen Fahrerhaus und Pritsche bei welcher originalerweise das Ersatzrad stehend befestigt ist.
Besten Gruß vom Mittellandkanal Riri
 
Hallo Riri,

ein Bildausschnitt von einer montierten Gloggerwinde auf einem langen 411a findest du auf Seite 1:

Gloggerwinde zwischen Pritsche und FHS

Ich gehe davon aus, dass die Pritsche beim 411a etwas weiter hinten sitzt gegenüber dem Vorgänger 411, vermutlich die bekannten 30mm Pritschenversatz, als Neuerung generell beim 411a im Oktober 1961 bei kurzem/langem Radstand eingeführt um Platz für die Dreiseitenkipppritsche zu haben, plus eben die 400mm bei langem Radstand. Die Winde hat meine ich ziemlich genau 400mm Tiefe.
Kann ich mal messen bei Bedarf.

Mir ist keine kleinere Doppeltrommelwinde von Glogger/Werner bekannt.
Adler- und Huttneraufbau hatten wir schon live vor unserem Langholzanhänger drangehabt, aber diese waren von dem Abmaßen ähnlich.
Das "kleine" Glogger Windengehäuse (Schneckengehäuse in der Mitte gleichdick zu den Trommeln)
gabs meines Wissens nach in der Zugkraft 2x2t, 2x3t,(U411) 2x4t. (U421)
Das "große" Glogger- bzw. auch später Wernergehäuse (Stahlwinde) (Schneckengehäuse stärker gegenüber den Seiltrommeln) in 2x5t, 2x6t, 2x7t. (u.a. U406/Trac)
Zugkraftunterschied vermutlich eingestellt über Luftdruck/Anpressdruck der Membrane an die Kupplungsscheibe. Bei geringer eingestelltem Luftdruck rutscht die Kupplung eher, dadurch zieht die Winde weniger.
 
Oh, ja, danke. Die 2x2t winde scheint ja tatsächlich etwas schlanker zu sein. Diese hört ja genau mit dem Dieseltank auf. Da würde die Standardpritsche ohne Änderung weiterhin passen. Könntest Du bitte einmal die Maße Deiner 2x3 t Winde messen.
Danke Riri
 
Hallo Riri, hallo Unimogfreunde,

Wie beschrieben ist das Gehäuse der 2t/3t/4t Winde identisch.
In verbauten Zustand mit Hydraulikkipppritsche siehe Beiträge vorher.
Nichtsdestotrotz kann ich mal die Winde vermessen, habe diese jedoch aktuell eingemottet.

Was inzwischen geschah:

Um die Schubkugel an der Vorderachse am MBtrac in Verbindung mit einer neuen Kunststoffschale neu auszudistanzieren, musste ein neues Einstellwerkzeug angefertigt werden. Die Maße für den Einstellflansch habe ich am Getriebe abgenommen und dazu eine 200er Aluronde passend gedreht:

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Das Lochbild des Schubkugelgehäuse wurde abgebohrt und entsprechende Gewinde zur Befestigung eines Hebels aus Vierkantrohr vorgesehen. Natürlich so ausgerichtet, wie das Gehäuse am Getriebe montiert und eingelaufen ist.
Das Spiel konnte mit einer Federwaage korrekt eingestellt werden.

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Weitere Anbauteile wurden lackiert:
Zapfwellen, Kühler, Luftfilterkasten und Konsole, Anlasser, Schaltgestänge, Radmutternabdeckungen, etc.

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Dann konnte das Getriebe wieder eingebaut werden:

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Motor inkl. Kupplung davor gesetzt, Zentrierdorn hatten wir noch vom 900er Trac:

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Weiter komplettiert:

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Und dann?
Dann wurde ich ein paar Stunden später Vater einer kleinen, aufrichtigen und gesunden Tochter :party

Ich war dann erstmal anderweitig beschäftigt, man hat aber an uns gedacht :mrgreen:

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So wurden die Dieselleitungen nochmal angepasst, neue Schellen angebracht:

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Neue Bremsbeläge verbaut, Bremssättel neu abgedichtet:

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Ich konnte zwischendurch noch die passenden originalen 6 Umlenkrollen für unseren Langholzanhänger erwerben:

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Hier die obere auf den Rungen:

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Die mittlere:

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Die untere:

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Die Flucht zur wageninneren Umlenkrolle stimmt!

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Da wurden schon ein paar Festmeter Stammholz mit bewegt:

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So, in den letzten Tagen war ich dann auch wieder aktiv, wenn auch nur stundenweise:
An den Federspeicherbremszylindern gab's noch neue Manschetten, die entsprechenden Schellen habe ich separat besorgen müssen, da diese im Reparatursatz und nicht bei der Manschette enthalten sind:

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Die Schalthebelmanschette für den 411 konnte ich bei einem im Ort ansässigen Schuhmacher abschneiden und vernähen lassen:

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Die 411er Radbremszylinder habe ich mit neuen Dichtmanschetten von MP versehen:
Alle wieder ausgebaut, zerlegt, gereinigt, neu montiert:

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Soweit war ich schon einmal: :oops:

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Hier nochmal der direkte Vergleich der Manschetten:

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So, das wärs erstmal wieder soweit, geplante Tätigkeiten sind noch der Einbau des neuen HBZ, Einstellarbeiten der Bremse, Kotflügel vorne montieren, Schalthebelmanschette montieren, Fahrbereitschaft herstellen...
 
Hallo Florian,

zu erst herzlichen Glückwunsch zur Tochter und alles Gute für die ganze Familie.

Auch vielen Dank, dass Du uns an Deinen Arbeiten teilhaben läßt. Und da habe ich auch gleich eine Frage zu dem gezeigten Federspeicher.
Was ist das für einer und wo ist er eingebaut? Wird bei diesem im drucklosen Zustand die Kolbenstange eingezogen oder herausgedrückt?
 
Hallo Jürgen,

Vielen Dank für die Glückwünsche!
Zu dem Federspeicherbremszylinder, dieser ist im 1000er Trac eingebaut und ist im entlüfteten Zustand in der eingefahrenen Endlage.
Diesen Bremszylinder scheint es nicht mehr zu geben, für den 900er Trac haben wir den vom Zweitlieferanten (wahlweise) bekommen. Wegen der Sachnummer müsste ich erst schauen.
 
kinzigsegler schrieb:
Hallo Florian,

vielen Dank für die Auskunft.
Über MB-Webparts bin ich beim 900er MB-Trac auf eine Nummer A 009 420 93 18 gestossen und habe dazu bei Haldex den Kolbenzylinder 344050001 gefunden. Wäre das der richtige?

Hallo Jürgen,

Ja, auf die A-Sachnr. Bin ich auch gestoßen, die alten wie weiter oben am 1000er Trac sind die Wabco, die gibt's nicht mehr, die "Wahlweise" waren die Haldex, jetzt wo du es erwähnst, da es Graubremse auch nicht mehr gibt mWn? Unter deiner genannten A-Sachnr. habe ich Lieferstatus "rot" in Webparts, da müsstest mal direkt anfragen.

So, ich habe noch einmal meine damaligen Videos überarbeitet, anbei die Links:

[youtube]7GmFKg0ipqM[/youtube]
[youtube]Fh2__fNWtks[/youtube]
 
Hallo Freunde der Gaggenauer Geländefahrzeuge,

Gestern war ein großer Tag für mich in Bezug auf das Krailing Projekt,
aber seht selbst:

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Ich konnte ein recht komplettes und teilrestauriertes Krailing Rückeaggregat mit dem umklappbaren Rückeschild gegen den Einwurf von ein paar Münzen aus den Hecken zerren.
Ein paar Sachen müssen nach der Bestandsaufnahme geändert werden, u.a. gehören die Kotflügelhalter an den Unimograhmen, nicht an den Rahmen des Rückeaggregates, die Position der gelochten Quertraverse ist zu weit hinten und unten, das hat dann auch Auswirkungen auf die Lage des Rückeschildes. Auch ist leider kein Typenschild mehr vorhanden.

Hier das zugehörige Rückeschild, unten ausklappbare Verlängerungen zum Poltern (Zusammenschieben) des Stammholzes am Lagerplatz. Aufgrund des Zustandes und der einfachen Konstruktion aus Blechbeplankung, rundkantiges Winkel-/ U-Profil und Flachstahlriegeln werde ich das Schild wohl nachbauen, die Maße hatte ich auch schon an dem Münchner Mog abgenommen.

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Hier die Seilwalzen, mit Rollenlager bestückt, interessant, ich bin bei der Belastung von Gleitlagern ausgegangen. Auch zu sehen sind die Holzabstandshalter zur Ablage des Schildes, das kenne ich so nicht. Normalerweise liegt das Schild auf dem Rahmen auf, so dass die Seile zum Laden mit dem Langholzanhänger über das Schild laufen können.

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Anbei der Führungsrollenbock in gutem Zustand mit den originalen gegossenen Rollen, dieser sitzt vor der Seilwinde und ist normal mit zwei langen Bolzen an den Laschen befestigt, nicht verschraubt. So konnte dieser beim Aufbau des optional erhältlichen Pritschenuntergestells (in Verbindung mit einer Luftkipppritsche) schnell abgebaut werden. Die Gussrollen sind durch Schwergängigkeit von den anlaufenden Seilen eingelaufen, mal sehen was ich da mache.

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Hier der vordere Befestigungspunkt, um eine 3-Punktlagerung zu erzeugen. Hinten wird das Gestell in die Rahmenenden eingehängt und vorne in die Bohrung der Quertraverse der Windenhalterung.

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Und zuletzt die originalen gegossenen Halterungen, zugleich Drehpunkt des Rückeschildes inkl. der massiven Achse aus 70er Vollmaterial. Alleine das Rundmaterial wiegt 48kg :shock:

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Es fehlen mir nun noch die Befestigungsbügel für die Achse der Seilwalze und die 4 hinteren gegossenen Steckrollen inkl. Bolzen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ganzen, denn damit bin ich endlich ein großes Stück voran gekommen :spitze
 
Guten Abend liebe Unimogfreunde,

Heute gibt es wieder einen kurzen Bericht:

Ich habe mir den Führungsrollenbock mit in meine beheizte Kellerwerkstatt genommen, so kann ich auch in einem kurzen Zeitfenster spontan was wursteln... 8)

Den Klotz in den Schraubstock gewuchtet, gleich darauf lagen 3 von 4 Rollen auf der Werkbank:

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Ein Bolzen hat natürlich Widerstand geleistet :roll:

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Es kamen auch die abgebrochene Schmiernippel zum Vorschein, der Sechskant war hier noch dran, so konnte dieser ganz normal ausgedreht werden:

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Nach 2h Ballistoleinwirkung ließ sich der Bolzen doch klopfen:

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Die Kerben werde ich wohl mit Gusselektroden auffüllen:

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Und zu guter Letzt die gereinigte Schmiernut in den Bolzen, ist wohl damals nach alter Urväter Sitte gemeißelt worden. In den Rollen sind keine Lager verbaut, aber wenn alles sauber und gefettet ist, laufen die wieder.
Axial werde ich jeweils auf jeder Seite noch harte Anlaufscheiben beilegen.

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Bezüglich des Rückeschildes habe ich mir noch mal ein paar Gedanken gemacht, es gab ja auch die Ausführung mit pneumatisch hebbarer Bergstütze, da gibt es ja das urgewaltige Bild auf der Facebookseite des Unimogmuseums:

Quelle: https://de-de.facebook.com/UnimogMu...76.1073741827.336653033063899/511369925592208

Hier war das Krailing Rückeaggregat schon auf einen 411a aufgebaut, auch wurden hier nicht mehr die runden 402er Kotflügel verwendet, sondern die eckigen Originalkotflügel für die Pritsche.

Da ich schon im Besitz des Bergstützrohrs bin, könnte ich das bei der Neuanfertigung entsprechend berücksichtigen und aussparen.
Das eigentliche Thema ist, dass die Bergstütze anstatt der bodenkonstanten Ackerschiene montiert wird, d.h. der Dreh- und Aufhängepunkt ist an der Hinterachse.
Dementsprechend wirken die auftretenden Abstützkräfte von der Bergstütze in die Hinterachse über die Schubkugel ins Getriebe, weiter über den Rahmen in die Windenaufhängung bis zur Winde....
Das finde ich heftig :shock:

Wenn man die Prospektbilder mit freihängendem Mog an der Bergstütze sieht... :shock:
Kommt Zeit, kommt Rat...